{"id":897736,"date":"2026-03-26T08:26:17","date_gmt":"2026-03-26T08:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897736\/"},"modified":"2026-03-26T08:26:17","modified_gmt":"2026-03-26T08:26:17","slug":"kaum-noch-puffer-wo-mit-steigenden-preisen-zu-rechnen-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/897736\/","title":{"rendered":"&#8222;Kaum noch Puffer&#8220; &#8211; wo mit steigenden Preisen zu rechnen ist"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/konsum-inflation-124.jpg\" alt=\"Kundin in einem Supermarkt.\" title=\"Kundin in einem Supermarkt. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 26.03.2026 \u2022 07:49 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Seit Beginn des Krieges im Iran warnen \u00d6konomen vor steigender Inflation. Hohe Kosten f\u00fcr Energie k\u00f6nnten die Preise auf breiter Front treiben, hei\u00dft es. An einigen Stellen ist das bereits sichtbar.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/sebastian-schreiber-109.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Sebastian Schreiber\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/sebastian-schreiber-110.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Erst steigen die Preise f\u00fcr Energie, dann wird nach und nach auch alles andere teurer. Die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur-prognosen-bip-wirtschaftswachstum-100.html\" title=\"Bremst der Iran-Krieg die Konjunktur? \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Prognosen der \u00d6konomen<\/a> sind klar: Die Verbraucherpreise d\u00fcrften in den kommenden Wochen deutlich zulegen. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Bank, sagt, eine Inflationswelle baue sich bereits auf. &#8222;Wir sehen es ja gerade schon an den Tankstellen, und das wird weitergehen: Transportkosten werden steigen, Nahrungsmittelpreise werden steigen und sehr wahrscheinlich im n\u00e4chsten Winter auch die Heiz- und Stromkosten.&#8220;<\/p>\n<p>    Lebensmittelhersteller sp\u00fcren Kostendruck<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch sind gro\u00dfe Preisspr\u00fcnge in den Superm\u00e4rkten ausgeblieben, das aber k\u00f6nnte sich bald \u00e4ndern. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ern\u00e4hrungsindustrie (BVE) schl\u00e4gt Alarm. Ohne Energie laufe kein Backofen, keine Trocknungsanlage und keine K\u00fchlung, so der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands, Christoph Minhoff.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu komme, dass Unternehmen aus der Lebensmittelbranche auch mit h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Verpackungen und den Transport rechnen m\u00fcssten. &#8222;Die Kosten steigen damit entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette&#8220;, so BVE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Minhoff. Niemand k\u00f6nne derzeit sagen, wer diese Kosten am Ende tragen kann und wie sie sich innerhalb der Kette verteilen. &#8222;Klar ist aber: Viele Lebensmittelhersteller haben kaum noch Puffer.&#8220;<\/p>\n<p>    Einzelhandel zehrt von Transportvertr\u00e4gen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch im Einzelhandel sind die hohen Preise f\u00fcr Kraftstoffe ein Thema. Hier geht es vor allem um den Transport der Waren. Stefan Genth, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Handelsverbands Deutschland (HDE), betont, Handelsunternehmen seien h\u00e4ufig in ihrer Logistik noch nicht so hart von den steigenden Kraftstoffpreisen betroffen: &#8222;Weil sie l\u00e4ngerfristige Vertr\u00e4ge f\u00fcr eigene Tankstellen oder mit ihren Logistikpartnern haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es sei auch nicht damit zu rechnen, so Genth, dass Kostensteigerungen aus den Lieferketten immer eins zu eins auf die Preise durchschlagen. &#8222;Wenn allerdings die Kostenexplosionen, gerade bei Kraftstoffen, l\u00e4nger und deutlicher anhalten, wird das auch an Kundinnen und Kunden weitergegeben werden m\u00fcssen&#8220;, so der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des HDE.<\/p>\n<p>    Flugpreise ziehen an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Reisebranche dagegen hat der Iran-Krieg bereits deutliche Spuren hinterlassen. Das liegt daran, dass Drehkreuze in den Golfstaaten nicht wie gewohnt angeflogen werden k\u00f6nnen. Vor allem Langstreckenfl\u00fcge nach Asien seien teurer geworden, so Harald Zeiss, Professor f\u00fcr Tourismus an der Hochschule Harz in Wernigerode.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Ticketpreise insgesamt seien aber weniger stark gestiegen als der Preis f\u00fcr Kerosin, so Zeiss: &#8222;Das liegt daran, dass die Airlines ihren Treibstoffbedarf oft weit im Voraus zu festen Preisen einkaufen. Das ist eine Art Versicherung gegen schwankende Energiem\u00e4rkte. Im Moment zehren sie von diesen Reserven.&#8220; Dieser Puffer aber leere sich, so der Tourismus-Experte: &#8222;Wenn die Vertr\u00e4ge auslaufen und zu aktuellen Preisen nachgekauft werden muss, k\u00f6nnten die vollen Kostensteigerungen erst im Herbst und Winter in den Tickets sichtbar werden.&#8220;<\/p>\n<p>    Offizielle Preisdaten liegen noch nicht vor<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den Preisdaten des Statistischen Bundesamtes spiegelt sich die Inflationswelle bislang noch nicht wider. Daf\u00fcr ist es zu fr\u00fch: Indikatoren wie die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte oder die Gro\u00dfhandelspreise sind nicht in Echtzeit verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eines aber ist bereits deutlich: Je l\u00e4nger der Krieg im Iran dauert, je l\u00e4nger die Stra\u00dfe von Hormus geschlossen bleibt &#8211; desto gr\u00f6\u00dfer d\u00fcrften die Auswirkungen ausfallen.<\/p>\n<p>    Kriegsende k\u00f6nnte Inflationswelle noch abbremsen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch aber besteht die Hoffnung, dass der Krieg zeitnah zu einem Ende kommt. Professor Julian Hinz, Handelsexperte am Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW), geht davon aus, dass sich in diesem Fall eine massive Inflationswelle in Deutschland noch abbremsen lie\u00dfe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;W\u00fcrde von jetzt auf gleich die Stra\u00dfe von Hormus wieder ge\u00f6ffnet werden, dann w\u00fcrde man vermutlich am Ende gar nicht so viel merken&#8220;, so Hinz. Die Folgen f\u00fcr die Verbraucher w\u00e4ren dann vor allem an den Tankstellen sichtbar geworden.<\/p>\n<p>    Preisdruck im Ausland noch gr\u00f6\u00dfer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anders, sagt IfW-Forscher Hinz, sehe das den Teilen der Welt aus, die noch abh\u00e4ngiger von Waren und Rohstoffen aus der Krisenregion sind &#8211; etwa im s\u00fcdlichen Asien oder im s\u00fcdlichen Afrika. Hohe Preise f\u00fcr Gas, aber vor allem der Mangel an D\u00fcnger k\u00f6nnten schon bald zu einer Ern\u00e4hrungskrise f\u00fchren. Anders als in Deutschland gehe es dort nicht nur um steigende Preise, sondern um eine echte Knappheit an Lebensmitteln und Energie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.03.2026 \u2022 07:49 Uhr Seit Beginn des Krieges im Iran warnen \u00d6konomen vor steigender Inflation. 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