{"id":91224,"date":"2025-05-07T09:19:15","date_gmt":"2025-05-07T09:19:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/91224\/"},"modified":"2025-05-07T09:19:15","modified_gmt":"2025-05-07T09:19:15","slug":"ein-jahr-spaeter-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/91224\/","title":{"rendered":"Ein Jahr sp\u00e4ter \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Hat sich das Homeoffice in Leipzig etabliert, geht der Trend zur\u00fcck zur Pr\u00e4senzarbeit oder kommen Menschen nur an einigen Tagen wieder ins B\u00fcro? Die Berichte zu diesem Thema widersprechen sich. Wir k\u00f6nnen, mangels Ressourcen, keinen Trend erforschen, aber wir k\u00f6nnen noch einmal die gleichen Firmen wie im letzten Jahr nach ihren Erfahrungen fragen.<\/p>\n<p>Im Dezember 2023 fragten wir, aufgrund verschiedener Berichte und Analysen wie dem <a href=\"http:\/\/kpmg.com\/de\/de\/home\/media\/press-releases\/2023\/10\/ceos-erwarten-rueckkehr-ins-buero-in-kommenden-3-jahren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eKPMG CEO Outlook 2023\u201c<\/a>, bei 30 in Leipzig ans\u00e4ssigen Unternehmen an, wie sie es mit Homeoffice und mobilem Arbeiten halten. <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/firmenwelt\/2023\/12\/arbeiten-wie-in-den-1990ern-bye-bye-homeoffice-oder-569124\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Es kamen damals neun Antworten<\/a>, zu wenige um einen Trend abzuleiten. Diese waren alle pro Homeoffice, wobei die meisten ein Modell der Teilpr\u00e4senz bevorzugten.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/f56ae86128e84c8ab80cee23fe0984b1.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/firmenwelt\/2025\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/firmenwelt\/2025\/05\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Auch Ende 2024\/Anfang 2025 gab es widerspr\u00fcchliche Meldungen, zumindest wenn man den \u00dcberschriften glaubt. Am 4.12.2024 <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Homeoffice-Trend-geht-wieder-mehr-zum-Buero,homeoffice364.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">meldete beispielsweise ndr.de<\/a>: Homeoffice: \u201eTrend geht wieder mehr zum B\u00fcro\u201c und bereits am 20.08.2024 hatte die <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/fakten\/2024-08-20\/nur-4-prozent-der-unternehmen-wollen-homeoffice-wieder-abschaffen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ifo Konjunkturumfrage<\/a> ergeben: \u201eNur 4 % der Unternehmen wollen Homeoffice wieder abschaffen\u201c.<\/p>\n<p>Liest man beide Meldungen aufmerksam, dann steht dort, dass das reine Homeoffice etwas abnimmt, aber der Trend zur Teilpr\u00e4senz zunimmt. Mit Teilpr\u00e4senz ist gemeint, die Besch\u00e4ftigten sind zeitweilig im B\u00fcro und den Rest im Homeoffice. Die Anzahl der Pr\u00e4senztage variiert dabei.<\/p>\n<p>Wie sieht das in Leipzig aus?<\/p>\n<p>Wir fragten also die gleichen Unternehmen wie 2023 nochmals an und bekamen diesmal 11 Antworten, allerdings teilweise von anderen Unternehmen. \u00dcber die Kriterien f\u00fcr die Auswahl der Unternehmen haben wir 2023 ausf\u00fchrlich geschrieben.<\/p>\n<p>Eine kurze generelle Anmerkung zu Beginn, die DHL Group und die Deutsche Telekom verwiesen in ihren Antworten darauf, dass Homeoffice nur f\u00fcr den Teil der Besch\u00e4ftigten sinnvoll und m\u00f6glich ist deren Aufgabenprofil das zul\u00e4sst. Es versteht sich von selbst, dass der Brieftr\u00e4ger oder der Au\u00dfendienstmonteur kein Homeoffice machen k\u00f6nnen. Gleiches gilt f\u00fcr Besch\u00e4ftigte in der Produktion, Homeoffice, mobiles Arbeiten bzw. Arbeiten in Teilpr\u00e4senz ist f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Arbeitenden keine Alternative.