{"id":898064,"date":"2026-03-26T11:28:20","date_gmt":"2026-03-26T11:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/898064\/"},"modified":"2026-03-26T11:28:20","modified_gmt":"2026-03-26T11:28:20","slug":"iran-krieg-usa-ziehen-ressourcen-aus-ukraine-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/898064\/","title":{"rendered":"Iran-Krieg: USA ziehen Ressourcen aus Ukraine ab"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen f\u00fcr Raketen und Drohnen sowie ein Gro\u00dfteil der Marine sollen zerst\u00f6rt sein. Das meldete am Donnerstag der Befehlshaber des f\u00fcr den Nahen Osten zust\u00e4ndigen US-Milit\u00e4rkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper. \u00dcber 10.000 milit\u00e4rische Ziele seien getroffen worden.<\/p>\n<p>Die US-Armee habe au\u00dferdem 92 Prozent der gr\u00f6\u00dften Schiffe der iranischen Marine besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt, sagte Cooper. Damit habe Teheran \u201enun die F\u00e4higkeit verloren, in der Region und weltweit in nennenswertem Ma\u00dfe seine Macht auf See auszu\u00fcben und Einfluss zu nehmen\u201c.<\/p>\n<p>Die H\u00e4ufigkeit iranischer Drohnen- und Raketenstarts sei um 90 Prozent zur\u00fcckgegangen, so Cooper. Die US-Armee habe Teheran au\u00dferdem \u201edie F\u00e4higkeit genommen, sie wiederherzustellen\u201c. Die US-Streitkr\u00e4fte \u201eliegen bei der Erreichung der ganz klar definierten Ziele im Zeitplan oder sind dem Zeitplan sogar voraus\u201c, sagte Cooper.<\/p>\n<p>Umleitung von Ukraine-Milit\u00e4rhilfe m\u00f6glich<\/p>\n<p>Die Erfolgsmeldung des US-Milit\u00e4rs wurde am Donnerstag konterkariert durch neue Berichte, wonach die USA noch mehr Ressourcen im Nahen Osten konzentrieren wollen. Laut \u201eWashington Post\u201c erw\u00e4gt die US-Regierung, f\u00fcr die Ukraine bestimmte Waffen in die Region umzuleiten. Grund daf\u00fcr sei, dass der Krieg im Iran Best\u00e4nde des US-Milit\u00e4rs an besonders wichtiger Munition verbrauche, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei Insider.<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/debatte.orf.at\/stories\/1843277\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img class=\"lazy-loading\"\/><\/p>\n<p>Debatte<\/p>\n<p>         Iran-Krieg: Wie gef\u00e4hrlich ist die Lage?<\/p>\n<p>   <\/a><\/p>\n<p>Die Ukraine w\u00e4re davon hart getroffen. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj warnte am Donnerstag vor einem drohenden Geldmangel f\u00fcr die Armee. Er kritisierte zudem die Aussetzung eines Teils der US-Sanktionen gegen russische \u00d6llieferungen wegen des Iran-Krieges. Aus den Einnahmen k\u00f6nne Moskau den Angriffskrieg weiter finanzieren. \u201eGeld bedeutet Drohnen. Geld bedeutet Menschen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Beratungen nahe Paris<\/p>\n<p>Finnlands Staatschef Alexander Stubb bef\u00fcrchtete gar, dass die von den USA vermittelten Gespr\u00e4che zur Beendigung des Ukraine-Krieges vor dem Aus stehen k\u00f6nnten. \u201eDas k\u00f6nnte am Krieg im Iran liegen, der viel Aufmerksamkeit vom Krieg in der Ukraine ablenkt\u201c, sagte Stubb am Donnerstag der norwegischen Zeitung \u201eVG\u201c. Beide Kriege sind am Donnerstag Thema beim Treffen der Au\u00dfenministerinnen und Au\u00dfenminister der G-7-Staaten nahe Paris. F\u00fcr US-Au\u00dfenminister Marco Rubio ist es seine erste Auslandsreise seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar.<\/p>\n<p>Zwischen Drohung und Diplomatie<\/p>\n<p>Wie es nach fast vier Wochen anhaltenden Krieges am Golf weitergehen k\u00f6nnte, ist unklar. Derzeit bewegen sich die USA zwischen dem Aufbau einer Drohkulisse und diplomatischen Versuchen. \u201eSie verhandeln \u00fcbrigens und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen\u201c, sagte US-Pr\u00e4sident Donald Trump am Mittwoch (Ortszeit) erneut.<\/p>\n<p>Am Donnerstag bekr\u00e4ftigte er nachdr\u00fccklich, dass es Verhandlungen gebe. \u201eDie iranischen Verhandler sind ganz anders und \u201aseltsam\u2018\u201c, so Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. \u201eSie sollten besser bald Ernst machen, bevor es zu sp\u00e4t ist.\u201c Dann gebe es kein Zur\u00fcck, \u201eund das wird nicht sch\u00f6n werden!\u201c<\/p>\n<p>Die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt, drohte ebenso: Zwar gebe es \u201eproduktive\u201c Gespr\u00e4che auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die \u201eH\u00f6lle\u201c im Iran losbrechen zu lassen.