{"id":90025,"date":"2025-05-06T22:06:12","date_gmt":"2025-05-06T22:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/90025\/"},"modified":"2025-05-06T22:06:12","modified_gmt":"2025-05-06T22:06:12","slug":"verantwortungsvolle-aussenpolitik-und-geeintes-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/90025\/","title":{"rendered":"Verantwortungsvolle Au\u00dfenpolitik und geeintes Europa"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland arbeitet eng mit seinen Partnern in Europa und der Welt zusammen. Um den Umbr\u00fcchen auf dem Globus Rechnung zu tragen, wird die deutsche Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik einem Grundsatz folgen: Deutschland will sich verteidigen k\u00f6nnen, um sich nicht verteidigen zu m\u00fcssen. Dabei bleibt die Bundesregierung dem V\u00f6lkerrecht, der Charta der Vereinten Nationen, dem Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker und den universellen Menschenrechten verpflichtet.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und angesichts der immer komplexeren Weltlage will die Bundesregierung einen <strong>Nationalen Sicherheitsrat<\/strong> im Bundeskanzleramt einrichten. Aufgabe dieses neuen Gremiums wird sein, die Sicherheitspolitik zu koordinieren, Strategieentwicklung und strategische Vorausschau zu leisten und die Willensbildung voranzubringen. Zudem wird ein <strong>Nationaler Krisenstab<\/strong> gegr\u00fcndet und ein <strong>Nationales Lagezentrum<\/strong> im Bundeskanzleramt aufgebaut.\u00a0<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte <strong>Bedrohung<\/strong> f\u00fcr die deutsche und europ\u00e4ische Sicherheit geht derzeit von <strong>Russland<\/strong> aus. Das Land r\u00fcstet weiter massiv auf und f\u00fchrt einen brutalen, v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die <strong>Unterst\u00fctzung<\/strong> der <strong>Ukraine<\/strong> bleibt auch f\u00fcr die neue Bundesregierung von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig setzt sie sich mit ihren Verb\u00fcndeten f\u00fcr eine Strategie hin zu einem nachhaltigen Frieden ein, in dem die Ukraine aus einer Position der St\u00e4rke agieren kann.\u00a0<\/p>\n<p>Beziehungen und Multilateralismus weltweit st\u00e4rken<\/p>\n<p>Das deutsche <strong>Bekenntnis zur Europ\u00e4ischen Union<\/strong> bleibt unverr\u00fcckbar. Im Weimarer Dreieck wird sich die Bundesregierung eng mit den Nachbarn Frankreich und Polen abstimmen. Dies st\u00e4rkt die EU im Ganzen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Multilaterale Organisationen<\/strong> sind essentiell, um gemeinsame Wege in der Au\u00dfenpolitik zu finden und Konflikte friedlich beizulegen. Die Bundesregierung will die Vereinten Nationen st\u00e4rken und setzt auf Partnerschaften in <a class=\"bpa-link-internal\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/schwerpunkte\/nachhaltigkeitspolitik\/wie-funktioniert-eu-2268950\" target=\"_self\" title=\"Gehen Sie zu &quot; Wie funktioniert die EU?&quot; (\u00d6ffnet im aktuellen Fenster)\" rel=\"noopener\">EU<\/p>\n<p><\/a>, <a class=\"bpa-link-internal\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/schwerpunkte\/nachhaltigkeitspolitik\/nato-faq-206618\" title=\"Gehen Sie zu &quot; Verteidigungsb\u00fcndnis und Wertegemeinschaft&quot; (\u00d6ffnet im aktuellen Fenster)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NATO<\/p>\n<p><\/a>, <a class=\"bpa-link-external\" href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/sicherheitspolitik\/osze\/202990\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Zum Internetangebot des Ausw\u00e4rtigen Amts (\u00d6ffnet neues Fenster)\">OSZE<\/p>\n<p><\/a>, <a class=\"bpa-link-internal\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/schwerpunkte\/nachhaltigkeitspolitik\/fragen-und-antworten-g7-2201164\" target=\"_self\" title=\"Gehen Sie zu &quot; Die wichtigsten Fragen und Antworten zu G7&quot; (\u00d6ffnet im aktuellen Fenster)\" rel=\"noopener\">G7<\/p>\n<p><\/a> und <a class=\"bpa-link-internal\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/schwerpunkte\/nachhaltigkeitspolitik\/das-ist-g20-387324\" target=\"_self\" title=\"Gehen Sie zu &quot; Die G20 \u2013 ein \u00dcberblick&quot; (\u00d6ffnet im aktuellen Fenster)\" rel=\"noopener\">G20<\/p>\n<p><\/a>. Sie wird die Kandidatur Deutschlands um einen <strong>nicht-st\u00e4ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat 2027\/28<\/strong> weiter vorantreiben. An einer werte- und interessengeleiteten Entwicklungspolitik h\u00e4lt die Bundesregierung fest, strebt aber grundlegende Ver\u00e4nderungen an, die aktuelle geopolitische und \u00f6konomische Realit\u00e4ten st\u00e4rker abbilden und gestalten.