{"id":8832,"date":"2025-04-04T23:55:11","date_gmt":"2025-04-04T23:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8832\/"},"modified":"2025-04-04T23:55:11","modified_gmt":"2025-04-04T23:55:11","slug":"frankfurt-bahnhofsviertel-drogenhilfe-zentrum-fuer-cracksuechtige-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8832\/","title":{"rendered":"Frankfurt Bahnhofsviertel: Drogenhilfe-Zentrum f\u00fcr Cracks\u00fcchtige geplant"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Die Stadt Frankfurt plant ein neues Drogenhilfe-Zentrum. Damit sollen S\u00fcchtige besser betreut und das Bahnhofsviertel entlastet werden. Das st\u00f6\u00dft nicht nur auf Zustimmung.<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Frankfurter Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl (Gr\u00fcne) hat im Rathaus die Drogenpolitik der Stadt verteidigt. Voitl k\u00fcndigte an, dass ein geplantes Suchthilfezentrum gezielt Cracks\u00fcchtige ansprechen und Drogenkranke von den Stra\u00dfen des Bahnhofsviertels holen soll. &#8222;Wir erwarten uns eine sp\u00fcrbare Entlastung des \u00f6ffentlichen Raums im Bahnhofsviertel und in der Folge mehr Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00fcr die Allgemeinheit&#8220;, sagte Voitl am Donnerstag bei der Stadtverordnetenversammlung.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das geplante Suchthilfezentrum soll Konsumierende dauerhaft in Betreuung bringen. &#8222;Die Einrichtung vereint spezialisierte Angebote unter einem Dach, die die Menschen in die Einrichtung bringen und dort halten sollen&#8220;, sagte Voitl. Als erstes Drogenhilfezentrum Deutschlands richte es sich speziell an Menschen, die cracks\u00fcchtig sind \u2013 eine Zielgruppe, die laut Stadt besonders schwer zu erreichen ist.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Voitl machte klar, dass Repression \u2013 also ein Vorgehen gegen Kriminelle \u2013 weiterhin zum Frankfurter Weg in der Drogenpolitik geh\u00f6re. Die Gr\u00fcnen-Politikerin betonte aber auch: &#8222;Repression muss sich ausschlie\u00dflich gegen Drogenkriminalit\u00e4t richten, niemals gegen schwer kranke drogenabh\u00e4ngige Menschen.&#8220; Damit stellte Voitl sich erneut gegen die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100633318\/bahnhofsviertel-frankfurt-hessen-praesentiert-sicherheitsplaene-kritik.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Forderung des hessischen Ministerpr\u00e4sidenten<\/a> Boris Rhein (CDU), das Viertel f\u00fcr S\u00fcchtige zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der CDU-Verordnete Martin-Benedikt Sch\u00e4fer fragte, ob es der Stadt in den vergangenen Jahren gelungen sei, S\u00fcchtige von den Stra\u00dfen zu bekommen. Sozialdezernentin Voitl verwies auf ein Modellprojekt: Seit eineinhalb Jahren bringe die Stadt besonders kranke S\u00fcchtige zun\u00e4chst in Hotelzimmern unter.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dort erhalten sie medizinische Betreuung und Pflege. &#8222;Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren nur \u00fcber dieses Projekt \u00fcber 30 Menschen erfolgreich aus dem Bahnhofsviertel herausgef\u00fchrt&#8220;, sagte Voitl. &#8222;Die sind nicht mehr in der Szene.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">In der Stadtverordnetenversammlung \u00e4u\u00dferten mehrere Fraktionen Bedenken. CDU-Mann Sch\u00e4fer sagte, der Frankfurter Weg in der Drogenpolitik sei gescheitert. Er warnte, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a> k\u00f6nne durch das neue Zentrum zus\u00e4tzliche drogenabh\u00e4ngige Menschen anziehen. Voitl entgegnete: &#8222;Der Grund, warum Menschen nach Frankfurt kommen, sind die Drogen.&#8220; Die Stra\u00dfen seien geflutet von Drogen und sie seien hier sehr gut erh\u00e4ltlich. Voitl betonte, dass der Gro\u00dfteil der Drogenhilfeangebote ohnehin nicht im Bahnhofsviertel liege, sondern in anderen Stadtteilen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Yanki P\u00fcrs\u00fcn, Fraktionsvorsitzender der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/fdp\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">FDP<\/a>, kritisierte die fehlenden Angebote in der Drogenhilfe in anderen St\u00e4dten. So seien au\u00dferhalb Frankfurts in den vergangenen 30 Jahren keine Drogenkonsumr\u00e4ume entstanden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">P\u00fcrs\u00fcn stellte die Frage, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100654588\/bahnhofsviertel-frankfurt-opposition-im-landtag-fordert-mehr-geld.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ob das Land Hessen<\/a> aus Voitls Sicht genug unternommen habe. Voitl antwortete: &#8222;Nein, das habe ich bisher nicht wahrgenommen.&#8220; Sie habe sich erneut schriftlich an die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100621978\/bahnhofsviertel-frankfurt-stadt-fordert-unterstuetzung-bei-drogenhilfe.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Landesregierung<\/a> gewendet \u2013 mit der Bitte, niedrigschwellige Hilfsangebote in der Region zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch Ursula Busch (SPD) sprach sich f\u00fcr das Zentrum aus. Es m\u00fcsse Orte geben, an denen Drogenkranke sich aufhalten k\u00f6nnten, ohne Passanten oder Anwohnende zu bel\u00e4stigen. &#8222;Genau das ist der Anspruch&#8220;, sagte Voitl.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100664262\/frankfurter-bahnhofsviertel-neues-suchthilfezentrum-geplant.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">J\u00fcngst verk\u00fcndete die Stadt<\/a>, dass sie eine passende Immobilie f\u00fcr das Zentrum gefunden habe. In der Niddastra\u00dfe 76 im Bahnhofsviertel stehe ein Geb\u00e4ude zur Verf\u00fcgung, das laut Voitl alle Anforderungen erf\u00fcllt. Darin soll es ein Konsumbereich speziell f\u00fcr Crack-Konsumenten geben. Es soll unter einem Dach s\u00e4mtliche Arten von Hilfe anbieten: Aufenthalts- und Konsumr\u00e4ume, Ruhebetten und \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten bis hin zu medizinischer Behandlung und psychosozialer Beratung.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Noch ist der Mietvertrag nicht unterschrieben, doch der Magistrat soll zeitnah \u00fcber die Anmietung entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt Frankfurt plant ein neues Drogenhilfe-Zentrum. Damit sollen S\u00fcchtige besser betreut und das Bahnhofsviertel entlastet werden. 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