{"id":879097,"date":"2026-03-18T22:12:27","date_gmt":"2026-03-18T22:12:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/879097\/"},"modified":"2026-03-18T22:12:27","modified_gmt":"2026-03-18T22:12:27","slug":"elite-einheit-der-us-marine-auf-dem-weg-in-den-nahen-osten-und-zunehmende-drohungen-mit-bodenoffensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/879097\/","title":{"rendered":"Elite-Einheit der US-Marine auf dem Weg in den Nahen Osten und zunehmende Drohungen mit Bodenoffensive"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/91d71533-f420-4d29-b372-3b3f70aabf05.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Die USS Tripoli<\/p>\n<p>Die USS Tripoli, ein amphibisches Angriffsschiff mit der 31. Marine Expeditionary Unit an Bord, wurde am Dienstag bei der Durchfahrt der Stra\u00dfe von Malakka auf dem Weg zum Persischen Golf geortet. Sie brach am 11. M\u00e4rz von der japanischen Insel Okinawa auf und soll bis Ende M\u00e4rz im Nahen Osten eintreffen. Ihr Einsatz erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Forderungen in den Medien und im politischen Establishment der USA nach einer Bodenoffensive im Iran.<\/p>\n<p>Etwa 50.000 US-Milit\u00e4rangeh\u00f6rige sind bereits im Nahen Osten stationiert, unterst\u00fctzt von zwei Flugzeugtr\u00e4gerkampfgruppen \u2013 der USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer und der USS Gerald R. Ford im Roten Meer. Eine dritte, die USS George H.W. Bush, ist auf dem Weg ins Mittelmeer. Die USS Tripoli und ihre Marines werden die erste Einheit am Kriegsschauplatz sein, die f\u00fcr Bodenkampf trainiert ist.<\/p>\n<p>Der Einsatz erfolgt vor dem Hintergrund einer dramatischen Eskalation des Kriegs. Am Dienstag wurde der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani bei einem israelischen Luftangriff ermordet. Laridschani war Sekret\u00e4r des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und faktisch Staatschef des Iran seit der Ermordung des Obersten F\u00fchrers Ali Chamenei in den ersten Stunden des Kriegs am 28. Februar.<\/p>\n<p>Am Dienstag sprach sich der republikanische Abgeordnete Pete Sessions (Texas) im Fernsehsender CNN offen f\u00fcr eine Invasion der Insel Charg durch US-Marines aus. Die Insel ist Irans wichtigster Exporthafen f\u00fcr \u00d6l, von dem aus 90 Prozent der Roh\u00f6lexporte des Landes abgewickelt werden. Absurderweise bestritt er, dass dies ein \u201eEinsatz von Bodentruppen\u201c w\u00e4re. <\/p>\n<p>Sessions erkl\u00e4rte: \u201eDiese 2.500 Marines, die Marine Expeditionary Force, w\u00fcrden vermutlich die Insel sichern. Meiner Meinung nach handelt es sich bei der Insel nicht um einen Bodentruppeneinsatz im Kampf, sondern um die Sicherung der Anlage.\u201c Er machte einen Unterschied zwischen der Einnahme einer Insel und einem Kampfeinsatz \u201einnerhalb des Irans, wo sie in den St\u00e4dten sind, wo wir Situationen erleben, die wir in der Vergangenheit mit gro\u00dfen Bev\u00f6lkerungszentren hatten, mit K\u00e4mpfern gegen uns, und es herrscht Chaos.\u201c<\/p>\n<p>Sessions \u00c4u\u00dferungen waren noch deutlicher als die des republikanischen Senators Lindsey Graham, der am Freitag auf X gepostet hatte: \u201eWer die Insel Charg kontrolliert, der kontrolliert das Schicksal dieses Kriegs. Semper Fi\u201c \u2013 ein durchsichtiger Aufruf zu einem amphibischen Angriff der Marines auf die Insel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/veranstaltungen.html\" class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/a840bdb7-4790-47ac-ab7e-20a30375ea9b.png\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/3e3b0868-f0fd-4eaa-b443-e839044a2ac3.png\"\/><\/a><\/p>\n<p>Im Vorfeld von Sessions\u2019 \u00c4u\u00dferungen hatte das Wall Street Journal am Sonntag in einem Leitartikel mit dem Titel \u201eDie Schlacht um die Stra\u00dfe von Hormus\u201c erkl\u00e4rt, die Trump-Regierung m\u00fcsse den Krieg eskalieren, statt ihn voreilig zu beenden. Das Journal warnte, dass, falls es dem Iran gel\u00e4nge, die Stra\u00dfe von Hormus zu schlie\u00dfen, er damit \u201eein iranisches Veto \u00fcber Energielieferungen errichten und sich k\u00fcnftige Straflosigkeit sichern\u201c w\u00fcrde. Weiter hei\u00dft es: \u201eMan stelle sich vor, wie das Regime die Welt erpressen und damit durchkommen w\u00fcrde, wenn man erlaubt, dass es die zwei- oder dreifache Menge an Raketen oder Atomwaffen zusammentr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>Sowohl die New York Times als auch das Wall Street Journal berichteten in den letzten Tagen, dass eine Besetzung der Insel Charg und eine Bodenoffensive entlang der Stra\u00dfe von Hormus von der Trump-Regierung gerade intensiv gepr\u00fcft werde. Am Montag erkl\u00e4rte US-Pr\u00e4sident Donald Trump vor der Presse, er habe \u201ekeine Angst\u201c davor, Truppen in den Iran zu schicken. Er wies Vergleiche mit dem Vietnamkrieg zur\u00fcck und sagte: \u201eIch habe wirklich vor nichts Angst.\u201c<\/p>\n<p>Der Druck in Richtung einer Bodenoffensive nimmt zu, weil das Vorhaben der US-Regierung gescheitert ist, die iranische Regierung durch die Ermordung ihrer F\u00fchrung zu Fall zu bringen. Politico berichtete am Dienstag, einige von Trumps eigenen Verb\u00fcndeten gingen mittlerweile davon aus, dass der Pr\u00e4sident \u201ekeine Kontrolle mehr dar\u00fcber hat, wie oder wann der Krieg endet\u201c. Eine Person aus dem engen Umfeld des Wei\u00dfen Hauses erkl\u00e4rte gegen\u00fcber Politico: \u201eWir haben [den Iran] zwar auf dem Feld besiegt, aber jetzt haben sie weitgehend die Karten in der Hand. Sie entscheiden, wie lange wir involviert sind, und sie entscheiden, ob wir Bodentruppen einsetzen. Und meiner Meinung nach f\u00fchrt kein Weg daran vorbei, wenn wir unser Gesicht wahren wollen.\u201c<\/p>\n<p>Eine andere Quelle erkl\u00e4rte gegen\u00fcber Politico: \u201eDie Bedingungen haben sich ge\u00e4ndert. Die Ausstiegsoptionen gibt es nicht mehr, weil der Iran das asymmetrische Vorgehen antreibt.\u201c<\/p>\n<p>Trotz \u00fcber zwei Wochen Bombenangriffen, bei denen \u00fcber 7.000 Ziele getroffen, mehr als 100 Schiffe zerst\u00f6rt und der oberste F\u00fchrer sowie Dutzende hochrangige Mitglieder der Regierung get\u00f6tet wurden, bleibt die Stra\u00dfe von Hormus, durch die etwa ein F\u00fcnftel der weltweiten \u00d6llieferungen passiert, faktisch gesperrt. <\/p>\n<p>Der Schiffsverkehr durch die Wasserstra\u00dfe ist auf etwa f\u00fcnf Durchfahrten pro Tag eingebrochen \u2013 ein Bruchteil der 125 vor dem Krieg. Rund 1.100 Schiffe \u2013 ein Viertel davon \u00d6ltanker \u2013 liegen im Golf fest und k\u00f6nnen nirgendwohin. Der Preis f\u00fcr Roh\u00f6l ist seit dem 28. Februar um 45 Prozent von unter 70 Dollar auf etwa 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Amerikanische Autofahrer zahlen 3,79 Dollar f\u00fcr eine Gallone, was einem Preisanstieg von 25 Prozent entspricht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Der Krieg weitet sich zu einer schweren politischen Krise f\u00fcr die Trump-Regierung aus. Laut einer Umfrage von Data for Progress vom 6. bis zum 8. M\u00e4rz glauben 52 Prozent der Amerikaner, Trump habe \u201ezumindest teilweise\u201c den Angriff auf den Iran begonnen, um vom Epstein-Skandal abzulenken. Bei den Anh\u00e4ngern der Demokraten waren es sogar 81 Prozent, bei denjenigen, die sich als parteiunabh\u00e4ngig oder Unterst\u00fctzer von Kleinparteien einordnen, 52 Prozent. Laut einer Quinnipiac-Umfrage lehnen 74 Prozent der registrierten W\u00e4hler den Einsatz von Bodentruppen ab. Trumps Zustimmungswerte sind von \u00fcber 50 Prozent zu Beginn seiner Amtszeit auf knapp 40 Prozent gesunken.