{"id":909661,"date":"2026-03-31T03:07:20","date_gmt":"2026-03-31T03:07:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/909661\/"},"modified":"2026-03-31T03:07:20","modified_gmt":"2026-03-31T03:07:20","slug":"rueckkehr-von-80-prozent-der-syrer-als-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/909661\/","title":{"rendered":"R\u00fcckkehr von 80 Prozent der Syrer als Ziel"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/friedrich-merz-ahmed-al-scharaa-102.jpg\" alt=\"Ahmed al-Scharaa und Friedrich Merz\" title=\"Ahmed al-Scharaa und Friedrich Merz | Sebastian Christoph Gollnow\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 30.03.2026 \u2022 19:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Deutschland und Syrien wollen die R\u00fcckkehr syrischer Gefl\u00fcchteter in ihre Heimat beschleunigen. Ein Aspekt von vielen, die beim Antrittsbesuch des syrischen \u00dcbergangspr\u00e4sidenten al-Scharaa in Berlin besprochen wurden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Friedrich Merz will die R\u00fcckkehr von in Deutschland lebenden syrischen Gefl\u00fcchteten in ihre Heimat vorantreiben: In den n\u00e4chsten Jahren sollen 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zur\u00fcckkehren. Diese Zielmarke nannte der CDU-Politiker nach seinem Treffen mit dem syrischen \u00dcbergangspr\u00e4sidenten Ahmed al-Scharaa im Kanzleramt und f\u00fcgte hinzu, dass al-Scharaa sich dies w\u00fcnsche.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Merz stellte Syrien au\u00dferdem finanzielle Unterst\u00fctzung in Aussicht. Deutschland stelle demnach rund 200 Millionen Euro bereit, etwa f\u00fcr den Ausbau der Wasserversorgung und zur St\u00e4rkung wirtschaftlicher Beziehungen. &#8222;Wir brauchen eine verl\u00e4ssliche R\u00fcckf\u00fchrungsoption, eine Kooperation mit Syrien, insbesondere und zuallererst f\u00fcr diejenigen, die unsere Gastfreundschaft missbrauchen&#8220;, so Merz. Dies gelte auch f\u00fcr jene, &#8222;die sich nicht an unsere Gesetze halten&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Al-Scharaa ist derzeit auf seinem ersten Besuch bei der deutschen Bundesregierung. Um eine solche beschleunigte R\u00fcckkehr zu koordinieren, solle eine &#8222;gemeinsame Taskforce&#8220; eingerichtet werden, sagte Merz. Dazu solle es bereits in wenigen Tagen eine entsprechende Delegationsreise nach Syrien geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs dort hatten knapp eine Million Syrerinnen und Syrer in Deutschland Zuflucht gesucht. Die meisten von ihnen trafen 2015 und 2016 ein. Ihre R\u00fcckf\u00fchrung ist umstritten, unter anderem wegen der stark zerst\u00f6rten Infrastruktur im Land, der instabilen Sicherheitslage sowie der schlechten Lebensmittelversorgung.<\/p>\n<p>    Merz sieht Bedingungen in Syrien verbessert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Merz betonte nun, die Rahmenbedingungen in Syrien h\u00e4tten sich mehr als ein Jahr nach dem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/syrien-krieg-damaskus-100.html\" title=\"Islamisten erkl\u00e4ren syrische Hauptstadt Damaskus &quot;frei von Assad&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sturz von Machthaber Baschar al-Assad<\/a> und dem Ende des B\u00fcrgerkriegs &#8222;grundlegend verbessert.&#8220; Deswegen m\u00fcssten Schutzbedarfe auch neu bewertet werden. Wer keinen Anspruch mehr auf einen Aufenthalt in Deutschland habe, der werde Deutschland verlassen, so Merz. Das gelte insbesondere f\u00fcr jene, &#8222;die unsere Gastfreundschaft missbrauchen&#8220; und sich nicht an deutsche Gesetze hielten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte im Vorfeld angek\u00fcndigt, mit al-Scharaa \u00fcber die Themen freiwillige R\u00fcckkehr und Abschiebung von <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/freiwillige-rueckkehr-gefluechtete-100.html\" title=\"Mehr Fl\u00fcchtlinge kehren freiwillig in Heimatl\u00e4nder zur\u00fcck\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Syrerinnen und Syrern<\/a> sprechen zu wollen.