{"id":908265,"date":"2026-03-30T14:02:16","date_gmt":"2026-03-30T14:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/908265\/"},"modified":"2026-03-30T14:02:16","modified_gmt":"2026-03-30T14:02:16","slug":"grossbritannien-wir-werden-bis-aufs-blut-ausgesaugt-ein-gruener-hypnosetherapeut-sitzt-nigel-farage-im-nacken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/908265\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien: \u201eWir werden bis aufs Blut ausgesaugt\u201c \u2013 Ein gr\u00fcner Hypnosetherapeut sitzt Nigel Farage im Nacken"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem \u00d6ko-Populismus begann der Aufstieg der Gr\u00fcnen in Gro\u00dfbritannien. Inzwischen hat Parteichef Zack Polanski den Kampf gegen die Milliard\u00e4re f\u00fcr sich entdeckt \u2013 f\u00fcr den gr\u00fcnen Erfolg m\u00fcssen andere britische Parteien kr\u00e4ftig Federn lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Steigende Strom- und Gaspreise als Folge des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/iran-politik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/iran-politik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran-Kriegs<\/a>? Das muss nicht sein. Wem das Losgl\u00fcck hold ist, der kann in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/grossbritannien-politik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/grossbritannien-politik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfbritannien<\/a> nicht nur die Energiekosten im eigenen Haus gezahlt bekommen, sondern gleich die aller Nachbarn in der Stra\u00dfe. So sieht es der Wettbewerb \u201eNigel cuts my bills\u201c vor, den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nigel-farage\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nigel-farage\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nigel Farage<\/a>, Parteichef der rechtspopulistischen britischen Partei Reform UK, ausgelobt hat.\u00a0<\/p>\n<p>Trotz solcher Gimmicks: Die Zustimmung zu <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.reformparty.uk\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.reformparty.uk\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Reform UK<\/a> ist r\u00fcckl\u00e4ufig. Seit Sommer 2025 hatte die Partei in Wahlumfragen regelm\u00e4\u00dfig um die 30 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Die beiden traditionellen Regierungsparteien, die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tories\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tories\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Konservativen <\/a>und die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/labour-party\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/labour-party\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Labour-Partei<\/a>, schafften es gerade noch auf rund 20 Prozent. Doch seit Jahresanfang fallen die Werte f\u00fcr Reform kontinuierlich ab. 26 Prozent sind es aktuell. Profiteur ist eine Partei, die bislang bestenfalls eine Statistenrolle gespielt hat: die Gr\u00fcnen.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/members.parliament.uk\/member\/5447\/contact\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/members.parliament.uk\/member\/5447\/contact&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Hannah Spencer<\/a> steht f\u00fcr diese politische Richtungs\u00e4nderung. Ende Februar hat die 34 Jahre alte Installateurin f\u00fcr die Gr\u00fcnen zum ersten Mal einen Wahlkreis in einer Nachwahl zum Parlament geholt. Ihr Sieg in Gorton und Denton s\u00fcd\u00f6stlich von Manchester ist ein Paukenschlag. Spencer hat nicht nur Labour einen der sichersten Wahlkreise abgenommen. <\/p>\n<p>Die gr\u00fcne Parlamentarierin, seit drei Jahren politisch aktiv, hat mit 41 Prozent auch einen erheblichen Vorsprung zum zweitplatzierten Reform-Kandidaten geschafft, der auf 29 Prozent kam. Als sich ihr Erfolg in den fr\u00fchen Morgenstunden abzeichnete, richtete sich Spencer zuerst an ihre Kunden. \u201eIch glaube, ich muss die Auftr\u00e4ge absagen, die Sie bei mir gebucht haben, weil ich auf dem Weg ins Parlament bin.