{"id":87912,"date":"2025-05-06T02:55:19","date_gmt":"2025-05-06T02:55:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/87912\/"},"modified":"2025-05-06T02:55:19","modified_gmt":"2025-05-06T02:55:19","slug":"oelpreisverfall-wenn-die-opec-streitet-freuen-sich-die-autofahrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/87912\/","title":{"rendered":"\u00d6lpreisverfall: Wenn die OPEC streitet, freuen sich die Autofahrer"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 05.05.2025 16:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Inmitten eines andauernden \u00d6lpreisverfalls steigert die OPEC+ ihre Produktion. In der Organisation rumort es, was sich auch an den Zapfs\u00e4ulen bemerkbar macht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/detlev-landmesser-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Detlev Landmesser\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/detlev-landmesser-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas auch immer seine Mitglieder sagen m\u00f6gen: Die wichtigste Aufgabe eines Kartells ist es, den Preis eines Produkts m\u00f6glichst hoch zu halten. Beim \u00d6lkartell OPEC+ funktioniert das derzeit gar nicht &#8211; zur Freude der \u00d6lverbraucher.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Montagmorgen st\u00fcrzte der Preis der Nordseesorte Brent um bis zu 4,6 Prozent auf 58,50 Dollar je Barrel (159 Liter) ab. Damit n\u00e4herte er sich dem Vier-Jahres-Tief von 58,40 Dollar von Anfang April.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas lag ausgerechnet an der OPEC+: Am Samstag hatten sich die Mitglieder des erweiterten Kartells geeinigt, die \u00d6lproduktion den zweiten Monat in Folge zu beschleunigen und im Juni um 411.000 Barrel pro Tag zu steigern. Das sind deutlich mehr als die urspr\u00fcnglich geplanten 138.000 Barrel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBarclays-Analyst Amarpreet Singh senkte daraufhin die Brent-Prognose um vier Dollar auf 66 Dollar pro Barrel f\u00fcr dieses und um zwei Dollar auf 60 Dollar pro Barrel f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr. Schon im April hatte das Kartell mit einer unerwartet hohen F\u00f6rdererh\u00f6hung um 410.000 Barrel \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>    Mehr Angebot trotz schwacher Nachfrage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Vorgehen der OPEC+ deutet auf erhebliche Verwerfungen innerhalb der Organisation hin. Denn die Entscheidung widerspricht ihrem \u00fcblichen Vorgehen: Sie trifft auf einen f\u00fcr die Jahreszeit ohnehin schon au\u00dferordentlich schwachen \u00d6lmarkt. In diesem Jahr sind die \u00d6lpreise schon um gut 20 Prozent abgerutscht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem ist es die Sorge um die Weltkonjunktur angesichts der von US-Pr\u00e4sident Trump initiierten Zollkonflikte, die die Notierungen dr\u00fcckt. Schon die j\u00fcngste Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) ging davon aus, dass der \u00d6lmarkt in diesem Jahr mit rund 600.000 Barrel pro Tag \u00fcberversorgt ist.<\/p>\n<p>    Zoff im Kartell<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHinter der OPEC+-Entscheidung steht ein grunds\u00e4tzlicher Streit unter den 22 Mitgliedern. Insbesondere das zu den assoziierten Staaten geh\u00f6rende Kasachstan h\u00e4lt sich schon seit einer ganzen Weile nicht an seine Produktionsquoten. Im November 2023 geh\u00f6rte die Ex-Sowjetrepublik zu den acht Staaten, die ihre Produktion freiwillig begrenzen wollten &#8211; diese K\u00fcrzung von insgesamt 2,2 Millionen Barrel pro Tag soll nun seit April schrittweise wieder zur\u00fcckgenommen werden. Doch Kasachstan scheint sich wenig um seine Zusagen geschert zu haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDieser Mangel an Disziplin hat vor allem Saudi-Arabien erz\u00fcrnt, das als gr\u00f6\u00dfter Produzent den L\u00f6wenanteil der Drosselung tr\u00e4gt. Die unerwartet hohe F\u00f6rdererh\u00f6hung ist daher als Strafe f\u00fcr die unbotm\u00e4\u00dfigen Mitglieder zu verstehen. Die Saudis sollen mit weiteren Produktionssteigerungen gedroht haben, falls andere Mitglieder weiter ihre Quoten \u00fcberziehen.<\/p>\n<p>    Entlastung an den Zapfs\u00e4ulen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas schlecht f\u00fcr die \u00d6lstaaten ist, ist gut f\u00fcr die Konsumenten, nicht zuletzt die Autofahrer. Auch die Spritpreise gehen seit Monaten tendenziell zur\u00fcck, und auch der j\u00fcngste \u00d6lpreiseinbruch d\u00fcrfte sich noch positiv an den Zapfs\u00e4ulen bemerkbar machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings sind weiter sinkende Preise keineswegs ausgemacht. Sollten sich die beiden gr\u00f6\u00dften \u00d6lverbraucher USA und China in ihrem Zollstreit einigen, w\u00fcrde das die Perspektiven f\u00fcr die \u00d6lnachfrage erheblich st\u00e4rken. Auch Trumps angedrohte Sanktionen im Streit mit dem Iran, Venezuela und m\u00f6glicherweise Russland k\u00f6nnte das Angebot wieder beschr\u00e4nken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 05.05.2025 16:13 Uhr Inmitten eines andauernden \u00d6lpreisverfalls steigert die OPEC+ ihre Produktion. 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