{"id":88510,"date":"2025-05-06T08:37:10","date_gmt":"2025-05-06T08:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/88510\/"},"modified":"2025-05-06T08:37:10","modified_gmt":"2025-05-06T08:37:10","slug":"boerse-express-rbi-kreditportfolio-in-russland-zuletzt-weiter-reduziert-rbi-chef-strobl-arbeiten-weiter-an-russland-rueckzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/88510\/","title":{"rendered":"B\u00f6rse Express &#8211; RBI: Kreditportfolio in Russland zuletzt weiter reduziert \/ RBI-Chef Strobl: Arbeiten weiter an Russland-R\u00fcckzug"},"content":{"rendered":"<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nAKTUALISIERUNGS-HINWEIS<br \/>\nNeu: Durchgehend neu<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihr<br \/>\nKreditportfolio in Russland nach eigenen Angaben zuletzt weiter<br \/>\nreduziert und damit den mit der EZB vereinbarten Zeitplan<br \/>\n\u00fcbertroffen. Auch das Einlagenvolumen nahm weiter ab, schrieb das<br \/>\nGeldhaus anl\u00e4sslich der Zahlenver\u00f6ffentlichung f\u00fcr das erste Quartal<br \/>\n2025 in einer Aussendung. Aufgrund einer deutlichen Rubelaufwertung<br \/>\nin diesem Zeitraum seien diese Reduzierungsfortschritte aktuell aber<br \/>\nnur in lokaler W\u00e4hrung sichtbar.<\/p>\n<p>Um die Kundeneinlagen weiter zu verringern, zahle die<br \/>\nRaiffeisenbank Russland ihren Kunden keine Guthabenzinsen, hie\u00df es<br \/>\nvon der Bank. Dennoch erwirtschafte die Russland-Tochter weiterhin<br \/>\nhohe Zinsertr\u00e4ge, &#8222;weil sie auf Wunsch der EZB ihre<br \/>\n\u00dcberschussliquidit\u00e4t bei der russischen Zentralbank anlegt, wo diese<br \/>\nmit 21 Prozent verzinst werden&#8220;. Dementsprechend ergebe eine<br \/>\nKombination &#8222;aus hohen Zinsertr\u00e4gen auf die Einlagen bei der<br \/>\nrussischen Zentralbank und die Nullzinspolitik gegen\u00fcber ihren<br \/>\nKunden&#8220; 70 Prozent des Zins\u00fcberschusses der Raiffeisen Bank Russland<br \/>\nim ersten Quartal.<\/p>\n<p>RBI-Chef Strobl: Setzen Russland-R\u00fcckzug fort<\/p>\n<p>&#8222;Wir setzen den Gesch\u00e4ftsabbau in Russland ungeachtet der<br \/>\ngeopolitischen Entwicklungen kontinuierlich fort&#8220;, sagte<br \/>\nRBI-Vorstandsvorsitzender Johann Strobl. &#8222;Parallel zum<br \/>\nGesch\u00e4ftsabbau arbeiten wir weiterhin an einem Verkauf unserer<br \/>\nrussischen Tochterbank und sprechen mit mehreren Interessenten. Es<br \/>\nbleibt abzuwarten, ob die geopolitischen Entwicklungen den Ausstieg<br \/>\naus Russland erleichtern werden&#8220;, erkl\u00e4rte der Manager.<\/p>\n<p>Keine weitere Ergebnisbelastung durch Causa Rasperia<\/p>\n<p>Die Causa Rasperia schlug im ersten Quartal nicht weiter auf die<br \/>\nErfolgsrechnung durch. Nach der Best\u00e4tigung des erstinstanzlichen<br \/>\nUrteils, das die russische Raiffeisenbank zu einer<br \/>\nSchadenersatz-Zahlung von 2,044 Mrd. Euro verpflichtet, hat diese<br \/>\nbereits Berufung in der n\u00e4chsten Instanz eingelegt. Au\u00dferdem werde<br \/>\nder RBI-Konzern seine Klage gegen den russischen Strabag-Aktion\u00e4r<br \/>\nRasperia demn\u00e4chst in \u00d6sterreich finalisieren.<\/p>\n<p>Hintergrund der Causa ist eine Klage der Rasperia gegen die<br \/>\nStrabag, \u00f6sterreichische Mitaktion\u00e4re im Baukonzern sowie die<br \/>\nRaiffeisenbank Russland. Die zumindest jedenfalls in der<br \/>\nVergangenheit vom Oligarchen Oleg Deripaska kontrollierte russische<br \/>\nGesellschaft mit Sitz in Kaliningrad war im Zusammenhang mit<br \/>\nEU-Sanktionen im Baukonzern entmachtet worden und wandte sich im<br \/>\nvergangenen August an ein russisches Handelsgericht, dessen<br \/>\nZust\u00e4ndigkeit die \u00f6sterreichischen Beklagten anzweifelten.<\/p>\n<p>Die russische Raiffeisenbank war von Rasperia nur deshalb geklagt<br \/>\nworden, weil sie in einem Verwandtschaftsverh\u00e4ltnis zum<br \/>\nStrabag-Aktion\u00e4r Raiffeisen-Holding Nieder\u00f6sterreich-Wien steht.<br \/>\nLetztere ist Eigent\u00fcmerin der Raiffeisenlandesbank Nieder\u00f6sterreich,<br \/>\ndie ihrerseits 25 Prozent am Mutterkonzern der Raiffeisenbank<br \/>\nRussland, RBI, h\u00e4lt. Da unter den Beklagten letztlich nur die<br \/>\nRBI-Tochterbank in Russland \u00fcber Verm\u00f6gen verf\u00fcgt, waren russische<br \/>\nGerichtsentscheidungen zur Causa letztlich nur f\u00fcr die Bank von<br \/>\nRelevanz.