{"id":889320,"date":"2026-03-23T01:10:13","date_gmt":"2026-03-23T01:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/889320\/"},"modified":"2026-03-23T01:10:13","modified_gmt":"2026-03-23T01:10:13","slug":"hamburg-berlin-pokemon-pokopia-gemuetlichster-weltuntergang-aller-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/889320\/","title":{"rendered":"Hamburg\/Berlin | \u00abPok\u00e9mon Pokopia\u00bb: Gem\u00fctlichster Weltuntergang aller Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg\/Berlin (dpa\/tmn) &#8211; In \u00abPok\u00e9mon Pokopia\u00bb zeigen die Entwicklerstudios \u00abGame Freak\u00bb und \u00abOmega Force\u00bb, wie sich das Ph\u00e4nomen \u00abPok\u00e9mon\u00bb auf Nintendos bew\u00e4hrtes Spielprinzip aus der \u00abAnimal Crossing\u00bb-Reihe anwenden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Herausgekommen ist ein zuckers\u00fc\u00dfer Leckerbissen f\u00fcr alle, die sich schon lange ein gem\u00fctliches Lebenssimulationsspiel im \u00abPok\u00e9mon\u00bb-Franchise gew\u00fcnscht haben &#8211; angereichert mit einem \u00fcberraschend ausgefeilten Bausystem und einer leicht melancholischen Geschichte.<\/p>\n<p>Gestrandet in einer trostlosen Ruinenlandschaft<\/p>\n<p>In dem Spiel schl\u00fcpft man in die Rolle eines Dittos. Dieses Pok\u00e9mon hat die Eigenschaft, dass es sich mit seinem gallertartigen K\u00f6rper in jede beliebige Form verwandeln kann. Zum Beispiel in andere Pok\u00e9mon, Gegenst\u00e4nde oder sogar Menschen. Zu Beginn des Spiels erwacht Ditto in einer trostlosen Ruinenlandschaft. Wer die Kanto-Region aus den alten \u00abPok\u00e9mon\u00bb-Spielen kennt, wird schnell merken, dass man sich hier inmitten der Tr\u00fcmmer von Fuchsania City befindet.<\/p>\n<p>Der eigene Trainer ist spurlos verschwunden und Ditto hat sich in dessen menschliche Silhouette verwandelt und streift nun v\u00f6llig verloren und allein durch diese verlassene Welt. Ein freundliches Tangoloss, das sich als eine Art Pok\u00e9mon-Professor verkleidet hat, nimmt die Spielenden unter seine Fittiche und f\u00fchrt durch die ersten Schritte im Spiel. Gemeinsam beginnt man, die Region wiederaufzubauen in der Hoffnung, sowohl Pok\u00e9mon als auch Menschen zur\u00fccklocken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Schaffe, schaffe, Pok\u00e9mon-Habitate baue<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck von \u00abPok\u00e9mon Pokopia\u00bb ist ein blockbasiertes Aufbausystem, das stark an \u00abMinecraft\u00bb erinnert. Die gesamte Spielwelt besteht aus Bl\u00f6cken, die man abbauen, einsammeln und neu anordnen kann. Rohstoffe werden gesammelt, zu Bauteilen verarbeitet und dann zu Strukturen zusammengesetzt &#8211; von einem einfachen Blumenbeet bis hin zu ganzen Geb\u00e4uden.\u00a0<\/p>\n<p>Wer lieber ohne gro\u00dfe Eigenleistung und Kreativit\u00e4t vorankommen will, kann auch vorgefertigte Baus\u00e4tze verwenden: Man liefert die Materialien, weist Helfer-Pok\u00e9mon Arbeiten zu &#8211; und kurze Zeit sp\u00e4ter steht das H\u00e4uschen.<\/p>\n<p>Ziel des Bauens ist es, geeignete Habitate f\u00fcr Pok\u00e9mon zu schaffen. Jedes Pok\u00e9mon hat eigene Vorlieben: So braucht etwa Glumanda eine warme, trockene Umgebung, Schiggy m\u00f6chte in der N\u00e4he von Wasser leben und Bisasam will mehr Licht auf seiner Wiese. Hat man die richtige Umgebung geschaffen, taucht das jeweilige Pok\u00e9mon auf und zieht in das Habitat ein. Mit der Zeit entsteht so eine quirlige kleine Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Ditto als fantastischer Verwandlungsk\u00fcnstler<\/p>\n<p>Die spielerische Besonderheit liegt in Dittos fantastischer F\u00e4higkeit, sich in andere Pok\u00e9mon zu verwandeln und dabei ihre Attacken zu erlernen. Fr\u00fch im Spiel lehrt Schiggy etwa die sogenannte Aquaknarre, eine F\u00e4higkeit, mit der man ausgetrockneten Boden bew\u00e4ssern und tote B\u00e4ume wieder gr\u00fcn werden lassen kann. Bisasam hat das Blattwerk zu bieten, um neues Gras aus verdorrtem Boden wachsen zu lassen. Sp\u00e4ter kann man sogar als Lapras \u00fcber Wasser schwimmen oder als Dragoran durch die Luft gleiten.<\/p>\n<p>All das wird mit gro\u00dfer Liebe zum Detail umgesetzt. Wenn Ditto die Aquaknarre benutzt, w\u00e4chst ihm ein kleiner Schiggy-Panzer auf dem R\u00fccken. F\u00e4llt man aus gro\u00dfer H\u00f6he, platscht Ditto einfach als rosaroter Schleimklumpen auf den Boden &#8211; um sich sogleich wieder in Form zu bringen. Unterm Strich ist man im Spiel ein seltsames, formbares Wesen, das eine menschliche H\u00fclle tr\u00e4gt &#8211; und das macht den Charakter so sympathisch.