{"id":894870,"date":"2026-03-25T05:45:15","date_gmt":"2026-03-25T05:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/894870\/"},"modified":"2026-03-25T05:45:15","modified_gmt":"2026-03-25T05:45:15","slug":"usa-legen-dem-iran-plan-fuer-kriegsende-vor-teheran-kontert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/894870\/","title":{"rendered":"USA legen dem Iran Plan f\u00fcr Kriegsende vor -Teheran kontert"},"content":{"rendered":"<p>\n    WASHINGTON (dpa-AFX) &#8211; Die US-Regierung hat den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal &#8222;Axios&#8220; und die &#8222;New York Times&#8220;. Der Plan verlangt der F\u00fchrung in Teheran demnach gro\u00dfe Zugest\u00e4ndnisse ab. Gleichzeitig ordnete die US-Regierung Medienberichten zufolge die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in den Nahen Osten an.<\/p>\n<p>    Berichte \u00fcber den angeblichen US-Vorschlag und ein m\u00f6glicherweise geplantes Treffen zwischen Vertretern der USA und des Irans unter Vermittlung Pakistans lie\u00dfen den seit Kriegsbeginn drastisch gestiegenen \u00d6lpreis leicht sinken. Dazu trugen auch zuversichtliche \u00c4u\u00dferungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bei, wonach der Iran angeblich &#8222;unbedingt einen Deal abschlie\u00dfen&#8220; wolle. F\u00fcr die USA seien Au\u00dfenminister Marco Rubio und Vizepr\u00e4sident JD Vance an Verhandlungen beteiligt, sagte Trump.<\/p>\n<p>    Eine schnelle Einigung auf eine Waffenruhe scheint gleichwohl eher unrealistisch: Der Iran ist keineswegs besiegt, sondern weiter imstande, Israel wie auch die Staaten im Persischen Golf anzugreifen und die Stra\u00dfe von Hormus zu blockieren. Teheran d\u00fcrfte daher Washingtons Wunschzettel kaum erf\u00fcllen wollen.<\/p>\n<p>Iran kontert mit eigenen Maximalforderungen<\/p>\n<p>    Das &#8222;Wall Street Journal&#8220; berichtete zudem \u00fcber eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorsto\u00df, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen d\u00fcrfte &#8211; darunter etwa die R\u00e4umung aller US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben w\u00fcrde, von Schiffen f\u00fcr die Fahrt durch die Stra\u00dfe von Hormus eine Mautgeb\u00fchr zu kassieren.<\/p>\n<p>    Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist von gro\u00dfer strategischer Bedeutung, nicht nur f\u00fcr den Transport von \u00d6l und Fl\u00fcssiggas. Aktuell ist der Schiffsverkehr wegen iranischer Angriffe und Drohungen praktisch zum Erliegen gekommen, weswegen \u00d6l- und Gaspreise seit Kriegsbeginn vor gut dreieinhalb Wochen stark gestiegen sind.<\/p>\n<p>Was genau fordern die USA?<\/p>\n<p>    Die USA fordern in ihrem 15-Punkte-Plan dem Vernehmen nach unter anderem die Zerst\u00f6rung wichtiger Anlagen des iranischen Atomprogramms, einen Stopp der Urananreicherung und der Herstellung ballistischer Raketen sowie eine Wiederer\u00f6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus. Zudem solle der Iran seinen Bestand an bereits angereichertem Uran abgeben &#8211; und damit Bef\u00fcrchtungen entkr\u00e4ften, die Islamisten in Teheran k\u00f6nnten eines Tages Atomwaffen in ihre H\u00e4nde bekommen. Im Gegenzug sollen die harten Sanktionen gegen den Iran gelockert werden, wie etwa das &#8222;Wall Street Journal&#8220; berichtete.<\/p>\n<p>    &#8222;Axios&#8220; berichtete, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Trump gesagt, die Iraner h\u00e4tten bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt &#8211; unter anderem seien sie bereit, ihre Best\u00e4nde an angereichertem Uran aufzugeben. Offiziell hei\u00dft es aus Teheran indes, dass von Verhandlungen mit den Amerikanern \u00fcberhaupt keine Rede sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>    Die Medienberichte unter Berufung auf informierte US-Beamte lie\u00dfen sich zun\u00e4chst nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. Zudem blieb offen, wie Israel als wichtige Kriegspartei und Waffenpartner der USA zu einem m\u00f6glichen Waffenruheabkommen mit dem Erzfeind steht.