<\/p>\n<p>Was haben wir gefragt?<\/p>\n<p>Es waren prinzipiell die Fragen aus 2023, mit einigen Erg\u00e4nzungen:<\/p>\n<p>1. Haben Sie weitere, daf\u00fcr geeignete, Arbeitspl\u00e4tze ins Homeoffice verlagert, oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Pr\u00e4senzarbeit zur\u00fcckgeholt?<\/p>\n<p>2. Haben Sie reine Homeoffice-Arbeitspl\u00e4tze abgebaut und daf\u00fcr Teil-Pr\u00e4senzpflicht eingef\u00fchrt?<\/p>\n<p>3. Gibt es f\u00fcr Sie neue Erfahrungen, u. a. betreffs Effektivit\u00e4t, im Homeoffice gegen\u00fcber der Pr\u00e4senzarbeit?<\/p>\n<p>4. Planen Sie die R\u00fcckkehr aus dem Homeoffice in die Pr\u00e4senz- bzw. Teil-Pr\u00e4senzarbeit? Wenn ja, welche Gr\u00fcnde gibt es daf\u00fcr?<\/p>\n<p>5. Sollten Sie eine R\u00fcckkehr in die Pr\u00e4senz- bzw. Teil-Pr\u00e4senzarbeit planen, sehen Sie daf\u00fcr Anreize f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten vor?<\/p>\n<p>6. Ist f\u00fcr Sie das Homeoffice bzw. hybride Arbeiten zukunftsf\u00e4hig?<\/p>\n<p>Die Antworten folgten zum gr\u00f6\u00dften Teil nicht der Struktur der Fragen, das war auch nicht wirklich erforderlich. Wir beschr\u00e4nken uns auf Ausz\u00fcge, die uns wichtig erscheinen.<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge aus den Antworten<\/p>\n<p>Eine Antwort war kurz und wenig aussagekr\u00e4ftig: \u201eWir haben inzwischen das mobile Arbeiten neu geregelt, m\u00f6chten dazu aber keine \u00f6ffentliche Kommunikation publizieren.\u201c Ein anderes Unternehmen hat am Standort Leipzig einen reinen Produktionsstandort, deshalb spielt Homeoffice dort keine Rolle.<\/p>\n<p><b>DHL Group:<\/b> \u201eF\u00fcr Mitarbeitende, deren T\u00e4tigkeitsbereich es zul\u00e4sst, besteht die M\u00f6glichkeit des ortsflexiblen Arbeitens innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland. Die zugeh\u00f6rige Betriebsvereinbarung haben der Betriebsrat Zentrale und die Arbeitgeberin bereits vor einigen Jahren abgeschlossen. Diese beschreibt Rahmenbedingungen und Regelungen f\u00fcr ein ortsflexibles Arbeitsmodell: Mitarbeitende, die am ortsflexiblen Arbeiten teilnehmen, k\u00f6nnen an bis zu drei Tagen pro Woche ortsunabh\u00e4ngig arbeiten.\u201c<\/p>\n<p><b>Deutsche Telekom:<\/b> \u201eF\u00fcr B\u00fcroarbeitende sind wir der Meinung, dass die Zukunft der Arbeit hybrid ist. Daf\u00fcr haben wir schon lange vor der Pandemie eine Regelung f\u00fcr mobiles Arbeiten etabliert. [\u2026] Um insbesondere das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch und die spontane Kreativit\u00e4t in den Teams zu f\u00f6rdern, halten wir daher f\u00fcr unser Unternehmen eine Pr\u00e4senz an in der Regel drei Tagen f\u00fcr zielf\u00fchrend, f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte an vier bis f\u00fcnf Tagen.\u201c<\/p>\n<p><b>Hays AG:<\/b> \u201eGenerell gilt, dass wir die Remote-Work-Freiheit f\u00fcr alle Mitarbeitenden dauerhaft aufrechterhalten. Gleichzeitig bitten wir unsere Mitarbeitenden je nach Funktion und Level, an mindestens zwei Arbeitstagen pro Woche ins B\u00fcro zu kommen.\u201c<\/p>\n<p><b>Deloitte GmbH:<\/b> \u201eWir favorisieren ein hybrides Modell aus Online- und Pr\u00e4senzzeiten und empfehlen bei Deloitte mobiles Arbeiten an bis zu drei aufeinanderfolgenden Tagen. [\u2026] Insbesondere dann, wenn der direkte Austausch im Vordergrund stehen \u2013 wo es um Begegnung geht, um Innovation und Interaktion \u2013 da braucht es zumeist pers\u00f6nliche Meetings. Wo es um den Austausch von Informationen geht, werden wir nicht zur Pr\u00e4senz zur\u00fcckkehren.