{"id":890635,"date":"2026-03-23T13:53:14","date_gmt":"2026-03-23T13:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/890635\/"},"modified":"2026-03-23T13:53:14","modified_gmt":"2026-03-23T13:53:14","slug":"so-darf-es-nicht-weitergehen-bald-gibt-es-weniger-als-300-000-geschaefte-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/890635\/","title":{"rendered":"\u201eSo darf es nicht weitergehen\u201c \u2013 Bald gibt es weniger als 300.000 Gesch\u00e4fte in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland gibt es immer weniger Gesch\u00e4fte, in denen man noch vor Ort einkaufen kann. F\u00fcr 2026 wird ein weiterer R\u00fcckgang erwartet, denn die Kunden halten sich aufgrund der Krisen zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der station\u00e4re Einzelhandel in Deutschland d\u00fcnnt immer weiter aus. Die Zahl der Gesch\u00e4fte d\u00fcrfte in diesem Jahr auf unter 300.000 sinken. Das zeigt eine Sch\u00e4tzung des Handelsverbands Deutschland (HDE). F\u00fcr 2026 wird ein R\u00fcckgang um weitere 4900 auf dann noch 296.600 erwartet. Schlie\u00dfungen und Neuer\u00f6ffnungen sind darin bereits ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Seit der deutschen Wiedervereinigung lag die Zahl der Gesch\u00e4fte laut HDE noch nie unter 300.000. In den vergangenen Jahren haben bundesweit bereits zehntausende L\u00e4den geschlossen. Ende 2015 gab es noch etwa 372.000.<\/p>\n<p>Besonders w\u00e4hrend der Corona-Pandemie versch\u00e4rfte sich die Lage, weil viele Gesch\u00e4fte zeitweise nicht \u00f6ffnen durften. 2021 sank die Zahl um 11.500, 2022 um 11.000. Im vergangenen Jahr schrumpfte sie um 4500 auf rund 301.500. Auch der erstarkende Onlinehandel setzt den station\u00e4ren H\u00e4ndlern zu.<\/p>\n<p>HDE-Pr\u00e4sident Alexander von Preen warnt vor den Folgen: \u201eViele Innenst\u00e4dte leiden heute schon sichtlich unter Leerst\u00e4nden. So kann und darf es nicht weitergehen.\u201c Besserung sei nicht in Sicht. Die Lage sei vor allem bei vielen mittelst\u00e4ndischen H\u00e4ndlern ernst. \u201eDas Umfeld mit der seit Jahren vor sich hin d\u00fcmpelnden Konsumlaune ist schwierig\u201c, so von Preen. Die Politik sei in der Pflicht, Kosten bei Energie und Besch\u00e4ftigung zu senken.<\/p>\n<p>Die Branche hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich. Der Onlinehandel nahm 2025 zwar wieder Schwung auf und legte laut HDE preisbereinigt um 3,5 Prozent zu, doch die Ums\u00e4tze im station\u00e4ren Handel stagnierten. Laut einer im Januar durchgef\u00fchrten H\u00e4ndlerumfrage des Verbandes sch\u00e4tzen nur 14 Prozent der Unternehmen ihre Gesch\u00e4ftslage als gut ein. Jedes zweite erwartet 2026 sinkende Ums\u00e4tze. Das gr\u00f6\u00dfte Problem bleibt der Befragung zufolge die Kaufzur\u00fcckhaltung.<\/p>\n<p>Die Zahl der Insolvenzen im Einzelhandel befindet sich auf dem h\u00f6chsten Stand seit zehn Jahren. 2025 verzeichnete der Kreditversicherer Allianz Trade 2.571 Insolvenzen, im Vorjahr waren es noch 2.291. Ein weiterer Anstieg gilt als wahrscheinlich.<\/p>\n<p>Zuletzt waren unter anderem der Schuhh\u00e4ndler G\u00f6rtz, der Modehersteller Gerry Weber und der Herrenausstatter Wormland betroffen. Der Hemdenhersteller Eterna stellt im Sommer insolvenzbedingt seinen Betrieb ein. Andere Unternehmen wie der Dekoh\u00e4ndler Depot und der Discounter Kodi haben ihre Filialnetze deutlich verkleinert.<\/p>\n<p>Die Handelsbranche kommt an diesem Dienstag und Mittwoch in Berlin zu ihrem j\u00e4hrlichen Handelsimmobilienkongress zusammen. Zu Gast ist unter anderem Sabine Poschmann (SPD), Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.<\/p>\n<p>dpa\/kami<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Deutschland gibt es immer weniger Gesch\u00e4fte, in denen man noch vor Ort einkaufen kann. 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