{"id":896,"date":"2025-03-31T22:23:26","date_gmt":"2025-03-31T22:23:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/896\/"},"modified":"2025-03-31T22:23:26","modified_gmt":"2025-03-31T22:23:26","slug":"steuer-rente-kindergeld-bei-den-koalitionsverhandlungen-geht-es-fuer-die-buerger-um-viel-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/896\/","title":{"rendered":"Steuer, Rente, Kindergeld: Bei den Koalitionsverhandlungen geht es f\u00fcr die B\u00fcrger um viel Geld"},"content":{"rendered":"<p>                    Steuer, Rente, Kindergeld<br \/>\n                Bei den Koalitionsverhandlungen geht es f\u00fcr die B\u00fcrger um viel Geld<\/p>\n<p>\t\t\t\t              31.03.2025, 08:32 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Noch gibt es etliche Punkte, bei denen sich die Politiker von Union und SPD uneins sind. Viele Ideen, sollten sie denn umgesetzt werden, d\u00fcrften sich ganz konkret auf dem Konto der B\u00fcrger niederschlagen.<\/strong><\/p>\n<p>Rente, Steuern, Kindergeld und F\u00f6rderprogramme: Bei vielen Ideen, die CDU, CSU und SPD in ihren Koalitionsverhandlungen w\u00e4lzen, geht es auch um das Geld der B\u00fcrger. Wer richtig viel verdient, k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise st\u00e4rker zur Kasse gebeten werden. An anderen Stellen winken Entlastungen und Hilfen.<\/p>\n<p>\u00dcber vieles, was die Fachpolitiker in 16 Arbeitsgruppen zusammengetragen haben, wird aber noch vehement gestritten. Was davon wirklich im Koalitionsvertrag landet, ist offen &#8211; und wird in den n\u00e4chsten Tagen in der Spitzenrunde entschieden. Ganz am Ende steht ein gro\u00dfer Finanzcheck, um zu pr\u00fcfen, welche Vorhaben sich eine neue Bundesregierung \u00fcberhaupt leisten kann. Denn trotz riesiger neuer Schuldenm\u00f6glichkeiten ist das Geld weiter knapp.<\/p>\n<p>Das sind die wichtigsten Ideen, die B\u00fcrger auf dem Konto sp\u00fcren k\u00f6nnten:<\/p>\n<p><b>Einkommensteuer<\/b><\/p>\n<p>Es deutet sich eine Entlastung vieler Gutverdiener an, die derzeit so gerade den Spitzensteuersatz zahlen m\u00fcssen. Die Einkommensgrenze daf\u00fcr soll angehoben werden, die Union schl\u00e4gt 80.000 Euro zu versteuerndes Einkommen vor, die SPD 83.600 Euro. Die SPD will im Gegenzug allerdings auch den Steuersatz deutlich von 42 auf 47 Prozent erh\u00f6hen. Und sie will die Reichensteuer anheben, die noch \u00fcber dem Spitzensteuersatz liegt. Da macht die Union bisher nicht mit.<\/p>\n<p>Schon fest vereinbart ist, dass die Pendlerpauschale steigen soll &#8211; allerdings ohne genauere Angaben. Das w\u00fcrde alle steuerlich entlasten, die weitere Strecken zur Arbeit pendeln, ob mit dem Auto oder per Bahn oder Fahrrad.<\/p>\n<p><b>Sparen und Erben<\/b><\/p>\n<p>Wer viel Verm\u00f6gen hat oder wertvolle Unternehmen erbt, k\u00f6nnte st\u00e4rker zur Kasse gebeten werden &#8211; wenn die SPD sich durchsetzt. Sie will eine Verm\u00f6gensteuer einf\u00fchren und Ausnahmen beim Vererben von Betrieben auf den Pr\u00fcfstand stellen. Au\u00dferdem schlagen die Sozialdemokraten vor, die Abgeltungsteuer auf private Kapitaleink\u00fcnfte von 25 auf 30 Prozent zu erh\u00f6hen, Sparer m\u00fcssten also mehr bezahlen. Die Union hat all das in den Arbeitsgruppen abgelehnt.<\/p>\n<p><b>Rente<\/b><\/p>\n<p>Sowohl SPD als auch Union machen Rentenvorschl\u00e4ge, die f\u00fcr Besch\u00e4ftigte und Arbeitgeber teuer werden k\u00f6nnten. Die SPD will das gegenw\u00e4rtige Rentenniveau von 48 Prozent halten, die Union will die M\u00fctterrente verbessern. Sollte beides ohne zus\u00e4tzliche Steuermittel oder andere Finanzierungsquellen aus den Rentenkassen bezahlt werden, k\u00f6nnte der Beitragssatz nach Berechnungen der Rentenversicherung von heute 18,6 Prozent auf bis zu 22,9 Prozent im Jahr 2040 steigen. Einig sind sich Union und SPD aber noch nicht.<\/p>\n<p><b>Freiwillige Mehrarbeit<\/b><\/p>\n<p>K\u00fcnftig soll es sich lohnen, freiwillig mehr zu arbeiten &#8211; mit \u00dcberstunden oder auch im Rentenalter. Auf bestimmte \u00dcberstundenzuschl\u00e4ge soll man nach dem Willen von Union und SPD keine Steuern zahlen m\u00fcssen. Rentner, die freiwillig weiterarbeiten, sollen bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei erhalten k\u00f6nnen. Auch wer von Teilzeit auf Vollzeit aufstockt, k\u00f6nnte steuerlich belohnt werden.