{"id":884850,"date":"2026-03-21T06:30:15","date_gmt":"2026-03-21T06:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/884850\/"},"modified":"2026-03-21T06:30:15","modified_gmt":"2026-03-21T06:30:15","slug":"omid-nouripour-im-iran-selbst-sagen-immer-mehr-leute-hoert-auf-damit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/884850\/","title":{"rendered":"Omid Nouripour: \u201eIm Iran selbst sagen immer mehr Leute: H\u00f6rt auf damit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Im Iran-Krieg verpassen die USA gerade den entscheidenden Moment, stellt Omid Nouripour fest. Der Gr\u00fcnen-Politiker mit iranischen Wurzeln sieht zwei Profiteure der verfahrenen Lage. Wie l\u00e4sst sich der Schaden begrenzen?<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Gr\u00fcnen-Politiker Omid Nouripour, 50, ist seit M\u00e4rz 2025 Vizepr\u00e4sident des Bundestags, dem er seit 2006 angeh\u00f6rt. Von Februar 2022 bis November 2024 war er Co-Bundesvorsitzender der Gr\u00fcnen an der Seite von Ricarda Lang. Nouripour ist in Teheran geboren.<\/p>\n<p><b>WELT AM SONNTAG:<\/b> Herr Nouripour, f\u00e4llt Ihnen ein einziger Krieg ein, der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus69bc0cf4237e0549ea060549\/luftkrieg-donald-trump-hat-sich-ueberschaetzt-und-verrechnet.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus69bc0cf4237e0549ea060549\/luftkrieg-donald-trump-hat-sich-ueberschaetzt-und-verrechnet.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">allein mit Luftangriffen<\/a> gewonnen worden ist?<\/p>\n<p><b>Omid Nouripour:<\/b> Kein einziger.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Was folgt daraus?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Dass die Rechnung der Amerikaner bisher nicht aufgeht. Die Idee war: Man enthauptet das System, dann gehen die Menschen auf die Stra\u00dfe, und die Zivilisten sind gewisserma\u00dfen die Bodentruppen f\u00fcr einen Regime-Change. Aber das funktioniert nicht. Wegen der Bomben k\u00f6nnen sie schlichtweg nicht vor die T\u00fcr gehen. Sie bleiben auch zu Hause wegen der Brutalit\u00e4t des Regimes und der Wunden der letzten Monate, die noch bluten. Im Januar sind \u00fcber 30.000 Menschen in zwei Wochen erschossen worden. <\/p>\n<p>Dazu kommt: Die Gro\u00dfst\u00e4dte sind mittlerweile komplett unter Kontrolle der Basidsch-Milizen. An jeder zweiten Kreuzung gibt es Checkpoints. Im Staatsfernsehen wird offen gedroht: Wenn ihr auf die Stra\u00dfe geht, erschie\u00dfen wir euch.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Glauben Sie, dass dieser Moment, in dem sich die Bev\u00f6lkerung erhebt, sp\u00e4ter noch kommen kann?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Ich hoffe das. Ich sehe es nur jeden Tag weniger. Im Januar gab es dieses Momentum. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus69ba9b9d2f2491f352901917\/merz-riskante-konfrontation-mit-trump-habe-ihn-noch-nie-so-sauer-gesehen.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus69ba9b9d2f2491f352901917\/merz-riskante-konfrontation-mit-trump-habe-ihn-noch-nie-so-sauer-gesehen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Donald Trump<\/a> sagte, Hilfe sei unterwegs, die Leute gingen auf die Stra\u00dfe und wurden erschossen, ohne dass Hilfe kam. Ich telefoniere t\u00e4glich mit Menschen im Iran. Vor einer Woche war da noch Hoffnung: Angst vor Bomben, ja. Zu sp\u00fcren war aber auch die Erwartung, dass das Regime f\u00e4llt. Heute h\u00f6re ich zunehmend: Das bringt nichts, es ist nur Zerst\u00f6rung. Der Kern des Regimes ist zwar geschrumpft, aber eben auch verh\u00e4rtet und fest an den Hebeln der Macht.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Gibt es angesichts der t\u00e4glichen Luftangriffe heute eine Solidarisierung mit dem Regime?