<\/p>\n<p>Iran dementiert weiter<\/p>\n<p>Auch das pakistanische Au\u00dfenministerium erkl\u00e4rte auf X, dass indirekte Gespr\u00e4che zwischen den USA und dem Iran im Gange seien. Pakistan \u00fcbermittle Nachrichten zwischen beiden Seiten. Die T\u00fcrkei und \u00c4gypten w\u00fcrden die Bem\u00fchungen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Offiziell dementiert die F\u00fchrung in Teheran aber jede Art von Verhandlungen mit den USA, zuletzt lehnte Au\u00dfenminister Abbas Araktschi Gespr\u00e4che mit Washington ab.<\/p>\n<p>      G-7-Treffen im Zeichen des Iran-Konflikts<\/p>\n<p>Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges treffen einander die Au\u00dfenminister der G-7 nahe Paris, um \u00fcber den Umgang mit dem Konflikt zu beraten. Auch US-Au\u00dfenminister Marco Rubio nimmt teil, w\u00e4hrend Europa noch nach einer gemeinsamen Linie sucht und bereits wirtschaftliche Folgen sp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Israel rechnet mit Waffenruhe durch USA<\/p>\n<p>Israel rechnet laut Medienberichten indes damit, dass Trump bereits am Wochenende im Alleingang eine Waffenruhe mit dem Iran verk\u00fcnden k\u00f6nnte. Der israelische TV-Sender N12 nannte als m\u00f6glichen Zeitpunkt Samstag, das Nachrichtenportal Ynet sp\u00e4testens Mitte kommender Woche. Zuvor wolle man noch m\u00f6glichst viele milit\u00e4rische Erfolge erzielen.<\/p>\n<p>In einer Sitzung mit Regierungschef Benjamin Netanjahu sei eine \u201ePriorisierung von Zielen\u201c beschlossen worden, die Israel vorher unbedingt erreichen wolle, berichtete N12. In Israel werde mit einem solchen Schritt Trumps selbst dann gerechnet, wenn die USA mit Teheran keine klaren Vereinbarungen erzielen k\u00f6nnten. Unklar bleibt, wer in Teheran derzeit \u00fcberhaupt Entscheidungen trifft. Der oberste F\u00fchrer Modschtaba Chamenei zeigte sich bisher nicht in der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Mehrere Angriffswellen binnen Stunden<\/p>\n<p>Die gegenseitigen Angriffe in der Region gingen derweil unvermindert weiter. Der Iran nahm Israel am Donnerstag unter intensiven Raketenbeschuss. In mindestens sieben Wellen binnen rund zwei Stunden flogen laut israelischen Milit\u00e4rangaben iranische Gescho\u00dfe auf Israel. In zahlreichen Gebieten, darunter im Gro\u00dfraum Tel Aviv, in Jerusalem sowie im Norden des Landes, gab es Raketenalarm. Es gab Berichte \u00fcber Verletzte in Tel Aviv sowie in der arabisch gepr\u00e4gten Stadt Kfar Kassem.<\/p>\n<p>Auch vom Libanon aus gab es erneut Beschuss des israelischen Nordens. Beim Vorr\u00fccken der israelischen Armee im S\u00fcdlibanon wiederum wurde ein Soldat get\u00f6tet. Der 21-J\u00e4hrige sei \u201eim Kampf im S\u00fcdlibanon gefallen\u201c, erkl\u00e4rte die israelische Armee.<\/p>\n<p>Tote durch herabfallende Tr\u00fcmmer<\/p>\n<p>In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden zwei Menschen durch herabfallende Tr\u00fcmmerteile einer Rakete get\u00f6tet. Wie das Medienb\u00fcro der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Tr\u00fcmmerteile herabgefallen.<\/p>\n<p>Auch andere Golfstaaten meldeten erneut Beschuss ihres Territoriums. In Kuwait seien feindliche Drohnen abgefangen worden, teilte die staatliche Nachrichtenagentur KUNA mit. Das saudische Verteidigungsministerium berichtete, Gescho\u00dfe in der \u00f6stlichen Region zerst\u00f6rt und abgefangen zu haben.<\/p>\n<p>Die israelische Armee f\u00fchrte eigenen Angaben zufolge \u201egro\u00dfangelegte\u201c Angriffe in weiten Teilen des Iran aus. Dabei sei \u201eInfrastruktur des iranischen Terrorregimes\u201c anvisiert worden, hie\u00df es. Unter anderem h\u00e4tten die israelischen Streitkr\u00e4fte die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen f\u00fcr Raketen und Drohnen sowie ein Gro\u00dfteil der Marine sollen zerst\u00f6rt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":898065,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-898064","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116295244658585876","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/898064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=898064"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/898064\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/898065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=898064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=898064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=898064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}