{"id":900079,"date":"2026-03-27T06:07:15","date_gmt":"2026-03-27T06:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/900079\/"},"modified":"2026-03-27T06:07:15","modified_gmt":"2026-03-27T06:07:15","slug":"warm-offen-heimisch-cafe-macht-religioese-vielfalt-erlebbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/900079\/","title":{"rendered":"Warm, offen, heimisch: Caf\u00e9 macht religi\u00f6se Vielfalt erlebbar"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cafe-112.webp.webp\" alt=\"Ein Caf\u00e9-Innenraum mit gro\u00dfem Tresen in der Mitte und zwei Mitarbeitern dahinter\" title=\"Ein Caf\u00e9-Innenraum mit gro\u00dfem Tresen in der Mitte und zwei Mitarbeitern dahinter | NDR\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Warm, offen, heimisch: Caf\u00e9 macht religi\u00f6se Vielfalt erlebbar (5 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 27.03.2026 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Im &#8222;Caf\u00e9 [ein]heimisch&#8220; in Braunschweig kommen Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen zusammen. Die muslimischen Betreiber wollten einen Raum schaffen, in dem Gastfreundschaft mehr ist als ein Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Bita Schafi-Neya<\/p>\n<p class=\"\">Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee h\u00e4ngt in der Luft, gemischt mit Kardamom und einem Hauch von Zitronenschale. An einem Tisch wird leise gelacht, am n\u00e4chsten diskutiert jemand mit ausladenden Gesten. Eine Frau mit Kopftuch bl\u00e4ttert in einer Zeitung, zwei Studenten beugen sich \u00fcber einen Laptop, ein \u00e4lterer Mann r\u00fchrt bed\u00e4chtig in seinem Tee.<\/p>\n<p class=\"\">Mitten in der Braunschweiger Innenstadt hat Aysenur Demir &#8211; zusammen mit ihrem Ehemann &#8211; vor drei Jahren das &#8222;Caf\u00e9 [ein]heimisch&#8220; er\u00f6ffnet. Auf den ersten Blick wirkt es wie viele andere Caf\u00e9s &#8211; und doch ist hier etwas anders: &#8222;Wir achten darauf, dass wir barrierefrei sind, dass alles halal ist, dass auch muslimische Menschen ganz entspannt hier essen k\u00f6nnen. Wir haben eine Spielecke, sodass auch junge Familien mit Kindern sehr gerne hierher kommen. Wir versuchen, dass sich hier jeder wohl f\u00fchlt. Nat\u00fcrlich kann man nicht immer alles abdecken, aber wir geben unser Bestes, sodass sich hier alle wie zu Hause f\u00fchlen&#8220;, sagt Aysenur Demir.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/frauencafe-102.webp.webp\" alt=\"Ein gem\u00fctlich eingerichteter Raum mit B\u00e4nken, Tischen und St\u00fchlen\" title=\"Ein gem\u00fctlich eingerichteter Raum mit B\u00e4nken, Tischen und St\u00fchlen | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das von Nimet T\u00fcrkel gegr\u00fcndete Iqra Caf\u00e9 bietet Frauen einen sicheren Raum f\u00fcr Austausch, Bildung und Gemeinschaft.<\/p>\n<p>    &#8222;Late Night Ramadan&#8220; als bundesweiter Vorreiter<\/p>\n<p class=\"\">Im &#8222;Caf\u00e9 [ein]heimisch&#8220; treffen sich Menschen verschiedener Kulturen und Religionen: Muslime, Christen, Menschen ohne religi\u00f6se Bindung. Studierende, Familien, Nachbarn aus dem Viertel. An der Theke sitzt die die 25-J\u00e4hrige Berra; sie kommt vor allem wegen der Atmosph\u00e4re: &#8222;Ich merke das vor allem bei den Mitarbeiter*innen, weil wir auch verschiedene Religionen und Kulturen haben. Wir kommen ganz oft ins Gespr\u00e4ch. Vor allem wenn wir religi\u00f6se Themen besprechen, haben wir mehr Perspektiven als nur eine einseitige. Es kommt wirklich zu einem interreligi\u00f6sen Dialog, und das ist ganz besonders an dem Caf\u00e9 und auch bei Veranstaltungen wie dem &#8218;Late Night Ramadan&#8216; zum Beispiel.