{"id":880231,"date":"2026-03-19T09:09:12","date_gmt":"2026-03-19T09:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/880231\/"},"modified":"2026-03-19T09:09:12","modified_gmt":"2026-03-19T09:09:12","slug":"bahn-und-autobahnsperrung-sorgen-fuer-verkehrschaos-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/880231\/","title":{"rendered":"Bahn- und Autobahnsperrung sorgen f\u00fcr Verkehrschaos in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Derzeit sind Wuppertaler Verkehrsteilnehmer stark gebeutelt, am kommenden Wochenende droht ein Verkehrschaos. Denn gleichzeitig werden die Bahnstrecke und die Autobahn 46 gesperrt sein. Zudem wird am heutigen Donnerstag vollst\u00e4ndig und morgen teilweise im \u00d6PNV gestreikt. Pendler sind jetzt schon genervt und werden in den n\u00e4chsten Tagen auf eine noch h\u00e4rtere Probe gestellt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ab dem 20. M\u00e4rz und bis zum 3. April wird die Bahnverbindung aus und nach Wuppertal erneut vollst\u00e4ndig gekappt sein \u2013 zum zweiten Mal seit Beginn der Generalsanierung vom 5. Februar bis zum 10. Juli. Die Menge an Bussen f\u00fcr den Schienenersatzverkehr (SEV) wird entsprechend zunehmen. Schon beim ersten Mal gab es zahlreiche Beschwerden und viele Meldungen \u00fcber SEV-Busse, die sich verfahren oder festgefahren hatten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nun prallt diese starke Mobilit\u00e4tsbeeintr\u00e4chtigung auf die Arbeiten der Autobahn GmbH am \u00dcberflieger, der Verbindung von der L418 (Kiesbergtunnel, Burgholz, Cronenberg) zur A46. Bis zum 8. Mai ist die Auffahrt Richtung D\u00fcsseldorf nicht mehr m\u00f6glich. Dann wird der R\u00fcckbau des bestehenden \u00dcberfliegers vorbereitet und die neue Verbindungsbr\u00fccke an die Fahrbahn der Autobahn angeschlossen.<\/p>\n<p>Pendler brauchen <br \/>wesentlich l\u00e4nger      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Damit nicht genug, wird am kommenden Wochenende von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, die A46 zwischen den Anschlussstellen Cronenberg und Sonnborner Kreuz in beide Richtungen gesperrt. Eine Umleitung ist zwar mit rotem Punkt ausgeschildert, doch schon seit der Sperrung der Zufahrt \u00fcber den \u00dcberflieger am Montag brauchen Autofahrer auf Autobahn, Zufahrtsstra\u00dfen und Umleitungsstrecken vor allem Richtung D\u00fcsseldorf viel Geduld. Im Berufsverkehr kam es zu langen Staus, die Dauer der Fahrt von Wuppertal nach D\u00fcsseldorf hat sich f\u00fcr viele locker verdreifacht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Daniela Altkirchen berichtet etwa, dass es sich am Montag gerade im abendlichen Berufsverkehr an den Auffahrten Katernberg und Varresbeck stark zur\u00fcckstaute, teilweise bis ins Tal hinein. Auch am Abschnitt der A46 bis zum Sonnborner Kreuz und dar\u00fcber hinaus staute es sich lange. \u201eIch habe 40 bis 60 Minuten l\u00e4nger nach Hause gebraucht als sonst\u201c, erz\u00e4hlt die Pendlerin. Ein Blick auf Google Maps zeigt ebenfalls vor allem sehr viel rot und gelb im Bereich des Sonnborner Kreuzes. Insbesondere die Alternativroute zum \u00dcberflieger, die von der L418 \u00fcber die L74 zum Sonnborner Kreuz und von dort auf die A46 f\u00fchrt, ist am Mittwochabend dunkelrot eingezeichnet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine nicht repr\u00e4sentative Umfrage im Instagram-Profil der WZ zeigt: Von knapp 100 Nutzern sind 60 Prozent davon betroffen, nur sieben Prozent nutzen die Bahn. Die zus\u00e4tzliche Fahrzeit variiert, von \u201e15 Minuten l\u00e4nger\u201c bis \u201eeine Stunde l\u00e4nger\u201c sind die Antworten \u00e4hnlich verteilt. Manche suchen ihr Gl\u00fcck in der Strecke \u00fcber Land, andere k\u00f6nnen im Homeoffice arbeiten. Die meisten jedoch hoffen einfach auf Besserung. Die einhellige Meinung: \u201eKatastrophe\u201c und \u201eFehlplanung\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Wuppertals Landtagsabgeordnete Dilek Engin (SPD) f\u00e4hrt regelm\u00e4\u00dfig nach D\u00fcsseldorf und findet die aktuelle Situation \u201esehr belastend\u201c. Rund eine halbe Stunde mehr rechnet sie ein, plant ihre Termine entsprechend. Sie findet: \u201eDa hat Verkehrsminister Krischer einiges nicht durchdacht.