<\/p>\n<p>Unterdessen wurden laut dem US Central Command (CENTCOM) seit Beginn der Operation Epic Fury etwa 200 US-Soldaten verwundet und 13 get\u00f6tet. Mindestens zehn der Verwundeten erlitten ernsthafte Verletzungen wie Granatsplitterwunden, Verbrennungen und Hirntraumata durch Explosionen.<\/p>\n<p>Laridschanis Ermordung ist der j\u00fcngste in einer Reihe von \u201eEnthauptungsschl\u00e4gen\u201c, die nichts zur Beendigung des Kriegs beigetragen haben. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erkl\u00e4rte, Laridschani und der Kommandant der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, seien \u201eeliminiert\u201c worden und w\u00fcrden \u201eChamenei in den Tiefen der H\u00f6lle Gesellschaft leisten. &#8230; Ich habe die IDF angewiesen, die Verfolgung der F\u00fchrung fortzusetzen.\u201c <\/p>\n<p>Der neue oberste F\u00fchrer des Irans, Modschtaba Chamenei, Sohn des ermordeten Ali Chamenei, hat die Vorschl\u00e4ge zur Deeskalation von zwei Unterh\u00e4ndlerstaaten zur\u00fcckgewiesen und erkl\u00e4rt, es sei \u201enicht die richtige Zeit f\u00fcr Frieden, bis die Vereinigten Staaten und Israel in die Knie gezwungen sind, ihre Niederlage akzeptieren und Entsch\u00e4digung zahlen\u201c.<\/p>\n<p>Im Libanon weitet sich der Krieg weiter aus. Seit dem 2. M\u00e4rz wurden durch israelische Bombenangriffe 912 Menschen get\u00f6tet, darunter 111 Kinder. Mehr als eine Million \u2013 fast ein F\u00fcnftel der Gesamtbev\u00f6lkerung \u2013 musste fliehen. \u00dcber 100 Ortschaften wurden zur Evakuierung aufgefordert. Das UN-Menschenrechtsb\u00fcro warnte, die Bombardierung von Wohngebieten k\u00f6nnte ein Kriegsverbrechen darstellen und die systematische Massenvertreibung der Bev\u00f6lkerung versto\u00dfe gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht.<\/p>\n<p>Laut dem iranischen Gesundheitsministerium wurden im Iran seit dem 28. Februar mindestens 1.444 Menschen get\u00f6tet und mehr als 18.000 verwundet. Amnesty International best\u00e4tigte, dass bei dem US-Angriff auf die M\u00e4dchenschule in Minab mindestens 170 Menschen get\u00f6tet wurden, \u201edie meisten davon Sch\u00fclerinnen\u201c, und forderte, die T\u00e4ter zur Rechenschaft zu ziehen. Bei einem Angriff auf Arak wurden unter anderem ein zweij\u00e4hriges Kind und sein drei Tage altes Geschwisterkind zusammen mit ihrer Mutter und Gro\u00dfmutter get\u00f6tet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USS Tripoli Die USS Tripoli, ein amphibisches Angriffsschiff mit der 31. Marine Expeditionary Unit an Bord, wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":879098,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,47315,13,186871,14,15,12,4017,4018,4016,193966,64,4019,4020],"class_list":["post-879097","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-bodenoffensive","tag-headlines","tag-iran-krieg","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-us-marines","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116252478692543609","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/879097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=879097"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/879097\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/879098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=879097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=879097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=879097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}