\u201c Dort werde sie sich aber direkt um all jene k\u00fcmmern, die Jobs wie sie selbst machen. \u201eWir werden endlich eine Stimme am Verhandlungstisch bekommen.\u201c<\/p>\n<p>Nachwahlen sind in Gro\u00dfbritannien, wo jeder Abgeordnete direkt gew\u00e4hlt wird, eine Sondersituation. Regionale Fragen spielen eine Rolle, W\u00e4hler nutzen die Abstimmung jedoch auch, um die Regierung abzustrafen. Spencers Erfolg ist jedenfalls kein Ausrei\u00dfer. Seit dem Herbst hat sich die Green Party in den Umfragen Schritt f\u00fcr Schritt nach oben gearbeitet, von zehn auf zuletzt 16 Prozent Zustimmung. <\/p>\n<p>Die Konservativen kommen derzeit nur auf 17 Prozent, Labour auf 18. \u201eDie Nachbeben dieses politischen Erdrutsches werden nicht lange auf sich warten lassen\u201c, sagte <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/research.manchester.ac.uk\/en\/persons\/rob.ford\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/research.manchester.ac.uk\/en\/persons\/rob.ford&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Rob Ford, Professor f\u00fcr Politikwissenschaft an der Universit\u00e4t Manchester<\/a> und verwies auf die Kommunalwahlen, die in Teilen des Landes Anfang Mai stattfinden.<\/p>\n<p>Gut abschneiden d\u00fcrften die Gr\u00fcnen dabei. Schon bei den Unterhauswahlen 2024 gab es 39 Wahlkreise, in denen die Partei hinter Labour den zweiten Platz belegte. Fast alle liegen in gro\u00dfen St\u00e4dten, wie Manchester, Bristol, Liverpool, Oxford. \u201eDer mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Preis f\u00fcr die Gr\u00fcnen ist London\u201c, urteilte Ford, wo im Mai in allen Stadtteilen Gemeinder\u00e4te gew\u00e4hlt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Solide Erfolge trauen Beobachter auch der Reform-Partei bei den Regionalwahlen zu, auch wenn die landesweite Unterst\u00fctzung r\u00fcckl\u00e4ufig ist. \u201eVon ihren j\u00fcngsten H\u00f6chstwerten sind sie abgerutscht\u201c, sagt <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/members.parliament.uk\/member\/863\/contact\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/members.parliament.uk\/member\/863\/contact&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Robert Hayward, konservatives Mitglied des Oberhauses <\/a>und regelm\u00e4\u00dfiger Kommentator zu Wahlumfragen. Soweit er das beurteilen k\u00f6nne, falle es Reform zunehmend schwer, Unterst\u00fctzung aus allen Lagern zu gewinnen, sagt auch <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.strath.ac.uk\/staff\/curticejohnprof\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.strath.ac.uk\/staff\/curticejohnprof\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">John Curtice<\/a>, Professor f\u00fcr Politikwissenschaft an der Universit\u00e4t Strathclyde.<\/p>\n<p>In Westminster wird mittlerweile diskutiert, ob die Hochphase der Partei \u00fcberschritten sei. Hayward sieht das als offen. \u201eWenn das Thema Zuwanderung wieder an Bedeutung gewinnt \u2013 gerade stehen Wirtschaftsfragen oben \u2013 dann d\u00fcrfte der Anteil wieder steigen.\u201c Doch bei den n\u00e4chsten Wahlen werde sich zeigen, ob sich \u201eABR\u201c als Bewegung durchsetze, so Hayward. F\u00fcr \u201eAnything but Reform\u201c steht die Abk\u00fcrzung, alles au\u00dfer Reform. Taktisches W\u00e4hlen hat in Gro\u00dfbritannien Tradition. Das einfache Mehrheitswahlrecht f\u00fchrt dazu, dass bei der Wahlentscheidung nicht nur die eigene politische Pr\u00e4ferenz eine Rolle spielt, sondern auch die Frage, wie sich ein unliebsamer Kandidat vermeiden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt eine Alternative\u201c, sei die wichtige Botschaft des Wahlerfolgs in Gorton und Denton, sagte Gr\u00fcnen-Parteichef Zack Polanski. Der Sieg habe den \u201eW\u00fcrgegriff\u201c von Labour bei den W\u00e4hlern beendet. Polanski, der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article69553c03a75a88580a6dc90d\/new-yorks-neuer-buergermeister-amerikas-naechster-obama-der-hype-um-zohran-mamdani-und-seine-kehrseite.