{"id":909229,"date":"2026-03-30T22:53:35","date_gmt":"2026-03-30T22:53:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/909229\/"},"modified":"2026-03-30T22:53:35","modified_gmt":"2026-03-30T22:53:35","slug":"al-scharaa-in-berlin-wadephul-sichert-al-scharaa-unterstuetzung-zu-kfw-vergibt-zuschuesse-in-hoehe-von-119-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/909229\/","title":{"rendered":"Al-Scharaa in Berlin: Wadephul sichert al-Scharaa Unterst\u00fctzung zu \u2013 KfW vergibt Zusch\u00fcsse in H\u00f6he von 119 Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Fall des Assad-Regimes pr\u00fcft Deutschland Chancen der Zusammenarbeit mit Syrien. Beim Besuch des syrischen \u00dcbergangspr\u00e4sidenten und fr\u00fcheren Dschihadistenf\u00fchrers Ahmed al-Scharaa sichert Au\u00dfenminister Wadephul Unterst\u00fctzung zu. Auch die KfW stellt Gelder bereit.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hat dem syrischen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article69c55a2bdcad4ca5d4759e97\/syrischer-praesident-merz-trifft-al-scharaa-ein-besuch-mit-brisanz-fuer-die-migrationswende.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article69c55a2bdcad4ca5d4759e97\/syrischer-praesident-merz-trifft-al-scharaa-ein-besuch-mit-brisanz-fuer-die-migrationswende.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00dcbergangspr\u00e4sidenten Ahmed al-Scharaa<\/a> die Unterst\u00fctzung Deutschlands beim Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren B\u00fcrgerkrieg zugesichert. \u201eWir stehen an der Seite Syriens\u201c, sagte Wadephul am Montag bei einem deutsch-syrischen Wirtschaftstreffen in Berlin an die Adresse al-Scharaas gerichtet. \u201eDie Syrer verdienen eine Chance, und wir m\u00f6chten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Deutschland k\u00f6nne eine \u201estarke Rolle\u201c beim wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes spielen, sagte Wadephul. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/katherina-reiche\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/katherina-reiche\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche <\/a>(CDU) sprach von \u201eGesch\u00e4ftschancen\u201c in Syrien f\u00fcr deutsche Unternehmen. Sie hoffe auf einen \u201eflorierenden Handel\u201c mit dem Land.<\/p>\n<p>Dies gelte etwa im Energiesektor, der Bauwirtschaft, beim Maschinen- und Anlagenbau, \u2060bei IT, Softwarel\u00f6sungen sowie Sicherheitstechnologien. Es gehe dabei auch um den Bau von Kraftwerken, so Reiche. Die CDU-Politikerin betonte, \u200bdass Deutschland \u200cund die EU die Sanktionen gegen die neue syrische Regierung noch vor den USA aufgehoben h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Al-Scharaa sagte, die Zerst\u00f6rung in seinem Land nach dem B\u00fcrgerkrieg (2011 bis 2024) sei \u201egigantisch\u201c. Das biete aber auch die Chance auf einen \u201eNeuanfang\u201c. Der fr\u00fchere Dschihadistenf\u00fchrer warb f\u00fcr Syrien als Wirtschaftspartner: Syrien sei ein \u201esicherer Hafen f\u00fcr Lieferketten\u201c und eine \u201egro\u00dfe Investitionschance im Bereich der Infrastruktur\u201c. So baue das Land seine Energieinfrastruktur wieder auf. Syrien sei auch als Touristenziel \u201eattraktiv\u201c, versicherte der \u00dcbergangspr\u00e4sident.<\/p>\n<p>KfW vergibt Zusch\u00fcsse in Millionenh\u00f6he nach Syrien<\/p>\n<p>Die KfW will den Neustart der syrischen Wirtschaft ebenfalls finanziell unterst\u00fctzen. Die Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau hat im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit Anfang vorigen Jahres Vertr\u00e4ge f\u00fcr Zusch\u00fcsse in H\u00f6he von 119 Millionen Euro abgeschlossen, wie die KfW am Rande eines Treffens mit al-Scharaa bekanntgab.