<\/p>\n<p>    Wadephul: &#8222;Deutschland an der Seite Syriens&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der fr\u00fchere Dschihadisten-F\u00fchrer al-Scharaa war am Morgen bereits von Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue empfangen worden. Sp\u00e4ter nahm er an einem deutsch-syrischen Wirtschaftsforum im Ausw\u00e4rtigen Amt teil.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul hatte Syrien Unterst\u00fctzung beim Wiederaufbau des w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs schwer zerst\u00f6rten Landes zugesagt. Deutschland stehe an der Seite Syriens, so Wadephul. &#8222;Die Syrer verdienen eine Chance, und wir m\u00f6chten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird&#8220;, sagte er. Mittel- und langfristig seien die Chancen des wirtschaftlichen Austausches beider L\u00e4nder enorm.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Der syrische \u00dcbergangspr\u00e4sident al-Scharaa holt seinen Antrittsbesuch in Deutschland nach, den er im Januar kurzfristig verschoben hatte.\n                    <\/p>\n<p>    Al-Scharaa spricht von Neuanfang<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Al-Scharaa sprach laut \u00dcbersetzung von einem Neuanfang. Er warb um Investitionen deutscher Unternehmen. Syrien habe viele Gesetze ge\u00e4ndert, um rechtliche Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen zu verbessern. Mit Blick auf den Iran-Krieg bezeichnete al-Scharaa Syrien als einen &#8222;sicheren Hafen&#8220;. Er sprach von gro\u00dfen Investitionschancen und lud deutsche Firmen zu einem Besuch in Syrien ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte ebenfalls von &#8222;gro\u00dfem Potenzial&#8220; f\u00fcr eine Kooperation Syriens mit deutschen Unternehmen gesprochen &#8211; zum Beispiel in der Energie- und Bauwirtschaft, beim Maschinen- und Anlagenbau sowie bei IT- und Software-L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>    Besuch von Protesten begleitet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Besuch des fr\u00fcheren Dschihadisten-F\u00fchrers, der auch schon in Washington, Paris und Moskau empfangen wurde, sorgte in Deutschland f\u00fcr viel Kritik. Unter anderem von der Organisation ProAsyl. Der Empfang legitimiere die Herrschaft al-Scharaas, teilte die Organisation mit. In Berlin gab es Proteste gegen den Besuch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Regierung in Damaskus wird vorgeworfen, Minderheiten im Land nicht vor Gewalt zu sch\u00fctzen oder sogar zu Gr\u00e4ueltaten anzustiften und sich daran zu beteiligen. Auf das Thema angesprochen sagte al-Scharaa in der gemeinsamen Pressekonferenz, alle Minderheiten w\u00fcrden ihre Rechte bekommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von al-Scharaa angef\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/syrien-krieg-damaskus-102.html\" title=\"Syrische Islamisten versprechen geordneten Machtwechsel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">islamistische Milizen hatten Ende 2024<\/a> den langj\u00e4hrigen syrischen Machthaber al-Assad gest\u00fcrzt und die Macht in Syrien \u00fcbernommen. Der 43-j\u00e4hrige al-Scharaa befehligte fr\u00fcher die einst mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verb\u00fcndete Al-Nusra-Front sowie deren Nachfolgemiliz Hajat Tahrir al-Scham.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.03.2026 \u2022 19:03 Uhr Deutschland und Syrien wollen die R\u00fcckkehr syrischer Gefl\u00fcchteter in ihre Heimat beschleunigen. 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