{"id":908421,"date":"2026-03-30T15:28:22","date_gmt":"2026-03-30T15:28:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/908421\/"},"modified":"2026-03-30T15:28:22","modified_gmt":"2026-03-30T15:28:22","slug":"liveticker-entscheidende-stunden-fuer-buckelwal-in-der-wismarbucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/908421\/","title":{"rendered":"Liveticker: Entscheidende Stunden f\u00fcr Buckelwal in der Wismarbucht"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/buckelwal-190.webp.webp\" alt=\"Ein Wal befindet sich in relativ flachen Wasser vor der Ostseek\u00fcste bei Wismar.\" title=\"Ein Wal befindet sich in relativ flachen Wasser vor der Ostseek\u00fcste bei Wismar. | NDR\/Screenshot\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Liveticker: Entscheidende Stunden f\u00fcr Buckelwal in der Wismarbucht (3 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 30.03.2026 16:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen bei dem Buckelwal in der Ostsee von einem deutlich geschw\u00e4chtem Tier. Sie hoffen dennoch, dass der Wal die Kraft findet, sich auf den Weg zum Atlantik zu machen.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Das Wichtigste im \u00dcberblick: <\/strong><\/p>\n<p>\n        16:05 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Neues Rettungsman\u00f6ver geplant<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/mvfoto-5164.webp.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/mvfoto-5164.webp.webp\" alt=\"Wismar: Ein Schlauchboot der Polizei f\u00e4hrt in die N\u00e4he des Wals\" title=\"Ein Schlauchboot macht sich erneut auf dem Weg zum Wal.  | dpa, Philip Dulian\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Ein Schlauchboot macht sich erneut auf dem Weg zum Wal. <\/p>\n<p class=\"\">Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalmann k\u00fcndigte an, dass die Organisation gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum und der Wasserschutzpolizei erneut auf das Wasser fahren wird. Ziel ist es, den Wal dazu zu animieren, den steigenden Wasserstand auszunutzen und sich aus eigener Kraft zu befreien. Dabei sollen vorsichtig Reaktionen des Tieres beobachtet werden, unter anderem durch Ger\u00e4usche, um seine Kraft und Motivation einzusch\u00e4tzen. Saalmann betonte, dass das Tier nicht unn\u00f6tig gestresst werden soll, der aktuelle Wasserstand aber jetzt genutzt werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>\n        16:03 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Streit um den gestrandeten Wal<\/p>\n<p class=\"\">Zwischen dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann und den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden sowie Wissenschaftlern ist ein Streit \u00fcber den Umgang mit dem gestrandeten Wal entbrannt. Hintergrund sind unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen \u00fcber den richtigen Umgang mit dem geschw\u00e4chten Tier und den Umfang m\u00f6glicher Eingriffe. Im Konflikt haben Umweltminister Till Backhaus (SPD) und Vertreter des Deutsches Meeresmuseum Vorw\u00fcrfe einer Ausgrenzung zur\u00fcckgewiesen. Backhaus betonte, man schlie\u00dfe grunds\u00e4tzlich niemanden von der Unterst\u00fctzung aus und stehe inzwischen auch mit Lehmann im Kontakt, um m\u00f6gliche Hilfe zu pr\u00fcfen. Zugleich kritisierte er \u00f6ffentliche Angriffe auf beteiligte Wissenschaftler und Einsatzkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Till Backhaus (SPD): &#8222;Stehe mit Herrn Lehmann in Kontakt&#8220; (2 Min)\n        <\/p>\n<p>\n        14:02 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Experten denken schon weiter<\/p>\n<p class=\"\">Aufgrund der schlechten Verfassung des Wals, von der die Experten derzeit aufgrund verminderter Vitalit\u00e4tszeichen ausgehen, wurde auch schon \u00fcber weitere Optionen diskutiert. Noch sollen laut Burkard Baschek, dem Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, aber die entscheidenden Stunden am Nachmittag abgewartet werden, in denen der Wal sich bei h\u00f6herem Wasserstand selbst befreien k\u00f6nnte. Dennoch w\u00fcrden Fragen, wie das sterbende Tier begleitet werden kann, besprochen. Details wurden bei der Pressekonferenz nicht genannt.