<\/p>\n<p>Zentraler Ansatzpunkt sei der Wiederaufbau von M\u00e4rkten und Produktionsanlagen zur Sicherung der Versorgung mit lebenswichtigen Ressourcen. Zudem steht Basisinfrastruktur, etwa Krankenh\u00e4user, im Fokus. So flie\u00dfen in Zusammenarbeit mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef Zusch\u00fcsse in H\u00f6he von 40 Millionen Euro in den Wasser- und Abwassersektor sowie in Schulen und die psychosoziale Betreuung und Bildungsangebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche.<\/p>\n<p>Mit dem UN-Entwicklungsprogramm UNDP sollen zudem f\u00fcr 30 Millionen Euro ausgew\u00e4hlte Krankenh\u00e4user modernisiert und an die Versorgungsinfrastruktur angeschlossen sowie mit medizinischen Ger\u00e4ten ausgestattet werden. Ein weiteres Vorhaben zielt mit 20 Millionen Euro auf die Wiederbelebung wichtiger M\u00e4rkte und Handelszentren sowie den Wiederaufbau von Produktions- und Verarbeitungsanlagen \u2013 etwa M\u00fchlen, Silos, Schlachth\u00f6fe oder Spinnereien. Die Bauma\u00dfnahmen sollen Einkommensm\u00f6glichkeiten und Wirtschaftswachstum f\u00f6rdern. Davon sollen bis zu drei Millionen Syrer profitieren. Umsetzungspartner ist auch hier UNDP.<\/p>\n<p>\u201eKontinuierliches Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit zahlt sich aus\u201c, sagte Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW. \u201eSeit Jahren unterst\u00fctzt die KfW die syrische Bev\u00f6lkerung mit regelm\u00e4\u00dfig angepassten Ma\u00dfnahmen. Jetzt geht es darum, Wirtschaftsstrukturen aufzubauen, um die \u00f6konomische Entwicklung zu st\u00e4rken und die Situation der Menschen vor Ort zu verbessern. Wir legen Wert darauf, die Bev\u00f6lkerung vor Ort einzubinden und R\u00fcckkehrenden und Binnengefl\u00fcchteten eine Perspektive zu bieten.\u201c<\/p>\n<p>Al-Scharaa war am Montag zum Auftakt seines Antrittsbesuchs in Berlin von Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier empfangen worden und trifft am Montag auch Kanzler Friedrich Merz.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Bundesregierung stehen der Wiederaufbau des vom B\u00fcrgerkrieg zerst\u00f6rten Landes sowie die R\u00fcckf\u00fchrung syrischer Fl\u00fcchtlinge nach Syrien im Zentrum des Antrittsbesuchs. Auch der Iran-Krieg d\u00fcrfte ein wichtiges Thema sein.<\/p>\n<p>Der Besuch des fr\u00fcheren Dschihadistenf\u00fchrers, der auch schon in Washington, Paris und Moskau empfangen wurde, sorgt in Deutschland vielfach f\u00fcr Kritik. So waren mehrere Protestkundgebungen geplant.<\/p>\n<p>Der von al-Scharaa angef\u00fchrten Regierung in Damaskus wird vorgeworfen, Minderheiten im Land nicht vor Gewalt zu sch\u00fctzen oder sogar zu Gr\u00e4ueltaten anzustiften und sich daran zu beteiligen. Bei einer Milit\u00e4roffensive im Norden und Nordosten des Landes vertrieben syrische Regierungstruppen kurdische K\u00e4mpfer aus mehreren bisher von ihnen kontrollierten Gebieten. Damit wurde der faktischen Autonomie der Kurden in der Region ein Ende gesetzt.<\/p>\n<p>Von al-Scharaa angef\u00fchrte islamistische Milizen hatten Ende 2024 den langj\u00e4hrigen syrischen Machthaber Baschar al-Assad gest\u00fcrzt und die Macht in Syrien \u00fcbernommen. Der 43-J\u00e4hrige befehligte fr\u00fcher die einst mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verb\u00fcndete Al-Nusra-Front sowie deren Nachfolgemiliz Hajat Tahrir al-Scham.<\/p>\n<p>AFP\/rtr\/lay\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Fall des Assad-Regimes pr\u00fcft Deutschland Chancen der Zusammenarbeit mit Syrien. 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