{"id":89374,"date":"2025-05-06T16:17:13","date_gmt":"2025-05-06T16:17:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89374\/"},"modified":"2025-05-06T16:17:13","modified_gmt":"2025-05-06T16:17:13","slug":"eu-kommission-plant-verbot-aller-russischen-gasimporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89374\/","title":{"rendered":"EU-Kommission plant Verbot aller russischen Gasimporte"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 06.05.2025 16:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Anders als bei Einfuhren von \u00d6l oder Kohle gibt es f\u00fcr russische Gasimporte in die EU noch keine Beschr\u00e4nkungen. Das will die EU-Kommission schnell \u00e4ndern &#8211; und die Importe bis Ende 2027 sogar komplett verbieten.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBis Ende 2027 sollen nach dem Willen der EU-Kommission die Importe von russischem Gas in die Union vollst\u00e4ndig verboten werden. Daf\u00fcr will sie zwei Stufen vorschlagen: Zum Ende dieses Jahres will die Beh\u00f6rde kurzfristige Gask\u00e4ufe am sogenannten Spotmarkt verbieten, au\u00dferdem sollen Unternehmen keine neuen Vertr\u00e4ge mehr schlie\u00dfen. Sp\u00e4testens Ende 2027 soll gar kein Gas mehr aus Russland in die EU flie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRussisches Pipelinegas und Fl\u00fcssigerdgas (LNG) machten nach Kommissionsangaben im vergangenen Jahr rund 19 Prozent der Gasimporte der 27 EU-Staaten aus. Rund ein Drittel davon bezogen europ\u00e4ische Abnehmer demnach aus kurzfristigen Vertr\u00e4gen, die einfacher k\u00fcndbar sind &#8211; der sogenannte Spotmarkt.<\/p>\n<p>    Details noch unbekannt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie die Kommission die Importe verbieten will, teilte sie nicht mit. Im Juni will sie den Vorschlag f\u00fcr ein entsprechendes Gesetz den Mitgliedsl\u00e4ndern pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenkbar w\u00e4re, dass sie M\u00f6glichkeiten des EU-Handelsrechts nutzt. Ein Importverbot \u00fcber Sanktionen gilt als unwahrscheinlich, weil dies eine einstimmige Entscheidung der EU-Staaten erfordern w\u00fcrde und insbesondere Ungarn einen solchen Schritt bis zuletzt ablehnte.<\/p>\n<p>    Bislang keine Sanktionen auf Gas<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnders als auf \u00d6l hat die EU auf russisches Gas bislang keine Sanktionen verh\u00e4ngt. &#8222;Es ist jetzt an der Zeit, dass Europa seine Energiebeziehungen zu einem unzuverl\u00e4ssigen Lieferanten vollst\u00e4ndig abbricht&#8220;, erkl\u00e4rte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. &#8222;Mit der Energie, die auf unseren Kontinent kommt, sollten wir nicht f\u00fcr einen Angriffskrieg gegen die Ukraine zahlen&#8220;, f\u00fcgte sie hinzu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEnergiekommissar Dan Jorgensen erg\u00e4nzte: &#8222;Wir werden nicht l\u00e4nger zulassen, dass Russland Energie gegen uns als Waffe einsetzt. Wir werden nicht l\u00e4nger zulassen, dass unsere Mitgliedstaaten erpresst werden. Wir werden nicht l\u00e4nger indirekt dazu beitragen, die Kriegskasse des Kremls zu f\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Kommission setzt darauf, russische Gaslieferungen durch Fl\u00fcssigerdgas von anderen Handelspartnern zu ersetzen. Die Annahmekapazit\u00e4ten an LNG-Terminals wie in Wilhelmshaven sei in der EU insgesamt schon viel h\u00f6her als die derzeitige Liefermenge an Fl\u00fcssigerdgas, erkl\u00e4rte die Kommission.\u00a0<\/p>\n<p>    Wichtige Rolle f\u00fcr deutsches Energieunternehmen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVerbraucher brauchen sich nach Angaben der Kommission keine gro\u00dfen Sorgen zu machen. Die Beh\u00f6rde will daf\u00fcr sorgen, dass die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Stopp russischer Energieeinfuhren so umgesetzt werden, dass es nur minimale Auswirkungen auf die Preise gibt und keine Versorgungsengp\u00e4sse entstehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSollten die Einfuhrbeschr\u00e4nkungen wie von der Kommission vorgeschlagen kommen, k\u00f6nnte auch das bundeseigene deutsche Energieunternehmen SEFE betroffen sein. Auf Basis eines bestehenden, langfristigen Vertrags importiert es weiter Fl\u00fcssigerdgas aus Russland in die EU. SEFE hie\u00df fr\u00fcher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise verstaatlicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinem Bericht von Anfang des Jahres zufolge importierte SEFE im vergangenen Jahr mehr als sechsmal so viel LNG in die Europ\u00e4ische Union wie noch 2023. Grundlage daf\u00fcr sind Daten des Rohstoffanalyseunternehmens Kpler. Demnach kamen 5,66 Milliarden Kubikmeter von SEFE aus Russland importiertes Fl\u00fcssigerdgas im franz\u00f6sischen D\u00fcnkirchen am \u00c4rmelkanal an.<\/p>\n<p>    Auch Verbot von Uran-Importen in Planung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBr\u00fcssel will au\u00dferdem gegen die Einfuhr von angereichertem Uran aus Russland vorgehen, das mehrere EU-Staaten in ihren Atomkraftwerken verwenden. Die Kommission k\u00fcndigte Handelsma\u00dfnahmen gegen russisches Uran an, um die Importe weniger attraktiv zu machen und eine europ\u00e4ische Lieferkette zu f\u00f6rdern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.05.2025 16:27 Uhr Anders als bei Einfuhren von \u00d6l oder Kohle gibt es f\u00fcr russische Gasimporte in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":89375,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[548,942,1213,30011,13,14,15,307,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-89374","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-eu","9":"tag-eu-kommission","10":"tag-gas","11":"tag-gas-importe","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russland","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114461792276954462","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89374"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89374\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}