{"id":885751,"date":"2026-03-21T14:51:15","date_gmt":"2026-03-21T14:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/885751\/"},"modified":"2026-03-21T14:51:15","modified_gmt":"2026-03-21T14:51:15","slug":"ghostlike-liefert-starke-debuet-ep-und-hinterlaesst-eindruck-in-der-metalcore-szene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/885751\/","title":{"rendered":"Ghostlike liefert starke Deb\u00fct-EP und hinterl\u00e4sst Eindruck in der Metalcore-Szene"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Gespenst kommt ja gerne auf leisen Sohlen daher, h\u00f6chstens mit schauerlichem Heulen oder ein wenig Kettenrasseln. Die Augsburger Band Ghostlike nennt sich gespensterhaft, doch klamm- wie unheimlich um die Ecke zu schleichen, das entspricht nicht ihrem Stil. \u201eDeep Blue Sea\u201c, der erste Song ihrer Debut-EP \u201eThe Quiet Collapse\u201c, braucht exakt 15 Sekunden, um zu zeigen, wie der Hase bei Ghostlike l\u00e4uft: laut und massiv, mit einer Wand aus zwei bis zu den Kniekehlen tiefer gestimmten, achtsaitigen Gitarren, wuchtigen Drums und dem generellen Gef\u00fchl, von der Turbine eines startenden Jumbojets gef\u00f6hnt zu werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Metalcore ist eben wenig daf\u00fcr geeignet, das n\u00e4chste Kaffeekr\u00e4nzchen mit Tante und Onkel zu beschallen, daf\u00fcr stabil genug, seit guten 20 Jahren den Staub aus dem traditionell konservativen Metal-Genre zu pusten. Modisch eher Sneakers als Patroneng\u00fcrtel, musikalisch eher Pop-Refrains als Richard-Wagner-Referenz, textlich eher Pers\u00f6nliches als Drachent\u00f6terei. Ghostlike liefern f\u00fcnf auf den Punkt gespielte, hochtechnische aber gleichzeitig \u00e4u\u00dferst eing\u00e4ngige Brecher, die alle Elemente mitbringen, die von der Szene gesch\u00e4tzt werden.\n  <\/p>\n<p>            Ghostlike begeistert mit neuer Single \u00fcber Landesgrenzen hinweg<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Resonanz ist schon seit der Ver\u00f6ffentlichung der ersten Single \u201eNothing\u2018s Okay\u201c \u00fcber die Landesgrenzen hinaus \u00fcberaus wohlwollend, auch wenn es laut S\u00e4nger Robin Andrews \u201eheutzutage gar nicht so leicht ist, sein Publikum zu finden, weil es einfach so \u00fcbers\u00e4ttigt ist. Vor allem als Newcomer ist es schwierig, da irgendwie seinen Weg zu finden. Aus reinem Gefallen promotet dich niemand, die wollen alle erst einmal Kohle sehen.\u201c Doch einmal bewegt sich die Band innerhalb einer Szene, die \u201esich f\u00fcr neue Bands interessiert und auch mehr dahinter ist, wie man die Metalcore-Community nach vorne bringen kann\u201c, wie Gitarrist<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schwabmuenchen\/havet-und-young-classics-kommen-nach-schwabmuenchen-warum-das-besonders-ist-112181266\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> Silvan Lackerschmid<\/a> beobachtet \u2013 Metal ist schlie\u00dflich f\u00fcr viele nicht nur ein musikalisches Genre, sondern eine Lebenseinstellung.\n  <\/p>\n<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Hingabe geht also vom Publikum in gleichem Ma\u00dfe aus wie von den Bands selbst. Und ihren Weg haben Ghostlike in einem Ethos gefunden, der f\u00fcr einen wichtigen Einflussgeber des Metalcore, dem klassischen Hardcore-Punk, ebenfalls essenziell ist: alles selber machen. Andrews ist professioneller Videograf und verantwortlich f\u00fcr das eindr\u00fcckliche Video zu \u201eNothing\u2018s Okay\u201c aus dem Inneren des Gaskessels, Bassist Alex H\u00f6fle verantwortet die glasklare Produktion der Songs, die sich vor keiner internationalen Metalband verstecken muss, Andrews und Schlagzeuger Valentin Scherer, die schon bei der Band About an Author gemeinsam Krach gemacht haben, k\u00fcmmern sich um die Promotion.\n  <\/p>\n<p>            Songwriting bei Ghostlike beginnt am Computer<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nichts, was man von Ghostlike sieht oder h\u00f6rt, l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass diese Band erst seit ein paar Monaten existiert. Es ist fast nicht zu glauben, dass die Band in dieser Form tats\u00e4chlich noch nie live gespielt hat. Gelegenheit h\u00e4tte es dazu schon zur Gen\u00fcge gegeben, doch Ghostlike z\u00e4hmen das Pferd sozusagen von hinten auf und machen alles anders, als es in einer klassischen Band passiert.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Normale Bands sperren sich zum Jammen im Proberaum ein und probieren die so entstandenen Songs auf lokalen Kleinstb\u00fchnen das erste Mal vor Publikum aus. Andrews schreibt die Songs am Computer und schickt die Vorproduktion an die anderen Bandmitglieder, damit die wissen, was sie in der Probe zu spielen haben. Von den drei bis vier Stunden, die eine Probe dauert, \u201estecken wir die H\u00e4lfte der Zeit Kabel, machen Monitormixing und hauen irgendwo drauf und schauen, wo ein Ton rauskommt,\u201c wie Scherer erz\u00e4hlt, denn sie spielen \u201esilent\u201c, also nicht \u00fcber klassische Verst\u00e4rker, sondern digital direkt in die Kopfh\u00f6rer \u2013 auch wenn es Gitarrist Andreas Acher sichtlich in den Fingern juckt, die Nummern auch mal in angemessener Lautst\u00e4rke durch die R\u00f6hren zu jagen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor dem ersten Konzert soll erst einmal die erste LP im Kasten sein und bis dahin kann man sich bestens die Zeit damit vertreiben, die zahlreichen Details der EP zu entdecken. \u201eIch mache nicht mein pers\u00f6nliches Tagebuch auf und erz\u00e4hle jedem, wie es bei mir daheim l\u00e4uft, aber es gibt eben in vielen Bereichen Grund zur Sorge\u201c, sagt Andrews zum Titelmotiv des stillen Zusammenbruchs, und Scherer bescheinigt seinem S\u00e4nger, die Texte so abstrakt zu halten, dass sie sich fast auf alle Lebensrealit\u00e4ten \u00fcbersetzen lassen. Lackerschmid nennt die Songs mit ihren harten Breakdowns, kalten Industrial-Vibes und Geschrei \u00fcber intensiver Double-Time-Raserei ein Ventil, um Dampf abzulassen. Es ist heftige Musik, in die sich aber ganz geisterhaft Melodie und Melancholie schleichen und der vermeintlichen K\u00e4lte des Metalcore eine Seele geben.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Sebastian  Kraus<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Computer<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    LP<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Gespenst kommt ja gerne auf leisen Sohlen daher, h\u00f6chstens mit schauerlichem Heulen oder ein wenig Kettenrasseln. 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