{"id":908856,"date":"2026-03-30T19:30:02","date_gmt":"2026-03-30T19:30:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/908856\/"},"modified":"2026-03-30T19:30:02","modified_gmt":"2026-03-30T19:30:02","slug":"durchsuchung-bei-andrew-grossbritannien-unter-epstein-schock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/908856\/","title":{"rendered":"Durchsuchung bei Andrew: Gro\u00dfbritannien unter Epstein-Schock"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/royal-lodge-100.jpg\" alt=\"Polizisten stehen vor einem Tor der Royal Lodge in Windsor\" title=\"Polizisten stehen vor einem Tor der Royal Lodge in Windsor | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 20.02.2026 \u2022 15:09 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die britische Polizei durchsucht weiter den fr\u00fcheren Wohnsitz von Ex-Prinz Andrew in Windsor. W\u00e4hrenddessen diskutiert das Land, wie gro\u00df der Schaden f\u00fcr das K\u00f6nigshaus noch werden k\u00f6nnte. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/gabi-biesinger-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Gabi Biesinger\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gabi-biesinger-103.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das ungl\u00fcckliche Paparazzi-Foto von Andrew Mountbatten-Windsor auf dem R\u00fccksitz eines Autos, als er nach mehr als elf Stunden Haft von einer Polizeiwache nach Hause gefahren wird und sich vor den Fotografen zu verstecken versucht, prangt heute auf fast allen Titelseiten: &#8222;Ausgemergelt, besch\u00e4mt und gequ\u00e4lt&#8220; titelt die Boulevardzeitung Daily Mail.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Hausdurchsuchung in Andrews ehemaligem Wohnsitz Royal Lodge wird heute weiter fortgesetzt und es k\u00f6nnte noch eine Weile dauern, bis die Polizei das 30-Zimmer-Anwesen durchk\u00e4mmt hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrenddessen ist Andrew gegen Auflagen wieder auf freiem Fu\u00df und wird sich wohl gedulden m\u00fcssen, bis er erf\u00e4hrt, wie es mit ihm weitergeht, erkl\u00e4rte der Jurist Joshua Rozenberg in der BBC. So lange die Polizei noch keine Anklage gegen ihn erhoben habe, k\u00f6nne Andrew seinem Alltag weiter nachgehen. Die Polizei werde dann ihre Ermittlungsergebnisse mit der Staatsanwaltschaft abstimmen, ob die Beweise reichen, um eine Anklage f\u00fcr ein Gerichtsverfahren zu formulieren. Das k\u00f6nnte im Zweifel mehrere Monate dauern.<\/p>\n<p>    Schwierige Beweisf\u00fchrung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/grossbritannien-prinz-andrew-epstein-skandal-100.html\" title=\"Ex-Prinz Andrew soll vertrauliche Dokumente an Epstein gegeben haben\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vorwurf des Amtsmissbrauchs<\/a>, den die Polizei verfolgt, wiegt schwer und kann je nach konkretem Vergehen mit lebenslanger Haft bestraft werden. Bei Andrew d\u00fcrfte es darum gehen, dass in den j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Epstein-Akten Hinweise gefunden wurden, dass er in seiner Zeit als Handelsgesandter des Vereinigten K\u00f6nigreichs vertrauliche Berichte \u00fcber offizielle Besuche in diversen L\u00e4ndern an den Finanzier Epstein weitergegeben haben soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch Amtsmissbrauch wirklich nachzuweisen, sei schwierig, erl\u00e4utert Rozenberg. Die rechtliche Beschreibung von Amtsmissbrauch sei vage, und es m\u00fcsse nachgewiesen werden, dass der Betroffene wusste, dass er Regelversto\u00df begeht. In Andrews Fall lie\u00dfe sich deshalb argumentieren, dass durch die Weitergabe der Dokumente gute Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr britische Firmen h\u00e4tten er\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen und dass es somit in Andrews Ermessen als Handelsattach\u00e9 gelegen h\u00e4tte, ob er solche Informationen weitergibt.<\/p>\n<p>    Wie gro\u00df ist der Schaden f\u00fcrs K\u00f6nigshaus?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Abgesehen von Andrews pers\u00f6nlichem Schicksal wird in Gro\u00dfbritannien heftig diskutiert, wie gro\u00df der Schaden f\u00fcr den Rest der K\u00f6nigsfamilie nun ist. K\u00f6nig Charles hatte sich gestern in einer Erkl\u00e4rung noch einmal von seinem Bruder distanziert und erkl\u00e4rt, die Gerechtigkeit werde jetzt ihren Weg finden. Doch manch ein Beobachter meint, der K\u00f6nig habe gerade mal das N\u00f6tigste getan.