{"id":910956,"date":"2026-03-31T15:19:25","date_gmt":"2026-03-31T15:19:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/910956\/"},"modified":"2026-03-31T15:19:25","modified_gmt":"2026-03-31T15:19:25","slug":"hamburger-senat-ohne-tariftreue-geht-bei-auftragsvergaben-in-hamburg-kaum-noch-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/910956\/","title":{"rendered":"Hamburger Senat: Ohne Tariftreue geht bei Auftragsvergaben in Hamburg kaum noch was"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Erstmals sollen in Hamburg Unternehmen bei der Annahme \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge auf Zahlung beziehungsweise Einhaltung tarifvertraglich orientierter Entgelte und Arbeitsbedingungen verpflichtet werden. Die vom rot-gr\u00fcnen Senat im Zuge einer Reform des Vergabegesetzes beschlossenen Tariftreueregelung solle Lohndumping verhindern und die Tarifbindung st\u00e4rken, teilte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) mit.<\/p>\n<p>Greifen soll die Tariftreueregelung demzufolge bei Liefer- und Dienstleistungen ab einem Wert von 50.000 Euro. Beim Bau liegt die Wertgrenze bei 500.000 Euro. Die B\u00fcrgerschaft muss noch zustimmen.<\/p>\n<p>Tariftreue Unternehmen sollen Vorteil erhalten <\/p>\n<p>Hamburg schreibt laut Finanzbeh\u00f6rde pro Jahr allein Liefer- und Dienstleistungsauftr\u00e4ge im Volumen von 340 Millionen Euro aus.  \u201eMit den geplanten \u00c4nderungen verschaffen wir Auftragnehmern, die nach Tarif bezahlen, einen Wettbewerbsvorteil\u201c, sagte Dressel. \u201eEine einj\u00e4hrige Vorbereitungs- und Umsetzungszeit gew\u00e4hrleistet, dass sich Beh\u00f6rden und Bieter auf die neuen Tariftreue-Anforderungen gut einstellen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Kritik kam von Gewerkschaftsseite sowie aus Handel und Handwerk. Nach Ansicht der Hamburger DGB-Vorsitzenden Tanja Chawla ist die Wertgrenze von 500.000 Euro im Baubereich zu hoch. \u201eEs sind gerade die Besch\u00e4ftigten der kleineren Auftr\u00e4ge mit k\u00fcrzerer Ausf\u00fchrungszeit im Baubereich, die nun massiv unter Druck kommen werden\u201c, warnte sie.<\/p>\n<p>Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handelskammer Hamburg, Malte Heyne, sprach von einem falschen Signal. \u201eSchon heute ist die Teilnahmebereitschaft an \u00f6ffentlichen Ausschreibungen eher gering, vor allem bei Start-ups\u201c, sagte er. \u201e19 Prozent der \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4ge gingen im Jahr 2024 laut Vergabestatistik an das jeweils einzige Unternehmen, das sich beworben hat.\u201c <\/p>\n<p>Handwerkskammerpr\u00e4sident Hjalmar Stemmann \u00e4u\u00dferte die Bef\u00fcrchtung, \u201edass die neuen Regelungen zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratie schaffen und die Beteiligung des Handwerks an \u00f6ffentlichen Ausschreibungen erschweren\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erstmals sollen in Hamburg Unternehmen bei der Annahme \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge auf Zahlung beziehungsweise Einhaltung tarifvertraglich orientierter Entgelte und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":910957,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,8923,55597,45,199757],"class_list":{"0":"post-910956","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg","11":"tag-lauterbach-joern","12":"tag-senat-ks","13":"tag-texttospeech","14":"tag-vergaberecht-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116324464661153936","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/910956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=910956"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/910956\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/910957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=910956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=910956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=910956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}