{"id":897491,"date":"2026-03-26T06:13:24","date_gmt":"2026-03-26T06:13:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897491\/"},"modified":"2026-03-26T06:13:24","modified_gmt":"2026-03-26T06:13:24","slug":"robuste-industrie-in-europa-und-sinkende-inflationserwartungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897491\/","title":{"rendered":"robuste Industrie in Europa und sinkende Inflationserwartungen"},"content":{"rendered":"\n<p>        \u2013   <\/p>\n<p>  Robuste Industrie in Europa und sinkende Inflationserwartungen <\/p>\n<p class=\"lead regular externalicon-big astro-mrojhlls\"> Deutsche Industriemanager stecken den Nahostkrieg besser weg als den Beginn der Totalinvasion Russlands vor vier Jahren.    <\/p>\n<p>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/DPDlMATUq_b9oXZV4BszZd.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Andr\u00e9 K\u00fchnlenz\" class=\"AuthorImage -content-head authorimage astro-vmrqen7w astro-g7nkasli\" style=\"background-color:#60678B\"\/>        Publiziert heute um 05:00 Uhr                  <img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/AXoVzsDNary9W-QmfMKcE4.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/AXoVzsDNary9W-QmfMKcE4.jpg\" alt=\"Eine Bank mit Geldscheinen vor orangenem Hintergrund.\" title=\"Eine Bank mit Geldscheinen vor orangenem Hintergrund.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#B9A199\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Illustration: Marco Tancredi<\/p>\n<p>        Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren. <\/p>\n<p>  Abo abschliessen   Login  <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/bottalk.io\/de\/\" class=\"bottalklink astro-5ez2hx6t\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"> BotTalk <\/a>        <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Diese Woche sind die ersten Umfrageergebnisse unter Managern europ\u00e4ischer Unternehmen seit Beginn des Nahostkriegs erschienen: Bei den Dienstleistern tr\u00fcbt sich das Gesch\u00e4ftsklima verst\u00e4ndlicherweise ein, insbesondere die Reise- und Transportbranche ist von erh\u00f6hten Kraftstoffpreisen stark betroffen. Bemerkenswert ist, dass die Industrie im Euroraum noch mit Schwung in den ersten Kriegsmonat gestartet ist. Zum Teil machen sich jedoch bereits l\u00e4ngere Lieferfristen bemerkbar, was die Gesch\u00e4ftsklimaindizes zwar st\u00fctzt, aber eher ein Krisensignal darstellt. Zudem stiegen in Deutschland die Industrieauftr\u00e4ge, weil viele Unternehmen aus Sorge vor St\u00f6rungen in den Lieferketten ihre Lager auff\u00fcllen. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Ein besseres Bild der Dynamik liefern die Einkaufsmanagerindizes zur Industrieproduktion. Im gesamten Euroraum verharrt das solide Expansionstempo zwar nahezu auf dem Wert vom Februar. Dies ist auch darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Fertigung in Frankreich gem\u00e4ss Umfragen gesunken ist. In Deutschland legt die Produktion dagegen mit dem st\u00e4rksten Tempo seit 49 Monaten zu. Zudem zeigen die Umfragen des Ifo-Instituts, dass der Vertrauensverlust in der deutschen Industrie weit weniger gravierend war als bei fr\u00fcheren Schocks seit 2022. So sank der Index der Gesch\u00e4ftserwartungen im M\u00e4rz nur um 2,2 Punkte. Vor einem Jahr, nach dem Zollhammer von Donald Trump, lag das Minus im April bei 3,1 Punkten. Davon erholten sich die Erwartungen rasch wieder. Nach Beginn der Vollinvasion Russlands 2022 brach der Gesch\u00e4ftsausblick in der deutschen Industrie dagegen noch um 19,6 Z\u00e4hler in einem Monat ein. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Dies zeigt, dass dank der guten Auftragseing\u00e4nge in der Zivilwirtschaft der vergangenen Monate ein Aufschwung in Deutschland noch nicht vorschnell abgeschrieben werden sollte. Insgesamt verbessert sich die Einsch\u00e4tzung der Gesch\u00e4ftslage auf Jahressicht weiterhin. Kurzfristig, auf Sicht von drei Monaten, gilt dies sowohl f\u00fcr Industrie als auch f\u00fcr Dienstleister. Negativ f\u00fcr die Unternehmen in ganz Europa ist jedoch, dass sich vorerst abzeichnet, dass sie, anders als in der Energiekrise 2021\/22, die h\u00f6heren Energiekosten nicht so leicht an die Endkundschaft weitergeben k\u00f6nnen. Das w\u00fcrde bedeuten, dass der Druck auf die Gewinnmargen steigt, was allerdings auch einen positiven Nebeneffekt h\u00e4tte: Die erwartete Nachfrageeintr\u00fcbung wegen des Preisschubs bei Energie bei den Privathaushalten d\u00fcrfte milder verlaufen als noch vor vier Jahren. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">So werden nicht nur die leicht sinkenden \u00d6lpreise die Inflationserwartungen im Euroraum diese Woche ged\u00e4mpft haben. Die Markterwartungen f\u00fcr die Jahresrate der Konsumentenpreise im Monat Dezember sanken zuletzt vom Rekordwert von 3,7% am vergangenen Donnerstag auf 3,1% am Mittwoch. Entsprechend sanken auch die Leitzinserwartungen. F\u00fcr Dezember preisen Anleger an den Terminm\u00e4rkten nur noch zwei volle Zinserh\u00f6hungen der Europ\u00e4ischen Zentralbank von 2 auf 2,5% ein. F\u00fcr die Schweizerische Nationalbank wird nur noch eine Zinserh\u00f6hung von 0 auf 0,25% bis Dezember vorweggenommen. Zuvor war dies bereits im September erwartet worden und ein zweiter Schritt mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits im M\u00e4rz des n\u00e4chsten Jahres. Aktuell w\u00e4re damit nach einer Zinserh\u00f6hung 2026 Schluss. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Die Renditen auf Schweizer und deutschen Bundesanleihen liegen derzeit je nach Laufzeit zwischen 0,06 und 0,08 Prozentpunkten unter dem Niveau vor einer Woche. Noch st\u00e4rker sanken die Swaps\u00e4tze, die massgeblich f\u00fcr die Hypozinsen sind. Zehnj\u00e4hrige Papiere aus Deutschland rentierten am Mittwoch mit 2,95% und damit wieder unter 3%, eine Marke, die die Rendite am Freitag \u00fcberschritten hatte. Schweizer Pendants warfen 0,32% ab, nach einem Spitzenwert von 0,39% am 9. M\u00e4rz. Die leisen Hoffnungen am Anleihenmarkt m\u00fcssten nun nur noch durch ein Ende des Kriegs in Nahost best\u00e4tigt werden. Von der W\u00e4hrungsseite gibt es ebenfalls positive Signale: Der Franken liegt zum Dollar nur noch 0,2% \u00fcber dem Niveau vom Jahresanfang; zum Euro sind es derzeit 1,7%, nachdem das Jahresplus am Freitag noch 2,1% ausgemacht hatte. <\/p>\n<p class=\"boxtitle astro-42aj3uwb astro-hwk6bfo3\">Mehr zum Nahostkrieg <\/p>\n<p>        Newsletter    <\/p>\n<p>FuW Daily<\/p>\n<p> Erhalten Sie die wichtigsten News und Geschichten der FuW. 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