{"id":890629,"date":"2026-03-23T13:50:13","date_gmt":"2026-03-23T13:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/890629\/"},"modified":"2026-03-23T13:50:13","modified_gmt":"2026-03-23T13:50:13","slug":"eine-million-spacex-satelliten-und-sonnenspiegel-dramatische-appelle-an-die-fcc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/890629\/","title":{"rendered":"Eine Million SpaceX-Satelliten und Sonnenspiegel: Dramatische Appelle an die FCC"},"content":{"rendered":"<p>Einflussreiche Astronomieorganisationen \u00fcben scharfe Kritik an Pl\u00e4nen der US-Unternehmen SpaceX und Reflect Orbital, die hunderttausende Satelliten ins All schicken wollen. Die Vorhaben seien \u201einakzeptabel\u201c und w\u00fcrden nicht nur f\u00fcr die Forschung \u201edesastr\u00f6se\u201c Folgen haben, mahnt etwa der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Royal Astronomical Society (RAS) aus Gro\u00dfbritannien. \u00c4hnliche Warnungen kommen <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/posts\/european-southern-observatory_eso-astronomy-activity-7439309193527943169-xxML\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">von der Europ\u00e4ischen S\u00fcdsternwarte<\/a> ESO und der Internationalen Astronomischen Union. Die Wissenschaftsorganisationen protestieren bei der US-Kommunikationsaufsichtsbeh\u00f6rde Federal Communications Commission (FCC), die \u00fcber die Antr\u00e4ge der Satellitenfirmen entscheidet.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Hoffen auf die FCC<\/p>\n<p>Reflect Orbital will laut seinem im Herbst gestellten Antrag langfristig hunderttausende Satelliten in eine Erdumlaufbahn schie\u00dfen. Aus 625 km H\u00f6he sollen sie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Astronomen-alarmiert-US-Satelliten-sollen-Sonnenlicht-zur-Erde-reflektieren-10749257.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sonnenlicht auf Solaranlagen reflektieren<\/a>, um dort noch etwas Energie zu produzieren. Erkl\u00e4rtes Ziel ist, in den Morgen- und Abendstunden 20 Prozent der Energie der Mittagssonne auf die Erde zu reflektieren. Weil sich die Satelliten mit gro\u00dfer Geschwindigkeit bewegen und eng begrenzte Gebiete immer nur kurzzeitig beleuchten k\u00f6nnen, sollen sich die Ger\u00e4te abl\u00f6sen. Deshalb plant das Unternehmen mit einer gro\u00dfen Zahl an Satelliten. W\u00e4hrend das Potenzial f\u00fcr Energiegewinnung begrenzt scheint, w\u00e4ren die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Astronomen-alarmiert-US-Satelliten-sollen-Sonnenlicht-zur-Erde-reflektieren-10749257.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Folgen der hell leuchtenden Satelliten f\u00fcr den Nachthimmel aber voraussichtlich katastrophal<\/a>, warnen Astronomen.<\/p>\n<p>SpaceX wiederum hat im Januar bei der FCC beantragt, f\u00fcr ein gigantisches Rechenzentrumsprojekt <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/xAI-Unternehmensaustritte-und-Plaene-fuer-Satellitenfabrik-auf-dem-Mond-11175044.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bis zu einer Million Satelliten<\/a> in die Erdumlaufbahnen schie\u00dfen zu d\u00fcrfen. Das \u201eSpaceX Orbital Data Center System\u201c soll in 500 bis 2000 km H\u00f6he aufgebaut werden und sei der \u201eerste Schritt auf dem Weg zu einer Zivilisation des Typs II auf der Kardaschow-Skala\u201c, <a href=\"https:\/\/docs.fcc.gov\/public\/attachments\/DA-26-113A1.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">meint das US-Raumfahrtunternehmen<\/a> von Elon Musk gewohnt unbescheiden. In der Theorie sind das Zivilisationen, die die gesamte Energie ihres Sterns nutzen k\u00f6nnen. SpaceX will daf\u00fcr Satelliten ins All schie\u00dfen, die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/1-Terawatt-an-KI-Chips-Elon-Musk-will-groesste-Chipfabrik-bauen-11220594.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit ausgeklappten Sonnensegeln gr\u00f6\u00dfer<\/a> sind als das riesige Starship, die bisher gr\u00f6\u00dfte Rakete der Menschheitsgeschichte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ras.ac.uk\/news-and-press\/news\/spacex-and-reflect-orbital-plans-would-permanently-scar-night-sky\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Laut der Royal Astronomical Society<\/a> w\u00fcrden tausende der SpaceX-Satelliten mit dem blo\u00dfen Auge zu sehen sein \u2013 \u201eviel mehr als es sichtbare Sterne gibt\u201c. Zwar sollen sie in gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he um die Erde kreisen als die Starlink-Satelliten, dort werden sie aber auch l\u00e4nger von der Sonne angestrahlt. Die ESO erg\u00e4nzt, dass die Megakonstellation daf\u00fcr sorgen w\u00fcrde, dass von jeder astronomischen Aufnahme des Very Large Telescopes (VLT) 10 Prozent wegen der Leuchtspuren verloren gehen. Sollten die Pl\u00e4ne von Reflect Orbital f\u00fcr 50.000 Sonnenspiegel im All realisiert werden, w\u00fcrde der Nachthimmel drei- bis viermal heller als er es jetzt ist. \u201eDas w\u00fcrde das Recht aller Menschen beeintr\u00e4chtigen, den Nachthimmel zu genie\u00dfen, das ist inakzeptabel\u201c, meint der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der RAS: \u201eWir hoffen, dass die FCC diese Pl\u00e4ne entschieden ablehnt.\u201c<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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