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Nein. Aber es gibt einen anderen, sehr problematischen Effekt: Die Stimmung im Iran entfernt sich immer st\u00e4rker von der in der Diaspora. Dort wird weiter klar f\u00fcr diesen Krieg argumentiert. Im Iran selbst sagen immer mehr Leute: H\u00f6rt auf damit. Wir sind diejenigen, die den Preis zahlen.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Wie steht es mit dem ehemaligen Kronprinz Reza Pahlavi? Kann er eine glaubw\u00fcrdige F\u00fchrungsfigur sein?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Entscheidend ist: Iran muss frei sein. Reza Pahlavi hat es geschafft, viel Hoffnung auf sich zu ziehen, sein Name wird im Iran gerufen. Ich bin kein Monarchist. Aber am Ende m\u00fcssen die Menschen vor Ort entscheiden, ob er es ist oder jemand anderes.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Sehen Sie eine schl\u00fcssige Strategie bei Amerikanern und Israelis?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Bei den Israelis gibt es eine kristallklare Zielsetzung: In der Nachbarschaft gibt es ein Land, das seit 47 Jahren erkl\u00e4rt, Staatsziel sei die Vernichtung Israels. Israel will sich verst\u00e4ndlicherweise von dieser Bedrohung dauerhaft befreien. Bei den Amerikanern gibt es nicht nur keinen Plan, sondern auch keine klare Zielsetzung. Mal geht es um das Atomprogramm, mal um Regime-Change, mal um Freiheit f\u00fcr die Menschen im Iran. Wenn der amerikanische Pr\u00e4sident kommuniziert, der Krieg sei vorbei, man habe eigentlich schon gewonnen, und der Verteidigungsminister sagt kurz darauf das Gegenteil, dann ist das nicht gerade vertrauenerweckend.<\/p>\n<p>Und wenn ich noch eines sagen darf: Was im Iran massiv sauer aufst\u00f6\u00dft und die Stimmung zus\u00e4tzlich kippen l\u00e4sst, sind diese permanent KI-generierten Videos aus dem Wei\u00dfen Haus, in denen das Ganze wie ein Videogame dargestellt wird, \u00e0 la Super-Mario h\u00fcpft von Plattform zu Plattform, trifft auf eine Mine \u2013 und dann sieht man ein echtes Haus in Teheran in die Luft fliegen. Das finden die Leute unertr\u00e4glich. Zu Recht.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Wenn ich Sie richtig verstehe, l\u00e4uft das am Ende doch auf Bodentruppen hinaus.<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Ich w\u00fcsste nicht, wo die herkommen sollen. Wer soll sie denn stellen? Dazu ist niemand bereit.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Churchill sagte: Die Amerikaner machen alles richtig \u2013 nachdem sie vorher alles falsch gemacht haben. Vielleicht kommt es ja doch noch zu den \u201eboots on the ground\u201c.<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Wir reden hier \u00fcber einen Sicherheitsapparat der Unterdr\u00fcckung, der sich jahrzehntelang genau auf diesen Moment vorbereitet hat. Und wir reden \u00fcber ein Land mit \u00fcber 1,6 Millionen Quadratkilometern. Niemand hat eine Vorstellung, wie eine solche Kriegsf\u00fchrung funktionieren k\u00f6nnte. Ich kenne kein Milit\u00e4r, das daf\u00fcr einen plausiblen Plan h\u00e4tte.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Was ist die Schlussfolgerung daraus?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Ehrlich gesagt kann ich das inzwischen nicht mehr klar sagen. Vor ein paar Wochen war die Logik noch deutlicher: Bleibt das Regime nach diesem Krieg an der Macht, wird es das Atomprogramm wieder hochfahren, das Raketenprogramm ausbauen, seine Verb\u00fcndeten erneut bewaffnen und die Repression weiter versch\u00e4rfen. Jetzt, zu Beginn der vierten Kriegswoche, ist die Lage noch unabsehbarer als zuvor. Absehbar ist im Moment nur eines: Die Geduld der Menschen ist bald am Ende \u2013 auch hierzulande, insbesondere <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69aaee477ce3c08db9d245a7\/iran-krieg-sprit-gas-strom-reisen-das-sind-die-wahren-folgen-fuer-den-deutschen-verbraucher.