{"id":887501,"date":"2026-03-22T08:03:19","date_gmt":"2026-03-22T08:03:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/887501\/"},"modified":"2026-03-22T08:03:19","modified_gmt":"2026-03-22T08:03:19","slug":"esg-und-compliance-ruecken-in-den-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/887501\/","title":{"rendered":"ESG und Compliance r\u00fccken in den Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Rechtsmarkt-Ranking f\u00fchrt erstmals eigene Kategorien f\u00fcr ESG und Wirtschaftskriminalit\u00e4t ein und spiegelt den wachsenden regulatorischen Druck in der EU wider.<\/p>\n<p>Der neue Rechtsmarkt-F\u00fchrer Chambers Europe 2026 spiegelt einen fundamentalen Wandel wider: Spezialwissen zu Nachhaltigkeit und Regulierung wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor f\u00fcr Anwaltskanzleien. Die heute ver\u00f6ffentlichte Rangliste f\u00fchrt erstmals eigene Kategorien f\u00fcr <strong>ESG<\/strong> und Wirtschaftskriminalit\u00e4t ein \u2013 eine direkte Antwort auf den versch\u00e4rften regulatorischen Druck in der EU.<\/p>\n<p>Neue Schwerpunkte: Von ESG bis Cyber-Compliance<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Neuerung im diesj\u00e4hrigen Guide ist die strukturelle Erweiterung um hochspezialisierte Praxisgebiete. Erstmals gibt es eigene Ranglisten f\u00fcr <strong>Environment, Social &amp; Governance (ESG)<\/strong> in Italien und Polen. Das zeigt: Was fr\u00fcher freiwillige CSR war, ist heute harte Compliance-Pflicht.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Der wachsende Regulierungsdruck der EU macht eine pr\u00e4zise Dokumentation f\u00fcr Unternehmen zur Pflicht. 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F\u00fcr Unternehmen wird Expertise in Cyber-Compliance immer existenzieller.<\/p>\n<p>Weitere neue Kategorien sind Restrukturierung in Belgien und Baurecht in den Niederlanden. Analysten deuten dies als klaren Trend: Generalisten reichen nicht mehr. Konzerne brauchen Nischen-Experten f\u00fcr Datenschutzvollzug, Finanzsanierung und Umweltauflagen.<\/p>\n<p>Top-Kanzleien positionieren sich im Regulierungsdschungel<\/p>\n<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung am Donnerstag meldeten zahlreiche internationale Gro\u00dfkanzleien ihre Spitzenplatzierungen. Insgesamt listet der Guide 1.645 Kanzleien und 14.812 individuelle Anw\u00e4lte auf \u2013 basierend auf tausenden Interviews mit Mandanten und Peers.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Namen best\u00e4tigen ihre F\u00fchrungspositionen. Wilson Sonsini in Br\u00fcssel gl\u00e4nzt in der Kategorie Datenschutz, Alston &amp; Bird in Privacy- und Cyber-Strategie. Kanzleien mit starken Praxen in Kartellrecht, Restrukturierung und Steuerberatung wie Cleary Gottlieb oder Gibson Dunn behaupten ihre robuste Marktstellung.<\/p>\n<p>Die Mandanten-Feedback an Chambers lobte besonders pragmatische, l\u00f6sungsorientierte Ans\u00e4tze und tiefes Fachwissen. In einem zunehmend regulierten europ\u00e4ischen Binnenmarkt verlassen sich Unternehmen bei strategischen Weichenstellungen, Fusionen und grenz\u00fcberschreitender Steuercompliance massiv auf externe Berater.<\/p>\n<p>Langsamer Fortschritt: Mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen<\/p>\n<p>Neben neuen Fachgebieten liefert der Guide auch aktuelle Daten zum demografischen Wandel. Der Anteil von Frauen unter den gelisteten Top-Anw\u00e4lten stieg leicht auf <strong>26,64 Prozent<\/strong> (Vorjahr: 25,28 %). 566 Anw\u00e4ltinnen erhielten europaweit eine neue Einstufung.