{"id":901943,"date":"2026-03-27T23:20:15","date_gmt":"2026-03-27T23:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/901943\/"},"modified":"2026-03-27T23:20:15","modified_gmt":"2026-03-27T23:20:15","slug":"reiche-will-der-industrie-hoeheren-co2-ausstoss-erlauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/901943\/","title":{"rendered":"Reiche will der Industrie h\u00f6heren CO2-Aussto\u00df erlauben"},"content":{"rendered":"<p><img post-id=\"102017\" fifu-featured=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/dts_image_79166_jnkmsbmhfm_348_800_600.jpg\" alt=\"Reiche will der Industrie h\u00f6heren CO2-Aussto\u00df erlauben\" title=\"Reiche will der Industrie h\u00f6heren CO2-Aussto\u00df erlauben\" width=\"100%\" align=\"LEFT\"\/><br \/>Foto: Evonik Industries (Archiv), via dts Nachrichtenagentur<\/p>\n<p>Berlin (dts Nachrichtenagentur) \u2013 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will der Industrie einen h\u00f6heren CO2-Aussto\u00df erlauben.<\/p>\n<p>\u201eWir haben der Kommission empfohlen, nicht weiter Zertifikate aus dem Markt zu nehmen und somit den CO2-Preis nicht zu treiben\u201c, sagte Reiche der \u201eBild\u201c (Samstagausgabe) mit Blick auf den EU-Emissionshandel f\u00fcr die Sektoren Energie und Industrie (EU-ETS 1). \u201eZun\u00e4chst erst mal f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre, weil wir an dieser Stelle nicht nur w\u00e4hrend der Krise, sondern auch f\u00fcr eine Phase wirtschaftlicher Belastungen in Europa insgesamt Stabilit\u00e4t brauchen.\u201c<\/p>\n<p>Der Emissionshandel sei \u201eunter gro\u00dfem Druck\u201c, so Reiche. \u201eIch h\u00f6re, dass die Kommission sich tats\u00e4chlich bewegen will.\u201c<\/p>\n<p>Im Europ\u00e4ischen Emissionshandelssystem f\u00fcr die Sektoren Industrie und Energie gibt es eine Obergrenze f\u00fcr CO2-Emissionen. Pro Tonne CO2-\u00c4quivalente, die etwa beim Verbrennen von Gas emittiert wird, m\u00fcssen die betroffenen Unternehmen Zertifikate kaufen. Diese Zertifikate wurden \u00fcber mehrere Jahre aufgeteilt, sodass die Menge an Zertifikaten \u2013 und damit an CO2-Emissionen \u2013 j\u00e4hrlich sinkt.<\/p>\n<p>Senken die betroffenen Unternehmen ihre Nachfrage langsamer als das Angebot sinkt, steigt der Preis der Zertifikate. \u00d6konomischen Sch\u00e4tzungen zufolge m\u00fcsste der Preis f\u00fcr Zertifikate von aktuell rund 80 Euro mittelfristig auf 200 bis 300 Euro steigen, um den Industriesektor vollst\u00e4ndig zu dekarbonisieren. Wird die Zahl der Zertifikate von Jahr zu Jahr konstant gehalten, f\u00fchrt das entweder dazu, dass der CO2-Aussto\u00df im Vergleich zu den bisherigen Planungen erh\u00f6ht wird, oder dass sp\u00e4ter in k\u00fcrzerer Zeit mehr eingespart werden muss \u2013 wodurch es wiederum zu heftigeren Preisspr\u00fcngen kommen kann.<\/p>\n<p>Reiche will zudem erreichen, dass weiterhin kostenlos CO2-Zertifikate an Unternehmen zugeteilt werden. Auch das habe sie mit der Kommission besprochen. Es gebe die \u201edringende Bitte der energieintensiven Unternehmen, der Chemie, der Stahlindustrie, der Papierindustrie, der Zementindustrie, dass sie CO2-Zertifikate nicht blo\u00df bis Anfang der 30er-Jahre, sondern bis in die 40er-Jahre sicher zugeteilt zu bekommen, um durch den CO2-Preis nicht zus\u00e4tzlich belastet zu werden\u201c, sagte Reiche.<\/p>\n<p>Nach den bisherigen Pl\u00e4nen soll die j\u00e4hrliche Zertifikatemenge ab 2028 um 4,4 Prozent pro Jahr sinken, sodass sp\u00e4testens ab 2040 keine Zertifikate mehr verteilt werden. Die Einnahmen aus dem ersten Zertifikatehandel (ETS 1) flie\u00dfen in Deutschland in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem beispielsweise der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gef\u00f6rdert wird. Eine kostenlose Zuteilung von Zertifikaten w\u00fcrde also die k\u00fcnftigen Einnahmen verringern und damit auch die Mittel zur Unterst\u00fctzung der Dekarbonisierung betroffener Branchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: Evonik Industries (Archiv), via dts Nachrichtenagentur Berlin (dts Nachrichtenagentur) \u2013 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will der Industrie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":901944,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,147,296,1937,29,30,1940,1938,16,55],"class_list":{"0":"post-901943","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-ausland","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-politik","18":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116303706690468152","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/901943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=901943"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/901943\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/901944"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=901943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=901943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=901943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}