{"id":897371,"date":"2026-03-26T05:01:11","date_gmt":"2026-03-26T05:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897371\/"},"modified":"2026-03-26T05:01:11","modified_gmt":"2026-03-26T05:01:11","slug":"drk-hilft-jugendlichen-ohne-wohnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897371\/","title":{"rendered":"DRK hilft Jugendlichen ohne Wohnung"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Das DRK bietet seit November 2025 im Jugendzentrum Findorff und Alt-Aumund mit dem Projekt &#8222;Fr\u00fchschicht&#8220; Anlaufstellen f\u00fcr junge Wohnungslose und weitere Jugendliche mit Problemen.<\/li>\n<li>Die Fr\u00fchschicht unterst\u00fctzt unter anderem bei der Ausbildungssuche, bietet Tagesstruktur und niedrigschwellige Hilfe, finanziert vom Jobcenter und Sozialressort mit Kooperation der Jugendhilfe.<\/li>\n<li>Laut Bundesbauministerium ist die Zahl wohnungsloser Jugendlicher und Minderj\u00e4hriger bundesweit zuletzt stark gestiegen; das Projekt will durch intensive Betreuung Erfolge bei der Integration erzielen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Auf dem Tisch im Aufenthaltsraum des Jugendzentrums Findorff steht ein kleines Fr\u00fchst\u00fccksbuffet bereit. Denn seit November 2025 ist in dem Freizi des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auch vormittags Betrieb. Grund ist die &#8222;Fr\u00fchschicht&#8220;, ein Projekt, das unter anderem Wohnungslosen bis 25 Jahren eine Anlaufstelle bieten soll. &#8222;Durch den gedeckten Tisch f\u00fchlen sich die Leute willkommen. Dann \u00f6ffnen sie sich und erz\u00e4hlen von ihren Problemen&#8220;, sagt die Hauswirtschafterin Lilia Ohlrogge-Ster. Das Modellprojekt richtet sich nicht nur an junge Wohnungslose, sondern unter anderem an junge Menschen mit unterbrochenen Bildungsbiografien, psychischen Belastungen, Gewalt- und Konflikterfahrungen und Suchtproblematiken. Es soll den Jugendlichen eine Tagesstruktur geben und unter anderem niedrigschwellig bei der Ausbildungssuche und Berufswahl unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr kooperiert das Jobcenter mit der <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/jugendhilfe-q15724171\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jugendhilfe<\/a>: Ein kleines Team des DRK aus f\u00fcnf Mitarbeitenden steht daf\u00fcr jeweils in den Freizis Findorff und Alt-Aumund 25 Stunden pro Woche bereit. Das zun\u00e4chst auf 18 Monate angelegte Projekt wird zu 30 Prozent vom Sozialressort und zu 70 Prozent vom Jobcenter finanziert.<\/p>\n<p>Wo weiter Bedarf besteht<\/p>\n<p>Laut Sozialressort ist das Konzept eine Weiterentwicklung des Projekts &#8222;Andocken&#8220;, das von 2018 bis 2024 in der Innenstadt angesiedelt war. Die Beratungsstelle der Waller Besch\u00e4ftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WabeQ) war mit Personal und Arbeitsstunden gro\u00dfz\u00fcgiger ausgestattet, bekam aber keine Anschlussfinanzierung.<\/p>\n<p>Dass weiter Bedarf besteht, belegen Daten der Bundesregierung: Die Zahl der Jugendlichen ohne Wohnung zwischen 18 und 25 Jahren hat sich in drei Jahren bundesweit fast verdreifacht. Das berichtet die Wochenzeitung &#8222;Die Zeit&#8220; mit Verweis auf die Antwort des Bundesbauministeriums auf eine Anfrage der Linken. Demnach galten zum 31. Januar 2025 rund 55.700 Unter-25-J\u00e4hrige als wohnungslos, drei Jahre zuvor waren es 18.800. Auch die Zahl der Minderj\u00e4hrigen ohne Wohnung ist bundesweit sprunghaft angestiegen: von 47.000 Ende Januar 2022 auf 137.000 im Januar 2025. Gerade junge Leute leben oft als sogenannte Sofahopper in verdeckter <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/wohnungslosigkeit-q2588141\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wohnungslosigkeit<\/a>.<\/p>\n<p>&#8222;Wir waren mit zweieinhalb Stellen schon im Andocken-Projekt integriert. Der Vorteil an den Standorten in den Jugendzentren ist die direkte \u00d6ffnung ins Quartier&#8220;, erl\u00e4utert Maria Sch\u00f6nebaum, Leitung des Zentrums f\u00fcr Schule und Beruf. Die DRK-Einrichtung setzt sich f\u00fcr die Integration und den Bildungserfolg von jungen Menschen mit besonderem Unterst\u00fctzungsbedarf ein. &#8222;Wir haben in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit teilweise Besucher, die mit \u00e4hnlichen Problematiken zu tun haben&#8220;, sagt Jasmin Bohlmann, Leitung der Jugendf\u00f6rderung in den DRK-Freizis.