{"id":911457,"date":"2026-03-31T19:57:23","date_gmt":"2026-03-31T19:57:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/911457\/"},"modified":"2026-03-31T19:57:23","modified_gmt":"2026-03-31T19:57:23","slug":"praevention-aktuell-die-polizei-karlsruhe-informiert-zu-risiken-durch-wildwechsel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/911457\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4vention aktuell: Die Polizei Karlsruhe informiert zu Risiken durch Wildwechsel"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 registrierte das Polizeipr\u00e4sidium Karlsruhe insgesamt 1.287 Wildunf\u00e4lle. Davon ereigneten sich 106 im Stadtkreis Karlsruhe, 1.144 im Landkreis Karlsruhe und 37 auf den Bundesautobahnen. Bei 15 dieser Kollisionen wurden Personen verletzt.<\/p>\n<p>Eine angepasste Fahrweise kann das Risiko von Wildunf\u00e4llen deutlich reduzieren. Deshalb wird allen Verkehrsteilnehmenden empfohlen, die folgenden Hinweise zu beachten \u2013 zum eigenen Schutz und zum Schutz der Wildtiere.<\/p>\n<p>Besondere Vorsicht in Wildwechselgebieten<\/p>\n<p>Landstra\u00dfen entlang von W\u00e4ldern und Feldern gelten als typische Risikobereiche. Verkehrszeichen zum Wildwechsel weisen auf Regionen mit erh\u00f6hter Wilddichte hin. In diesen Bereichen sollte die Geschwindigkeit insbesondere in der D\u00e4mmerung und nachts reduziert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass Wildwechsel auch tags\u00fcber sowie in nicht beschilderten Abschnitten stattfinden kann.<\/p>\n<p>Aufmerksam fahren und den Fahrbahnrand im Blick behalten<\/p>\n<p>Waldr\u00e4nder, Felder und Wiesen entlang der Stra\u00dfe sollten stets aufmerksam beobachtet werden. Der Einsatz von Fernlicht kann helfen, Wildtiere fr\u00fchzeitig zu erkennen. Bei Gegenverkehr oder Wildsichtung sollte das Fernlicht rechtzeitig abgeschaltet werden, um andere Verkehrsteilnehmende sowie die Tiere nicht zu blenden. Ablenkungen durch Mobiltelefone oder Touchdisplays im Fahrzeug sind zu vermeiden. Ein ausreichender Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sowie eine vorausschauende und konzentrierte Fahrweise tragen wesentlich dazu bei, die Unfallgefahr zu reduzieren.<\/p>\n<p>Richtig reagieren bei Wildsichtung<\/p>\n<p>Es sollte stets damit gerechnet werden, dass Tiere selten allein unterwegs sind. \u00dcberquert ein Tier die Stra\u00dfe, k\u00f6nnen weitere folgen. In solchen Situationen wird empfohlen, zu hupen und kontrolliert zu bremsen, ohne sich oder andere zu gef\u00e4hrden. Ist ein Zusammensto\u00df unvermeidbar, sollte das Lenkrad festgehalten und auf unkontrollierte Ausweichman\u00f6ver verzichtet werden. Kollisionen mit dem Gegenverkehr oder ein Abkommen von der Fahrbahn sind h\u00e4ufig mit schwerwiegenderen Folgen verbunden.<\/p>\n<p>Richtig handeln nach einem Wildunfall<\/p>\n<p>Nach einem Wildunfall ist unverz\u00fcglich anzuhalten, die Warnblinkanlage einzuschalten und die Unfallstelle mit einem Warndreieck in ausreichendem Abstand zu sichern. Erste Hilfe ist zu leisten und die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu verst\u00e4ndigen \u2013 auch dann, wenn kein erkennbarer Schaden entstanden ist. Verletzte Tiere sollten weder ber\u00fchrt noch verfolgt werden, da Verletzungs- und Infektionsrisiken bestehen. Totes Wild darf nur mit Einmalhandschuhen von der Fahrbahn entfernt werden. Ist dies nicht gefahrlos m\u00f6glich, sollte stattdessen die Gefahrenstelle abgesichert werden.<\/p>\n<p>Rechtslage<\/p>\n<p>Unfallbeteiligte sind gesetzlich verpflichtet, unn\u00f6tiges Leid verletzter Tiere zu verhindern und einen Wildunfall unverz\u00fcglich zu melden. Dar\u00fcber hinaus besteht eine Verkehrssicherungspflicht zur Absicherung der Unfall- und Gefahrenstelle. Das Mitnehmen von Wild ist nicht gestattet und kann den Tatbestand der Jagdwilderei erf\u00fcllen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Jahr 2025 registrierte das Polizeipr\u00e4sidium Karlsruhe insgesamt 1.287 Wildunf\u00e4lle. 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