{"id":897686,"date":"2026-03-26T07:59:20","date_gmt":"2026-03-26T07:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897686\/"},"modified":"2026-03-26T07:59:20","modified_gmt":"2026-03-26T07:59:20","slug":"frankfurt-main-vollkornmehl-im-oeko-test-viele-bestnoten-zwei-fallen-durch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897686\/","title":{"rendered":"Frankfurt\/Main | Vollkornmehl im \u00d6ko-Test: Viele Bestnoten, zwei fallen durch"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (dpa\/tmn) &#8211; Geht es um Getreidezutaten, schw\u00f6ren Ern\u00e4hrungswissenschaftler immer auf ganze Getreidek\u00f6rner inklusive Schalen und Keimlingen. Sie preisen wertvolle Ballast- und Mineralstoffe an, Eiwei\u00dfe und Vitamine.\u00a0<\/p>\n<p>Doch wie sieht es bei den Alternativen zum klassischen Weizenmehl in puncto Schadstoffe aus? Das wollte auch die Zeitschrift \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb wissen und hat f\u00fcr die April-Ausgabe 50 Vollkornvarianten von Weizen-, Dinkel- und Roggenmehlen ins Labor geschickt.\u00a0<\/p>\n<p>39 von 50 Mehlen schneiden \u00absehr gut\u00bb und \u00abgut\u00bb ab<\/p>\n<p>Die Zahl hinter dem Ergebnis klingt erst einmal beruhigend: 33 Vollkornmehle schneiden \u00absehr gut\u00bb ab, sechs mit \u00abgut\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Aber was ist an den acht Produkten mit der Note \u00abbefriedigend\u00bb und vor allem mit den drei Mehlen, die es nur zu einem \u00abausreichend\u00bb, \u00abmangelhaft\u00bb und \u00abungen\u00fcgend\u00bb geschafft haben?\u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Pestizide kaum eine Rolle spielten, wies das Labor Verunreinigungen mit kritischen Mineral\u00f6lbestandteilen bei einem Mehl nach, bei weiteren Proben immerhin Spuren davon. Doch was bei diesem Test ein gr\u00f6\u00dferes Thema ist: die Verschmutzung mit Schwermetallen.\u00a0<\/p>\n<p>Schwermetalle in Getreidek\u00f6rnern? Ja!\u00a0<\/p>\n<p>Konkret hat das Labor Nickel- und Cadmiumgehalte gemessen, die \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb als erh\u00f6ht einstuft &#8211; auch wenn sie derzeit noch keine geltenden H\u00f6chstgehalte rei\u00dfen. Die \u00d6ko-Tester nehmen das Problem so ernst, weil Cadmium die Nieren sch\u00e4digen kann und giftiges Nickel in Tierstudien Fortpflanzung und Entwicklung beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<p>Dennoch hat der Fund die Tester nicht ganz \u00fcberrascht. \u00abSchwermetalle, die auch nat\u00fcrlicherweise im Boden vorkommen, k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich von Getreide aus dem Boden aufgenommen werden. Vollkorn ist hier anf\u00e4lliger als das klassische Wei\u00dfmehl\u00bb, schreibt die Zeitschrift.\u00a0<\/p>\n<p>Der Grund: Schwermetalle reichern sich eher in den Randschichten des Korns an. Und diese werden bei Vollkornmehl anders als bei anderen Mehltypen eben mit vermahlen.\u00a0<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Alle Roggenvollkornmehle kommen im Test ohne kritische Schwermetalle weg. Cadmium werde generell eher von Weizenk\u00f6rnern gespeichert.\u00a0<\/p>\n<p>E.-coli-Bakterien im Mehl &#8211; und wie man sie abt\u00f6tet<\/p>\n<p>Bleibt noch die Belastung mit Keimen, die das Labor in einem Produkt nachgewiesen hat. Dabei handelt es sich um STEC-Keime &#8211; den krank machenden Vertreter unter den E.-coli-Bakterien. \u00abSie k\u00f6nnen beim Menschen durch die Bildung starker Zellgifte schwere Darmentz\u00fcndungen verursachen\u00bb, warnt \u00ab\u00d6ko-Test\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Doch wie gelangen die Keime ins Mehl? Das k\u00f6nne \u00fcber verunreinigtes Wasser, Naturd\u00fcnger oder Kot von Wildtieren passieren, vermuten die Tester und empfehlen, generell nicht von rohen Teigen zu naschen.\u00a0<\/p>\n<p>Denn: Die nachgewiesenen Keime werden durch Kochen, Backen, Braten und Frittieren get\u00f6tet. F\u00fcr eine Infektion seien allerdings weniger STEC-Bakterien notwendig als bei Salmonellen. \u00abDaher werten wir den Befund um zwei Noten ab\u00bb, erkl\u00e4rt die Redaktion.\u00a0<\/p>\n<p>3 Tipps f\u00fcr Vollkornmehl-Anf\u00e4nger<\/p>\n<p>Trotz der kritisierten Einzelf\u00e4lle empfehlen die \u00d6ko-Tester \u00f6fter mit Vollkornmehl zu backen und geben Tipps f\u00fcr Vollkornmehl-Anf\u00e4nger:\u00a0<\/p>\n<ol>\n<li>Wer bisher selten Vollkornprodukte gegessen hat, sollte es langsam angehen, denn Magen und Darm brauchen Zeit, sich daran zu gew\u00f6hnen. Am besten sei es, das Vollkornmehl zun\u00e4chst zu gleichen Teilen mit einem Wei\u00dfmehl zu mischen. Wer sich so herangetastet hat, k\u00f6nne den Wei\u00dfmehlanteil einfach von Mal zu Mal reduzieren.<\/li>\n<li>Da die enthaltenen Ballaststoffe Fl\u00fcssigkeit zum Aufquellen brauchen, sollte man je nach Rezept etwas mehr Wasser oder Milch nehmen. Einige Hersteller empfehlen 10 bis 20 Prozent. Auch beim anschlie\u00dfenden Vollkorn-Verzehr sollte man am besten ausreichend trinken.<\/li>\n<li>Damit die Schalenanteile im Vollkornmehl gut quellen k\u00f6nnen, sollte der Teig etwas l\u00e4nger ruhen. Wenn der Teig also zum Beispiel nach den 30 Minuten, die im Rezept stehen, noch nicht ausreichend aufgegangen ist, einfach noch ein wenig warten. Beim Brotbacken sollte sich der Teig verdoppeln.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt\/Main (dpa\/tmn) &#8211; Geht es um Getreidezutaten, schw\u00f6ren Ern\u00e4hrungswissenschaftler immer auf ganze Getreidek\u00f6rner inklusive Schalen und Keimlingen. 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