<\/p>\n<p>\n        13:45 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Wal zeigt kaum Zeichen von Vitalit\u00e4t<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/screenshot-143348.webp.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/screenshot-143348.webp.webp\" alt=\"Drohnenbilder des Buckelwals vom Deutschen Meeresmusuem Stralsund.\" title=\"Drohnenbilder zeigen die minimale Bewegung des Wals im Vergleich zum Vortag. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Drohnenbilder zeigen die minimale Bewegung des Wals im Vergleich zum Vortag.<\/p>\n<p class=\"\">Laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) geht es dem Wal schlecht. Das best\u00e4tigte auch der Direktor des Meeresmuseums. Es gebe zwar keine M\u00f6glichkeiten, den Wal direkt zu untersuchen. Dennoch k\u00f6nnte sein Zustand anhand von Vitalit\u00e4tszeichen beurteilt werden. Die Vitalit\u00e4t h\u00e4tte sich aber im Vergleich zu gestern verschlechtert. Es gebe keine signifikanten Flossenbewegungen, auch vokalisieren w\u00fcrde das Tier nicht mehr. Die Atemfrequenz sei zudem deutlich reduziert. Registrierten die Experten bei der Rettung vor Timmendorfer Strand noch Atemz\u00fcge alle zwei bis drei Minuten, w\u00fcrde der Wal hier in der Wismarbucht nur noch alle vier Minuten atmen. Die verminderte Atmung kann ein Zeichen von fehlender Kraft, aber auch von Ruhe sein, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>\n        13:43 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Baschek: Entscheidender Moment am Nachmittag<\/p>\n<p class=\"\">Burkhard Baschek, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, erkl\u00e4rt, dass ein steigender Wasserstand am Nachmittag eine m\u00f6gliche Chance bietet. Zwischen 14 und 18 Uhr soll das Wasser um etwa 30 Zentimeter steigen &#8211; genug, um den Wal wom\u00f6glich in Bewegung zu bringen. Dennoch spricht er von einem riskanten Versuch mit ungewissem Ausgang.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Baschek: Steigender Wasserstand als Chance f\u00fcr den Wal (1 Min)\n        <\/p>\n<p>\n        12:45 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Pressekonferenz zur aktuellen Lage<\/p>\n<p class=\"\">Heute um 13 Uhr informiert das Umweltministerium MV, das Deutsche Meeresmuseum und Greenpeace zum weiteren Umgang mit dem gestrandeten Wal. Mehr dazu gleich hier im Livestream.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Pressekonferenz zum Buckelwal: Kritische Lage spitzt sich zu (23 Min)\n        <\/p>\n<p>\n        11:33 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Greenpeace: &#8222;Aufgeben ist keine Option&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Franziska Salmann von Greenpeace ist zusammen mit der Wasserschutzpolizei zum Wal gefahren. &#8222;Wir pr\u00fcfen, wie wir ihm bestm\u00f6glich helfen k\u00f6nnen und ihn gegebenenfalls unterst\u00fctzen k\u00f6nnen&#8220;, sagt sie. Auch wenn der Wal sehr geschw\u00e4cht sei und die Chancen f\u00fcr ihn schlecht stehen, sei Aufgeben keine Option.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Greenpeace zum Buckelwal: &#8222;Wollen die Hoffnung noch nicht aufgeben&#8220; (1 Min)\n        <\/p>\n<p>\n        10:02 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Wasserschutzpolizei: Wal reagiert immer weniger<\/p>\n<p class=\"\">Die Wasserschutzpolizei und Greenpeace sind mit dem Schlauchboot zur\u00fcck vom Wal. Sie haben mit einem Paddel flach auf das Wasser geschlagen, um eine Reaktion des Wals zu provozieren. Ergebnis: Der Wal reagiert immer weniger. Trotzdem gebe es noch die Hoffnung, dass er sich erholt und von selbst wieder in die Fahrrinne in der N\u00e4he schwimmt.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Wasserschutzpolizei f\u00e4hrt zum verirrten Buckelwal (1 Min)\n        <\/p>\n<p>\n        08:24 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Keine Rettungsaktion geplant<\/p>\n<p class=\"\">NDR Reporter Mike-Oliver Woyth berichtet aus Wendorf, dass derzeit keine weiteren Rettungsaktionen geplant sind: &#8222;Man setzt darauf, dass der Wal zu Kr\u00e4ften kommt und sich dann selbst befreien kann.