{"id":909005,"date":"2026-03-30T20:49:18","date_gmt":"2026-03-30T20:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/909005\/"},"modified":"2026-03-30T20:49:18","modified_gmt":"2026-03-30T20:49:18","slug":"reisners-blick-auf-die-front-kiew-muss-soldaten-nach-der-nato-ausbildung-muehsam-umschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/909005\/","title":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front: &#8222;Kiew muss Soldaten nach der Nato-Ausbildung m\u00fchsam umschulen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Reisners Blick auf die Front&#8220;Kiew muss Soldaten nach der Nato-Ausbildung m\u00fchsam umschulen&#8220;30.03.2026, 20:27 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Lea-Verstl-article23006163.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/verstl.webp.webp\" alt=\"verstl\"\/>Ein Interview von Lea Verstl<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(12:13 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ein-ukrainischer-Soldat-faehrt-einen-Leopard-1A5-Kampfpanzer-ueber-einen-Truppenuebungsplatz-in-Bran.webp\" alt=\"ein-ukrainischer-Soldat-faehrt-einen-Leopard-1A5-Kampfpanzer-ueber-einen-Truppenuebungsplatz-in-Brandenburg-Dort-werden-ukrainische-Soldaten-im-Rahmen-der-EUMAM-Mission-auf-dem-Kampfpanzer-ausgebildet-Die-Ausbildungsmission-begann-bereits-im-Oktober-2022-Seitdem-waren-in-Deutschland-25000-ukrainische-Soldaten-von-Bundeswehrangehoerigen-trainiert-worden\"\/>Ein ukrainischer Soldat f\u00e4hrt einen Leopardpanzer \u00fcber einen Truppen\u00fcbungsplatz in Brandenburg &#8211; die Ausbildung ihrer Truppen in Nato-Staaten sieht die Regierung in Kiew als gescheitert an. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Steigende \u00d6l-Preise sp\u00fclen Geld in die Kriegskasse des Kremls. An der Front seien russische Truppen deshalb weiter bereit, &#8222;all in&#8220; zu gehen, sagt Oberst Reisner. Hinter den abf\u00e4lligen Bemerkungen des Rheinmetall-Chefs Papperger \u00fcber Kiews Drohnenbau wittert er Konkurrenzdenken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">ntv.de: Der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, Armin Papperger, hatte ukrainische Drohnen abf\u00e4llig als eine Art &#8222;Lego-Drohnen&#8220; beschrieben und von ukrainischen &#8222;Hausfrauen mit 3D-Druckern in der K\u00fcche&#8220; gesprochen. Nach massiver Kritik aus der Ukraine ruderte Rheinmetall zur\u00fcck und betonte den &#8222;gr\u00f6\u00dften Respekt&#8220; vor ukrainischen Verteidigungsanstrengungen. Was steckt hinter Pappergers Aussagen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Markus Reisner: Das ist aus meiner Sicht die typische Arroganz, die wir in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern an den Tag legen. Wir wollen den Eindruck vermitteln, wir seien jenen, die seit Jahren im Krieg k\u00e4mpfen, \u00fcberlegen. Das stimmt \u00fcberhaupt nicht. Die Ukraine hat in den letzten Jahren unglaubliche Erfahrungen gemacht. Wenn ukrainische Verb\u00e4nde gemeinsam mit der Nato \u00fcben, sind sie ihr \u00fcberlegen. Bei einer Nato-\u00dcbung in den baltischen Staaten Anfang 2025 ist es einer ukrainischen Drohneneinheit namens Nemesis gelungen, den Nato-Verb\u00e4nden gro\u00dfe Verluste beizubringen, weil diese Verb\u00e4nde \u00fcberhaupt nicht vorbereitet waren auf die Art und Weise, wie momentan der Krieg in der Ukraine gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Gibt es weitere Beispiele f\u00fcr die \u00dcberlegenheit der Ukraine?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es gab eine weitere maritime Nato-\u00dcbung, bei der es ukrainischen Drohnen gelungen ist, einige Nato-Schiffe in wiederholten simulierten Attacken anzugreifen. Schlie\u00dflich ist der Umstand bedeutend, dass die Ukraine jetzt die Ausbildung ihrer Soldaten in den Nato-Staaten beendet, weil die Soldaten dort nicht das lernen, was sie an der Front brauchen. Die Ukraine muss ihre Soldaten nach der Nato-Ausbildung m\u00fchsam umschulen, bevor sie an die Front geschickt werden k\u00f6nnen. Sonst w\u00fcrden die Soldaten oft bereits nach wenigen Tagen durch russische Drohnenangriffe fallen. Die mangelhafte Ausbildung, die sie in den Nato-Staaten