{"id":907558,"date":"2026-03-30T07:26:14","date_gmt":"2026-03-30T07:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/907558\/"},"modified":"2026-03-30T07:26:14","modified_gmt":"2026-03-30T07:26:14","slug":"wenn-der-klapperstorch-uebergepaeck-dabei-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/907558\/","title":{"rendered":"Wenn der Klapperstorch \u00dcbergep\u00e4ck dabei hat"},"content":{"rendered":"<p>30.03.2026<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Bei Tina und Christian M. ist seit dem 6. Juni 2025 alles anders. An diesem Tag wurden ihre Kinder Lukas, Lisa und Lara geboren \u2013 als erste Drillinge des Jahres. Wie es ist, auf einen Schlag eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Familie zu sein, warum das \u201eL-Team\u201c im Klinikum N\u00fcrnberg auf die Welt kam und was es mit der P\u00e4ppel-Station auf sich hat, lesen Sie hier.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>10.08 Uhr, 10.09 Uhr, 10.11 Uhr: Am 6. Juni 2025 ging es Schlag auf Schlag. Rund eine halbe Stunde dauerte die Geburt \u2013 dann waren Lukas, Lisa und Lara da. In der 31. Schwangerschaftswoche per geplantem Kaiserschnitt auf die Welt geholt und damit ein bisschen zu fr\u00fch \u2013 aber grunds\u00e4tzlich gesund und wohlauf.<\/p>\n<p>\u201eDa wir bei der letzten Untersuchung festgestellt hatten, dass Laras Zustand problematischer wurde, haben wir gemeinsam mit der Familie entschieden, nicht l\u00e4nger zu warten\u201c, erinnert sich Dr. Evelyn Hauenstein, Bereichsleiterin der Abteilung Geburtshilfe in der Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde. Lara ist von den dreien die Kleinste und brauchte sofort nach der Geburt eine Atemunterst\u00fctzung, da die Lunge noch nicht ganz ausgereift war.<\/p>\n<p>\u201eEs ist normal, dass Drillinge vor dem Termin auf die Welt kommen und dass sie nach der Geburt auf der neonatalogischen Intensivstation versorgt werden. Sie sind in der Regel deutlich kleiner und schw\u00e4cher als Einzel-Babys und brauchen erst mal eine Rundum-Betreuung\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Evelyn Hauenstein. \u201eLukas, Lisa und Lara konnten jedoch schon sehr bald auf unsere sogenannte P\u00e4ppel-Station verlegt werden. Das ist ein eigenes Zimmer f\u00fcr Fr\u00fchchen, die zu fit sind f\u00fcr die eigentliche Intensivstation \u2013 das Zimmer ist aber auch mit der n\u00f6tigen intensivmedizinischen Technik ausgestattet. Hier k\u00f6nnen die Kleinen ganz in Ruhe ins Leben starten und mit den Eltern zusammen sein.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Hauenstein leitet seit Jahresbeginn die Geburtshilfe am N\u00fcrnberger S\u00fcdklinikum. Die geb\u00fcrtige N\u00fcrnbergerin bringt umfangreiche Expertise mit: Sie ist Fach\u00e4rztin f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe und neben dem Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin tr\u00e4gt sie die Zusatzbezeichnung medikament\u00f6se Tumortherapie. Vor allem aber brennt sie f\u00fcr die Pr\u00e4nataldiagnostik und die ganz praktische Geburtshilfe, von der nat\u00fcrlichen Geburt bis zu Beckenendlagen oder eben Mehrlingsgeburten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Expertise f\u00fcr Mehrlingsgeburten<\/p>\n<p>Letztere sind keine Seltenheit im Klinikum N\u00fcrnberg. 2024 kamen 100-mal Zwillinge zur Welt, dreimal gab es sogar Drillinge. In diesem Jahr sind Lukas, Lisa und Lara das erste Baby-Trio. \u201eMehrlingsgeburten sind nat\u00fcrlich immer eine besondere Herausforderung f\u00fcr uns in der Geburtshilfe, aber wir haben auch viel Erfahrung und dank der kurzen Wege zu allen kindermedizinischen Disziplinen eine bestm\u00f6gliche Infrastruktur\u201c, sagt Dr. Evelyn Hauenstein. Im Klinikum N\u00fcrnberg mit dem Perinatalzentrum der h\u00f6chsten Versorgungsstufe sei man auf Mehrlinge deshalb sehr gut vorbereitet, auch gebe es das entsprechend geschulte Personal. \u201eEltern, die Mehrlinge erwarten, k\u00f6nnen bei uns auf eine rundum sichere Geburt vertrauen. Ich freue mich jedes Mal, wenn das wie bei der Familie M. so gut klappt.