&#8220;<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Wie geht es dem Buckelwal am Montag? (1 Min)\n        <\/p>\n<p>\n        07:27 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Vorerst letzte Fahrt zum Wal<\/p>\n<p class=\"\">Mit Tagesanbruch steht fest: Der Buckelwal hat sich nicht wie erhofft in der Nacht selbst freigeschwommen. Mit einem Schlauchboot fahren die Wasserschutzpolizei und Greenpeace zum Wal. Sie wollen seinen Gesundheitszustand einsch\u00e4tzen. Das soll vorerst die letzte Fahrt zu dem Buckelwal sein, denn er soll in Ruhe gelassen werden, damit er letzte Kraftreserven mobilisieren kann.<\/p>\n<p>\n        06:16 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Tier ist deutlich geschw\u00e4cht<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/buckelwal-182.webp.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/buckelwal-182.webp.webp\" alt=\"Drei Wasserv\u00f6gel sitzen auf dem R\u00fccken des Wals. Nach seiner zwischenzeitlichen Befreiung von einer Sandbank liegt der Buckelwal am Morgen noch immer in der Wismarbucht. \" title=\"Drei Wasserv\u00f6gel sitzen auf dem R\u00fccken des Wals. Nach seiner zwischenzeitlichen Befreiung von einer Sandbank liegt der Buckelwal am Morgen noch immer in der Wismarbucht.  | Philip Dulian\/dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p class=\"\">Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen von einem deutlich geschw\u00e4chten Tier. Gestern landeten immer wieder M\u00f6wen auf seinem R\u00fccken und pickten in seine Haut. Dennoch hoffen Expertinnen und Experten, dass der Wal doch noch die Kraft findet, sich selbst auf den Weg Richtung Atlantik zu machen, wenn er in Ruhe gelassen wird.<\/p>\n<p>\n        06:12 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Wal liegt fast regungslos im Wasser<\/p>\n<p class=\"\">Der Buckelwal in der Wismarer Bucht hat sich in der Nacht nicht von der Stelle bewegt. Er liegt fast regungslos in etwa zwei Meter tiefem Wasser. Seine Atemz\u00fcge sind nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums seltener geworden. Seine Rufe sind am Morgen gar nicht zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"\">Seit einer Woche besch\u00e4ftigt der in der Ostsee verirrte Buckelwal viele Helferinnen und Helfer. Erst hing der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/walrettung-in-der-ostsee-in-luebecker-bucht-so-begleiten-helfer-das-tier-raus-aufs-meer,wal-294.html\" title=\"Walrettung in der Ostsee: Schwimmt das Tier raus aufs offene Meer?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Meeress\u00e4uger mehrere Tage in der Bucht vor Niendorf in Schleswig-Holstein <\/a>fest, <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/liveticker-verirrter-buckelwal-in-der-wismarer-bucht-deutlich-geschwaecht,wal-296.html\" title=\"Liveblog: Verirrter Buckelwal in der Wismarer Bucht gestrandet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seit dem Wochenende bewegt er sich nun im flachen Wasser in der Bucht vor Wismar in Mecklenburg-Vorpommern.<\/a><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/buckelwal-190.webp.webp\" alt=\"Ein Wal befindet sich in relativ flachen Wasser vor der Ostseek\u00fcste bei Wismar.\" title=\"Ein Wal befindet sich in relativ flachen Wasser vor der Ostseek\u00fcste bei Wismar. | NDR\/Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Prognose f\u00fcr das Tier ist laut Experten nicht sehr g\u00fcnstig. Alle Entwicklungen vom Sonntag gibt es hier zum Nachlesen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/wal-306.webp.webp\" alt=\"Der Walr\u00fccken und ein Schlauchboot im Wasser\" title=\"Der Walr\u00fccken und ein Schlauchboot im Wasser | Philip Dulian\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>MV-Umweltminister Backhaus versicherte auf einer Pressekonferenz in Wismar, dass weiterhin alles unternommen werde, um dem Wal zu helfen.<\/p>\n<p>\n        28.03.2026 15:13 Uhr\n    <\/p>\n<p>    Fragen rund um den Buckelwal<\/p>\n<p class=\"\">Gro\u00dfe Wale sind in der Ostsee nicht heimisch, die Bedingungen sind f\u00fcr sie nicht geeignet. Ziel ist es weiterhin, das massige Tier in Richtung der Meerengen zwischen Deutschland und D\u00e4nemark zu lotsen, damit es den Weg zur\u00fcck in Nordsee und Atlantik nimmt.