\u201c Auch ihr Partei- und Landtagskollege Andreas Bialas findet die Situation \u201eganz f\u00fcrchterlich\u201c. Er f\u00e4hrt fr\u00fcher los, versucht, vieles per Zoom zu erledigen, denkt schon an Umwege \u00fcber andere St\u00e4dte. Und sagt: \u201eMan braucht Ruhe und Besonnenheit, um nicht durchzudrehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Besonders scharf reagiert Marcel Hafke, der f\u00fcr die FDP als Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Fraktion im Landtag sitzt und Kreisvorsitzender der FDP Wuppertal ist: \u201eDas derzeitige Verkehrschaos in Wuppertal ist das Ergebnis einer v\u00f6llig unkoordinierten Baustellenpolitik auf allen Ebenen. Bund, Land und Kommune richten gemeinsam die Mobilit\u00e4t in unserer Stadt zugrunde.\u201c Er fordert eine bessere Abstimmung aller Beteiligten und macht daf\u00fcr auch OB Miriam Scherff verantwortlich. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die erkl\u00e4rt: \u201eEs gibt Dinge, die man im Vorfeld abstimmen kann, das passiert und funktioniert dann auch. Wenn unplanm\u00e4\u00dfige Faktoren dazukommen wie gr\u00f6\u00dfere Unf\u00e4lle, technische Schwierigkeiten im Burgholztunnel oder Streiks durch Verdi, dann hat da niemand und erst recht nicht die Stadt Wuppertal einen Einfluss.\u201c<\/p>\n<p>\u201e20 Jahre lang nicht <br \/>auf die Fachleute geh\u00f6rt\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bessere Koordination fordert auch der ADAC Nordrhein, au\u00dferdem klare Kommunikation und mehr Tempo bei den Baustellen. Roman Suthold vom ADAC macht deutlich, dass NRW in Bezug auf Baustellen \u201egerade extrem geplagt\u201c ist: \u201eZwei Drittel aller deutschlandweiten Autobahnbaustellen befinden sich in NRW, das Land hat aber nur einen Anteil von 17 Prozent am Autobahnnetz.\u201c Ursache sei die marode Infrastruktur des Landes. \u201eDas liegt daran, dass 20 Jahre nicht auf die Fachleute geh\u00f6rt wurde\u201c, sagt er. Die h\u00e4tten durchaus gewarnt. Er macht mit noch einem Vergleich die Lage deutlich: In NRW seien 30 Prozent der Br\u00fccken sanierungsbed\u00fcrftig, in Bayern zehn Prozent.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei gehe es nicht nur um Autobahnen, sondern auch um Landstra\u00dfen. \u201eStra\u00dfen NRW will 400 Br\u00fccken in den n\u00e4chsten Jahren sanieren.\u201c Davon seien erst 25 fertig, 35 in Bau und 42 sollen noch in diesem Jahr angegangen werden. Das zeige: \u201eDie k\u00f6nnen gar nicht so schnell sanieren, wie sie m\u00fcssten.\u201c Wuppertal sei durch seine Topgrafie besonders betroffen, die viele B\u00fccken erfordere.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob die Verkehrslage nun dazu f\u00fchrt, dass der SEV in den n\u00e4chsten Tagen andere Routen f\u00e4hrt und die Strecken, die ohnehin l\u00e4nger dauern als mit der Bahn, noch mal deutlich l\u00e4nger werden, l\u00e4sst sich leider nicht beantworten. Die Deutsche Bahn konnte auf WZ-Anfrage unserer Redaktion bis zur gesetzten Frist keine Auskunft dazu geben \u2013 knapp zwei Tage vor Beginn der Vollsperrung der A46.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Derzeit sind Wuppertaler Verkehrsteilnehmer stark gebeutelt, am kommenden Wochenende droht ein Verkehrschaos. 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