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article69553c03a75a88580a6dc90d\/new-yorks-neuer-buergermeister-amerikas-naechster-obama-der-hype-um-zohran-mamdani-und-seine-kehrseite.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">New Yorks B\u00fcrgermeister Zohran Mamdani <\/a>als Inspiration nennt, wurde vergangenen September zum Parteivorsitzenden gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Mit seinem Versprechen, auf \u00d6ko-Populismus zu setzen, begann der Aufstieg in den Umfragen. Polanski betont bei seinen h\u00e4ufigen Medienauftritten soziale Gerechtigkeit mindestens so stark wie den Klimawandel. Das Image der Gr\u00fcnen als Ventil f\u00fcr gut situierte W\u00e4hler der Mittelschicht sch\u00fcttelte er in k\u00fcrzester Zeit ab. Unter ihm tritt die Partei als kampfeslustige Gruppe auf, die die Interessen der arbeitenden Bev\u00f6lkerung gegen die Superreichen vertritt.<\/p>\n<p>Zu den zentralen Forderungen der Partei geh\u00f6ren eine neue Verm\u00f6genssteuer, eine deutliche Anhebung der Kapitalertragsteuer, dazu eine Abgabe auf den Aussto\u00df von Kohlendioxid. \u201eStatt f\u00fcr ein sch\u00f6nes Leben arbeiten wir daf\u00fcr, die Taschen von Milliard\u00e4ren zu f\u00fcllen, wir werden bis aufs Blut ausgesaugt\u201c, sagte Spencer in ihrer Siegesrede. Auf die hohen Lebenshaltungskosten ging sie ein, auf die wachsende Schere zwischen Arm und Reich. Die Umwelt spielte nur in einem Nebensatz eine Rolle.\u00a0<\/p>\n<p>Ein gr\u00fcner Schatzkanzler w\u00fcrde nach den Planungen eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/vermoegenssteuer\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/vermoegenssteuer\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verm\u00f6gensteuer<\/a> von einem Prozent auf Verm\u00f6genswerte \u00fcber zehn Millionen Pfund (11,6 Millionen Euro) einf\u00fchren. Verm\u00f6gen \u00fcber einer Milliarde Pfund w\u00fcrden mit zwei Prozent belastet. Die Kapitalertragsteuer w\u00fcrde an die Einkommensteuers\u00e4tze angeglichen und damit etwa verdoppelt. <\/p>\n<p>In der Bev\u00f6lkerung sind die Vorschl\u00e4ge popul\u00e4r, Experten warnen aber vor der Abwanderung von Wohlhabenden. Die Legalisierung und ein regulierter Verkauf von Drogen geh\u00f6ren ebenso zu Polanskis Forderungen wie der Austritt aus der Nato und eine Ausweisung von US-Streitkr\u00e4ften von britischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten. In der Migrationspolitik ist die Partei von offenen Grenzen abger\u00fcckt. <\/p>\n<p>Das Innenministerium sollte aber durch ein humaner handelndes Migrationsministerium ersetzt werden, das legale Fluchtwege f\u00fcr Asylsuchende ins Land ausbauen soll. Wie gut das gr\u00fcne Programm ankommt bei den Briten, unterstreichen die Mitgliederzahlen. Als Polanski gew\u00e4hlt wurde, lag ihre Zahl bei 68.000, inzwischen sind es mehr als dreimal so viele. Allein in der Woche nach Spencers Wahlerfolg stieg die Zahl der Mitglieder um zehn Prozent auf 215.000.\u00a0<\/p>\n<p>Allerdings haben die Gr\u00fcnen ein Problem mit Antisemitismus. Kritiker werfen ihnen eine N\u00e4he zu islamistischen Kreisen vor. So enth\u00fcllte der \u201eDaily Telegraph\u201c gerade eine interne Chatgruppe, in der gr\u00fcne Aktivisten Juden als \u201eabscheulich\u201c bezeichneten und Verschw\u00f6rungstheorien \u00fcber Juden und Israel verbreiteten. Der Parteichef hat vor einigen Wochen auch deutlich gemacht, dass er eine gr\u00fcne Resolution unterst\u00fctzen w\u00fcrde, die Zionismus mit Rassismus gleichsetzt, obwohl Polanski selbst j\u00fcdischer Herkunft ist.