bekommen haben, verringert ihre Chancen zu \u00fcberleben. Jetzt redet der Chef eines der gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen R\u00fcstungsunternehmen klein, was hier passiert. Das ist grob fahrl\u00e4ssig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Oesterreichischen-Bundesheer-und-Leiter-des-Institutes-fuer-Offiziersgrundausbildung-an-der-Theresianischen-Militaerakademie-Wissenschaftlich-arbeitet-er-u-a-zum-Einsatz-von-Drohnen-in-der-modernen-Kriegsfuehrung-Jeden-Montag-bewertet-er-fuer-ntv-de-die-Lage-an-der-Ukraine-Front\"\/>Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front. (Foto: privat)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Warum?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Insbesondere westliche Waffensysteme stehen in der Ukraine vor gro\u00dfen Herausforderungen. Die Ukrainer berichten immer wieder, den gelieferten Angriffssystemen fehle einerseits die gew\u00fcnschte Pr\u00e4zision und andererseits seien die Systeme nicht abgestimmt auf die F\u00e4higkeiten der Russen zu St\u00f6reins\u00e4tzen im elektromagnetischen Feld. Es gab auf Waffenmessen schon viele Berichte und Debatten dar\u00fcber, wie schwer es f\u00fcr westlichen Unternehmen ist mit den aktuellen Herausforderungen die sich an der Front \u00a0laufend ergeben, Schritt zu halten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Steckt hinter Pappergers Aussage wirklich nur Arroganz?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Rheinmetall ist ja zur\u00fcckgerudert. Was das Unternehmen aber wahrscheinlich kaum zugeben w\u00fcrde: Dahinter steckt auch Konkurrenzdenken. Aus Sicht der europ\u00e4ischen R\u00fcstungskonzerne ist die Gefahr gro\u00df, dass die Ukraine mit ihren Erfahrungen und technologischen Entwicklungen k\u00fcnftig Auftr\u00e4ge bekommt, die eigentlich die europ\u00e4ische R\u00fcstungsindustrie f\u00fcr sich haben m\u00f6chte. Die Angst grassiert besonders mit Blick auf den Einsatz ukrainischer Teams im Nahen und Mittleren Osten, die Israel und die USA im Kampf gegen den Iran bei der Drohnenabwehr unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Was k\u00f6nnen ukrainische R\u00fcstungsfirmen, das Rheinmetall nicht kann?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Punkt ist: Alle Waffensysteme, die auf dem Rei\u00dfbrett ersonnen wurden und im Prototypenbau erprobt werden, brauchen die realen Gefechtsbedingungen, um am Ende erprobt und einsatzbereit zu sein. Das hat den europ\u00e4ischen Unternehmen, aber zum Teil auch den amerikanischen, in den letzten Jahren gefehlt. Die Amerikaner hatten es hier leichter, weil sie laufend in Konflikten pr\u00e4sent waren, vor allem, wenn es darum ging, Langstreckenwaffen einzusetzen. Aber die Waffensysteme der Europ\u00e4er mussten nur selten oder nie den Test im Ernstfall bestehen. Nat\u00fcrlich braucht die Ukraine europ\u00e4ische Waffen, etwa Luft-Boden-Marschflugk\u00f6rper vom Typen SCALP\/Storm Shadow. Aber die kommen an ihre Grenzen, zum Beispiel bei den genannten elektromagnetischen St\u00f6rungen der Russen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Sollten die Europ\u00e4er dann nicht bereit sein, von den Ukrainern zu lernen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ich habe vor kurzem wieder mit Ukrainern gesprochen. Sie sagten mir, sie h\u00e4tten den Eindruck, europ\u00e4ische Unternehmen versuchten immer wieder, ihre Ideen zu stehlen und sie dann selbst zu vermarkten. Es geht um viel Geld und Anleger, die profitieren wollen. Die Ukrainer gehen mit einer gro\u00dfen Offenheit an die Zusammenarbeit mit den Europ\u00e4ern heran, versuchen auch ihre Expertise weiterzugeben und werden zum Teil nicht ernst genommen. Wenn es dann zu einer Eskalation wie im Krieg gegen den Iran kommt, wird die Expertise gebraucht und beneidet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie kann die Ukraine profitieren?