{"id":89360,"date":"2025-05-06T16:10:19","date_gmt":"2025-05-06T16:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89360\/"},"modified":"2025-05-06T16:10:19","modified_gmt":"2025-05-06T16:10:19","slug":"feinschliff-fuer-hoechste-pflegerische-kompetenz-feldkirch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89360\/","title":{"rendered":"Feinschliff f\u00fcr h\u00f6chste pflegerische Kompetenz &#8211; Feldkirch"},"content":{"rendered":"<p>            Von<\/p>\n<p>              6800 Feldkirch<\/p>\n<p>            &#8211;<\/p>\n<p>              6.05.2025 15:42<\/p>\n<p>              (Akt. 6.05.2025 15:42)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Wissensaustausch-am-Paediadtrischen-Pflegetag-LKHF-cMathis-Fotografie-scaled-4-3-142022761707-2276x1.jpeg\"  \/><\/p>\n<p>\n        P\u00e4diatrischer Pflegetag vermittelt Aktuelles aus der Kinder- und Jugendheilkunde.\n      <\/p>\n<p><strong>Kommenden Freitag, am 09. Mai 2025, findet im LKH Feldkirch der 2. Vorarlberger P\u00e4diatrische Pflegetag statt. Die j\u00e4hrliche Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Fachleute aus dem Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde. Das \u201eBildungsinstitut Fachbereiche Gesundheitswesen\u201c und die Abteilung f\u00fcr Kinder- und Jugendheilkunde am akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch haben wieder interessiertes Fachpublikum eingeladen, um sich anhand von Vortr\u00e4gen und Kurzreferaten \u00fcber aktuelle Entwicklungen und Leistungen auf dem Gebiet der pflegerischen Arbeit mit kranken Kindern und Jugendlichen zu informieren. \u201eAus- und Fort- bzw. Weiterbildung sind immens wichtige Bestandteile in unserem Beruf\u201c, betont Abteilungsleiter Prim. Univ.-Prof. Dr. Burkhard Simma. \u201eDenn der Fortschritt in der Patientenversorgung vollzieht sich in rasantem Tempo.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vol.at\/2025\/05\/DKKP-und-Diabetesberater-Magdi-Roman-El-Noweim-\u00a9VLKH-scaled.jpg\"   alt=\"DKKP und Diabetesberater Magdi Roman El Noweim\" title=\"DKKP und Diabetesberater Magdi Roman El Noweim\"\/><\/p>\n<p>                    DKKP und Diabetesberater Magdi Roman El Noweim<br \/>\n                     \u00a9VLKH<\/p>\n<p>\u201eIn \u00d6sterreich sind derartige Angebote f\u00fcr unseren Bereich rar\u201c, erkl\u00e4rt Organisatorin Evelyn Haider. Dabei wei\u00df die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege (DKKP) am LKH Feldkirch, wie wichtig es ist, gerade in der Arbeit mit den J\u00fcngsten und deren Eltern die eigene Expertise laufend zu aktualisieren: \u201eWissen rettet Leben\u201c, bringt sie es auf den Punkt. \u201eSind alle Berufsgruppen auf hohem Niveau fachgebildet, macht das ein Team \u00e4u\u00dferst wertvoll.\u201c Die Nachfrage nach diesem Weiterbildungsangebot ist entsprechend gro\u00df: Die rund 100 Pl\u00e4tze f\u00fcr den P\u00e4diatrischen Pflegetag waren auch heuer wieder rasch ausgebucht.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vol.at\/2025\/05\/Moderne-Insulinpumpen-erleichtern-Kindern-und-Jugendlichen-den-Alltag-\u00a9VLKH-scaled.jpg\"   alt=\"Moderne Insulinpumpen erleichtern Kindern und Jugendlichen den Alltag; \" title=\"Moderne Insulinpumpen erleichtern Kindern und Jugendlichen den Alltag; \"\/><\/p>\n<p>                    Moderne Insulinpumpen erleichtern Kindern und Jugendlichen den Alltag;<br \/>\n                     \u00a9VLKH<\/p>\n<p><strong>Moderne Medizin erleichtert <\/strong><strong>Alltag<\/strong><strong> f\u00fcr Kinder und Jugendliche<\/strong><\/p>\n<p>Thematisch spannt sich der Bogen bei der Veranstaltung von Behandlungsm\u00f6glichkeiten diverser Atemwegserkrankungen \u00fcber die Vorstellung des Kinderpalliativteams Vorarlberg bis hin zur Pr\u00e4sentation innovativer Therapien bei Verletzungen und Erkrankungen im Kindesalter. Einer der Feldkircher Referent:innen ist DKKP und Diabetesberater Magdi Roman El Noweim. Er macht in seinem Vortrag am Beispiel von Insulinpumpen deutlich, welch Riesenschritte die Entwicklung der modernen Medizin in den vergangenen Jahren gemacht hat und wie sie damit jungen Patient:innen \u2013 hier von \u201eDiabetes Typ1\u201c \u2013 den Alltag erleichtern.