{"id":891632,"date":"2026-03-23T23:18:19","date_gmt":"2026-03-23T23:18:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/891632\/"},"modified":"2026-03-23T23:18:19","modified_gmt":"2026-03-23T23:18:19","slug":"vw-chef-hohe-disziplin-und-leistungsbereitschaft-blume-lobt-chinesische-planwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/891632\/","title":{"rendered":"VW-Chef: \u201eHohe Disziplin und Leistungsbereitschaft\u201c \u2013 Blume lobt chinesische Planwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Die sogenannten F\u00fcnfjahrespl\u00e4ne, mit der die chinesische F\u00fchrung ihre Wirtschaftsziele durchsetzt, findet VW-Chef Oliver Blume \u201eoptimal durchstrukturiert\u201c. Davon k\u00f6nne man einiges lernen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">VW-Chef Oliver Blume sieht in der staatlich gelenkten Wirtschaft in China ein Vorbild f\u00fcr Deutschland. \u201eDie Chinesen gehen sehr planerisch vor mit sogenannten F\u00fcnfjahrespl\u00e4nen und haben dort auch klare Priorit\u00e4ten\u201c, sagte <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/interview-mit-konzernchef-oliver-blume-wir-haben-vw-von-grund-auf-umgekrempelt-69bbf119d225a75f4a234dec\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/interview-mit-konzernchef-oliver-blume-wir-haben-vw-von-grund-auf-umgekrempelt-69bbf119d225a75f4a234dec&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">er der \u201eBild am Sonntag\u201c<\/a>. \u201eDas ist optimal durchstrukturiert. Und was wir in China sehr positiv erleben, ist eine hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft, die Themen umzusetzen.\u201c <\/p>\n<p>Es lohne der Blick \u00fcber den eigenen \u200cGartenzaun. \u201eZu schauen, wie es andere L\u00e4nder machen, und in China k\u00f6nnen wir dort auch einiges lernen, wie das Land sich entwickelt hat\u201c, sagte Blume.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union f\u00fchrt dagegen den Erfolg der chinesischen Automobilindustrie in Europa auch auf staatliche Subventionen und damit Wettbewerbsverzerrung zur\u00fcck. Der Staatenbund \u200chat deswegen im Oktober 2024 Einfuhrz\u00f6lle auf Elektroautos aus China in Kraft gesetzt. Anfang 2026 hat die EU-Kommission nachgelegt und Mindestpreise f\u00fcr chinesische E-Autos vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den \u201eAutogipfel\u201c von Bundeskanzler Friedrich Merz sagte der VW-Chef: \u201eJetzt wird es entscheidend sein, \u200cz\u00fcgig zu entscheiden und hinter die \u200cjeweiligen Themen einen konkreten Plan zur Umsetzung zu machen.\u201c Es m\u00fcsse gemessen werden, wie \u200cman dabei vorankomme. \u201eJetzt hoffe ich stark darauf, dass \u200cwir \u200cdort Tempo aufnehmen.\u201c<\/p>\n<p>Zuletzt hatte der Konzern einen drastischen Abbau von 50.000 Stellen angek\u00fcndigt aufgrund starker Gewinneinbr\u00fcche. Dennoch will \u200bBlume am Standort Deutschland festhalten, fordert aber radikale Produktivit\u00e4tssteigerungen. \u201eWir werden auch in Zukunft weiterhin Kapazit\u00e4ten \u2060auf den Pr\u00fcfstand stellen\u201c, machte Blume mit Blick auf weltweite \u00dcberkapazit\u00e4ten deutlich. <\/p>\n<p>Angesichts gesunkener operativer Ergebnisse betonte Blume, dass sich die Weltm\u00e4rkte komplett verschoben h\u00e4tten: \u201eFahrzeuge in Deutschland zu entwickeln, bauen und dann \u2060zu \u200bexportieren, funktioniert nicht mehr.\u201c \u200cDie verschiedenen Weltregionen h\u00e4tten sich zu stark ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Blume best\u00e4tigte das Ziel, dass die Stellen in Deutschland bis 2024 sozialvertr\u00e4glich abgebaut werden sollen. Zu Berichten \u00fcber m\u00f6gliche Werksschlie\u00dfungen erkl\u00e4rte er, \u00dcberkapazit\u00e4ten kosteten Geld, weshalb man die Werke an \u201eklare Fabrikkostenziele\u201c gekoppelt habe. Dies gelte nicht nur f\u00fcr Deutschland und Europa, sondern auch f\u00fcr \u200cChina. Zwar lohne sich \u201eMade in Germany\u201c laut Blume \u2060auch in \u200bZukunft, doch die Kosten seien zu hoch. \u201eWir haben eine h\u00f6here Kostenstruktur, auch \u2060bei den Lohnkosten. Und das m\u00fcssen wir kompensieren mit h\u00f6herer Produktivit\u00e4t\u201c, forderte er. <\/p>\n<p>Zudem kritisierte er die politischen Rahmenbedingungen: \u201eWir haben zu hohe \u200cEnergiekosten und eine \u2060zu hohe \u200cRegulatorik.\u201c \u200bTrotz der aktuellen \u2060Krise sieht er \u200bLichtblicke: Die Auftragsbest\u00e4nde seien deutlich gestiegen, und die Produkte \u200cw\u00fcrden \u200bgut angenommen. Dennoch bleibe die Ansage klar: \u201eDie Sanierung \u200cgeht weiter\u201c, \u200cso Blume abschlie\u00dfend. <\/p>\n<p>Reuters\/kami<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die sogenannten F\u00fcnfjahrespl\u00e4ne, mit der die chinesische F\u00fchrung ihre Wirtschaftsziele durchsetzt, findet VW-Chef Oliver Blume \u201eoptimal durchstrukturiert\u201c. 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