{"id":881765,"date":"2026-03-20T00:03:14","date_gmt":"2026-03-20T00:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/881765\/"},"modified":"2026-03-20T00:03:14","modified_gmt":"2026-03-20T00:03:14","slug":"orban-blockiert-weiter-eu-gipfel-endet-ohne-freigabe-von-milliardenkredit-fuer-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/881765\/","title":{"rendered":"Orban blockiert weiter: EU-Gipfel endet ohne Freigabe von Milliardenkredit f\u00fcr Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>Orban blockiert weiterEU-Gipfel endet ohne Freigabe von Milliardenkredit f\u00fcr Ukraine<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-verlaesst-eine-Pressekonferenz-nach-dem-EU-Gipfel-der-Staats-und-Re.webp\" alt=\"Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-verlaesst-eine-Pressekonferenz-nach-dem-EU-Gipfel-der-Staats-und-Regierungschef-Die-Hauptthemen-des-Gipfels-waren-Darlehen-fuer-die-Ukraine-Energiekosten-und-Wettbewerbsfaehigkeit\"\/>Erheblicher Druck von Bundeskanzler Merz und anderen Staats- und Regierungschefs konnte an der Blockade Orbans nichts \u00e4ndern. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Im Streit um die unterbrochenen \u00d6llieferungen \u00fcber die Druschba-Pipeline machen sich Ungarn und die Ukraine gegenseitig Vorw\u00fcrfe. Nun soll eine unabh\u00e4ngige Mission Klarheit \u00fcber den Zustand der Pipeline bringen. Doch ob die Ergebnisse wirklich zu Zugest\u00e4ndnissen Orbans f\u00fchren k\u00f6nnen, ist unklar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bundeskanzler Friedrich Merz und die anderen EU-Spitzen haben Ungarns Regierungschef Viktor Orban bei einem Gipfeltreffen in Br\u00fcssel nicht zur Aufgabe seiner Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen f\u00fcr die Ukraine bewegen k\u00f6nnen. Die Beratungen endeten am sp\u00e4ten Abend ohne eine L\u00f6sung des Streits, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der in seiner Heimat um eine Wiederwahl k\u00e4mpfende Rechtspopulist Orban beharrt demnach weiter darauf, erst dann sein Veto zur\u00fcckzuziehen, wenn Ungarn wieder russische \u00d6llieferungen \u00fcber die Druschba-Pipeline bekommt. Orban behauptet, ohne das g\u00fcnstige russische \u00d6l w\u00fcrden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Erheblicher Druck von Bundeskanzler Merz und anderen Staats- und Regierungschefs konnte daran nichts \u00e4ndern. Nach Angaben von Diplomaten kritisierten sie Orbans Haltung hinter verschlossenen T\u00fcren als inakzeptabel und verwiesen darauf, dass dieser dem Plan f\u00fcr Ukraine-Hilfen in H\u00f6he von bis zu 90 Milliarden Euro beim Dezember-Gipfel schon zugestimmt hatte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00d6ffentlich sagte Merz: &#8222;Das Prinzip der Arbeit in der Europ\u00e4ischen Union ist das Prinzip der Loyalit\u00e4t und der Verl\u00e4sslichkeit.&#8220; Daran m\u00fcssten sich alle Mitgliedstaaten halten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In dem Streit um die unterbrochenen \u00d6llieferungen \u00fcber die Druschba-Pipeline geht es darum, dass Ungarn der Ukraine vorwirft, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Leitung zu verhindern. Diese f\u00fchrt von Russland \u00fcber Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Ukraine weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. F\u00fcr notwendige Reparaturen veranschlagte sie zuletzt noch etwa eineinhalb Monate Zeit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten, die Ukraine tue, was n\u00f6tig sei, um das Darlehen zu bekommen &#8211; auch mit Blick auf die Reparatur der Pipeline. Zugleich warnte er die EU, dass eine Fortsetzung der russischen \u00d6limporte dem Aggressor helfe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Klarheit \u00fcber den genauen Zustand der Pipeline soll nun eine unabh\u00e4ngige Mission mit EU-Experten bringen. Ob deren Ergebnisse wirklich zu Zugest\u00e4ndnissen Orbans f\u00fchren k\u00f6nnen, ist allerdings unklar. Denn in seiner Heimat k\u00e4mpft er mit einer Anti-Ukraine-Kampagne um seine Wiederwahl und sch\u00fcrt dabei Angst davor, dass Ungarn in den Krieg gezogen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Umfragen zu den Parlamentswahlen in Ungarn sahen Orbans Partei zuletzt hinter der seines Herausforderers P\u00e9ter Magyar. Sollte Magyar die Wahl gewinnen, k\u00f6nnte der Gipfel der letzte regul\u00e4re von Orban gewesen sein. Derzeit ist er der dienst\u00e4lteste Staats- und Regierungschef im Europ\u00e4ischen Rat. Der Rechtspopulist ist bereits seit 2010 durchg\u00e4ngig im Amt.