<\/p>\n<p>    Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach mit dem iranischen Pr\u00e4sidenten Massud Peseschkian und forderte dessen F\u00fchrung auf, &#8222;sich in gutem Glauben an Verhandlungen zu beteiligen, um einen Weg zur Deeskalation zu ebnen&#8220;, wie Macron anschlie\u00dfend auf der Plattform X mitteilte.<\/p>\n<p>Pentagon verlegt Luftlande-Kr\u00e4fte in Nahen Osten<\/p>\n<p>    Das US-Verteidigungsministerium ordnete der &#8222;Washington Post&#8220; zufolge die Verlegung von rund 3.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten an. Die &#8222;New York Times&#8220; hingegen sprach von rund 2.000 Soldaten. Die US-Spezialkr\u00e4fte k\u00f6nnen \u00fcber feindlichem Gebiet mit Fallschirmen abspringen und w\u00e4ren als Speerspitze eines m\u00f6glichen Bodeneinsatzes denkbar.<\/p>\n<p>    Zwar soll es noch keine Entscheidung dar\u00fcber geben, ob im Iran tats\u00e4chlich Bodentruppen eingesetzt werden. Die Verlegung der Soldaten er\u00f6ffne Trump aber in jedem Fall zus\u00e4tzliche Handlungsm\u00f6glichkeiten, befand das &#8222;Wall Street Journal&#8220;.<\/p>\n<p>    Schon l\u00e4nger gibt es auch im Zusammenhang mit der Verlegung von US-Marineinfanteristen Spekulationen, dass Trump die Truppen einsetzen k\u00f6nnte, um den wichtigsten \u00d6lexport-Hafen des Irans auf der Insel Charg im Persischen Golf einzunehmen. Diesen Hebel k\u00f6nnten die USA als Druckmittel gegen den Iran einsetzen, so die Logik. In dem Fall k\u00f6nnte Teheran aber selbst praktisch kein \u00d6l mehr exportieren &#8211; und d\u00fcrfte entsprechend wenig Interesse an einer \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus haben. Wirtschaftlich w\u00e4re ein Verlust der Exporte \u00fcber die Insel Charg f\u00fcr den Iran allerdings verheerend.<\/p>\n<p>Treibstofflager am Flughafen Kuwait in Brand<\/p>\n<p>    Der Iran setzte unterdessen mit Raketen und Drohnen seine Angriffe auf Ziele in den Staaten des Persischen Golfs fort. Teheran betrachtet diese arabischen Staaten als US-Verb\u00fcndete und sieht sie daher als legitime Ziele.<\/p>\n<p>    Am internationalen Flughafen von Kuwait wurde bei einem Drohnenangriff in der Nacht ein Treibstofflager getroffen und geriet in Brand. Ersten Erkenntnissen zufolge habe sich der Schaden aber in Grenzen gehalten und es gebe keine Verletzten, teilte die Regierung mit. Zum mutma\u00dflichen Angreifer wurden keine Angaben gemacht. Dem Milit\u00e4r zufolge wehrte die Luftabwehr in der Nacht feindliche Drohnen und Raketen ab. Der Iran hatte zuletzt mehrfach auch Flugh\u00e4fen ins Visier genommen, etwa das wichtige Drehkreuz in Dubai.<\/p>\n<p>    Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing in der Nacht ebenfalls zahlreiche Drohnen ab, zudem auch eine ballistische Rakete, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. In Bahrain wurden laut Innenministerium Warnsirenen aktiviert. Die B\u00fcrger des Inselstaats wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren und sich in Sicherheit zu begeben.\/jbz\/DP\/zb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WASHINGTON (dpa-AFX) &#8211; Die US-Regierung hat den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":894871,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-894870","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116288233443349794","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/894870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=894870"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/894870\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/894871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=894870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=894870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=894870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}