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Peter Hunt war fr\u00fcher Royal Correspondent der BBC und sieht es \u00e4u\u00dferst kritisch, dass Andrew noch immer auf Platz acht der Thronfolge steht und dass die K\u00f6nigsfamilie bisher immer nur sp\u00e4t reagiert habe. Dabei m\u00fcssten die Royals eigentlich gezwungen werden preiszugeben, wer wann was gewusst habe \u00fcber Andrews m\u00f6gliche Vergehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Medien m\u00fcssten ihren Umgang mit der K\u00f6nigsfamilie \u00e4ndern, so Hunt, und Fragen stellen, die bisher tabu gewesen seien. So h\u00e4tten in j\u00fcngster Zeit etwa Thronfolger William oder K\u00f6nigin Camilla \u00fcber Themen wie Missbrauch und psychische Gesundheit gesprochen, ohne dass Medienvertreter in diesem Zusammenhang nach dem Andrew-Skandal gefragt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>    Lob von Virginia Giuffres Familie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von anderer Seite gibt es aber auch Lob f\u00fcr K\u00f6nig Charles. Sky Roberts, der Bruder der verstorbenen Virginia Giuffre, die Andrew vorwarf, sie drei Mal sexuell missbraucht zu haben und deren Hartn\u00e4ckigkeit auch mit zur Ver\u00f6ffentlichung der Epstein-Akten beitrug, zollt dem K\u00f6nig von seinem Wohnsitz in den USA aus Respekt. Giuffre beging im vergangenen Jahr Suizid.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Das vermissen wir von der Regierung hier in den USA, dass sie Verantwortung \u00fcbernimmt&#8220;, sagt Roberts &#8222;Dass der K\u00f6nig die Ermittlungen \u00f6ffentlich begr\u00fc\u00dft, dass sich die K\u00f6nigsfamilie \u00f6ffentlich auf die Seite der Opfer stellt, daf\u00fcr sage ich danke. Dass niemand \u00fcber dem Gesetz steht, das sehen wird gerade im Vereinigten K\u00f6nigreich.&#8220;<\/p>\n<p>Was sind die Epstein-Files?<\/p>\n<p>        Die sogenannten Epstein-Files bezeichnen eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Zeugenaussagen und Gerichtsunterlagen rund um den verurteilten Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein. Der US-Multimillion\u00e4r soll \u00fcber Jahre hinweg ein Netzwerk zum sexuellen Missbrauch junger Frauen und Minderj\u00e4hriger aufgebaut haben. Epstein wurde 2019 erh\u00e4ngt in seiner Gef\u00e4ngniszelle in New York aufgefunden, bevor es zu einem Strafprozess kommen konnte.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Epstein-Files stehen Gerichtsakten aus Zivilprozessen, vor allem aus einem Verfahren der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell, die 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch verurteilt wurde. Viele dieser Unterlagen waren lange unter Verschluss. Anfang 2024 ordnete ein US-Gericht an, zahlreiche Dokumente \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen. Es folgten weitere Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>Die Akten enthalten unter anderem Aussagen von Opfern und Zeugen, E-Mails, Fotos, Videos sowie Namen von Personen, die mit Epstein in Kontakt standen. Darunter finden sich Prominente aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die blo\u00dfe Nennung eines Namens bedeutet keine Schuld. Zahlreiche Personen werden lediglich erw\u00e4hnt, ohne dass ihnen strafbares Verhalten vorgeworfen wird.<\/p>\n<p>Die Akten belegen, wie weitreichend Epsteins Kontakte waren und wie er offenbar seinen Reichtum und Einfluss nutzte, um sich und andere Beteiligte zu sch\u00fctzen. Zugleich zeigen sie, dass Justizbeh\u00f6rden schon fr\u00fch Hinweise auf m\u00f6gliche Straftaten Epsteins hatten. So meldeten sich bereits Anfang der 2000er-Jahre mehrere junge Frauen bei Polizei und Staatsanwaltschaft, ohne, dass es zu einer umfassenden Strafverfolgung kam. Eine vollst\u00e4ndige Aufarbeitung steht bis heute aus.\n    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.02.2026 \u2022 15:09 Uhr Die britische Polizei durchsucht weiter den fr\u00fcheren Wohnsitz von Ex-Prinz Andrew in Windsor.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":908857,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,134847,81660,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":["post-908856","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-andrew-mountbatten-windsor","tag-epstein","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-uk","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116319789306877963","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/908856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=908856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/908856\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/908857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=908856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=908856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=908856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}