{"id":89992,"date":"2025-05-06T21:46:10","date_gmt":"2025-05-06T21:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89992\/"},"modified":"2025-05-06T21:46:10","modified_gmt":"2025-05-06T21:46:10","slug":"im-dialog-mit-jaegern-und-landwirten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/89992\/","title":{"rendered":"Im Dialog mit J\u00e4gern und Landwirten"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWie weit ist der Zaunbau?\u201c, \u201eWas genau sind \u201aWei\u00dfe Zonen\u2018?\u201c, \u201eWas muss in Zukunft bei der Ernte wegen ASP beachtet werden?\u201c. Es gibt viele Fragen zur Afrikanischen Schweinepest. Um diese zu beantworten und hintergr\u00fcndig zu informieren, haben lokale Jagdvereine, der Hessische Bauernverband und das HMLU gemeinsam an f\u00fcnf Abenden in den von ASP betroffenen Landkreisen in S\u00fcdhessen eingeladen. Den besonderen Fokus legten die Partner auf den Austausch mit J\u00e4gern und Landwirten. Rund 850 Interessierte kamen zu den Informationsveranstaltungen in Bad Homburg, Grasellenbach, Dietzenbach, Gro\u00df-Gerau und schlie\u00dflich gestern Abend in Kiedrich.<\/p>\n<p>Die ASP-Dialogveranstaltungen dienten den Beteiligten auch als Ausblick in die Zukunft zur Bek\u00e4mpfung des Virus in Hessen. Neben dem fachlichen Austausch ging es vor allem um die zuk\u00fcnftigen Perspektiven f\u00fcr Landwirtschaft und Jagd in den Sperrzonen I und II in den kommenden Monaten.<\/p>\n<p>\u201eAls n\u00e4chster Schritt im Rahmen unserer konsequent verfolgten Strategie beginnt nun eine neue Phase der ASP-Bek\u00e4mpfung\u201c, betonte Staatssekret\u00e4r Michael Ruhl, der an den Abenden gemeinsam mit Vertretern des ASP-F\u00fchrungsstabs aus dem Landwirtschaftsministerium Rede und Antwort zu den Themen Zaunbau, Kadaversuche, verst\u00e4rkte Bejagung und Grundlagen der Seuchenbek\u00e4mpfung stand. Staatssekret\u00e4r Ruhl betonte die Bedeutung eines engen Austauschs mit den Landwirten und J\u00e4gern vor Ort: \u201eNur so wird uns der Kampf gegen die Tierseuche gelingen\u201c, so Ruhl.<\/p>\n<p><strong>Wei\u00dfe Zonen als \u201eSicherheitsg\u00fcrtel\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im Zentrum der Fragen stand auch die Einrichtung der sogenannten Wei\u00dfen Zonen. Eine Wei\u00dfe Zone ist ein Gebiet, das vollst\u00e4ndig wildschweinfrei ist. Sie ist durch feste Z\u00e4une im Abstand zwischen 500 und 2.000 Metern begrenzt. Die Bildung von Wei\u00dfen Zonen als \u201eSicherheitsg\u00fcrtel\u201c dient der r\u00e4umlichen Trennung von infizierten und ASP-freien Gebiet und damit der Unterbrechung der Infektionskette. Sie ist eine wichtige Ma\u00dfnahme im Rahmen der weiteren ASP-Bek\u00e4mpfung, die bei der Bek\u00e4mpfung der ASP in anderen L\u00e4ndern ein entscheidender Erfolgsfaktor war. Auch au\u00dferhalb dieser Zone soll die Wildschweinpopulation durch Bejagung stark reduziert werden. Dazu werden durch die betroffenenen Landkreise Abschusspr\u00e4mien ausgelobt, die durch das Land Hessen auf bis zu 200 Euro verdoppelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ruhl machte deutlich, dass die zu Beginn der Seuche im Juni 2024 getroffenen Ma\u00dfnahmen, die f\u00fcr alle Beteiligten im Hinblick auf Ernte und Jagdaus\u00fcbung massive Einschr\u00e4nkungen mit sich brachten, unerl\u00e4sslich waren Priorit\u00e4t hatte allerdings das Einbremsen des Virusgeschehens in der Region. Ruhl erkl\u00e4rte, dass die Jagd auf Schwarzwild nun wieder aufgenommen werden k\u00f6nne und m\u00fcsse. Grund daf\u00fcr sei die erfolgreiche Eingrenzung der Seuche auf ein begrenztes Gebiet. Die jagdlichen Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Seuche sollen jetzt mit Hochdruck fortgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Staatssekret\u00e4r Ruhl: \u201eK\u00e4mpfen um jeden landwirtschaftlichen Betrieb in Hessen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dank weitreichender Lockerungen k\u00f6nnen auch Landwirte in den Sperrzonen aufatmen: In Gebieten, die bereits vollst\u00e4ndig umz\u00e4unt sind, sollen die Auflagen f\u00fcr Erntema\u00dfnahmen fallen. Sind Gebiete noch nicht vollst\u00e4ndig umz\u00e4unt, muss eine vorherige Drohnen\u00fcberfliegung auf Ackerfl\u00e4chen lediglich im Vorfeld dokumentiert werden. Im vergangenen Jahr ben\u00f6tigten Landwirte noch die Genehmigung zur Ernte. Ausnahmen soll es nur bei der Ernte von Mais geben. Entsprechende Empfehlungen zur Anpassung der Allgemeinverf\u00fcgungen\u00a0 richtete das Ministerium bereits an die verantwortlichen Landkreise und kreisfreien St\u00e4dte. Besonders betroffene Betriebe wurden bereits im Zuge der Sofortsicherung und der Transportkostenentsch\u00e4digung wirksam vom HMLU in Zusammenarbeit mit der Tierseuchenkasse unterst\u00fctzt. Zudem k\u00f6nnen Landwirte \u00fcber ein zus\u00e4tzliches Existenzsicherungsprogramm in K\u00fcrze weitere Hilfen beantragen. \u201eWir k\u00e4mpfen um jeden Betrieb in Hessen\u201c, betonte der Staatssekret\u00e4r.<\/p>\n<p>Das langfristige Ziel ist, die Seuche zu tilgen. Dabei sei man auf pragmatische L\u00f6sungen und die Unterst\u00fctzung aus der Landwirtschaft und J\u00e4gerschaft angewiesen, unterstrich Ruhl abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p><strong>Aktueller Stand ASP in Hessen<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem ersten best\u00e4tigten ASP-Fall am 15. Juni 2024 wurden hessenweit 5.142 Wildschweine bzw. Wildschweinkadaver beprobt. Davon sind 1.998 positiv getestet. F\u00fcr die Kadaversuche wurden in Hessen bislang rund 203.526 Hektar Fl\u00e4che mithilfe von Drohnen und rund 178.708 Hektar mit Suchhunden abgesucht. Der Bau von festen und mobilen Schutzz\u00e4unen schreitet weiterhin z\u00fcgig voran.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWie weit ist der Zaunbau?\u201c, \u201eWas genau sind \u201aWei\u00dfe Zonen\u2018?\u201c, \u201eWas muss in Zukunft bei der Ernte wegen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":89993,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,11334,4615,14,15,12,37163,4544],"class_list":{"0":"post-89992","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-jagd","17":"tag-landwirtschaft","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-tierseuchen","22":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114463085896899397","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89992"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89992\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}