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69aaee477ce3c08db9d245a7\/iran-krieg-sprit-gas-strom-reisen-das-sind-die-wahren-folgen-fuer-den-deutschen-verbraucher.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">an der Zapfs\u00e4ule<\/a>.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Gibt es \u00fcberhaupt eine milit\u00e4rische L\u00f6sung?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Es ist schlimmer: Die Amerikaner drohen gerade, eine historische Chance zu verspielen, dieses hochaggressive Regime loszuwerden. Vor dem Krieg gab es Momente, in denen das m\u00f6glich schien. Diese Perspektive verblasst zusehends.<\/p>\n<p><b>WAMS: <\/b>Dann bleibt nur, das Atomprogramm gezielt auszuschalten.<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Das stimmt. Genauso dringend ist aber auch, die regionalen Kollateralsch\u00e4den zu begrenzen. Der Libanon steht am Abgrund, die Golfstaaten sind ersch\u00fcttert. L\u00e4nder, die nichts damit zu tun haben, werden vom iranischen Regime in den Krieg hineingezogen. Gleichzeitig zeichnet sich eine massive Aufr\u00fcstung und eine Neuordnung der Energiem\u00e4rkte ab. Profiteure sind bislang vor allem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/uma-sostmann\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/uma-sostmann\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Russland und China<\/a>.<\/p>\n<p><b>WAMS: <\/b>Hat sich die Gefahr durch das iranische Atomprogramm erh\u00f6ht?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Nat\u00fcrlich. Noch im vergangenen Jahr gingen wir davon aus, dass die Anreicherung auf Jahre hinaus verz\u00f6gert ist. Jetzt wird das Regime \u2013 aus seiner Logik des \u00dcberlebens heraus \u2013 alles daransetzen, diese Kapazit\u00e4ten noch schneller hochzufahren.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Offenbar scheuen sowohl die Amerikaner als auch die Iraner, h\u00f6her auf die Eskalationsleiter zu steigen. Aus welchem Grund?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Das Regime zieht nicht alle Register, weil es glaubt, auch so gewinnen zu k\u00f6nnen. Aber zu sagen, der Iran eskaliere nicht, stimmt nicht: Er hat mittlerweile 15 unbeteiligte L\u00e4nder in diesen Krieg hineingezogen.<\/p>\n<p><b>WAMS: <\/b>Wie kommen wir aus dieser Misere wieder heraus? Braucht es eine diplomatische Initiative? Was ist jetzt \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Der schlimmste Fall w\u00e4re ein Friedensschluss, bei dem am Ende das brutale Regime als gro\u00dfer Gewinner dasteht \u2013 vermittelt von Russland oder China. Dann h\u00e4tten wir ein massives geostrategisches Problem. In der Konfliktforschung gibt es seit Jahren den Begriff der Machtprojektion. Wir Europ\u00e4er haben eigentlich viele M\u00f6glichkeiten, unsere St\u00e4rke sichtbar zu machen \u2013 reden sie uns aber oft selbst klein.<\/p>\n<p>Die Chinesen machen das Gegenteil, und die Russen machen aus einer M\u00fccke einen Elefanten, um Angst zu erzeugen. F\u00fcr die Machtprojektion des Westens, also USA, Israel und Europa, w\u00e4re es der denkbar schlechteste Ausgang, wenn Russland und China den Krieg beenden w\u00fcrden. Dann st\u00fcnde am Ende die Erz\u00e4hlung: Der Westen hat eine gro\u00dfe Krise verursacht \u2013 und Russland und China haben die Energieversorgung der Welt gerettet.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Und wie sieht der bestm\u00f6gliche Fall aus?