{"id":90608,"date":"2025-05-07T03:31:09","date_gmt":"2025-05-07T03:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/90608\/"},"modified":"2025-05-07T03:31:09","modified_gmt":"2025-05-07T03:31:09","slug":"handelsstreit-eu-bereitet-gegenzoelle-auf-us-waren-im-wert-von-100-milliarden-euro-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/90608\/","title":{"rendered":"Handelsstreit: EU bereitet Gegenz\u00f6lle auf US-Waren im Wert von 100 Milliarden Euro vor"},"content":{"rendered":"<p>Im Handelskrieg mit den USA bereitet die EU m\u00f6gliche Gegenma\u00dfnahmen vor. Laut einem Bericht plant sie, zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf US-Waren im Wert von etwa 100 Milliarden Euro zu erheben, sollten die Gespr\u00e4che mit den USA scheitern. Profitieren k\u00f6nnte davon eine andere Supermacht.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im seit Wochen schwelenden Handelskonflikt mit der US-Regierung gibt sich die Europ\u00e4ische Union (EU) demonstrativ gelassen \u2013 und arbeitet an massiven Gegenz\u00f6llen, sollte es mit Amerika nicht zu einer Einigung kommen. So ist die EU nach Darstellung von Handelskommissar Maros Sefcovic unter keinem Druck, \u00fcberst\u00fcrzt mit den USA einen schlechten Deal im Zollstreit einzugehen. \u201eWir f\u00fchlen uns nicht schwach\u201c, sagte Sefcovic am Dienstag. Es m\u00fcsse keine L\u00f6sung akzeptiert werden, die f\u00fcr die EU-Seite nicht fair w\u00e4re. <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union solle mit anderen L\u00e4ndern ihre Handelsbeziehungen vertiefen und versp\u00fcre ein gro\u00dfes Interesse in unterschiedlichen Wirtschaftsregionen, so der Handelskommissar. Der L\u00f6wenanteil des internationalen Handels entfalle auf andere Staaten au\u00dferhalb der USA. So gebe es bereits mit Indien, Indonesien, Thailand und Malaysia Verhandlungen \u00fcber Freihandelsabkommen. Diese laufen zum Teil aber schon seit vielen Jahren, ohne dass eine schnelle Einigung absehbar ist.<\/p>\n<p>In den kommenden Wochen bis Anfang Juli will die aus 27 L\u00e4ndern bestehende EU m\u00f6gliche Gegenma\u00dfnahmen im Handelskrieg mit den USA vorbereiten. Die neuen US-Z\u00f6lle von Pr\u00e4sident Donald Trump w\u00fcrden derzeit 70 Prozent der europ\u00e4ischen Exporte in die USA betreffen, sagte Sefcovic vor Abgeordneten im EU-Parlament. Es k\u00f6nnten 97 Prozent werden, sollten weitere Branchen ins Visier genommen werden. Die USA drohen unter anderem noch mit Sonderz\u00f6llen auf Pharmaprodukte und Halbleiter.<\/p>\n<p>Trump hat seit seiner R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus im Januar gegen fast alle Handelspartner hohe Sonderz\u00f6lle erlassen. Besonders stark hat sich die Spirale aus Z\u00f6llen und Gegenz\u00f6llen mit China hochgeschaukelt. Die Europ\u00e4ische Union hat zwar bereits einige Gegenma\u00dfnahmen in Kraft gesetzt, diese dann aber wieder ausgesetzt, um Zeit f\u00fcr Verhandlungen zu lassen. Auch die USA hatten einige der neuen Z\u00f6lle f\u00fcr 90 Tage auf Eis gelegt. Die Verhandlungen sind jetzt bis zum 8. Juli angesetzt.<\/p>\n<p>\u201eAlle Optionen bleiben auf dem Tisch\u201c, sagte Sefcovic. Der eindeutig bevorzugte Weg der EU sei eine Verhandlungsl\u00f6sung. \u201eWir brauchen jetzt die Bereitschaft der USA, Fortschritte auf dem Weg zu einer fairen und ausgewogenen L\u00f6sung zu machen.\u201c Trump hat 25-prozentige Importz\u00f6lle auf Autos, Stahl und Aluminium aus der EU verh\u00e4ngt. Hinzu kommen pauschale Z\u00f6lle von zehn Prozent auf fast alle anderen Produkte. Diese k\u00f6nnten auch noch auf 20 Prozent erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Die Agentur Bloomberg meldete, die EU plane zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf US-Waren im Wert von etwa 100 Milliarden Euro zu erheben, falls die laufenden Handelsgespr\u00e4che scheiterten. Die geplanten Vergeltungsma\u00dfnahmen sollen den Mitgliedstaaten demnach am Mittwoch erl\u00e4utert werden. Die Konsultationen werden im Anschluss nach Angaben aus EU-Kreisen voraussichtlich einen Monat dauern, bevor die Liste endg\u00fcltig festgelegt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>China will n\u00e4her an EU r\u00fccken<\/p>\n<p>In die L\u00fccke, die Trump mit seinem Vorgehen gegen langj\u00e4hrige Partner der USA rei\u00dft, will <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article256000738\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article256000738&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China vorsto\u00dfen<\/a>. Ein Sprecher des Au\u00dfenministeriums in Peking sagte am Dienstag, die Volksrepublik w\u00fcrde Besuche von EU-Ratspr\u00e4sident Antonio Costa und Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zur gegebenen Zeit begr\u00fc\u00dfen. Es werde noch in diesem Jahr hochrangige Gespr\u00e4che mit der EU geben \u2013 zu den Themen Wirtschaft und Handel, gr\u00fcnen Technologien und der Digitalisierung.<\/p>\n<p>Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge ist Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping bereit f\u00fcr Treffen mit den Spitzen der EU. \u201eGesunde und stabile Beziehungen zwischen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article255991206\/Annaeherung-an-China-Das-kleinere-Uebel.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/politik\/ausland\/article255991206\/Annaeherung-an-China-Das-kleinere-Uebel.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China und der E<\/a>U f\u00f6rdern nicht nur die beiderseitigen Errungenschaften, sondern werfen auch ein Licht auf die Welt\u201c, wurde Xi zitiert. Er forderte die EU auf, sich gegen aggressives Vorgehen einzelner L\u00e4nder zu stemmen. Die USA nannte Xi dabei aber nicht namentlich.<\/p>\n<p>Trump hat die neuen Z\u00f6lle unter anderem mit dem gro\u00dfen Handelsdefizit der USA begr\u00fcndet. Im M\u00e4rz stand ein Rekordminus zu Buche. Die L\u00fccke zwischen Im- und Exporten weitete sich auf 140,5 Milliarden Dollar aus, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Dies war ein Zuwachs um 14 Prozent gegen\u00fcber dem Vormonat, als ein Defizit von 123,2 Milliarden Dollar aufgelaufen war. <\/p>\n<p>rtr\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Handelskrieg mit den USA bereitet die EU m\u00f6gliche Gegenma\u00dfnahmen vor. 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