<\/p>\n<p>Braucht es Notfall-L\u00f6sung?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der finnische Ministerpr\u00e4sident Petteri Orpo warf Orban vor, die von Russland angegriffene Ukraine als &#8222;Waffe&#8220; in seiner Kampagne zur Parlamentswahl am 12. April zu nutzen. &#8222;Wir hatten eine Vereinbarung, und ich denke, dass er uns verraten hat&#8220;, sagte er. Man m\u00fcsse nun eine L\u00f6sung finden, wie man weitermachen k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00dcber konkrete Optionen wollte zun\u00e4chst aber niemand \u00f6ffentlich reden. Denkbar ist, dass Deutschland und andere EU-Staaten im Fall einer noch l\u00e4nger anhaltenden Blockade nach anderen M\u00f6glichkeiten suchen, die notwendigen Sicherheiten f\u00fcr das geplante Darlehen f\u00fcr die Ukraine bereitzustellen. Derzeit soll der EU-Haushalt genutzt werden, weswegen Ungarn ein Veto-Recht hat. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der belgische Ministerpr\u00e4sident Bart De Wever sagte, er glaube, es gebe einen &#8222;Plan B&#8220;. Es sei aber nicht klug, dar\u00fcber zu reden. Selenskyj hat sich bislang nicht klar zu der Frage ge\u00e4u\u00dfert, wann die Ukraine sp\u00e4testens frisches EU-Geld braucht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Von der Mehrheitslinie in der EU ist Orban allerdings in vielen Bereichen bereits seit Jahren weit entfernt. So wird ihm vorgeworfen, EU-Standards und Grundwerte zu missachten. Wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen die Rechtsstaatlichkeit hat das Land zuletzt EU-Hilfen in Milliardenh\u00f6he verloren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Theoretisch w\u00e4re auch m\u00f6glich, dass ihm die Stimmrechte in der EU entzogen werden. Davor muss Ungarn derzeit allerdings keine gro\u00dfe Angst haben. Denn noch kann sich Orban sicher sein, dass eine solche Entscheidung wegen eines Vetos des slowakischen Ministerpr\u00e4sidenten Robert Fico nicht zustande kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Slowakei ist wie Ungarn noch immer Abnehmer von russischem \u00d6l und leidet ebenfalls unter dem Ausfall der Lieferungen \u00fcber die Druschba-Pipeline. Seit l\u00e4ngerem schon blockieren beide L\u00e4nder eine Entscheidung \u00fcber ein 20. Paket mit EU-Russland-Sanktionen. Beim Gipfel verhinderten sie eine Erkl\u00e4rung aller EU-Staaten zum Ukraine-Krieg.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Ansgar Haase, Katharina Redanz, Niklas Treppner und Ann-Kristin Wenzel, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Orban blockiert weiterEU-Gipfel endet ohne Freigabe von Milliardenkredit f\u00fcr UkraineErheblicher Druck von Bundeskanzler Merz und anderen Staats- und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":881766,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,16,12,317],"class_list":{"0":"post-881765","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-politik","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116258577395762102","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=881765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881765\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/881766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=881765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=881765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=881765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}