{"id":903534,"date":"2026-03-28T14:52:20","date_gmt":"2026-03-28T14:52:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/903534\/"},"modified":"2026-03-28T14:52:20","modified_gmt":"2026-03-28T14:52:20","slug":"ulmen-wehrt-sich-gegen-deepfake-vorwuerfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/903534\/","title":{"rendered":"Ulmen wehrt sich gegen Deepfake-Vorw\u00fcrfe"},"content":{"rendered":"<p>Der Anwalt von Schauspieler Christian Ulmen, Christian Schertz, hat Deepfake-Vorw\u00fcrfe gegen seinen Mandanten zur\u00fcckgewiesen. \u201eUnser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und\/oder verbreitet\u201c, teilte Schertz in einer schriftlichen Erkl\u00e4rung mit. \u201eNach derzeitiger Kenntnis wird dieser Vorwurf, anders als teilweise verlautbart, auch \u00fcberhaupt nicht erhoben. Mit der aktuell gef\u00fchrten Debatte \u00fcber Strafbarkeitsl\u00fccken bei Deepfake-Pornografie stehen die Geschehnisse mithin in keinem Zusammenhang\u201c, erkl\u00e4rte der Medienanwalt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Ex-Frau von Ulmen, die Moderatorin Collien Fernandes, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Identitaetsdiebstahl-im-Netz-Schauspielerin-Collien-Fernandes-zeigt-Ex-Mann-an-11218580.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wirft dem Schauspieler im \u201eSpiegel\u201c<\/a> vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und dar\u00fcber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Das Nachrichtenmagazin zitiert Fernandes mit: \u201eMir wurde \u00fcber Jahre mein K\u00f6rper geklaut.\u201c Schertz k\u00fcndigte zugleich an (<a href=\"https:\/\/www.schertz-bergmann.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/260327_Presseerklaerung_fuer_Christian_Ulmen.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">PDF<\/a>), aktuell gegen die \u201einitiale Berichterstattung\u201c des Spiegels gerichtliche Schritte einzuleiten. N\u00e4her ins Detail ging er dabei nicht. F\u00fcr Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.<\/p>\n<p>Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt<\/p>\n<p>Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein die Ermittlungen nach einer Strafanzeige von Fernandes wieder aufgenommen hat. Nach dem Spiegel-Bericht, in dem Fernandes schwere Vorw\u00fcrfe gegen ihren Ex-Partner erhoben hatte, seien die Ermittlungen in dem eingestellten Verfahren wieder aufgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Auswertung der Berichterstattung habe zur \u201eBejahung eines Anfangsverdachts\u201c gegen Ulmen gef\u00fchrt, hie\u00df es. Die Ermittlungen richteten sich \u201enunmehr gegen die benannte Person\u201c.<\/p>\n<p>Das Verfahren beziehe sich auf den Vorwurf der Nachstellung. Inwieweit weitere Straftatbest\u00e4nde in Betracht kommen, werde gepr\u00fcft. Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, sieht das Strafgesetzbuch bei Nachstellung im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Itzehoer Staatsanwaltschaft hatte die Gesch\u00e4digte im November 2024 bei der Polizei in Berlin Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Eine ihr unbekannte Person solle unberechtigt Fake-Accounts erstellt und betrieben haben, hie\u00df es in der Pressemitteilung. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hatte das Verfahren \u00fcbernommen, \u201eweil die angezeigte Handlung wohl innerhalb unseres Zust\u00e4ndigkeitsbereiches durch die Anzeigende zur Kenntnis genommen worden ist\u201c, hatte Oberstaatsanwalt Peter M\u00fcller-Rakow zuvor gesagt. Sie sei darum gebeten worden, f\u00fcr die Ermittlungen relevante Unterlagen zu \u00fcbersenden. Da sie der Bitte nicht nachgekommen sei und somit Ermittlungsans\u00e4tze zur Identifizierung des T\u00e4ters gefehlt h\u00e4tten, sei das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Itzehoe eingestellt worden. Fernandes hatte im Tagesspiegel dieser Darstellung widersprochen.<\/p>\n<p>Das sind die Hintergr\u00fcnde<\/p>\n<p>Fernandes hatte auf Mallorca Anzeige erstattet, wie eine Justizsprecherin auf der spanischen Mittelmeerinsel der Nachrichtenagentur dpa am 19. M\u00e4rz best\u00e4tigte. Ulmens Anwalt teilte dazu am Abend mit: \u201eHeute hat das spanische Gericht zudem mitgeteilt, dass das Verfahren in Spanien ausgesetzt wurde, da es an einer wesentlichen qualifizierten Voraussetzung f\u00fcr die Fortsetzung des Verfahrens fehlt.\u201c Auch s\u00e4mtliche Ermittlungshandlungen seien damit ausgesetzt. Die spanische Justizsprecherin war am Abend telefonisch zun\u00e4chst nicht zu erreichen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Schauspielerin hatte in dem Spiegel-Bericht schwere Vorw\u00fcrfe gegen Ulmen erhoben, dabei ging es auch um k\u00f6rperliche Gewalt. Dazu teilte Ulmens Anwalt mit: \u201eEs kam zu keinerlei einseitigen Gewalthandlungen und\/oder Bedrohungen unseres Mandanten.\u201c Schertz sprach von \u201ek\u00f6rperlicher Gewalt an unserem Mandanten, der eine Verletzung am Hals aufwies\u201c. Fernandes schrieb am Abend bei Instagram: \u201eEs gibt Bilder meiner blauen Flecken. Ich wurde von einer \u00c4rztin der Justiz ausgezogen.\u201c Ulmen habe \u201eeinen kleinen Kratzer am Hals (weil mir ein Nagel eingerissen war)\u201c gehabt und \u201ehat selbst der Polizei gegen\u00fcber ge\u00e4u\u00dfert, dass ich ihm keinerlei Gewalt angetan habe\u201c. Seit Bekanntwerden der Vorw\u00fcrfe gibt es bundesweit eine gro\u00dfe Diskussion \u00fcber digitale und sexualisierte Gewalt gegen Frauen \u2013 und breite Medienberichterstattung dar\u00fcber. Tausende Menschen zog es bei Demonstrationen auf die Stra\u00dfe, etwa in Hamburg f\u00fcr mehr Schutz f\u00fcr Opfer sexualisierter Gewalt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nie@heise.de\" title=\"Nico Ernst\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nie<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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