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">W\u00e4hrend andere Caf\u00e9s geschlossen wurden, gingen hier nach dem Fastenbrechen beim &#8222;Late Night Ramadan&#8220; noch einmal die Lichter an. Dann blieben die T\u00fcren an manchen Abenden l\u00e4nger ge\u00f6ffnet. Menschen verschiedener Kulturen kamen zusammen. Seit drei Jahren gibt es dieses Angebot, erz\u00e4hlt Aysenur Demir: &#8222;Meistens sind das eher Bars, die l\u00e4nger ge\u00f6ffnet haben. Also dachten wir: Lasst uns mal ausprobieren, auch nach Iftar zu \u00f6ffnen. Das ist so gut angekommen, dass wir das dann regelm\u00e4\u00dfig gemacht haben. Mittlerweile sind auch sehr viele Caf\u00e9s deutschlandweit dieser Idee nachgegangen. Es kommen teilweise 150, 200, 250 junge Menschen an diesem Abend und quatschen miteinander. Dieser Abend hat eine ganz besondere Atmosph\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ramadan-238.webp.webp\" alt=\"Mehrere Menschen bedienen sich an einem langen B\u00fcffet\" title=\"Mehrere Menschen bedienen sich an einem langen B\u00fcffet | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Kinder an einer Osnabr\u00fccker Schule lernen, dass unterschiedliche Religionen im Alltag ganz selbstverst\u00e4ndlich zusammen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>    Interreligi\u00f6ser Treffpunkt und Ort f\u00fcr Austausch<\/p>\n<p class=\"\">Durch eine unscheinbare T\u00fcr gelangt man in einen separaten Veranstaltungsraum. Kein Nebenraum f\u00fcr private Feiern, sondern ein bewusst geschaffener Ort f\u00fcr Austausch. Hier finden Lesungen statt, Diskussionsabende, kulturelle Formate: &#8222;Dadurch, dass wir nicht nur ein Fr\u00fchst\u00fccks-Caf\u00e9 sind, sondern auch Veranstaltungen anbieten, hat sich das auch zu einem interreligi\u00f6sen Ort entwickelt. Aber unser Hauptkonzept war das nicht am Anfang&#8220;, erkl\u00e4rt Demir.<\/p>\n<p>    &#8222;Es f\u00fchlt sich immer gut an, wenn man hier ist&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Manche brechen hier ihr Fasten, andere setzen sich einfach dazu, bleiben auf einen Tee oder ein Gespr\u00e4ch. So wie die 26-j\u00e4hrige Zelal. F\u00fcr sie ist das Caf\u00e9 l\u00e4ngst mehr als ein Ort zum Verweilen &#8211; eher ein zweites Wohnzimmer: &#8222;Es f\u00fchlt sich hier wirklich heimisch an, es f\u00fchlt sich warm an. Nicht nur die Atmosph\u00e4re, sondern auch die Menschen, alle, die hier arbeiten. Man wird immer mit einem L\u00e4cheln begr\u00fc\u00dft. Es f\u00fchlt sich immer gut an, wenn man hier ist. Dass ein Caf\u00e9 so einen Ort schafft, das finde ich ganz besonders.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Vielleicht ist es gerade diese selbstverst\u00e4ndliche Offenheit zwischen unterschiedlichen Glaubensrichtungen, die dieses Caf\u00e9 besonders macht &#8211; ein Ort, an dem religi\u00f6se Vielfalt nicht trennt, sondern im Alltag miteinander ins Gespr\u00e4ch kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Warm, offen, heimisch: Caf\u00e9 macht religi\u00f6se Vielfalt erlebbar (5 Min) Stand: 27.03.2026 06:00 Uhr Im &#8222;Caf\u00e9 [ein]heimisch&#8220;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":900080,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1850],"tags":[6429,6762,3364,29,197745,548,663,3934,30,15054,13,555,3312,14,15,1411,12],"class_list":["post-900079","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-braunschweig","tag-braunschweig","tag-cafe","tag-de","tag-deutschland","tag-einheimisch","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-glaube","tag-headlines","tag-islam","tag-muslime","tag-nachrichten","tag-news","tag-niedersachsen","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116299644845316756","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/900079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=900079"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/900079\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/900080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=900079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=900079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=900079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}