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Spr\u00fcnge machten Polen und die T\u00fcrkei mit einem Plus von vier Prozentpunkten. Spitzenreiter in Sachen Geschlechtervielfalt bleibt Rum\u00e4nien, wo 56 Prozent der gelisteten Juristinnen Frauen sind. In gr\u00f6\u00dferen M\u00e4rkten wie Spanien und den Niederlanden legte der Frauenanteil um je einen Prozentpunkt zu.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Neben dem klassischen Datenschutz r\u00fccken neue Technologien wie K\u00fcnstliche Intelligenz immer st\u00e4rker in den Fokus der europ\u00e4ischen Aufsichtsbeh\u00f6rden. 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Dass ESG und interne Untersuchungen nun eigene Praxisgebiete sind, zeigt: Diese Felder sind erwachsen geworden. Aus freiwilliger Nachhaltigkeitsberichterstattung wird verbindliche Regulierung \u2013 und treibt Kanzleien dazu, entsprechende Expertenteams aufzubauen.<\/p>\n<p>Der Markt reagiert direkt auf den versch\u00e4rften Druck durch EU-Beh\u00f6rden. Ob Sorgfaltspflichten in der Lieferkette, Geldw\u00e4schebek\u00e4mpfung oder Umweltfolgenabsch\u00e4tzung \u2013 die Nachfrage nach zertifizierten Top-Experten boomt.<\/p>\n<p>Gleichzeitig f\u00f6rdert Chambers gezielt den Nachwuchs. \u00dcber 627 j\u00fcngere Anw\u00e4lte wurden als &#8222;Associates to Watch&#8220; oder aufstrebende Partner gelistet. Kanzleien setzen also auf die n\u00e4chste Generation, die mit modernem Regulierungswissen f\u00fcr tech-getriebene und ESG-fokussierte Herausforderungen gewappnet ist.<\/p>\n<p>Ausblick: Der Regulierungsdruck wird weiter zunehmen<\/p>\n<p>Die Zukunft zeichnet ein klares Bild: Investitionen in Compliance-, ESG- und Datenschutzpraxen werden weiter beschleunigt. Mit Richtlinien wie der <strong>Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)<\/strong> und dem <strong>KI-Gesetz<\/strong> versch\u00e4rft die EU den Rahmen kontinuierlich.<\/p>\n<p>Branchenkenner erwarten, dass der Chambers-Zyklus 2027 die speziellen ESG-, Wirtschaftsstrafrecht- und KI-Tabellen auf weitere gro\u00dfe Jurisdiktionen wie Deutschland und Frankreich ausweiten wird. Kanzleien, die jetzt keine robusten, disziplin\u00fcbergreifenden Teams f\u00fcr diese Risikofelder aufbauen, k\u00f6nnten in k\u00fcnftigen Rankings zur\u00fcckfallen. Der Wettbewerb um Top-Regulierungstalente, die Konzerne durch den europ\u00e4ischen Gesetzesdschungel lotsen, d\u00fcrfte sich weiter versch\u00e4rfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das neue Rechtsmarkt-Ranking f\u00fchrt erstmals eigene Kategorien f\u00fcr ESG und Wirtschaftskriminalit\u00e4t ein und spiegelt den wachsenden regulatorischen Druck&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":887502,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,123791,20754,25096,32556,548,663,158,3934,3935,15091,13,40201,14,15,195348,12,47200],"class_list":["post-887501","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-chambers","tag-compliance","tag-druck","tag-esg","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-fokus","tag-headlines","tag-kategorien","tag-nachrichten","tag-news","tag-rechtsmarkt-ranking","tag-schlagzeilen","tag-wirtschaftskriminalitaet"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116271789299443756","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/887501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=887501"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/887501\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/887502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=887501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=887501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=887501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}