{"id":885071,"date":"2026-03-21T08:40:17","date_gmt":"2026-03-21T08:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/885071\/"},"modified":"2026-03-21T08:40:17","modified_gmt":"2026-03-21T08:40:17","slug":"das-gehirn-auf-molekularer-ebene-besser-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/885071\/","title":{"rendered":"Das Gehirn auf molekularer Ebene besser verstehen"},"content":{"rendered":"<p>Hirntumore geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten Erkrankungen, die eine Strahlentherapie erforderlich machen. Die Behandlung ist zwar effektiv, allerdings k\u00f6nnen je nach Lage und Gr\u00f6\u00dfe der bestrahlten Hirnareale sowie der Intensit\u00e4t der Bestrahlung auch gesunde Gehirnzellen langfristig gesch\u00e4digt werden. Bei etwa einem F\u00fcnftel der Behandelten sind sp\u00e4ter im MRT sichtbare Ver\u00e4nderungen im gesunden Hirn festzustellen. In bis zu 20 Prozent der F\u00e4lle k\u00f6nnen diese Ver\u00e4nderungen Symptome verursachen und die Lebensqualit\u00e4t einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Im neuen Projekt \u201eUncovRT\u201c (Uncover molecular mechanisms of side effects after cranial Radiation Therapy to improve quality of life for long term survivors of brain cancer) soll der Einfluss behandlungsbedingter Ver\u00e4nderungen im Gehirn auf die Lebensqualit\u00e4t und die Gehirnfunktion bei erwachsenen Patient*innen und Kindern erstmals systematisch erfasst werden. Das Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) f\u00f6rdert das Vorhaben im Rahmen der \u201eNationalen Dekade gegen Krebs\u201c mit rund zwei Millionen Euro. Die Initiative f\u00f6rdert auch Forschungsvorhaben im Bereich \u201eCancer Survivors\u201c: Denn Krebs\u00fcberlebende m\u00fcssen sich h\u00e4ufig mit Langzeitfolgen ihrer Erkrankung oder auch der zur Behandlung eingesetzten Therapie auseinandersetzen.<\/p>\n<p><strong>Vorhersagemodelle f\u00fcr Sp\u00e4tfolgen entwickeln<\/strong><\/p>\n<p>Das interdisziplin\u00e4re Konsortium wird von Prof. Mechthild Krause, Professorin f\u00fcr Translationale Radioonkologie an der TU Dresden und Direktorin der Klinik und Poliklinik f\u00fcr Strahlentherapie und Radioonkologie am Universit\u00e4tsklinikum Carl Gustav Carus, geleitet und bringt Wissen\u00adschaft\u00adler*innen aus Forschungseinrichtungen in Dresden, Hamburg, Heidelberg, Essen und Dortmund zusammen. Das Team wird eine gemeinsame Datenbank f\u00fcr klinische, translationale und pr\u00e4klinische Daten aufbauen. Diese soll die Grundlage f\u00fcr die Analyse von in Nachsorge-MRTs beobachteten Ver\u00e4nderungen im Gehirn bilden, die nach einer Strahlenbehandlung auftreten k\u00f6nnen. In pr\u00e4klinischen Studien mit Mausmodellen untersuchen die Gruppen aus Dresden, Hamburg und Heidelberg die biologischen Mechanismen strahlenbedingter Hirnsch\u00e4den und identifizieren molekulare Parameter, die das Risiko solcher Sch\u00e4den vorhersagen k\u00f6nnen. \u201eGemeinsam wollen wir Vorhersagemodelle weiterentwickeln, die k\u00fcnftig auf Basis von MRT-Aufnahmen absch\u00e4tzen sollen, ob, wann und in welchem Hirnbereich Sp\u00e4tfolgen auftreten k\u00f6nnten\u201c, sagt Prof. Armin L\u00fchr, Inhaber der Professur f\u00fcr Medizinphysik und Strahlentherapie an der Fakult\u00e4t Physik der TU Dortmund. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, den zeitlichen Verlauf dieser Prozesse besser zu verstehen, um geeignete Zeitpunkte f\u00fcr vorbeugende oder therapeutische Ma\u00dfnahmen zu bestimmen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Ansprechpartner f\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hirntumore geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten Erkrankungen, die eine Strahlentherapie erforderlich machen. 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