{"id":910185,"date":"2026-03-31T08:07:14","date_gmt":"2026-03-31T08:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/910185\/"},"modified":"2026-03-31T08:07:14","modified_gmt":"2026-03-31T08:07:14","slug":"flaute-im-fruehling-keine-erholung-am-bayerischen-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/910185\/","title":{"rendered":"Flaute im Fr\u00fchling: Keine Erholung am bayerischen Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenquote ist von Februar auf M\u00e4rz um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 11.758 zur\u00fcck. Im M\u00e4rz 2025 hatte die Quote noch bei 4,1 Prozent gelegen. Damals waren es 9.826 Arbeitslose weniger als im M\u00e4rz dieses Jahres.<\/p>\n<p>&#8222;Abbau statt Aufwind&#8220;<\/p>\n<p>Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Markus Schmitz, spricht von &#8222;Abbau statt Aufwind&#8220;. Die Fr\u00fchjahrsbelebung werde von der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/von-benzin-bis-semmeln-wird-vieles-teurer-warum-die-inflation-weiter-anzieht,VFLi7ZN\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">konjunkturellen Flaute<\/a> sp\u00fcrbar ausgebremst. Mit knapp 330.000 Arbeitslosen sei der h\u00f6chste Stand in einem M\u00e4rz seit dem Jahr 2010 zu verzeichnen. <\/p>\n<p>Keine Trendwende in Sicht<\/p>\n<p>Auch wenn sich die negative Entwicklung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt verlangsame, k\u00f6nne man noch nicht von einem Richtungswechsel sprechen. &#8222;Einmal arbeitslos bleibt es derzeit schwierig, eine neue Arbeit zu finden&#8220;, fasst Schmitz die aktuelle Situation zusammen. Diese Einsch\u00e4tzung wird auch durch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen untermauert. Mit derzeit 102.313 Job-Angeboten ist die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften im Vergleich zum Vorjahr deutlich \u2013 n\u00e4mlich um knapp ein Zehntel \u2013 gesunken. Der gr\u00f6\u00dfte R\u00fcckgang ist dabei in der Zeitarbeit und im Handel zu verzeichnen. <\/p>\n<p>Schwaben bleibt Spitze \u2013 Mittelfranken Schlusslicht<\/p>\n<p>Im Vergleich der bayerischen Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,7 Prozent erneut die niedrigste Arbeitslosenquote. Dabei profitiert die Region weiterhin vom gesunden Branchenmix. Das zeigt sich auch im geringen R\u00fcckgang bei der Arbeitskr\u00e4ftenachfrage. Mit aktuell 15.739 offenen Arbeitsstellen ist nur ein Minus von 1,4 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr zu verzeichnen. In fast allen anderen Regierungsbezirken sind die R\u00fcckg\u00e4nge im zweistelligen Prozentbereich.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste Arbeitslosenquote weist erneut der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,8 Prozent auf. Die Situation wird hier vor allem von der Gro\u00dfstadt N\u00fcrnberg gepr\u00e4gt, wo fast die H\u00e4lfte aller mittelfr\u00e4nkischen Arbeitslosen registriert sind. Aktuell verzeichnet die Frankenmetropole eine Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent. Der Transformationsprozess in der Industrie hat auch hier seine Auswirkungen.  <\/p>\n<p>Vollbesch\u00e4ftigung ist noch m\u00f6glich<\/p>\n<p>Immerhin liegt in 13 der 96 kreisfreien St\u00e4dte und Landkreise in Bayern die Arbeitslosenquote unter drei Prozent. Unterhalb dieses Schwellenwerts spricht man von Vollbesch\u00e4ftigung. Die Spreizung reicht von 2,3 Prozent im Landkreis Bad T\u00f6lz-Wolfratshausen bis 8,2 Prozent in der Stadt Hof.<\/p>\n<p>In Hof ist die Arbeitslosenquote gegen\u00fcber dem Februar sogar noch einmal um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Auch die unterfr\u00e4nkischen Industriest\u00e4dte Aschaffenburg und Schweinfurt haben mit 7,8 bzw. 7,6 Prozent hohe Arbeitslosenquoten. Hier zeigt sich die gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit von der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/rohstoffe-sparen-bmw-baut-forschung-zum-auto-recycling-aus,VExNkRW\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Autoindustrie<\/a>. Nach Einsch\u00e4tzung von Markus Schmitz wird diese schwierige Situation auch noch l\u00e4ngere Zeit anhalten. <\/p>\n<p>Oberbayern macht die Durchschnittsquote<\/p>\n<p>Die Regierungsbezirke Schwaben (3,7 %), Oberpfalz (4,0 %) und Unterfranken (4,1%) liegen unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,2 Prozent. Oberbayern liegt mit 4,2 Prozent im Durchschnitt \u2013 ein gutes Drittel aller Arbeitslosen ist im gr\u00f6\u00dften bayerischen Regierungsbezirk gemeldet.  Niederbayern (4,3 %), Oberfranken (4,5 %) und Mittelfranken (4,8 %) liegen \u00fcber dem bayerischen Mittelwert. <\/p>\n<p>Demografie l\u00e4sst Besch\u00e4ftigung schrumpfen<\/p>\n<p>Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in Bayern liegt inzwischen bei 5,93 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 13.000 Besch\u00e4ftigten. Nach Angaben der BA liegt dies vor allem am demografischen Wandel. Die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge w\u00fcrden zunehmend das Rentenalter erreichen bzw. Vorruhestandsregelungen in Anspruch nehmen. Dieser Effekt werde nur unzureichend durch Zuwanderung kompensiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Arbeitslosenquote ist von Februar auf M\u00e4rz um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesunken. 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