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es gibt nur zwei M\u00f6glichkeiten f\u00fcr L\u00e4nder im Nahen und Mittleren Osten: Entweder man hat eine Idee, um billige Drohnen durch billige Abfangdrohnen aufzuhalten. Oder man muss teure Patriot-Raketen f\u00fcr den Abschuss einsetzen. Die Golfstaaten erkennen die M\u00e4ngel ihrer Abwehrsysteme. Die Ukraine hat nun mit Saudi-Arabien ein Verteidigungsabkommen geschlossen, das f\u00fcr beide Seiten von Vorteil ist. Einerseits bekommen die Saudis Know-how, andererseits bekommen die Ukrainer Treibstoff, den sie brauchen, um die n\u00e4chsten Monate des Krieges durchzustehen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Die Ukraine nutzt Drohnen auch f\u00fcr Angriffe auf \u00d6lterminals wie Primorsk. Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten macht russisches \u00d6l momentan knapp, teurer und f\u00fcr viele K\u00e4ufer zur gefragten alternativen Quelle. Versetzen die ukrainischen Angriffe der russischen Kriegs\u00f6konomie dennoch schwere Schl\u00e4ge?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Ukraine hat in den letzten Monaten die Anzahl der Angriffe auf russisches Territorium in Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t sukzessive gesteigert. Dabei gibt es eine Mischung aus Langstrecken-Waffensystemen wie Marschflugk\u00f6rper einerseits und Drohnen andererseits. Gerade ist eine mehrt\u00e4gige ukrainische Operation zu Ende gegangen, deren Ziel es war, vor allem die \u00d6l- und Gas-Terminals lahmzulegen, damit Russland nicht von der Lage am Rohstoff-Markt profitiert. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sagt nun, er w\u00e4re bereit, eine bestimmte Art von Waffenstillstand zu akzeptieren. Falls Moskau seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine einstellt, w\u00fcrde Kiew den Beschuss der russischen Infrastruktur beenden. Selenskyj ist sich also \u00fcber die Wirkung der ukrainischen Schl\u00e4ge bewusst.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie realistisch ist die Einigung auf diesen Waffenstillstand?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In einem Nebensatz sagte Selenskyj, es gebe Signale von einigen Partnerl\u00e4ndern, die darauf hinweisen, dass die Ukraine ihre Angriffe gegen den russischen \u00d6lsektor reduzieren sollen. Er wei\u00df also auch, dass westliche Verb\u00fcndete, vor allem die USA, den Pr\u00e4zisionsschl\u00e4gen einen Riegel vorschieben k\u00f6nnten, indem sie der Ukraine keine Aufkl\u00e4rungsbilder mehr zukommen lassen. Das geht einher mit dem massiven Anstieg des \u00d6lpreises. Denn der Druck am Weltmarkt steigt zus\u00e4tzlich, falls auch das russische \u00d6l auch nicht mehr verf\u00fcgbar ist. Die Amerikaner haben sogar erlaubt, einen russischen Tanker nach Kuba zu schicken, damit dort das \u00d6l entladen werden kann. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Auch Russland verst\u00e4rkt seine Attacken, teilweise mit Hunderten Drohnenangriffen an einem Tag. Wie bewerten Sie aus milit\u00e4rischer Sicht die massiven Angriffswellen Russlands gegen die ukrainische Energie- und Strominfrastruktur?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Russen haben mit den Attacken auf die kritische Energieinfrastruktur bereits im Winter 2022\/23 begonnen und diese seitdem verst\u00e4rkt. Am 24. M\u00e4rz gab es das erste Mal zwei russische Angriffswellen mit zusammengerechnet fast 1000 Drohnen, Marschflugk\u00f6rpern und Raketen. Am 29. M\u00e4rz folgte eine Attacke mit 443 Drohnen, Marschflugk\u00f6rpern und Raketen. Der Druck, der auf der Ukraine lastet, ist enorm. Es gibt nach wie vor noch keine L\u00f6sung bei den Abfangsystemen. Die Ukraine braucht Patriots, um Marschflugk\u00f6rper und Raketen abzufangen. Deshalb gibt es dieses Angebot Selenskyjs bez\u00fcglich eines Waffenstillstands.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Der Ukraine gelangen Vorst\u00f6\u00dfe und Gel\u00e4ndegewinne von mehreren hundert Quadratkilometern im S\u00fcden &#8211; etwa in der Region Dnipropetrowsk. Wie ordnen sie diese ein?