\u201c<\/p>\n<p><b>VNG<\/b>: \u201eVNG hat mit einer flexiblen Homeoffice-Regelung sehr gute Erfahrungen gemacht. Mitarbeiterbefragungen zeigen regelm\u00e4\u00dfig, dass das TeamVNG die Work-Life-Balance im Unternehmen sch\u00e4tzt. [\u2026] Der Mix aus B\u00fcro- und Heimarbeit hat sich bei VNG nachhaltig etabliert. VNG plant aus den unter 2 genannten Gr\u00fcnden keine komplette R\u00fcckkehr aus dem Homeoffice in die Pr\u00e4senzarbeit, sondern arbeitet auch k\u00fcnftig mit einem hybriden Modell.\u201c<\/p>\n<p><b>EXG<\/b>: \u201eBei der EEX handhaben wir das Thema Anwesenheit im B\u00fcro unver\u00e4ndert flexibel. Unsere Mitarbeiter*innen k\u00f6nnen frei entscheiden, ob, wie oft und an welchen Tagen sie Mobile Working nutzen wollen.\u201c<\/p>\n<p><b>bbvl GmbH<\/b>: \u201eIn der bbvl haben wir kein \u201aklassisches\u2018 Homeoffice, allen Mitarbeitenden ist es m\u00f6glich mobil zu arbeiten. Den Arbeitsort w\u00e4hlen die Mitarbeitenden mit Blick auf die inhaltliche Notwendigkeit. Trotz der Flexibilit\u00e4t ist es allen Mitarbeitenden wichtig, Teil des Teams zu sein und sich auch vor Ort zu treffen und auszutauschen.\u201c<\/p>\n<p><b>Beiersdorf AG<\/b>: \u201eAuch am Produktionsstandort in Leipzig k\u00f6nnen Mitarbeitende \u2013 abh\u00e4ngig von ihrer Rolle und den betrieblichen Erfordernissen \u2013 bis zu 2,5 Tage pro Woche mobil arbeiten. Reine Homeoffice-Arbeitspl\u00e4tze gibt es in der Leipziger Produktion nicht. Die Kombination aus Pr\u00e4senz und mobilem Arbeiten hat sich bew\u00e4hrt.\u201c<\/p>\n<p><b>IKK classic<\/b>: \u201eSeit der Einf\u00fchrung des flexiblen Arbeitens haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht. Diese Einsch\u00e4tzung hat sich in den vergangenen zwei Jahren nicht ge\u00e4ndert. [\u2026] Wir haben gute Erfahrungen mit dem flexiblen Arbeiten gemacht und werden es beibehalten.\u201c<\/p>\n<p>Unser Fazit<\/p>\n<p>Wie oben formuliert, erheben wir keinen Anspruch, einen allgemeing\u00fcltigen Trend abzubilden. Aus den Antworten kann man aber schlie\u00dfen, dass das Arbeiten im Homeoffice bzw. in Teilpr\u00e4senz, wenn es einmal etabliert ist, auch beibehalten wird. Die Erfahrungen sind durchweg positiv, allerdings sieht der \u00fcberwiegende Teil der Antwortenden die Zukunft nicht in \u201eHomeoffice pur\u201c, sondern in der Arbeit in Teilpr\u00e4senz.<\/p>\n<p>Welche wirtschaftlichen Aspekte dabei zum Tragen kommen, etwa Einsparung von B\u00fcrofl\u00e4chen, wurde im Einzelfall nicht thematisiert. Es war allerdings einige Male von \u201edesk-sharing\u201c in den Antworten zu lesen. Voraussichtlich treffen die Aussagen im Interview mit Carl Erik Daum von PwC, im Artikel von 2023, zu.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei den Unternehmen f\u00fcr die Antworten, vielleicht fragen wir im n\u00e4chsten Jahr erneut nach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hat sich das Homeoffice in Leipzig etabliert, geht der Trend zur\u00fcck zur Pr\u00e4senzarbeit oder kommen Menschen nur an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":91225,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[1705,3364,29,30,19234,71,859,4649],"class_list":{"0":"post-91224","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-arbeitswelt","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-homeoffice","13":"tag-leipzig","14":"tag-sachsen","15":"tag-umfrage"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114465810929615297","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91224\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}