{"id":8982,"date":"2025-04-05T01:23:13","date_gmt":"2025-04-05T01:23:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8982\/"},"modified":"2025-04-05T01:23:13","modified_gmt":"2025-04-05T01:23:13","slug":"groteske-zollpolitik-trump-trifft-boeing-heftiger-als-airbus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8982\/","title":{"rendered":"Groteske Zollpolitik: Trump trifft Boeing heftiger als Airbus"},"content":{"rendered":"<p>                    Groteske Zollpolitik<br \/>\n                Trump trifft Boeing heftiger als Airbus<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Max Borowski<br \/>\n\t\t\t\t              04.04.2025, 17:06 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00d6konomen warnen, dass Trump der US-Wirtschaft mit seinen Z\u00f6llen schweren Schaden zuf\u00fcgt. Beispiel f\u00fcr die Absurdit\u00e4t dieser Politik ist ausgerechnet der Flugzeugbauer Boeing, der &#8211; bislang &#8211; gr\u00f6\u00dfte Exporteur der USA. <\/strong><\/p>\n<p>Ein goldenes Zeitalter f\u00fcr die US-Industrie will Pr\u00e4sident Donald Trump nach eigener Aussage mit seiner Zollpolitik einl\u00e4uten. Die Steuern auf inzwischen alle Arten von Einfuhren aus allen L\u00e4ndern, sollen unter anderem das Handelsdefizit der USA verringern und gutbezahlte Jobs in der Industrie ins Land &#8222;zur\u00fcckholen&#8220;. Am Beispiel des bisher gr\u00f6\u00dften Exporteurs und eines der wichtigsten industriellen Arbeitgeber der Vereinigten Staaten zeigt sich, wie Trumps Z\u00f6lle genau das Gegenteil bewirken: Der Flugzeugbauer Boeing d\u00fcrfte unter dem nun beginnenden Handelskrieg heftiger leiden als der europ\u00e4ische Rivale Airbus. <\/p>\n<p>Boeings Flugzeuge werden, ganz nach Trumps Geschmack, ausschlie\u00dflich in den USA zusammengebaut. Das sch\u00fctzt den Konzern allerdings keineswegs vor den neuen Z\u00f6llen. Denn ein erheblicher Teil der Komponenten stammt von Zulieferern in anderen L\u00e4ndern. Zulieferungen sind teils sogar mehrfach von Z\u00f6llen betroffen, da die Lieferketten lang und komplex sind. Manche Einzelteile \u00fcberqueren die amerikanischen Grenzen mehrfach, bis sie schlie\u00dflich in den US-Werken im Flugzeug verbaut werden. <\/p>\n<p>Dazu kommt, dass Trump den wichtigsten Rohstoff f\u00fcr den Flugzeugbau, Stahl, schon mit speziellen Einfuhrz\u00f6llen belegt und damit erheblich verteuert hat. Im schlimmsten Fall k\u00f6nnte sich eine Maschine aus Boeings 787-Reihe um bis zu 25 Prozent oder 40 Millionen Dollar verteuern, rechnet der Chef der Leasinggesellschaft AerCap, einer der gr\u00f6\u00dften K\u00e4ufer von Verkehrsflugzeugen weltweit, im US-Fernsehsender CNBC vor. Und f\u00fcgt hinzu: &#8222;Niemand wird das bezahlen wollen.&#8220;<\/p>\n<p>Stahl f\u00fcr Airbus in Europa k\u00f6nnte billiger werden<\/p>\n<p>Einen Gro\u00dfteil seiner, durch die trumpschen Z\u00f6lle k\u00fcnftig deutlich teurer hergestellten Flugzeuge, verkauft Boeing bisher ins Ausland. Das d\u00fcrfte allerdings erheblich schwieriger werden, wenn Amerikas Handelspartner Einfuhren aus den USA mit Gegenz\u00f6llen belegen. China, Boeings wichtigster Auslandsmarkt, hat eine erste Runde entsprechender S<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/China-kuendigt-Gegenzoelle-von-34-Prozent-auf-US-Waren-an-article25680787.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">trafz\u00f6lle<\/a> verh\u00e4ngt. Auch die EU k\u00f6nnte amerikanische Flugzeuge mit Z\u00f6llen belegen. Auf dem eigenen Heimatmarkt k\u00f6nnen Trumps Z\u00f6lle Boeing dagegen kaum Schutz vor ausl\u00e4ndischer Konkurrenz bieten: Der europ\u00e4ische Erzrivale Airbus produziert selbst einen Teil seiner Flugzeuge in den US-Staaten Alabama und Florida. <\/p>\n<p>Zwar ist Airbus in den USA in \u00e4hnlicher Weise von den Z\u00f6llen betroffen wie Boeing, bei den Europ\u00e4ern ist dies aber nur Teil der gesamten Flugzeugproduktion. In anderen M\u00e4rkten k\u00f6nnte Airbus sogar von der Schw\u00e4che des US-Konkurrenten profitieren. Airbus fertigt seine Maschinen sowohl in den USA als auch in Werken in der EU und in China. Der Konzern hat eine hoch-differenzierte Lieferkette mit rund 18.000 Zulieferern, die es Airbus nach eigenen Angaben erm\u00f6glicht, auch einen Gro\u00dfteil der Komponenten vor Ort im jeweiligen Wirtschaftsraum zu beschaffen. W\u00e4hrend Boeing-Maschinen in diesen M\u00e4rkten gleich mehrfach &#8211; durch Trumps Z\u00f6lle auf Zulieferungen und Stahl sowie durch die Gegenz\u00f6lle &#8211; verteuert werden, bleiben Airbus-Flugzeuge weitgehend zollfrei. <\/p>\n<p>Trump k\u00f6nnte sogar daf\u00fcr sorgen, dass die Kosten f\u00fcr Airbus etwas sinken. Die Z\u00f6lle f\u00fcr Stahl-Importe in den USA f\u00fchrt dazu, dass sich die Hersteller etwa in China oder S\u00fcdkorea neue Absatzm\u00e4rkte suchen m\u00fcssen. Experten erwarten deswegen eine verst\u00e4rkte Konkurrenz und sinkende Stahlpreise unter anderem Europa. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Groteske Zollpolitik Trump trifft Boeing heftiger als Airbus Von Max Borowski 04.04.2025, 17:06 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8983,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[7100,3088,175,170,169,29,303,30,212,171,174,173,172,64,55,211],"class_list":{"0":"post-8982","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-airbus-group","9":"tag-boeing","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-exporte","15":"tag-germany","16":"tag-handelskonflikte","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-usa","22":"tag-wirtschaft","23":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114282746114960510","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8982\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}