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Der bestm\u00f6gliche Fall w\u00e4re unter den jetzigen Bedingungen, dass es innerhalb des Systems im Iran doch noch Kr\u00e4fte gibt \u2013 Leute, die ihr Verm\u00f6gen sichern, ihre Familien sch\u00fctzen wollen \u2013, und dass die ausbrechen und es dar\u00fcber zu einem Kipppunkt kommt. Aber ehrlich gesagt: Danach sieht es im Moment leider \u00fcberhaupt nicht aus.<\/p>\n<p><b>WAMS:<\/b> Was kann Deutschland tun?<\/p>\n<p><b>Nouripour:<\/b> Mehr als die Bundesregierung derzeit tut. Der Druck auf das Regime muss erh\u00f6ht werden. Meine Partei hat sich fr\u00fch daf\u00fcr eingesetzt, die Revolutionsgarden auf die EU-Terrorliste zu setzen. Au\u00dfenministerin Baerbock hat das in Br\u00fcssel mehrfach eingefordert \u2013 ohne Mehrheit. Danach ist das Thema liegen geblieben, bis Zehntausende Menschen erschossen wurden. Erst dann ist die Stimmung in Br\u00fcssel gekippt, und wir haben es schlie\u00dflich erreicht.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist es l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig, dass der Bundesinnenminister ein Bet\u00e4tigungsverbot f\u00fcr die Schergen des Regimes auf den Weg bringt. Es ist unertr\u00e4glich, dass <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/investigativ\/article69b5f3b917184da7cffd9ebb\/frankfurt-am-main-hassparolen-gegen-israel-polizei-beendet-al-quds-demo-von-mullah-anhaengern.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/investigativ\/article69b5f3b917184da7cffd9ebb\/frankfurt-am-main-hassparolen-gegen-israel-polizei-beendet-al-quds-demo-von-mullah-anhaengern.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">am Al-Quds-Tag<\/a>, zu dem vergangene Woche auch in Deutschland abermals mobilisiert wurde, die Vernichtung Israels auf offener Stra\u00dfe propagiert und Antisemitismus verbreitet wird. Ein anderes Beispiel: In Frankfurt gibt es mehrere Hotels, von denen es hei\u00dft, sie geh\u00f6ren indirekt dem Regime. Das sind Gelddruckmaschinen f\u00fcr ein System, das damit auch Terrornetzwerke finanziert \u2013 bis hinein nach Deutschland. In den vergangenen f\u00fcnf Jahren gab es in Europa, soweit ich wei\u00df, mindestens elf konkret nachweisbare Terrorpl\u00e4ne aus diesem Umfeld, vor allem gegen Synagogen. Diese Verm\u00f6gensstrukturen m\u00fcssen wir angehen.<\/p>\n<p>Und noch eine Sache, die ich nicht verstehe: Narges Mohammadi, die Friedensnobelpreistr\u00e4gerin, wurde vor wenigen Wochen im Gef\u00e4ngnis brutal zusammengeschlagen. Es gab darauf keine Reaktionen von der Bundesregierung. Warum nicht? Der dritte Punkt also: Aufmerksamkeit f\u00fcr die politischen Gefangenen des Regimes. Ohne diese Dissidentenschaft wird sich nichts \u00e4ndern. Sie ist die Zukunft eines freien Irans.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/jacques-schuster\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/jacques-schuster\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Jacques Schuster<\/b><\/a><b> ist Chefredakteur der WELT AM SONNTAG sowie Chefkommentator.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/daniel-dylan-boehmer\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/daniel-dylan-boehmer\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Daniel-Dylan B\u00f6hmer<\/b><\/a><b>, Senior Editor im Ressort Au\u00dfenpolitik, bereist die L\u00e4nder des Nahen Ostens seit Jahrzehnten. Er befasst sich vor allem mit regionalen und globalen Sicherheitsthemen und wird regelm\u00e4\u00dfig als Experte in nah\u00f6stlichen TV- und Radiosendern befragt.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Iran-Krieg verpassen die USA gerade den entscheidenden Moment, stellt Omid Nouripour fest. 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