{"id":899687,"date":"2026-03-27T02:30:15","date_gmt":"2026-03-27T02:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/899687\/"},"modified":"2026-03-27T02:30:15","modified_gmt":"2026-03-27T02:30:15","slug":"gegen-paketflut-billige-online-ware-eu-fuehrt-neue-bearbeitungsgebuehr-ein-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/899687\/","title":{"rendered":"Gegen Paketflut &#8211; Billige Online-Ware: EU f\u00fchrt neue Bearbeitungsgeb\u00fchr ein &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Im Kampf gegen die Flut kleiner Pakete aus Onlinek\u00e4ufen aus Drittstaaten f\u00fchrt die EU eine neue Bearbeitungsgeb\u00fchr ein. Ab 1. November soll die neue Abgabe f\u00fcr jedes im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Internet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Internet<\/a> bestellte und in die EU eingef\u00fchrte Produkt gelten und von den nationalen Beh\u00f6rden erhoben werden. Darauf einigten sich Unterh\u00e4ndler des Europaparlaments und der EU-L\u00e4nder in Br\u00fcssel, wie beide mitteilten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die H\u00f6he der Geb\u00fchr muss noch von der EU-Kommission festgelegt werden. Mit der Abgabe sollen die steigenden Kosten durch die wachsende Zahl kleiner Sendungen aus dem Online-Handel gedeckt werden &#8211; etwa die Sichtung und Kontrolle bei der Einfuhr.<\/p>\n<p>Neue Zollgeb\u00fchren kommen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Bearbeitungsgeb\u00fchr kommt zus\u00e4tzlich zu geplanten neuen Zollgeb\u00fchren. Zwar k\u00f6nnen Pakete mit einem Wert von bis zu 150 Euro bislang zollfrei in die Staatengemeinschaft eingef\u00fchrt werden. Um unerw\u00fcnschten Billigimporten etwas entgegenzusetzen, gilt jedoch ab Juli f\u00fcr jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Abgabe in H\u00f6he von drei Euro. Diese Ma\u00dfnahme soll vor\u00fcbergehend gelten, bis eine neue digitale Plattform zur Abwicklung und Kontrolle an den Start geht und dann alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sind. Derzeit ist das f\u00fcr 2028 geplant.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit dem Abschaffen der Freigrenze soll etwa sichergestellt werden, dass alle H\u00e4ndler &#8211; unabh\u00e4ngig von ihrem Standort &#8211; die gleichen Wettbewerbsbedingungen haben. Ob g\u00fcnstige Produkte durch die neuen Abgaben teurer werden, ist noch unklar. Theoretisch k\u00f6nnten auch die Produzenten oder Importeure die Mehrkosten \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die neuen Regeln d\u00fcrften etwa Online-H\u00e4ndler wie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Shein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shein<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Temu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Temu<\/a>, AliExpress oder auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Amazon\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amazon<\/a> betreffen. Der Online-Handel hat in den vergangenen Jahren zu einem exponentiellen Anstieg bei Lieferungen kleiner Warenpakete mit geringem Wert in die EU gef\u00fchrt. Laut EU-Kommission kamen 2024 t\u00e4glich rund zw\u00f6lf Millionen Pakete in der EU an, deutlich mehr als in den beiden Vorjahren.<\/p>\n<p>Shoppingportale bei Verbrauchern beliebt<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden t\u00e4glich etwa 400.000 Pakete von Shein und Temu an deutsche Kunden verschickt. Der Umsatz der beiden Portale in Deutschland lag 2024 demnach zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden Euro. Laut HDE kauften im vergangenen Jahr mehr als 14 Millionen Menschen hierzulande bei Temu und Shein ein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Temu ist ein Online-Marktplatz, auf dem zahlreiche <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Unternehmen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unternehmen<\/a> verschiedene Waren verkaufen. Das chinesische Unternehmen ist seit Fr\u00fchjahr 2023 in Deutschland aktiv und sorgt immer wieder mit Minipreisen und hohen Rabatten f\u00fcr Aufsehen. Produkte werden h\u00e4ufig direkt vom Hersteller zum Kunden geliefert. Der in China gegr\u00fcndete und heute in Singapur ans\u00e4ssige Modekonzern Shein ist sowohl Hersteller und H\u00e4ndler als auch Marktplatz. Beide Anbieter sind umstritten. Politiker, Handelsvertreter und Verbrauchersch\u00fctzer monieren unter anderem Produktqualit\u00e4t, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Neben der neuen Bearbeitungsgeb\u00fchr sollen weitere Ma\u00dfnahmen im Rahmen der Reform des EU-Zollrahmens daf\u00fcr sorgen, den globalen Handel zu erleichtern, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Z%C3%B6lle\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Z\u00f6lle<\/a> effizienter zu erheben und die Kontrollen von nicht konformen, gef\u00e4hrlichen oder unsicheren Waren zu versch\u00e4rfen, wie die EU-L\u00e4nder mitteilten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260326-930-872710\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Im Kampf gegen die Flut kleiner Pakete aus Onlinek\u00e4ufen aus Drittstaaten f\u00fchrt die EU eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":899688,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,65497,2483,197645,5680,548,663,158,3934,3935,3986,7177,13,4023,198,7176,38083,14,15,16,49677,12,13937,149,13938,173,625,55,211],"class_list":["post-899687","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-aliexpress","tag-amazon","tag-billigwaren","tag-digital","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-handel","tag-handelspolitik","tag-headlines","tag-import","tag-internet","tag-konsum-und-handel","tag-konsumgueter","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-rat-der-europaeischen-union","tag-schlagzeilen","tag-shein","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-temu","tag-unternehmen","tag-verbraucher","tag-wirtschaft","tag-zoelle"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116298791421666430","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/899687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=899687"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/899687\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/899688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=899687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=899687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=899687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}