{"id":901560,"date":"2026-03-27T19:43:14","date_gmt":"2026-03-27T19:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/901560\/"},"modified":"2026-03-27T19:43:14","modified_gmt":"2026-03-27T19:43:14","slug":"rats-theater-gladbeck-fuehrte-neues-stueck-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/901560\/","title":{"rendered":"Rats-Theater Gladbeck f\u00fchrte neues St\u00fcck auf"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Rats-Theater Gladbeck\" href=\"https:\/\/neue-gladbecker-zeitung.de\/rats-theater-gladbeck-fuehrte-neues-stueck-auf\/rats-theater-gladbeck-ki_ergebnis\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img fetchpriority=\"high\" width=\"678\" height=\"381\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Rats-Theater-Gladbeck-KI_ergebnis.webp.webp\" class=\"attachment-mh-magazine-content size-mh-magazine-content wp-post-image\" alt=\"Rats-Theater Gladbeck zeigte neues St\u00fcck\" title=\"Rats-Theater Gladbeck\" loading=\"eager\" decoding=\"async\"  \/><\/a><br \/>\nPolitik trifft Theater: Das Rats-Theater in Gladbeck pr\u00e4sentiert ein bemerkenswertes St\u00fcck \u00fcber b\u00fcrgerliche Belange und politische Schauspielerei. Symbolbild: KI<\/p>\n<p>Versuch einer Rezension<br \/>\nVon unserem Gastautor Norbert Thiesing<\/p>\n<p><strong>Gladbeck \u2013 27.03.2026 \u2013 Rats-Theater<\/strong>\u00a0\u2013 Oja, da ist es Gladbecker Politikern im Rats-Theater der <strong><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/www.gladbeck.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Stadt Gladbeck<\/a><\/strong> am Donnerstagnachmittag (26.03.2026) gelungen, ein allseits vergn\u00fcgliches Trauerspiel aufzuf\u00fchren mit dem Titel:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Politik zeigt den B\u00fcrgern, dass Politik sich nicht um sich selber\u00a0dreht. <\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Oder, wie Politik sich ganz altruistisch um die Belange der\u00a0B\u00fcrger k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Abgesehen von den mehr oder weniger guten Leistungen der Politiktheater-Darsteller des gestrigen Nachmittags, stachen zwei Personen in ihren Rollen hervor. Z.B. in der Rolle des 1. B\u00fcrgermeisters Peter Rademacher. Und in der Rolle des ABI-Vorsitzenden Suleyman Kosar. Beide Protagonisten stemmten sich in ihren Monologen gegen die drohende Wendung des Trauerspiels zur Farce.<\/p>\n<p>Sie hatten die undankbaren Rollen, ihre Mitdarsteller daran zu erinnern, dass das Theaterst\u00fcck bei den Zuschauern im Theatersaal und an den Bildschirmen einen schlechten Eindruck machen k\u00f6nnte. Die Theaterfreunde w\u00fcrden Taten f\u00fcr Gladbeck erwarten und keine verbale Politpr\u00fcgelei. Dieser Appell drang nicht vollst\u00e4ndig durch und so kam es zum ersten H\u00f6hepunkt der Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p>Die NGZ-News aus Gladbeck immer sofort auf das Handy?<br \/>Dann abonniere kostenlos den <a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VaAJZdH8F2pIH21PF72X\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">WhatsApp-Kanal<\/a><br \/>\nDie Gladbecker Zusammenfassung des Tages der NGZ?<br \/>Dann abonniere den kostenlosen <a href=\"https:\/\/neue-gladbecker-zeitung.de\/newsletter-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><strong>Newsletter<\/strong><\/a><br \/>\nFolgen Sie uns auf Facebook: <strong><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/NeueGladbeckerZeitung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">NeueGladbeckerZeitung<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Rats-Theater mit Volcan Akcay als zorniger Ratsherr<\/p>\n<p>Volcan Akcay in der Rolle des zornigen Ratsherrn betrat mit donnerbrausendem Auftritt die B\u00fchne. <strong>Und er teilte aus:<\/strong> gegen Rot, gegen Schwarz, gegen Gelb, vom Furor getrieben. Die emotionale Entladung des zornigen Ratsherrn bewegte die Spielleiterin Bettina Weist dann doch zu einem Eingreifen. Sie ermahnte Herrn Akcay, sich zu m\u00e4\u00dfigen und erinnerte an die ablaufende Monologzeit. Den Rest der Zeit ben\u00f6tigte der zornige Ratsherr auch nicht v\u00f6llig, da er sehr schnell deklamiert hatte, aber deswegen auch schwer zu verstehen war.