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Wissensaustausch-am-Paediadtrischen-Pflegetag-LKHF-cMathis-Fotografie-scaled.jpg\"   alt=\"Beim Vorarlberger P\u00e4diatrischen Pflegetag im LKH Feldkirch informieren sich Fachleute aus dem Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde; \" title=\"Beim Vorarlberger P\u00e4diatrischen Pflegetag im LKH Feldkirch informieren sich Fachleute aus dem Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde; \"\/><\/p>\n<p>                    Beim Vorarlberger P\u00e4diatrischen Pflegetag im LKH Feldkirch informieren sich Fachleute aus dem Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde;<br \/>\n                     \u00a9Mathis Fotografie<\/p>\n<p>Allein die Kinder- und Jugendabteilung am Schwerpunktrankenhaus Feldkirch verzeichnet pro Jahr vier bis sechs Kinder, die erstmals mit der Diagnose \u201eDiabetes Typ 1\u201c konfrontiert sind. \u201eErstmanifestationen\u201c nennt es der Experte. Die Bauchspeicheldr\u00fcse ist bei dieser Form der \u201eZuckerkrankheit\u201c nicht mehr in der Lage, das lebenswichtige Hormon Insulin selbst zu produzieren. Eine lebenslange Kontrolle des Blutzuckers und die aktive Zuf\u00fchrung von Insulin sind unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p><strong>Vorschulkinder und junge Teenager<\/strong><\/p>\n<p>Bei den meisten Menschen mit Diabetes Typ 1 offenbart sich die Krankheit ab dem dritten, vierten Lebensjahr. Ein weiterer statistischer H\u00f6hepunkt des Krankheitsausbruchs liegt im Alter von zw\u00f6lf bis 14 Jahren. Nach der Corona-Pandemie ist die Zahl der Erstdiagnosen sprunghaft angestiegen: \u201eIm ersten Folgejahr hatten wir am LKH Feldkirch 15 und im darauffolgenden Jahr elf Patient:innen, bei denen sich Diabetes manifestiert hat\u201c, zieht DKKP Magdi Roman El Noweim Bilanz. \u201eWir wissen, dass bestimmte Virusinfektionen die Manifestation regelrecht triggern. Auch Covid hat die Kraft, Diabetes auszul\u00f6sen, \u00e4hnlich wie das Epstein-Barr-Virus und Influenza-Infektionen.\u201c<\/p>\n<p>Durchschnittlich behandelt das Team am LKH Feldkirch im Jahr rund 60 Typ-1-Diabetespatient:innen im Kinder- und Jugendalter. \u201eErste Anzeichen, bei denen Eltern hellh\u00f6rig werden sollten, sind unter anderem ein \u00fcberdurchschnittlich ausgepr\u00e4gtes Durstgef\u00fchl, extreme M\u00fcdigkeit, auffallende Gewichtsabnahme oder wenn das Kind wieder einn\u00e4sst\u201c, erkl\u00e4rt der Diabetesberater.<\/p>\n<p><strong>Mehr Freiheit durch moderne Insulinpumpen<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem in den vergangenen zehn Jahren hat die Forschung auf dem Gebiet der Insulintherapie \u201eBahnbrechendes vollbracht\u201c, kann DKKP El Noweim Positives berichten: \u201eDurch die Verbindung der Blutzuckersensoren mit kleinen Insulinpumpen direkt am K\u00f6rper haben die Patient:innen ein gro\u00dfes St\u00fcck Freiheit und auch Sicherheit gewonnen: Der Sensor, der aussieht wie ein Pflaster, misst die Blutzuckerwerte automatisch. Anschlie\u00dfend gibt er die Information an die kleine, mit Insulin gef\u00fcllte Pumpe weiter. Diese hat ein eingebautes Rechenprogramm und gibt die exakt erforderliche Menge an Insulin direkt in den K\u00f6rper ab. \u201eRund zwei Drittel unserer jungen Patient:innen tragen bereits eine Insulinpumpe\u201c, wei\u00df der Experte.<br \/>Durch das Pumpensystem f\u00e4llt unter anderem die Blutanalyse durch den typischen Fingerpicks zum \u00fcberwiegenden Teil weg. Au\u00dferdem reduziert es die Gefahr von Unter- bzw. \u00dcberdosierung durch die feinen und sehr exakten Wirkmengen-Abgaben der Pumpen deutlich. \u201eUnd aus Versehen vergessen kann man die Insulingabe auch nicht mehr. Fr\u00fcher mussten die Kinder und Jugendlichen sechs bis acht Mal am Tag selbst mit einem Pen Insulin spritzen. Das k\u00f6nnen wir ihnen heute weitestgehend ersparen. Ein riesiger Vorteil!