<\/p>\n<p><b>Krankenkasse<\/b><\/p>\n<p>Die Kranken- und Pflegeversicherung ist f\u00fcr Millionen B\u00fcrger zu Jahresbeginn schon wieder teurer geworden &#8211; und wegen steigender Kosten drohen neue Finanzl\u00f6cher. Damit die Beitr\u00e4ge nicht immer weiter hochgehen, k\u00f6nnten zus\u00e4tzliche Steuermilliarden in die gesetzliche Krankenversicherung geleitet werden. Ob es so kommt, muss aber auch in Konkurrenz zu anderen Ausgabew\u00fcnschen gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p><b>Kindergeld<\/b><\/p>\n<p>Kinderreichen Familien k\u00f6nnte ein Bonus winken: Die Union will, dass es f\u00fcr das dritte Kind und alle weiteren Kinder wieder etwas mehr Kindergeld gibt als f\u00fcr die ersten beiden. 2023 war die Zahlung vereinheitlicht worden, seitdem bekommen Eltern f\u00fcr jedes Kind die gleiche Summe. Ob der Plan umgesetzt wird, ist unklar, die SPD trug den Vorschlag in den Arbeitsgruppen nicht mit.<\/p>\n<p><b>Hohe Mieten<\/b><\/p>\n<p>Union und SPD wollen Bu\u00dfgelder f\u00fcr Vermieter pr\u00fcfen, die gegen die Mietpreisbremse versto\u00dfen, also beim Umzug in eine beliebte Wohngegend zu viel Miete verlangen. Die SPD will Mietsteigerungen in diesen Gegenden auch bei bestehenden Vertr\u00e4gen st\u00e4rker beschr\u00e4nken &#8211; da macht die Union bisher aber nicht mit.<\/p>\n<p><b>Stromkosten<\/b><\/p>\n<p>Dieser Plan soll vor allem die Industrie entlasten, es profitieren aber auch alle B\u00fcrger: Die Stromsteuer soll auf den in der EU erlaubten Mindestwert sinken. Das k\u00f6nnte Entlastungen von mindestens f\u00fcnf Cent pro Kilowattstunde bringen.<\/p>\n<p><b>Baf\u00f6g<\/b><\/p>\n<p>Union und SPD diskutieren \u00fcber eine Baf\u00f6g-Erh\u00f6hung zum Wintersemester 2026\/27. Die Wohnkostenpauschale f\u00fcr Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, k\u00f6nnte von 380 auf 440 Euro im Monat steigen. Sp\u00e4ter k\u00f6nnte der sogenannte Baf\u00f6g-Grundbedarf an das Niveau der Grundsicherung angepasst werden.<\/p>\n<p><b>Autokauf<\/b><\/p>\n<p>Wer sich ein Elektroauto kauft, k\u00f6nnte k\u00fcnftig wieder eine staatliche Pr\u00e4mie bekommen &#8211; allerdings ist das noch umstritten zwischen Union und SPD. Einig sind sich die Parteien, dass es mehr Steuervorteile f\u00fcr E-Autos geben soll.<\/p>\n<p><b>Heizungstausch<\/b><\/p>\n<p>Wer eine klimafreundliche Heizung wie eine W\u00e4rmepumpe einbaut, kann weiter mit einer staatlichen F\u00f6rderung rechnen. Unklar ist der genaue Umfang. Zudem k\u00f6nnte es \u00c4nderungen bei der sozialen Staffelung geben.<\/p>\n<p><b>Deutschlandticket<\/b><\/p>\n<p>Nutzer des Deutschlandtickets im Nahverkehr m\u00fcssen sich ab 2027 auf eine deutliche Preiserh\u00f6hung einstellen. In diesem und im n\u00e4chsten Jahr soll der Preis von derzeit 58 Euro im Monat aber stabil bleiben. Was es ab 2027 kosten wird, ist noch unklar &#8211; au\u00dferdem muss der Bund mit den L\u00e4ndern verhandeln.<\/p>\n<p><b>Flugtickets<\/b><\/p>\n<p>Hier waren sich die Koalitionsarbeitsgruppen nicht ganz einig: Eventuell wird die Luftverkehrsteuer gesenkt und die Erh\u00f6hung von Mai 2024 zur\u00fcckgenommen. Airlines hatten unter Verweis auf die h\u00f6heren Kosten Fl\u00fcge von deutschen Flugh\u00e4fen gestrichen. Die Hoffnung k\u00f6nnte sein, dass bald wieder mehr Ziele angeflogen oder die Tickets g\u00fcnstiger werden &#8211; sicher ist das aber nicht.<\/p>\n<p><b>Ehrenamt<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr Trainer im Sportverein, Chorleiter und andere ehrenamtliche \u00dcbungsleiter soll die Steuerpauschale angehoben werden. Sie k\u00f6nnten damit bis zu 3.300 Euro f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeit verdienen, ohne zus\u00e4tzlich Steuern zu zahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Steuer, Rente, Kindergeld Bei den Koalitionsverhandlungen geht es f\u00fcr die B\u00fcrger um viel Geld 31.03.2025, 08:32 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":897,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[31,774,1054,17,13,1053,14,15,16,379,12,184,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-896","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-cdu","9":"tag-csu","10":"tag-deutschlandticket","11":"tag-grosse-koalition","12":"tag-headlines","13":"tag-kindergeld","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-rente","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-spd","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=896"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/896\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}