<\/p>\n<p>Den Kontrapunkt zu Akcay setzte im Rats-Theater dann Dustin Tix in der Rolle des smarten und \u00fcberlegenen Fraktionsvorsitzenden, der v\u00f6llig ruhig und gew\u00e4hlt seine Worte setzte. Doch davon blieben beim Rezensenten keine in Erinnerung. Allein der Auftritt war schon souver\u00e4n.<\/p>\n<p>Einzelk\u00e4mpferin mit gelbem G\u00fcrtel<\/p>\n<p>Christiane Dohmann in der Rolle der Einzelk\u00e4mpferin mit gelbem G\u00fcrtel trat engagiert monologisierend auf und versuchte, sich des Akcayschen Angriffs zu erwehren. Dabei flammte dann auch noch Zickenalarm auf zwischen Andrea Niewerth in der Rolle als wechselwarme Historikerin und der gelbg\u00fcrteligen Einzelk\u00e4mpferin.<\/p>\n<p>Dr. Niewerth agierte aus dem OFF. D.h. sie stand nicht in der B\u00fctt, spielte aber von ihrem Sitzplatz im Plenum aus. Es war wohl ein Zwischenruf Niewerths, der Frau Dohmann zu scharfer Entgegnung provozierte. Worum es dabei ging, ist dem Rezensenten leider entgangen. Aber die Stimmung zwischen den beiden Actricen war gespannt.<\/p>\n<p>Ole Steiner bem\u00fchte Max Frisch im Rats-Theater<\/p>\n<p>Kurz vor Ende des 1. Aktes gingen dann nur noch Nebenrollen in die B\u00fctt. Dabei soll Ole Steiner in der Rolle des literaturbegeisterten Youngsters aber nicht unerw\u00e4hnt bleiben. Der junge Darsteller liest in der Schule gerade Max Frischs Drama \u201eBiedermann und die Brandstifter\u201c. Der Untertitel dieses Dramas lautet: Ein Lehrst\u00fcck ohne Lehre.<\/p>\n<p>Daran ankn\u00fcpfend fragt sich der Rezensent, ob aus dem hier in Ans\u00e4tzen beschriebenen Rats-Theaterst\u00fcck eine Lehre zu ziehen sein k\u00f6nnte. Eine direkte Lehre erkennt der Rezensent nicht, aber das Theaterst\u00fcck zeigt, dass in der immer wieder behaupteten Besch\u00e4ftigung der Politik mit sich selbst ein gro\u00dfes Korn Wahrheit steckt.<\/p>\n<p>Der zweite Akt ging dann sehr schnell \u00fcber die Bretter. Die einzelnen TOP-Szenen wurden abgehandelt. Man hatte den Eindruck, die Darsteller hatten ihr Pulver verschossen.<\/p>\n<p>Beim dritten Akt mussten die Zuschauer das Rats-Theater verlassen<\/p>\n<p>Der dritte Akt war dann wiederum nicht \u00f6ffentlich und sehr geheimnisvoll, denn die anwesenden Zuschauer wurden gebeten, das Rats-Theater zu verlassen.<\/p>\n<p>Der Live-Stream wurde abgestellt. Der Vorhang \u00f6ffnete sich nicht mehr, im dritten Akt blieben die Darsteller unter sich. Eigentlich ein Widerspruch. Theater wird doch gespielt f\u00fcr die Zuschauer. Aber hier waren die Politikdarsteller doch mehr Politiker als Darsteller, die dann doch gerne mal hinter geschlossenem Vorhang und unter sich agieren. Da muss der gemeine B\u00fcrgerzuschauer doch besser drau\u00dfen bleiben.<\/p>\n<p>So kann man mit Berthold Brecht schlie\u00dfen: \u201cWir stehen selbst entt\u00e4uscht und sehen betroffen \/ den Vorhang zu und alle Fragen offen.\u201c<\/p>\n<p>Die Gladbecker d\u00fcrfen gespannt sein, welche St\u00fccke im Rats-Theater demn\u00e4chst aufgef\u00fchrt werden. Was wird gegeben werden: eine Trag\u00f6die, ein Lustspiel? Wer wei\u00df. Was die Gladbecker aber mit Sicherheit nicht sehen wollen, sind Schmierenkom\u00f6dien mit Selbstdarstellern, die versuchen, Mitspielende an die Wand zu spielen.<\/p>\n<p><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/neue-gladbecker-zeitung.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Politik trifft Theater: Das Rats-Theater in Gladbeck pr\u00e4sentiert ein bemerkenswertes St\u00fcck \u00fcber b\u00fcrgerliche Belange und politische Schauspielerei. 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