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Ukraine hatte Erfolge bei Pokrowske, einer Siedlung westlich vom einst heftig umk\u00e4mpften Pokrowsk. Dieser Vorsto\u00df hat Anfang Februar begonnen, in Kombination mit der Abschaltung des Satelliten-Systems Starlink f\u00fcr die Russen. Den Ukrainern ist dadurch gelungen, an einer Stelle vorzusto\u00dfen, auch weil die Russen in diesem Raum eine Angriffsanstrengung in Richtung Westen unternommen haben. Die Russen haben alles in diese Schwergewichtsrichtung gelegt und ihre Flanken ausged\u00fcnnt, unter anderem bei Pokrowske, wo die Ukraine dann vorsto\u00dfen konnte. Das hat einige Wochen gut funktioniert, wurde dann aber immer langsamer und ist nun mehr oder weniger konsolidiert. Es gibt immer noch Vorst\u00f6\u00dfe von beiden Seiten, aber keine gro\u00dfr\u00e4umigen. Dabei spielt das Problem der sogenannten Grauzone eine Rolle.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Welches Problem?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wir haben kein Niemandsland, wie man das noch fr\u00fcher aus verschiedenen Konflikten kennt, zwischen den beiden sich gegen\u00fcberliegenden Sch\u00fctzengr\u00e4ben. Stattdessen haben wir eine Grauzone, in der sich kleine ukrainische St\u00fctzpunkte befinden. Kleine Trupps der Russen versuchen, diese St\u00fctzpunkte zu vernichten. Das geht nur langsam. Mitte M\u00e4rz bis jetzt gab es vor allem russische Angriffe bei Lyman sowie s\u00fcdlich und westlich von Kostjantyniwka mit schweren Verlusten der Russen. Es gab einen weiteren Vorsto\u00df bei Saporischschja. Den Ukrainern gelang es teilweise, die russischen Verb\u00e4nde abzuwehren. Aber die Russen sind noch immer in der Lage, anzugreifen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Woran sieht man das?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ihre derzeitige Fr\u00fchjahrsoffensive dient dazu, die Voraussetzungen zu schaffen f\u00fcr die Sommeroffensive, die sp\u00e4testens beginnen wird, wenn das Laub wieder auf den B\u00e4umen ist und russische Angriffe dadurch besser getarnt werden. Die Front ist knapp 1400 Kilometer lang. Die Ukraine hatte nur Erfolge an der Grenze zwischen den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja. Es geht also um einen begrenzten Abschnitt im S\u00fcden, aber wir sehen keinen Trend an der gesamten Front. Rund um den ukrainischen Festungsg\u00fcrtel, der sich von Slowjansk \u00fcber Kramatorsk bis Kostjantyniwka erstreckt, befindet sich das Zentrum der K\u00e4mpfe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie ist die Lage am Festungsg\u00fcrtel?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dort marschieren die Russen langsam, aber stetig vor. Davon h\u00f6rt man in westlichen Medien weniger, weil das nat\u00fcrlich nicht im Interesse der Ukraine ist. Durch den Fall von Siwersk letztes Jahr haben die Russen eine gute Ausgangsposition eingenommen und wollen die Voraussetzungen f\u00fcr die Sommeroffensive schaffen. Das hei\u00dft, der Druck ist unvermittelt hoch. Kleinere Vorst\u00f6\u00dfe gelingen den Russen immer wieder bei Sumy oder Charkiw. Das zeigt: Die Russen sind immer noch gewillt, all in zu gehen, auch weil sie durch die Entwicklungen im Mittleren Osten beg\u00fcnstigt sind. Sie sehen dies als Chance die Initiative an sich zu rei\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit Markus Reisner sprach Lea Verstl<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front&#8220;Kiew muss Soldaten nach der Nato-Ausbildung m\u00fchsam umschulen&#8220;30.03.2026, 20:27 Uhr Ein Interview von Lea&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":909006,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,661,10068,13,345,411,5020,14,15,1124,16,740,9952,307,12,317,3081,64,107],"class_list":{"0":"post-909005","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-drohnen","12":"tag-headlines","13":"tag-iran","14":"tag-israel","15":"tag-kreml","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-oelpreis","19":"tag-politik","20":"tag-rheinmetall","21":"tag-rohstoff-oel","22":"tag-russland","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-ukraine","25":"tag-ukraine-konflikt","26":"tag-usa","27":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116320100124601031","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=909005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/909006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=909005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=909005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=909005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}