<\/p>\n<p>Buckelwale leben im Sommer meist im Nordatlantik bei Norwegen und Gr\u00f6nland, im Nordpazifik bei Alaska und im S\u00fcdpolarmeer. Im Winter schwimmen sie gerne in tropische und subtropische Gew\u00e4sser in der Karibik und der mexikanischen Pazifikk\u00fcste. Hier paaren sie sich und bringen ihre Jungen zur Welt. Sie ern\u00e4hren sich von Krill und kleinen Fischen. Pro Tag k\u00f6nnen sie eine Tonne Nahrung aufnehmen. Laut Experten k\u00f6nnen Buckelwale bis zu 30 Tonnen schwer werden. Bis zu 90 Jahren k\u00f6nnen sie alt werden.<\/p>\n<p>Der Ern\u00e4hrungszustand des Buckelwals in der Ostsee ist gut, sagte am Wochenende Stephanie Gro\u00df vom Institut f\u00fcr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover. Buckelwale k\u00f6nnten ihr zufolge wochenlang ohne Nahrung auskommen.<br \/>Buckelwale fressen laut Greenpeace nur in ihren polaren Sommerquartieren. Im Winter, wenn sie ihre Jungen geb\u00e4ren und aufziehen, zehren sie von ihren Fettreserven. Die Nahrung der Buckelwale besteht demnach vor allem aus Krill und zu einem geringen Teil aus Fischen. <\/p>\n<p>Nach Angaben des Meeresbiologen Boris Culik, er f\u00fchrt ein eigenes Forschungsunternehmen in Heikendorf bei Kiel, verirren sich Buckelwale \u00f6fter, wenn sie Heringsschw\u00e4rmen folgen, in die Ostsee. Auch Unterwasserl\u00e4rm von Schiffen k\u00f6nne die Orientierung der Tiere beeintr\u00e4chtigen, so dass sie sich &#8222;verschwimmen&#8220;, sagt Almut Neumeister vom Deutschen Meeresmuseum.<\/p>\n<p>Laut Meeresbiologe Culik k\u00f6nnen viele Walstrandungen auch mit Sonnenst\u00fcrmen zusammenh\u00e4ngen. Denn die st\u00f6ren den inneren Magnetkompass der Wale. &#8222;Das hei\u00dft, das Erdmagnetfeld ist als Koordinatensystem nicht so stabil wie zu Zeiten, in denen die Sonne eben ruhiger ist&#8220;, so Culik.<\/p>\n<p>In der Ostsee gibt es nicht so viel Nahrung wie in der Nordsee. Die Fischkonzentration ist laut Meeresbiologe Culik deutlich geringer. Und: &#8222;Es gibt keine Artgenossen. Der Salzgehalt stimmt auch nicht.&#8220; Das belastet laut Greenpeace, Haut und Stoffwechsel der S\u00e4uger. Parasiten und Entz\u00fcndungen k\u00f6nnen sich dann leicht auf der Haut der Buckelwale ausbreiten.<\/p>\n<p>Buckelwale jedenfalls nicht. In der Ostsee sind nur Schweinswale heimisch, erkl\u00e4rt Almut Neumeister vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund. Sie sind mit etwa zwei Metern L\u00e4nge kleiner als Artgenossen wie Buckelwale oder Pottwale. Gesch\u00e4tzt leben rund 200 Schweinswale in der zentralen Ostsee, in der Beltregion sind es einige Tausend.<\/p>\n<p>Fachleute gehen davon aus, dass es sich um den Buckelwal handelt, der zuerst Anfang M\u00e4rz vor Wismar und sp\u00e4ter in der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Flensburg-Nachrichten-Hintergruende-und-Videos,flensburg6034.html\" title=\"Flensburg - Aktuelle Nachrichten und Videos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Flensburger F\u00f6rde<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Luebeck-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos-,luebeck2802.html\" title=\"L\u00fcbeck - Aktuelle Nachrichten und Videos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">L\u00fcbecker Bucht<\/a> gesichtet wurde. Messungen ergaben, dass der Wal recht gro\u00df ist: Er sei zwischen 12 und 15 Metern lang und wiege gesch\u00e4tzt rund 15 Tonnen, sagte Joseph Schnitzler vom Institut f\u00fcr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). <\/p>\n<p>Es sei unklar, ob sich der Buckelwal erst in der Ostsee oder schon vorher in dem Netz verfangen habe, sagt Peter Dietze NDR Schleswig-Holstein. Er ist Fischer aus Niendorf und Vorstandsmitglied im Landesfischereiverband. An dem Morgen, als der Wal strandete, sei er mit seinem Kutter drau\u00dfen gewesen. &#8222;Ich war so in 50 Meter Entfernung und habe gesehen, dass ein richtig dickes Seil um ihn herum war. Das sah aus wie eine Festmacherleine oder so. Das hat mit Stellnetzen nichts zu tun. Entweder das ist eine Leine vom Schleppnetz oder es k\u00f6nnte auch eine Ankerleine von einem Sportboot sein.