<\/p>\n<p>Rasperia-Urteil teilweise vollstreckt<\/p>\n<p>Das Urteil gegen die Raiffeisenbank Russland sei teilweise<br \/>\nvollstreckt worden, indem ein Rubel-\u00c4quivalent von rund 1,87 Mrd.<br \/>\nEuro von der russischen Zentralbank eingezogen und an Rasperia<br \/>\n\u00fcbertragen worden sei. Dies entspricht dem Rasperia zugesprochenen<br \/>\nSchadenersatz ohne Zinsen, die sich auf 174 Mio. Euro belaufen. Auch<br \/>\nf\u00fcr die Zinsen k\u00f6nne Rasperia jederzeit die Vollstreckung verlangen.<br \/>\n&#8222;Es wird erwartet, dass die Verf\u00fcgungsbeschr\u00e4nkung \u00fcber die Aktien<br \/>\nder Raiffeisenbank Russland, die zur Sicherung der Zahlung von<br \/>\nSchadenersatz an Rasperia auferlegt worden war, nach Zahlung des<br \/>\nSchadenersatzes plus Zinsen aufgehoben wird&#8220;, schrieb die RBI in der<br \/>\nMitteilung.<\/p>\n<p>RBI mit weniger Gewinn im ersten Quartal<\/p>\n<p>F\u00fcr das erste Quartal 2025 wies die RBI ein Konzernergebnis von<br \/>\n260 Mio. Euro aus, das sind um 14 Prozent weniger als im<br \/>\nVorjahresquartal. Die Ergebnisse der russischen Tochter sind in<br \/>\ndieser Zahl allerdings nicht enthalten. Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang seien<br \/>\ninsbesondere gestiegene Verwaltungsaufwendungen. Der Zins\u00fcberschuss<br \/>\nder RBI blieb trotz der Zinssenkungen durch die EZB mit rund 1,05<br \/>\nMrd. Euro bzw. minus 1 Prozent stabil, verbessert hat sich der<br \/>\nKonzern beim Provisions\u00fcberschuss, der um 8 Prozent auf 466 Mio.<br \/>\nEuro kletterte.<\/p>\n<p>Bei den Eigenmitteln steht die RBI nach eigenen Angaben gut da,<br \/>\ndie harte Kernkapitalquote ohne Russland betrug zum Ende des ersten<br \/>\nQuartals 2025 rund 15,9 Prozent, nach 15,1 Prozent im vierten<br \/>\nQuartal 2024. Bei der Berechnung geht die Bank von einem<br \/>\nWorst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland<br \/>\nentkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital<br \/>\nverliert.<\/p>\n<p>Auch die Qualit\u00e4t des Kreditportfolios sei gut, betonte<br \/>\nRBI-Risikovorstand Hannes M\u00f6senbacher. So habe der Konzern im ersten<br \/>\nQuartal keine nennenswerten Kreditausf\u00e4lle zu verzeichnen, au\u00dferdem<br \/>\nhat sich die NPE-Quote (Non-Performing Exposures) gegen\u00fcber dem<br \/>\nvierten Quartal 2024 von 2,1 Prozent auf 1,9 Prozent verbessert. F\u00fcr<br \/>\nihr Fremdw\u00e4hrungsportfolio in Polen bildete die RBI R\u00fcckstellungen<br \/>\nin H\u00f6he von 67 Mio. Euro. Dies war deutlich weniger als im vierten<br \/>\nQuartal 2024, so der Konzern. Der Gesch\u00e4ftsausblick f\u00fcr das<br \/>\nGesamtjahr 2025 bleibt unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>tpo\/ivn\/tsk<\/p>\n<p>\t ISIN  AT0000606306<br \/>\n WEB   http:\/\/www.rbinternational.com\/<\/p>\n<p>Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederver\u00f6ffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdr\u00fcckliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Durchgehend neu &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihr Kreditportfolio in Russland nach eigenen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4523,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[791,331,332,665,4014,1721,13,14,15,1433,36653,4043,4044,850,307,12,36654,173],"class_list":{"0":"post-88510","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktien","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-boerse","12":"tag-erste-group-bank-ag","13":"tag-finanzen","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-oesterreich","18":"tag-raiffeisen-bank-internat-ag","19":"tag-russia","20":"tag-russian-federation","21":"tag-russische-foederation","22":"tag-russland","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-strabag-se","25":"tag-unternehmen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114459983719452267","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88510"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88510\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}