{"id":880911,"date":"2026-03-19T15:37:16","date_gmt":"2026-03-19T15:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/880911\/"},"modified":"2026-03-19T15:37:16","modified_gmt":"2026-03-19T15:37:16","slug":"schienen-nahverkehr-eugh-kippt-deutsche-trassenpreisbremse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/880911\/","title":{"rendered":"Schienen-Nahverkehr: EuGH kippt deutsche Trassenpreisbremse"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/regionalbahn-120.jpg\" alt=\"Regionalbahn der Deutschen Bahn und eine Regionalbahn der AKN (r.) am Bahnsteig\" title=\"Regionalbahn der Deutschen Bahn und eine Regionalbahn der AKN (r.) am Bahnsteig | Marcus Brandt\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.03.2026 \u2022 13:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der EuGH h\u00e4lt die Preisbremse f\u00fcr die sogenannte Schienenmaut in Deutschland f\u00fcr nicht vereinbar mit europ\u00e4ischem Recht. Verkehrsunternehmen und L\u00e4nder warnen vor stark steigenden Kosten und schwerwiegenden Folgen f\u00fcr Fahrg\u00e4ste.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die deutsche Preisbremse f\u00fcr die Nutzung von Bahnschienen im Nahverkehr ist mit dem europ\u00e4ischen Recht nicht vereinbar. Die Berechnung der sogenannten Trassenpreise versto\u00dfe gegen EU-Vorgaben, weil sie zu unflexibel sei, urteilten die Richterinnen und Richter am Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Alle Unternehmen, die die Infrastruktur der Deutschen Bahn nutzen, m\u00fcssen Trassenpreise zahlen. Betreiber sind die Bahn-T\u00f6chter DB InfraGO und DB RegioNetz Infrastruktur; die Bundesnetzagentur genehmigt die Geb\u00fchren. F\u00fcr 2025 genehmigte sie diese in ge\u00e4nderter H\u00f6he: Durch eine Deckelung dieser sogenannten Trassenpreise war der Regionalverkehr von den starken Erh\u00f6hungen der Schienenmaut in den letzten Jahren weitgehend verschont geblieben, anders als Fern- und G\u00fcterverkehr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">DB InfraGO und DB RegioNetz wandten sich mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht K\u00f6ln, weil sie die urspr\u00fcnglich beantragten Entgelte erheben wollen. Das deutsche Gericht legte den Fall dem EuGH vor mit der Frage, ob die deutsche Entgeltberechnung EU-Recht verletzte.<\/p>\n<p>    Stark steigende Kosten bef\u00fcrchtet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit den Mitteln aus den Geb\u00fchren finanziert die Bahn unter anderem die laufenden Kosten f\u00fcr den Betrieb, die Instandhaltung und die Investitionsbeitr\u00e4ge des bundeseigenen Konzerns in das mehr als 33.000 Kilometer lange Schienennetz in Deutschland.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit dem Urteil drohen den Unternehmen nun in gro\u00dfem Umfang Mehrkosten. Sie warnten auch vor ausged\u00fcnnten Takten und l\u00e4ngeren Wartezeiten im Regionalverkehr, sollte sich keine L\u00f6sung finden.<\/p>\n<p>    Verkehrsministerium k\u00fcndigt Reform an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Bundesverkehrsministerium begr\u00fc\u00dfte es trotzdem, dass durch die Entscheidung des EuGH Rechtssicherheit geschaffen worden sei. Gleichzeitig k\u00fcndigte es eine baldige Reform des Trassenpreissystems an. Derzeit liefen bereits &#8222;intensive Vorbereitungen&#8220; und &#8222;zeitnah&#8220; sollten &#8222;m\u00f6gliche Ans\u00e4tze&#8220; beteiligten Akteuren vorgelegt werden. Geplant sei, dass das neue System im kommenden Jahr in Kraft treten soll. Die Deutsche Bahn und andere Verkehrsunternehmen in Deutschland dr\u00e4ngen schon lange auf die Reform. Nach einer Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs wird diese nun noch dringender n\u00f6tig.<\/p>\n<p>    Warnung vor schweren Folgen f\u00fcr Fahrg\u00e4ste<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Gr\u00fcne) nannte das Urteil eine &#8222;Hiobsbotschaft f\u00fcr den Regionalverkehr&#8220;. Ohne die Trassenpreisbremse erh\u00f6hten sich die Kosten im Schienenpersonennahverkehr drastisch. &#8222;Werden keine Gegenma\u00dfnahmen ergriffen, drohen steigende Ticketpreise und Angebots-K\u00fcrzungen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bayerns Verkehrsminister und Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, Christian Bernreiter (CSU), warnte nach dem Urteil vor einem &#8222;Abbestellszenario ungekannten Ausma\u00dfes auf dem R\u00fccken der Fahrg\u00e4ste&#8220;, sollte der Bund nicht mehr Geld geben, um die bef\u00fcrchteten Mehrkosten f\u00fcr die Verkehrsunternehmen abzufedern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir werden das gleich n\u00e4chste Woche bei der Verkehrsministerkonferenz in Lindau mit hoher Priorit\u00e4t behandeln. Wir brauchen jetzt schnelle L\u00f6sungen&#8220;, betonte Bernreiter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt deshalb davor, dass die Unternehmen Regionalzug-Verbindungen in gro\u00dfem Umfang einstellen k\u00f6nnten. Der Bund m\u00fcsse die Mehrkosten vollst\u00e4ndig ausgleichen, forderte VDV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Oliver Wolff.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"> Az. C-770\/24<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.03.2026 \u2022 13:59 Uhr Der EuGH h\u00e4lt die Preisbremse f\u00fcr die sogenannte Schienenmaut in Deutschland f\u00fcr nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":880912,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[2030,29,30963,30,13,97404,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":["post-880911","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-deutsche-bahn","tag-deutschland","tag-eugh","tag-germany","tag-headlines","tag-infrago","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116256587664012886","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/880911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=880911"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/880911\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/880912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=880911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=880911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=880911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}