{"id":891427,"date":"2026-03-23T21:21:14","date_gmt":"2026-03-23T21:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/891427\/"},"modified":"2026-03-23T21:21:14","modified_gmt":"2026-03-23T21:21:14","slug":"windraeder-in-der-dresdner-heide-was-der-beschluss-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/891427\/","title":{"rendered":"Windr\u00e4der in der Dresdner Heide: Was der Beschluss bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>Was am 23. M\u00e4rz wirklich entschieden wurde<\/p>\n<p>Die Abstimmung ist noch kein gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Windr\u00e4der. Der Entwurf ist damit lediglich f\u00fcr das \u00f6ffentliche Beteiligungsverfahren freigegeben. Vom 7. Mai bis zum 6. Juli k\u00f6nnen B\u00fcrger, Gemeinden und Vereine Einw\u00e4nde erheben. Begleitend dazu stellt der Planungsverband seinen Plan in gut dreist\u00fcndigen Veranstaltungen in Mei\u00dfen, Gro\u00dfenhain, Dippoldiswalde, Neustadt, Dresden und Riesa vor \u2013 plus einer Online-Veranstaltung. Bis Anfang 2027 werden alle Stellungnahmen ausgewertet, bei Bedarf wird der Plan \u00fcberarbeitet. Der finale Beschluss soll im Dezember 2027 fallen.<\/p>\n<p>Warum Blockieren riskant ist<\/p>\n<p>Mei\u00dfens Landrat Ralf H\u00e4nsel (CDU), der der Verbandsversammlung als Vorsitzender vorsteht, machte in der Sitzung deutlich, dass er die Fl\u00e4chenziele pers\u00f6nlich f\u00fcr falsch h\u00e4lt \u2013 die Rechtslage aber keine andere Wahl lasse.\u00a0 Das Bundesgesetz verpflichtet Sachsen dazu, bis Ende 2027 mindestens 1,3 Prozent der Regionsfl\u00e4che f\u00fcr Windenergie auszuweisen \u2013 als Zwischenziel auf dem Weg zu zwei Prozent bis 2032. Konkret bedeutet das: Die ausgewiesene Fl\u00e4che steigt von bisher rund 600 Hektar auf zun\u00e4chst rund 4.470 Hektar \u2013 das Siebeneinhalbfache des bisherigen Wertes.<\/p>\n<p>Erschwerend kommt hinzu: Die Planungsregion ist die kleinste in Sachsen, z\u00e4hlt aber mit einer Million Einwohnern die h\u00f6chste Siedlungsdichte \u2013 und hat keinen Spielraum nach oben. Werden Fl\u00e4chen im Beteiligungsverfahren herausgenommen, m\u00fcssen andere hinzukommen. Scheitert der Prozess bis Ende 2027 g\u00e4nzlich, verliert der Planungsverband jede Steuerungsm\u00f6glichkeit: Windkraftbetreiber k\u00f6nnten dann im gesamten Au\u00dfenbereich ohne regionale Planung bauen \u2013 \u00fcberall dort, wo Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer zustimmen. Wer den Prozess also blockiert, riskiert am Ende mehr Windr\u00e4der an schlechter geeigneten Standorten. Dresden kommt dabei noch vergleichsweise glimpflich davon: Nur 0,4 Prozent der Kommunalfl\u00e4che sind betroffen. Dippoldiswalde etwa gibt vier Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was am 23. M\u00e4rz wirklich entschieden wurde Die Abstimmung ist noch kein gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Windr\u00e4der. 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