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Entspannter als gedacht<\/p>\n<p>Gut klappen \u2013 das tut es inzwischen auch im Alltag der jungen Gro\u00dffamilie. Sie h\u00e4tten sich inzwischen \u201eeingegrooved\u201c, sagen die Eltern. Gut sechs Wochen nach der Geburt konnten Lukas, Lisa und Lara nach Hause. Noch einen Monat sp\u00e4ter, Mitte August, sind sie schon ordentlich gewachsen. \u201eLukas wiegt inzwischen vier Kilo, Lisa 3,6 und Lara 3,7 \u2013 alle haben seit der Geburt schon mehr als zwei Kilo zugenommen\u201c, berichtet Tina M.. Das Stillen allein reicht nicht, die 36-J\u00e4hrige stockt mit Pre-Milch auf. Beruflich hat sich die Wirtschaftsingenieurin mit ihrem Mann arrangiert. Sie ist jetzt in Elternzeit, er arbeitet viel im Homeoffice. \u201eIrgendwie hat immer einer von uns ein Baby auf dem Arm, aber es ist entspannter, als wir dachten\u201c, berichtet Tina M.<\/p>\n<p>Nicht ganz so entspannt war dagegen der Moment, als sie erfuhren, dass sie Eltern von Drillingen werden. \u201eWir hatten uns nach vielen erfolglosen Versuchen f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Befruchtung entschieden. Da sind Zwillinge nicht ausgeschlossen, damit haben wir gerechnet. Als der Arzt dann aber ganz fr\u00fch in der Schwangerschaft drei Herzt\u00f6ne feststellte, musste ich im ersten Moment schon kurz schlucken. Denn eigentlich wollten wir als Eltern nicht in Unterzahl geraten\u201c, sagt Tina M. lachend.<\/p>\n<p>Immerhin: Tina und Christian M. konnten sich (und ihre Wohnung in F\u00fcrth) fr\u00fchzeitig darauf vorbereiten, pl\u00f6tzlich ein F\u00fcnfer-Team zu werden. Und in vielen Fragen tauschen sie sich mit anderen Eltern im ABC-Club, einem Netzwerk f\u00fcr Mehrlings-Eltern, aus. Auch die Namensfindung fiel nicht schwer. \u201eMein Mann wachte mitten in der Nacht auf und hatte die Idee\u201c, erinnert sich Tina M. Kurze Namen sollten es sein, Namen, die man auf der ganzen Welt richtig aussprechen kann, und Namen, die mit demselben Buchstaben beginnen: Lukas, Lisa, Lara.<\/p>\n<p>Wenn sie an die Schwangerschaft und die Geburt im Klinikum N\u00fcrnberg zur\u00fcckdenkt, f\u00e4llt Tina M. vor allem eines ein: Dankbarkeit. \u201eNachdem klar war, dass es Drillinge werden, stand schnell fest, dass wir ins S\u00fcdklinikum gehen. Ich habe mich hier wirklich sehr gut aufgehoben gef\u00fchlt \u2013 vor allem, als sich zeigte, dass sich Lara langsamer entwickelte als die anderen beiden, und ich am Ende w\u00f6chentlich zur Kontrolluntersuchung hier war. Das Team von Dr. Hauenstein war sehr verst\u00e4ndnisvoll und hat mir nicht einen Moment das Gef\u00fchl vermittelt, Angst haben zu m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Auch bei der Entscheidung, die Geburt auf den 6. Juni zu terminieren, f\u00fchlte sich Tina M. gut beraten. \u201eLaras Zustand ist ab der 23. Schwangerschaftswoche kritisch geworden. Klar wollten wir so lange wie m\u00f6glich warten, haben aber dann entschieden, die Kleinen zu holen und nicht \u00fcber Pfingsten einen Not-Kaiserschnitt zu riskieren.\u201c Die Geburt verlief dann schnell und ohne Probleme, Papa Christian war dabei. \u201eWir waren \u00fcbergl\u00fccklich, als wir alle drei schreien h\u00f6rten. Das war f\u00fcr uns ein gutes Zeichen\u201c, sagt Tina M.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Schwere Abschiede<\/p>\n<p>Ein bisschen schwer war es dann f\u00fcr die jungen Eltern, als sie Lukas, Lisa und Lara zun\u00e4chst allein im Krankenhaus lassen mussten. \u201eNachdem ich von der Wochenstation entlassen worden war, lagen unsere drei ja zuerst auf der Intensivstation und dann im P\u00e4ppel-Zimmer\u201c, erz\u00e4hlt Tina M. \u201eWir waren so oft und so lang es ging bei ihnen und haben auch dort \u00fcbernachtet. Trotzdem f\u00e4llt der Abschied jedes Mal sehr schwer. Aber ich wusste ja, dass unser Trio in den allerbesten H\u00e4nden ist.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Bild: Dr. Evelyn Hauenstein, Bereichsleiterin der Geburtshilfe in der Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde (l.) mit der Drillings-Mama Tina M. auf der sogenannten &#8222;P\u00e4ppel-Station&#8220;. Im Hintergrund schlummern Lukas, Lisa und Lara in ihren Bettchen.\u00a0<\/p>\n<p>Foto: Julia Peter \/ Klinikum N\u00fcrnberg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30.03.2026 \u00a0 Bei Tina und Christian M. ist seit dem 6. Juni 2025 alles anders. 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