\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eWerte, von denen wir fr\u00fcher getr\u00e4umt haben\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Insulinpumpen sind nicht implantiert. Die sogenannten Schlauchpumpen liegen auf der Haut auf \u2013 \u00fcberwiegend am Bauch oder auch am unteren R\u00fccken. Von dort aus dringt ein kleiner Katheter ins Fettgewebe. Das Insulin wird \u00fcber diese wenige Millimeter lange Kan\u00fcle abgegeben. Alle zwei Tage wechseln die Patient:innen den Schlauch, um Infektionen und eine Insulinresistenz des umliegenden Gewebes zu vermeiden. Daneben sind noch Pumpensysteme zum Aufkleben im Einsatz, die alle drei Tage gewechselt und (bislang noch) manuell gesteuert werden. Die modernen Schlauchpumpen mit Katheter-System k\u00f6nnen bereits \u00fcber spezielle Apps am Mobiltelefon gesteuert werden: Diese Apps \u00fcbernehmen unter anderem das vormals h\u00e4ndische Festhalten von Blutwerten, das Ausrechnen von Insulinmengen und das Erstellen von N\u00e4hrwerttabellen. Dazu kommt, dass die Sensor-Pumpen-Verbindungen mit ihren \u201e(Almost) Closed Loop Systemen\u201c sogar bestimmte Algorithmen erkennen und die Insulinabgabe individuell adaptieren: \u201eWenn sie beispielsweise bemerken, dass der Blutzucker zu einem bestimmten Zeitpunkt am Nachmittag immer zu hoch ist, dann geben sie zu dieser Zeit eben ein bisschen mehr Insulin ab. Diese Systeme schaffen heute Werte, von denen wir fr\u00fcher nur getr\u00e4umt haben.\u201c<\/p>\n<p>Das j\u00fcngste Kind am LKH Feldkirch, das eine Insulinpumpe bekommen hat, war ein Neugeborenes: \u201eDas M\u00e4dchen ist ohne Pankreasfunktion auf die Welt gekommen. Das war vor vielen Jahren, damals habe ich gerade meine Ausbildung gemacht\u201c, erinnert sich der heutige Diabetesfachmann. \u201eDas M\u00e4dchen war \u00fcberhaupt unsere allererste Patientin mit einer Insulinpumpe. Die Pumpen lassen sich also schon im S\u00e4uglingsalter einsetzen \u2013 eben auch, weil sie so fein und exakt dosiert Insulin abgeben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gut geschultes Umfeld wichtig<\/strong><\/p>\n<p>Damit die Pumpensysteme optimal funktionieren, m\u00fcssen die Eltern und das Umfeld ausgezeichnet geschult sein. \u201eSolange die Kinder sehr jung sind, laufen die Schulungen \u00fcber die Eltern, speziell \u00fcber die M\u00fctter.\u201c Ab dem Teenageralter sind die meisten dann so weit, dass sie das Management weitestgehend selbst \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Das verlangt allerdings Eigenverantwortung und Konsequenz in hohem Ma\u00df. Die Kinder und ihre Eltern werden am LKH Feldkirch \u00fcber einen Zeitraum von mindestens einer Woche intensiv geschult. \u201eUnd bislang haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht\u201c, sagt Magdi Roman El Noweim, der sein Wissen regelm\u00e4\u00dfig auch an P\u00e4dagog:innen in Kinderg\u00e4rten und Schulen weitergibt.<\/p>\n<p>Bei den Schulungen spielen immer auch Aspekte der Ern\u00e4hrung, der Bewegung und der Psychohygiene eine wichtige Rolle: \u201eWir erkl\u00e4ren unseren Patient:innen, wie sie auf ihren K\u00f6rper h\u00f6ren und ihn unterst\u00fctzen k\u00f6nnen und vor allem, dass sich Diabetes und ein gl\u00fcckliches, langes und erf\u00fclltes Leben nicht ausschlie\u00dfen. Diabetes ist heute kein Grund mehr, etwas nicht zu tun oder bei etwas nicht dabei sein zu k\u00f6nnen. Wir haben im Haus beispielsweise tolle \u00c4rzt:innen und Pflegefachkr\u00e4fte mit Diabetes, die das eindr\u00fccklich beweisen. Und die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden gut im Blick zu haben, ist ja generell etwas sehr Positives. Das kann man auch den J\u00fcngsten schon mit auf den Weg geben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von 6800 Feldkirch &#8211; 6.05.2025 15:42 (Akt. 6.05.2025 15:42) P\u00e4diatrischer Pflegetag vermittelt Aktuelles aus der Kinder- und Jugendheilkunde.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":89361,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,37000,37002,11867,30,141,290,232,36999,37003,37001,37004,36997,36998,36996,37005,32722,2556],"class_list":{"0":"post-89360","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-diabetes-typ-1","10":"tag-feldkirch","11":"tag-gemeinde","12":"tag-germany","13":"tag-gesundheit","14":"tag-gesundheitswesen","15":"tag-health","16":"tag-insulinpumpen","17":"tag-jugendheilkunde","18":"tag-kinderheilkunde","19":"tag-kinderheilkune","20":"tag-kinderpflege","21":"tag-lkh-feldkirch","22":"tag-paediatrischer-pflegetag","23":"tag-pflegetag","24":"tag-vorarlberg","25":"tag-weiterbildung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114461765113784069","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89360"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89360\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}