<\/p>\n<p>Mit Farages Reform haben die Gr\u00fcnen auf den ersten Blick nicht viel gemein. Schon die Parteif\u00fchrer k\u00f6nnten unterschiedlicher kaum sein. Farage hat sich seine Sporen in der City als <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/members.parliament.uk\/member\/5091\/contact\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/members.parliament.uk\/member\/5091\/contact&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">B\u00f6rsenmakler<\/a> verdient. Nach eigenen Aussagen geh\u00f6ren Rauchen, Trinken und die Frauen zu den Vorlieben des 61-J\u00e4hrigen. <\/p>\n<p>Polanski hat als Schauspieler und Hypnosetherapeut gearbeitet \u2013 und vor Jahren einer Undercover-Journalistin angeboten, er k\u00f6nne mittels Hypnose ihre K\u00f6rbchengr\u00f6\u00dfe vergr\u00f6\u00dfern \u2013 bevor er in die Politik ging. Der 43-J\u00e4hrige lebt vegan und sagt, er habe noch nie einen Tropfen Alkohol anger\u00fchrt. Farages Politik verabscheue er, so der Gr\u00fcnen-Chef, er s\u00e4e Hass und Spaltung. Farage wiederum lehnte Polanskis Debatten-Angebot br\u00fcsk ab: \u201eWer sich mit einem Schornsteinfeger anlegt, wird selbst mit Ru\u00df beschmiert.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Dennoch arbeiten beide am gleichen Ziel: die etablierte Parteienlandschaft auseinanderzurei\u00dfen. Dabei zehren sie von dem Eindruck, und heizen ihn weiter an, den gro\u00dfe Teile des Landes teilen: Gro\u00dfbritannien funktioniere einfach nicht mehr. Beide Parteien kommen besonders gut bei W\u00e4hlern an, die finanziell zu k\u00e4mpfen haben und zum Beispiel nicht \u00fcber Wohneigentum verf\u00fcgen, belegt eine Analyse der Meinungsforscher von <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.moreincommon.com\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.moreincommon.com\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">More in Common<\/a> und dem \u201eEconomist\u201c.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen ziehen eine eher b\u00fcrgerliche W\u00e4hlerschaft an<\/p>\n<p>Doch im Detail unterscheiden sie sich, erl\u00e4utert <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.essex.ac.uk\/people\/WHITE62605\/Paul-Whiteley\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.essex.ac.uk\/people\/WHITE62605\/Paul-Whiteley&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Paul Whiteley<\/a>, Professor f\u00fcr Politikwissenschaft an der University of Essex in Colchester. \u201eReform UK spricht eher \u00e4ltere W\u00e4hler aus der Arbeiterschicht mit vergleichsweise geringerer formaler Bildung an, die tendenziell zu englischem Nationalismus neigen. Im Gegensatz dazu ziehen die Gr\u00fcnen eine eher b\u00fcrgerliche W\u00e4hlerschaft an, die j\u00fcnger, gebildeter und in ihrer Identit\u00e4t kosmopolitischer gepr\u00e4gt ist.\u201c \u00a0<\/p>\n<p>Im 2024 gew\u00e4hlten Unterhaus spielen die beiden Parteien am rechten und linken Rand noch eine Nebenrolle. Spencer ist die f\u00fcnfte Abgeordnete der Gr\u00fcnen. Reform z\u00e4hlt acht Abgeordnete, die H\u00e4lfte davon ist von den Konservativen \u00fcbergelaufen. Die Zustimmung, die beiden Parteien zuteil werde, mache aber deutlich, dass eine zunehmende Fragmentierung im politischen System Gro\u00dfbritanniens zur Norm werde, sagte <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.lboro.ac.uk\/schools\/sport-exercise-health-sciences\/people\/hannah-white\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.lboro.ac.uk\/schools\/sport-exercise-health-sciences\/people\/hannah-white\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Hannah White<\/a>, Direktorin der Denkfabrik Institute for Government. Es sei daher h\u00f6chste Zeit, das britische Wahlsystem auf ein gr\u00f6\u00dferes Parteienspektrum auszurichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem \u00d6ko-Populismus begann der Aufstieg der Gr\u00fcnen in Gro\u00dfbritannien. 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