{"id":89213,"date":"2025-05-06T14:55:15","date_gmt":"2025-05-06T14:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89213\/"},"modified":"2025-05-06T14:55:15","modified_gmt":"2025-05-06T14:55:15","slug":"bis-ende-2027-eu-kommission-will-verbot-fuer-alle-russischen-gasimporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89213\/","title":{"rendered":"Bis Ende 2027: EU-Kommission will Verbot f\u00fcr alle russischen Gasimporte"},"content":{"rendered":"<p>                    Bis Ende 2027<br \/>\n                EU-Kommission will Verbot f\u00fcr alle russischen Gasimporte<\/p>\n<p>\t\t\t\t              06.05.2025, 15:39 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p>Die EU-Kommission will Gaslieferungen aus Russland in den kommenden Jahren vollst\u00e4ndig verbieten. Daf\u00fcr will die Kommission nach eigenen Angaben zwei Stufen vorschlagen: Zum Ende des laufenden Jahres will die Beh\u00f6rde kurzfristige Gask\u00e4ufe am sogenannten Spotmarkt verbieten, au\u00dferdem sollen Unternehmen keine neuen Vertr\u00e4ge mehr schlie\u00dfen. Sp\u00e4testens Ende 2027 soll gar kein Gas mehr aus Russland in die EU flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Russisches Pipeline-Gas und Fl\u00fcssiggas (LNG) machten nach Kommissionsangaben im vergangenen Jahr rund 19 Prozent der Gasimporte der 27 EU-Staaten aus. Rund ein Drittel davon bezogen europ\u00e4ische Abnehmer demnach aus kurzfristigen Vertr\u00e4gen, die einfacher k\u00fcndbar sind. Diese will die Kommission ab Ende 2025 verbieten.<\/p>\n<p>F\u00fcr bestehende langfristige Vertr\u00e4ge sieht die Kommission wegen der h\u00f6heren Liefermenge eine l\u00e4ngere \u00dcbergangszeit vor. Stichtag f\u00fcr das endg\u00fcltige Aus russischer Lieferungen soll deshalb Ende 2027 sein. F\u00fcr beide Schritte will die Kommission im kommenden Monat einen Gesetzesvorschlag vorlegen. &#8222;Es ist jetzt an der Zeit, dass Europa seine Energiebeziehungen zu einem unzuverl\u00e4ssigen Lieferanten vollst\u00e4ndig abbricht&#8220;, erkl\u00e4rte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. &#8222;Mit der Energie, die auf unseren Kontinent kommt, sollten wir nicht f\u00fcr einen Angriffskrieg gegen die Ukraine zahlen&#8220;, f\u00fcgte sie hinzu.<\/p>\n<p>Die Kommission setzt darauf, russische Gaslieferungen durch Fl\u00fcssiggas von anderen Handelspartnern zu ersetzen. Die Annahmekapazit\u00e4ten an LNG-Terminals wie in Wilhelmshaven sei in der EU insgesamt bereits deutlich h\u00f6her als die derzeitige Liefermenge an Fl\u00fcssiggas, erkl\u00e4rte die Kommission.<\/p>\n<p>Verbraucher sollen sich keine Sorgen machen<\/p>\n<p>Sollten die Einfuhrbeschr\u00e4nkungen wie von der Kommission vorgeschlagen kommen, k\u00f6nnte auch das bundeseigene deutsche Energieunternehmen Sefe betroffen sein. Auf Basis eines bestehenden, langfristigen Vertrags importiert es weiter Fl\u00fcssigerdgas aus Russland in die EU. Das Unternehmen Sefe hie\u00df fr\u00fcher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise verstaatlicht.<\/p>\n<p>Sefe hat bei der Einfuhr von LNG in die EU eine wichtige Rolle. Einem Bericht von Anfang des Jahres zufolge importierte Sefe im vergangenen Jahr mehr als sechsmal so viel LNG in die Europ\u00e4ische Union wie noch 2023. Grundlage daf\u00fcr sind Daten des Rohstoffanalyseunternehmens Kpler. Demnach kamen 5,66 Milliarden Kubikmeter von Sefe aus Russland importiertes Fl\u00fcssigerdgas im franz\u00f6sischen D\u00fcnkirchen am \u00c4rmelkanal an.<\/p>\n<p>Von Sefe hei\u00dft es, es gebe derzeit keine rechtliche Grundlage f\u00fcr die K\u00fcndigung oder Aussetzung eines bestehenden Altvertrags zwischen einem russischen Lieferanten und dem Unternehmen, da Europa keine Sanktionen gegen den Import von russischem LNG nach Europa verh\u00e4ngt habe. Selbst wenn Sefe das Gas nicht abn\u00e4hme, m\u00fcssten die vereinbarten Mengen bezahlt werden. Die Nichtabnahme w\u00fcrde dem Lieferanten erm\u00f6glichen, diese Mengen erneut zu verkaufen, was die russische Wirtschaft unterst\u00fctzen w\u00fcrde, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Verbraucher m\u00fcssen sich nach Angaben der Kommission keine gro\u00dfen Sorgen machen. Die Beh\u00f6rde will daf\u00fcr sorgen, dass die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Stopp russischer Energieeinfuhren so umgesetzt werden, dass es nur minimale Auswirkungen auf die Preise gibt und keine Versorgungsengp\u00e4sse entstehen.<\/p>\n<p>Anders als auf \u00d6l hat die EU auf russisches Gas bislang keine Sanktionen verh\u00e4ngt. Die \u00d6limporte aus Russland sanken im vergangenen Jahr nach Kommissionsangaben infolge der Sanktionen auf einen Anteil von drei Prozent. Br\u00fcssel will au\u00dferdem gegen die Einfuhr von angereichertem Uran aus Russland vorgehen, das mehrere EU-Staaten in ihren Atomkraftwerken verwenden. Die Kommission k\u00fcndigte Handelsma\u00dfnahmen gegen russisches Uran an, um die Importe weniger attraktiv zu machen und eine europ\u00e4ische Lieferkette zu f\u00f6rdern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bis Ende 2027 EU-Kommission will Verbot f\u00fcr alle russischen Gasimporte 06.05.2025, 15:39 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":89214,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[548,1213,13,14,15,16,307,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-89213","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-eu","9":"tag-gas","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-politik","14":"tag-russland","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114461469825688354","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89213\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}