<\/p>\n<p>Charakterstarke Pok\u00e9mon: aufgedreht, vornehm oder freundlich<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Highlight sind die interessanten Pers\u00f6nlichkeiten der Pok\u00e9mon im Spiel. Glurak ist erwartungsgem\u00e4\u00df ein lautes, aufgedrehtes Wesen w\u00e4hrend sich etwa Honweisel vornehm und f\u00f6rmlich gibt. Tangoloss f\u00fchrt als freundlicher Ranken-Haufen durch die t\u00e4glichen Aufgaben. Pok\u00e9mon spielen miteinander Verstecken, reagieren auf Gegenst\u00e4nde, die man in der Welt platziert, und schlie\u00dfen untereinander Freundschaften. Weist man Pok\u00e9mon an, einem zu folgen, hat man eine kleine Gruppe von Begleitern dabei, die einem etwa helfen, ein Lagerfeuer zu entfachen.<\/p>\n<p>Besonders charmant sind die Momente, in denen Pok\u00e9mon menschliche Artefakte entdecken &#8211; wie zum Beispiel ein Fahrrad, eine Karte oder ein altes Werkzeug &#8211; und wild spekulieren, wof\u00fcr diese wohl gedacht sein k\u00f6nnten. Da die Pok\u00e9mon f\u00fcr die spielende Person verst\u00e4ndlich sprechen (ein im Pok\u00e9mon-Universum ungew\u00f6hnliches Stilmittel, da Pok\u00e9mon normalerweise lediglich ihren eigenen Namen zu sagen verm\u00f6gen), wirken diese Szenen wie kleine Comedyeinlagen, die die Welt mit Leben f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Eine \u00fcberraschend emotionale Geschichte<\/p>\n<p>Wer durch die Tr\u00fcmmer der Welt streift, findet Notizen, Tageb\u00fccher und versteckte Hinweise darauf, was mit der Welt passiert ist. Die Hintergrundgeschichte entfaltet sich in einem angenehmen Tempo &#8211; und ber\u00fchrt besonders jene, die die Kanto-Region kennen. Das Spiel nutzt gezielt die Vertrautheit mit der Originalregion: Man betritt eine Ruine und erkennt pl\u00f6tzlich, was dieser Ort einmal war.<\/p>\n<p>Der Kontrast zwischen der fr\u00f6hlichen Gegenwart und der tragischen Vergangenheit verleiht dem Spiel eine unerwartete Tiefe und gleichzeitig bitters\u00fc\u00dfe Melancholie. Und der Soundtrack tr\u00e4gt wesentlich dazu bei. Bekannte Melodien aus alten \u00abPok\u00e9mon\u00bb-Spielen werden aufgegriffen und ins Melancholische verkehrt &#8211; gerade vertraut genug, um Nostalgie zu wecken und gerade fremd genug, um zu zeigen, dass diese Welt nicht mehr dieselbe ist.<\/p>\n<p>Fazit: Gro\u00df, komplex, langlebig &#8211; mit kleineren Kritikpunkten<\/p>\n<p>\u00abPok\u00e9mon Pokopia\u00bb ist deutlich umfangreicher, als es zun\u00e4chst wirkt. Die Hauptstory l\u00e4sst sich in circa 35 Stunden abschlie\u00dfen, und wer alle 300 Pok\u00e9mon im Pok\u00e9dex &#8211; einem Katalog f\u00fcr Pok\u00e9mon &#8211; erfassen m\u00f6chte, wird deutlich l\u00e4nger besch\u00e4ftigt sein. Es gibt vier freischaltbare Hauptregionen mit unterschiedlichen Umgebungstypen, Habitaten und Pok\u00e9mon-Arten.<\/p>\n<p>Kleinere Kritikpunkte gibt es trotzdem: Das Lagersystem ist dezentral aufgebaut. So hat jede Region eigene Lagerkisten, ein \u00fcbergreifendes Lager fehlt. Wer im sp\u00e4teren Spielverlauf bestimmte Materialien sucht, muss sich durch mehrere Ladebildschirme klicken. Zudem war die Spiel-Performance in unserem Test stark von der Version abh\u00e4ngig. Die digitale Version aus dem Nintendo-Online-Shop lud merklich schneller als die physische Version aus der Box.<\/p>\n<p>\u00abPok\u00e9mon Pokopia\u00bb kostet rund 80 Euro und ist freigegeben ab sechs Jahren (USK). Es ist aber kein einfaches Kinderspiel mit \u00abPok\u00e9mon\u00bb-Anstrich, sondern eine ausgereifte Liebeserkl\u00e4rung an ein ganzes Genre &#8211; umgesetzt mit dem Charme eines der beliebtesten und gr\u00f6\u00dften Franchises der Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg\/Berlin (dpa\/tmn) &#8211; In \u00abPok\u00e9mon Pokopia\u00bb zeigen die Entwicklerstudios \u00abGame Freak\u00bb und \u00abOmega Force\u00bb, wie sich das Ph\u00e4nomen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":889321,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[29,2507,30,692,32265,195604,5013,390,66714,4585,5725,194,10106,8665,1342],"class_list":["post-889320","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-deutschland","tag-freizeit","tag-germany","tag-hamburg","tag-konsolen","tag-lebenssimulation","tag-lifestyle","tag-pokemon","tag-simulation","tag-software","tag-spiel","tag-technik","tag-tmn1100","tag-tpds","tag-videospiele"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116275827658646782","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/889320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=889320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/889320\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/889321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=889320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=889320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=889320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}