{"id":88903,"date":"2025-05-06T12:08:08","date_gmt":"2025-05-06T12:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/88903\/"},"modified":"2025-05-06T12:08:08","modified_gmt":"2025-05-06T12:08:08","slug":"deichbrand-besteht-auf-headliner-kritik-an-macklemore-auftritt-reisst-nicht-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/88903\/","title":{"rendered":"Deichbrand besteht auf Headliner: Kritik an Macklemore-Auftritt rei\u00dft nicht ab"},"content":{"rendered":"<p>                    Deichbrand besteht auf Headliner<br \/>\n                Kritik an Macklemore-Auftritt rei\u00dft nicht ab<\/p>\n<p>\t\t\t\t              06.05.2025, 11:15 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Trotz vieler Antisemitismus-Vorw\u00fcrfe gegen US-Rapper Macklemore bleibt das Deichbrand-Festival bei seiner Entscheidung, den Rapper im Juli als Headliner bei dem Event auftreten zu lassen. W\u00e4hrend der Zentralrat der Juden warnt, setzen die Veranstalter auf Dialog, Schulungen und ein Expertenteam.<\/strong><\/p>\n<p style=\"\">Das vom 17. bis zum 20. Juli geplante Deichbrand-Festival an der Nordseek\u00fcste steht in diesem Jahr nicht nur wegen seines vielf\u00e4ltigen Line-ups im Fokus, sondern vor allem wegen einer Entscheidung, die f\u00fcr anhaltende Kontroversen sorgt: US-Rapper Macklemore soll Headliner bleiben, obwohl ihm von mehreren Seiten Antisemitismus vorgeworfen wird. Die Veranstalter zeigen sich unbeeindruckt von der Kritik und setzen stattdessen auf Dialog und Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen, was die seit Wochen gef\u00fchrte Debatte nun weiter anheizt.<\/p>\n<p>Der Zentralrat der Juden und mehrere Antisemitismusbeauftragte werfen dem 41-J\u00e4hrigen vor, in seinen Songs und Videos antisemitische Propaganda zu verbreiten. Besonders ein Musikvideo, das Parallelen zwischen dem Holocaust und der Situation im Westjordanland zieht, sorgte f\u00fcr Emp\u00f6rung. Laut Einsch\u00e4tzung des Zentralrats ist das Deichbrand kein sicherer Ort mehr f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden. <\/p>\n<p>Auch der nieders\u00e4chsische Antisemitismusbeauftragte Gerhard Wegner bleibt bei seiner klaren Linie: Macklemore sei ein &#8222;unertr\u00e4glicher antisemitischer und antiisraelischer Propagandist&#8220;, dem keine B\u00fchne geboten werden d\u00fcrfe. Dennoch: Eine Ausladung steht nicht zur Debatte, wie nach einem Gespr\u00e4ch zwischen Wegner und den Festivalverantwortlichen deutlich wurde, wie unter anderem der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet.<\/p>\n<p>Awareness-Konzept versch\u00e4rft<\/p>\n<p>Die Festivalleitung betont demnach, man nehme die Kritik ernst und habe das eigene Awareness-Konzept weiter versch\u00e4rft. So ist zu Beginn des Festivals eine klare Erkl\u00e4rung gegen jede Form von Antisemitismus geplant. Zudem werden die Mitarbeitenden geschult, um Diskriminierung und antisemitische Tendenzen fr\u00fchzeitig zu erkennen und zu unterbinden. W\u00e4hrend des Festivals soll eine Expertengruppe, zu der auch der Landesbeauftragte z\u00e4hlt, das Geschehen beobachten und notfalls intervenieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Veranstalter verweisen auf die k\u00fcnstlerische Freiheit und darauf, dass Macklemore sich regelm\u00e4\u00dfig politisch \u00e4u\u00dfere &#8211; was zu unterschiedlichen Reaktionen f\u00fchre. In den sozialen Medien und auf der offiziellen Festival-Website wird der Rapper weiterhin als Headliner gef\u00fchrt. Die Festivalsprecherin betont, dass Diskriminierung jeglicher Art auf dem Deichbrand keinen Platz habe. Dennoch bleibt der Dissens bestehen: W\u00e4hrend die einen in Macklemores Auftritt eine Gefahr f\u00fcr j\u00fcdische Festivalg\u00e4ste sehen, argumentieren andere, eine kurzfristige Ausladung w\u00fcrde die Debatte nur versch\u00e4rfen und die eigentlichen Inhalte aus dem Fokus r\u00fccken.<\/p>\n<p>&#8222;Kind bereits in den Brunnen gefallen&#8220;<\/p>\n<p>Auch Stimmen aus der Wissenschaft mahnen zur Vorsicht: Die Kulturwissenschaftlerin Anna Gro\u00df etwa schl\u00e4gt vor, j\u00fcdische K\u00fcnstler einzuladen und politische Reden zu erm\u00f6glichen, um den Dialog zu f\u00f6rdern. Der Soziologe Lukas Geck sieht das &#8222;Kind bereits in den Brunnen gefallen&#8220; &#8211; eine Ausladung sei zu sp\u00e4t und w\u00fcrde die Diskussion nur weiter polarisieren.<\/p>\n<p> Der Rapper aus Seattle, der mit b\u00fcrgerlichem Namen Benjamin Haggerty hei\u00dft, ver\u00f6ffentlichte im vergangenen Jahr den propal\u00e4stinensischen Song &#8222;Hind&#8217;s Hall&#8220;. Er rappt darin unter anderem \u00fcber Proteste an US-Hochschulen gegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg sowie f\u00fcr eine Solidarit\u00e4t mit den Pal\u00e4stinensern. Das Massaker vom 7. Oktober 2023, das Terroristen der Hamas sowie anderer extremistische Pal\u00e4stinenserorganisationen in Israel ver\u00fcbt hatten, erw\u00e4hnt er dabei nicht. Zuvor hatte Haggerty bereits an einer propal\u00e4stinensischen Demo in der US-Hauptstadt Washington teilgenommen.<\/p>\n<p style=\"\">Zum Deichbrand Festival im Landkreis Cuxhaven werden 60.000 Fans erwartet. Neben Macklemore sind dann auch The Kooks, Ski Aggu, K.I.Z., Deichkind, Kontra K, Finch und viele mehr dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deichbrand besteht auf Headliner Kritik an Macklemore-Auftritt rei\u00dft nicht ab 06.05.2025, 11:15 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":88904,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[712,29,214,3448,30,1779,810,809,215],"class_list":{"0":"post-88903","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-festivals","12":"tag-germany","13":"tag-music","14":"tag-musik","15":"tag-popmusik","16":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114460813262187530","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88903","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88903"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88903\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}