<\/p>\n<p class=\"navToTop\">\n<a class=\"bpa-link\" href=\"#Start\" title=\"Zum Seitenanfang\"><\/p>\n<p>nach oben<br \/>\n<\/a>\n<\/p>\n<p>Verteidigungspolitik im Fokus<\/p>\n<p>Die <strong>NATO<\/strong> ist ein tragender Pfeiler der transatlantischen Partnerschaft und Garant der europ\u00e4ischen Sicherheit. Die Bundesregierung bekennt sich zur nuklearen Teilhabe und einer fairen Lastenteilung. Den europ\u00e4ischen Pfeiler in der NATO will sie st\u00e4rken. Bei der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) wird die Bundesregierung eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Die deutschen <strong>Verteidigungsausgaben<\/strong> sollen deswegen deutlich weiter steigen. Zusammen mit dem Bundestag will die Bundesregierung einen mehrj\u00e4hrigen Investitionsplan f\u00fcr Verteidigung auf den Weg bringen. Au\u00dferdem soll gemeinsam das Planungs- und Beschaffungswesen reformiert und beschleunigt werden. Dadurch wird ein effizienter Einsatz der zus\u00e4tzlichen Mittel m\u00f6glich, die durch die Reform der Schuldenbremse im M\u00e4rz 2025 speziell f\u00fcr Verteidigungsinvestitionen zur Verf\u00fcgung stehen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Bundesregierung will au\u00dferdem ein neues <strong>Wehrdienstmodell<\/strong> einf\u00fchren. Es soll die Bundeswehr attraktiver machen, aber zun\u00e4chst auf Freiwilligkeit basieren. Geplant ist, auch Reserve und Heimatschutz weiter zu st\u00e4rken, indem sie besser ausgestattet, sowie strukturell und gesellschaftlich besser verankert werden.<\/p>\n<p class=\"navToTop\">\n<a class=\"bpa-link\" href=\"#Start\" title=\"Zum Seitenanfang\"><\/p>\n<p>nach oben<br \/>\n<\/a>\n<\/p>\n<p>Europa<\/p>\n<p>Die Bundesregierung wird alle M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen, um die <strong>Handlungsf\u00e4higkeit und strategische Souver\u00e4nit\u00e4t der EU<\/strong> zu st\u00e4rken. Deutschland wird ein starker und verl\u00e4sslicher Partner sein, der sich mit \u00dcberzeugung, Ideen und Engagement einbringt.\u00a0<\/p>\n<p>Die Bundesregierung wird insbesondere die Grundwerte der EU \u2013 wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Gleichheit \u2013 entschlossen verteidigen. Um Rechtsstaatsverst\u00f6\u00dfe effektiver zu bek\u00e4mpfen, sollen die bestehenden Schutzinstrumente intensiver genutzt werden. Dazu geh\u00f6ren Vertragsverletzungsverfahren, die Zur\u00fcckhaltung von EU-Geldern sowie die M\u00f6glichkeit, Mitgliedschaftsrechte wie Stimmrechte im Rat der EU zu suspendieren. Eine Europ\u00e4ische Verteidigungsunion, gemeinsame Regeln f\u00fcr Verteidigungsg\u00fcter und eine engere Abstimmung im Krisenmanagement sind zentrale Ziele der Bundesregierung.<\/p>\n<p class=\"navToTop\">\n<a class=\"bpa-link\" href=\"#Start\" title=\"Zum Seitenanfang\"><\/p>\n<p>nach oben<br \/>\n<\/a>\n<\/p>\n<p>Europas Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Wohlstand<\/p>\n<p>Die <strong>Weiterentwicklung des <\/strong><a class=\"bpa-link-external\" href=\"https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Dossier\/eu-binnenmarkt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Zum Internetangebot des Bundeswirtschaftsministeriums (\u00d6ffnet neues Fenster)\"><strong>Binnenmarkts<\/strong><\/p>\n<p><\/a> \u2013 also der freie Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital innerhalb der EU \u2013 sieht die Bundesregierung als zentrales Element, die europ\u00e4ische Wirtschaftskraft besonders bei Energie, Medizin, Digitalem und Verkehr auszubauen. Es soll auch mehr privates Kapital f\u00fcr Investitionen in europ\u00e4ische Projekte mobilisiert werden.\u00a0<\/p>\n<p>Zudem wird eine Energieunion mit einer st\u00e4rkeren Vernetzung der Energiem\u00e4rkte gef\u00f6rdert. Attraktive Investitionsbedingungen durch vereinfachte Genehmigungsverfahren und B\u00fcrokratieabbau sollen die EU als Industriestandort zus\u00e4tzlich st\u00e4rken.\u00a0<\/p>\n<p>Die Bundesregierung setzt sich zudem f\u00fcr verst\u00e4rkte <strong>Investitionen in Bildung, Forschung, Innovation und Schl\u00fcsseltechnologien<\/strong> wie K\u00fcnstliche Intelligenz und Raumfahrt ein. Das sichert die technologische Souver\u00e4nit\u00e4t Europas. Mitgliedstaaten und Wirtschaft sollen drei Prozent des BIP f\u00fcr Forschung und Entwicklung investieren.<\/p>\n<p class=\"navToTop\">\n<a class=\"bpa-link\" href=\"#Start\" title=\"Zum Seitenanfang\"><\/p>\n<p>nach oben<br \/>\n<\/a>\n<\/p>\n<p>Erweiterung und Reform<\/p>\n<p>Die Erweiterung der Europ\u00e4ischen Union ist wichtig. Sie muss mit EU-internen Reformen einhergehen, um die institutionelle St\u00e4rke und Entscheidungsf\u00e4higkeit zu sichern. Das Konsensprinzip im Europ\u00e4ischen Rat und die Einstimmigkeit im Rat der EU sollen aus Sicht der Bundesregierung effizienter gestaltet werden, unter anderem durch eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit in einem \u201eEuropa der verschiedenen Geschwindigkeiten\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Dialog und Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten sollen intensiviert und dabei auch die Europ\u00e4ische Politische Gemeinschaft als Plattform genutzt werden. Das Vereinigte K\u00f6nigreich bleibt einer der engsten Partner der EU.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland arbeitet eng mit seinen Partnern in Europa und der Welt zusammen. 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