<\/p>\n<p>Einzelfallbegleitung auch nachmittags<\/p>\n<p>Sozialp\u00e4dagoge Bastian Selter hat auch jahrelang das &#8222;Andocken&#8220;-Projekt begleitet. Weil das Zeitfenster nun fr\u00fcher am Tag sei, versuche das Team morgens, junge Leute aus den Notunterk\u00fcnften anzusprechen. Im Jugendzentrum habe man K\u00fcche, Dusche und Waschmaschine schon vorgefunden, gleichwohl seien hier Absprachen erforderlich. Die Einzelfallbegleitung finde auch nachmittags statt, etwa f\u00fcr Beh\u00f6rdeng\u00e4nge oder Arztbesuche, sagt Sozialp\u00e4dagogin Laura Gros.<\/p>\n<p>Was die Jugendlichen in verdeckter Wohnungslosigkeit betrifft, arbeitet die Fr\u00fchschicht mit der Zentralen Fachstelle Wohnen zusammen. &#8222;In Bremen ist es einfach, bei Freunden unterzukommen. Dadurch ist es schwer, diese Leute zu finden. Und viele wissen nicht, dass sie hilfebed\u00fcrftig sind&#8220;, sagt Selter. W\u00e4hrend junge M\u00e4nner eher Kurzanliegen h\u00e4tten, nutzten junge Frauen h\u00e4ufiger eine l\u00e4ngere Beratung. Vielfach lebten wohnungslose Frauen in finanzieller Abh\u00e4ngigkeit zu M\u00e4nnern, um nicht auf der Stra\u00dfe zu landen.<\/p>\n<p>Herausfordernd sei zun\u00e4chst, ein Netzwerk aufzubauen, sagt Selter: &#8222;Die Zielgruppe ist sehr gut darin, sich durchzuschlagen und unter dem Radar zu laufen.&#8220; Beim Netzwerken komme ihm zugute, dass er parallel in der Jugendberufsagentur des Jobcenters junge Gefl\u00fcchtete ber\u00e4t.<\/p>\n<p>Aldit\u00fcte mit 30 alten Briefen<\/p>\n<p>Wichtig sei, den Jugendlichen eine Anlaufstelle zu bieten, wo nicht sofort Anforderungen an sie gestellt w\u00fcrden. &#8222;Hier k\u00f6nnen sie jeden Tag kommen und einfach sein&#8220;, sagt Selter. Ein Grundsatz, der auch in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit verankert sei, sagt Bohlmann.<\/p>\n<p>Nur dass die Fr\u00fchschicht-Besucher oft vor st\u00e4rker verfestigten Problemen stehen: &#8222;Der Klassiker ist die Aldit\u00fcte mit 30 alten Briefen, die erst mal sortiert werden m\u00fcssen. Oft sind es zehn Baustellen gleichzeitig: Antr\u00e4ge beim Jobcenter, Schuldnerberatung oder Probleme mit der Polizei&#8220;, sagt Selter. Bei der Probleml\u00f6sung gebe es oft einen guten Draht zu den Ansprechpartnern. &#8222;Wir wissen, wen wir fragen m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>Nach knapp f\u00fcnf Monaten Laufzeit sei es noch ein Fernziel, die Teilnehmenden aus dem Leistungsbezug zu holen. &#8222;Unsere ersten Erfolgserlebnisse sind, dass wir Leute in Ma\u00dfnahmen anmelden konnten, wo es auf der Kippe stand. Mit Gl\u00fcck werden wir bald die erste Person aus den Schulden herauskriegen&#8220;, berichtet Selter. Wie lange positive Entwicklungen manchmal brauchen, wei\u00df er aus dem &#8222;Andocken&#8220;-Projekt. &#8222;Eine Person, die anfangs wohnungslos war, hat mir ein paar Jahre sp\u00e4ter ihr Abiturzeugnis in die Hand gedr\u00fcckt. Das ist, was wir hier auch versuchen wollen, zu erreichen.&#8220;<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc8536igulxe8rf0qylcz\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/politik\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das DRK bietet seit November 2025 im Jugendzentrum Findorff und Alt-Aumund mit dem Projekt &#8222;Fr\u00fchschicht&#8220; Anlaufstellen f\u00fcr junge&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":897372,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-897371","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116293722714498462","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/897371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=897371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/897371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/897372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=897371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=897371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=897371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}