&#8220;<\/p>\n<p>Laut der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) werden Schleppnetze, Stellnetze und Reusen in der Ostsee zum Fischfang eingesetzt. Seit den 1960er-Jahren bestehen diese nicht mehr aus abbaubaren Stoffen, sondern aus Plastik. Wenn Fischer Netze verlieren, brauchen diese laut WWF 400 bis 600 Jahre, bevor sie verrottet sind. &#8222;An Wracks oder als aufgestellte Stellnetze fischen sie als Geisternetze noch lange (&#8230;) sinnlos weiter&#8220;, so der WWF. In Europa ist die Entsorgung von Fischereiger\u00e4t auf See verboten. Fischer m\u00fcssen diese also eigentlich wieder einsammeln &#8211; und, wenn sie eines verloren haben, den genauen Verlustort melden. Fischer aus Schleswig-Holstein w\u00fcrden es deswegen eher vermeiden, dass sie Netze verlieren, sagt Peter Dietze vom Landesfischereiverband. Auch weil sie teuer seien. &#8222;Das sind einige Tausend Euro pro Strecke, die dann im Wasser bleiben w\u00fcrde. Das kann sich keiner mehr leisten&#8220;, sagt er. Er betont, dass auch d\u00e4nische Fischer in Schleswig-Holsteinischen Gew\u00e4ssern unterwegs seien.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/walwismar-112.webp.webp\" alt=\"NDR Reporter Marek Walde berichtet von der Wismarer Bucht, wo am Sonnabend der verirrte Buckelwal erneut gestrandet ist.\" title=\"NDR Reporter Marek Walde berichtet von der Wismarer Bucht, wo am Sonnabend der verirrte Buckelwal erneut gestrandet ist. | Screenshot\/NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Nach seiner Befreiung in der L\u00fcbecker Bucht ist der verirrte Buckelwal mittlerweile in der Wismarbucht gestrandet.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/wal-266.webp.webp\" alt=\"Die R\u00fcckenflosse eines Buckelwals\" title=\"Die R\u00fcckenflosse eines Buckelwals | dpa-Bildfunk\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Zuletzt wurde der Wal vor Mecklenburg-Vorpommern gesehen. Die Entwicklungen im Laufe des Freitags zum Nachlesen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/robert-marc-lehmann-100.webp.webp\" alt=\"Der Meeresbiologe und Tiersch\u00fctzer Robert Marc Lehmann im Gespr\u00e4ch.\" title=\"Der Meeresbiologe und Tiersch\u00fctzer Robert Marc Lehmann im Gespr\u00e4ch. | NDR, Anne Passow\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hat sich am Donnerstag an den Strand in Niendorf begeben, um sich den Buckelwal genauer anzuschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Liveticker: Entscheidende Stunden f\u00fcr Buckelwal in der Wismarbucht (3 Min) Stand: 30.03.2026 16:51 Uhr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":908422,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[590,331,332,1349,24694,1737,40482,199291,3364,29,50639,30,13,96043,4006,188,66058,1351,66057,1352,66056,1353,14,1350,15,1354,2852,66059,12,2706,1886,4119,199293,199292,199294,6447],"class_list":["post-908421","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuell","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-aktuelles","tag-breaking","tag-breaking-news","tag-buckelwal","tag-buckelwal-wismar","tag-de","tag-deutschland","tag-direkt","tag-germany","tag-headlines","tag-landkreis-nordwestmecklenburg","tag-live","tag-liveticker","tag-meck-pomm","tag-mecklenburg-vorpommern","tag-mecklenburg-vorpommern-aktuell","tag-mv","tag-mv-nachrichten","tag-mv-news","tag-nachrichten","tag-neuigkeiten","tag-news","tag-news-mv","tag-ostsee","tag-radio-mecklenburg-vorpommern","tag-schlagzeilen","tag-ticker","tag-tiere","tag-wal","tag-wal-rettung-wismar","tag-wal-wismar","tag-wie-geht-es-dem-wal-in-mv","tag-wildtiere"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/908421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=908421"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/908421\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/908422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=908421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=908421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=908421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}