{"id":913727,"date":"2026-04-01T17:04:20","date_gmt":"2026-04-01T17:04:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/913727\/"},"modified":"2026-04-01T17:04:20","modified_gmt":"2026-04-01T17:04:20","slug":"nicht-laenger-leisten-bei-diesem-ranking-landet-muenchen-nur-auf-platz-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/913727\/","title":{"rendered":"&#8222;Nicht l\u00e4nger leisten&#8220;: Bei diesem Ranking landet M\u00fcnchen nur auf Platz 28"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen sind in ihrer k\u00f6rperlichen Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt und auf barrierefreie Wohnungen angewiesen. Der Seniorendienst &#8222;Eli die Fee&#8220; hat das Angebot an entsprechenden Immobilien (Miet- und Kauf-Objekte)\u00a0in den 100 gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten untersucht. Wie schneidet M\u00fcnchen ab? Gerade auch im Vergleich zu anderen bayerischen St\u00e4dten?<\/p>\n<p>Der demografische Wandel hat Deutschland im Griff: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Stand Dezember 2025)\u00a0 ist heute jede zweite Person in Deutschland \u00e4lter als 45 Jahre und jede f\u00fcnfte Person \u00e4lter als 66 Jahre. Und nach Angaben der Bundesregierung fehlen derzeit rund 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen.<\/p>\n<p>Barrierefreies Wohnen: In diesen St\u00e4dten ist das Angebot am gr\u00f6\u00dften<\/p>\n<p>Im bundesweiten Schnitt sind 11,7 Prozent aller untersuchten Wohnungen barrierefrei, teilt &#8222;Eli die Fee&#8220; mit. Die besten Aussichten haben der Analyse zufolge Wohnungssuchende in Paderborn. Dort verf\u00fcgen demnach 30,1 Prozent aller angebotenen Miet- und Kaufobjekte \u00fcber einen stufenlosen Zugang. Auch G\u00fctersloh (27,2 Prozent) und Konstanz (25,6 Prozent) erreichen Spitzenwerte.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1674747_rollstuhl-in-wohnhaus_artikelbild_1FOV3n_2hnJR1.jpg\" alt=\"Ein Rollstuhl steht unter einer Treppe in einem Wohnhaus. (Symbolbild)\" title=\"Ein Rollstuhl steht unter einer Treppe in einem Wohnhaus. (Symbolbild)\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Ein Rollstuhl steht unter einer Treppe in einem Wohnhaus. (Symbolbild)<br \/>\n      \u00a9 Arno Burgi\/dpa<\/p>\n<p>    Ein Rollstuhl steht unter einer Treppe in einem Wohnhaus. (Symbolbild)<\/p>\n<p>von Arno Burgi\/dpa <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Als einzige bayerische Stadt landet W\u00fcrzburg (21,5 Prozent) unter den Top Ten der St\u00e4dte mit dem h\u00f6chsten Angebot an barrierefreien Wohnungen. Noch hinter Erlangen (Platz 19 \u2013 11,7 Prozent), Augsburg (Platz 25 \u2013 16 Prozent), und Regensburg (Platz 26 \u2013 15,8 Prozent) landet M\u00fcnchen auf Rang 28. Die bayerische Landeshauptstadt kommt bei den barrierefreien Mietwohnungen auf 10,1 Prozent und bei den barrierefreien Eigentumswohnungen auf 19,3 Prozent.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1674727_artikelbild-75proz_1FOU-Q_ncLOB8.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"609\" height=\"916\"\/><\/p>\n<p>Kauf-Objekte sind h\u00e4ufiger barrierefrei als Miet-Objekte<\/p>\n<p>Deutlich schwieriger d\u00fcrfte sich die Suche nach einer barrierefreien Wohnung hingegen in Gelsenkirchen, Chemnitz und Zwickau gestalten, wo jeweils nur 2,8 Prozent der angebotenen Wohnungen barrierefrei sind. Das ist der niedrigste Wert im bundesweiten Vergleich. Aber auch in Witten (3,3 Prozent), Kiel (3,6 Prozent) oder Recklinghausen (4,1 Prozent) ist das Angebot an Wohnraum mit stufenlosem Zugang besonders gering.\u00a0<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1674726_barrierefreier-wohnraum-differenz-kauf-und-mietangebote_artikelbild-75proz_1FOU-d_uV6cIo.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"609\" height=\"957\"\/><\/p>\n<p>      \u00a9 &#8222;Eli die Fee&#8220;<\/p>\n<p>    von &#8222;Eli die Fee&#8220;<br \/>\n&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist zudem, dass Wohnungen mit stufenlosem Zugang in vielen St\u00e4dten vor allem im Kaufsegment zu finden sind. So ist der Anteil an barrierefreien Kauf-Objekten in 74 von 100 analysierten St\u00e4dten h\u00f6her als am Mietmarkt. Besonders stark ist die Diskrepanz etwa in Oberhausen: W\u00e4hrend nur 4,9 Prozent der Mietwohnungen barrierefrei sind, gilt dies f\u00fcr 30,3 Prozent der Kauf-Objekte. Das ist ein Unterschied von 24,4 Prozentpunkten. \u00c4hnliche Differenzen zeigen sich auch in Salzgitter (22,7 Prozentpunkte) und G\u00fctersloh (20 Prozentpunkte). \u00a0 \u00a0<\/p>\n<p>Es gibt jedoch auch Ausnahmen. So ist der Anteil barrierefreier Mietwohnungen in einigen St\u00e4dten sogar h\u00f6her als im Kaufsegment. Am st\u00e4rksten ausgepr\u00e4gt ist der Unterschied in diese Richtung in Jena (15 Prozentpunkte), gefolgt von Moers (14,3 Prozentpunkte) und dem mittelfr\u00e4nkischen Erlangen (11,5 Prozentpunkte).\u00a0<\/p>\n<p>M\u00fcnchen taucht in diesem Negativ-Ranking auf Platz 22 auf, also ungef\u00e4hr im hinteren F\u00fcnftel \u2013 mit 9,2,Prozent bei der Differenz zwischen barrierefreien Mietwohnungen und barrierefreien Kauf-Objekten. Bei den bayerischen St\u00e4dten in der Auswertung stehen hier nur W\u00fcrzburg (Platz 11 \u2013 12,8 Prozent) und Regensburg (Platz 16 \u2013 11,2 Prozent) schlechter als die Landeshauptstadt da.<\/p>\n<p>Institut f\u00fcr Menschenrechte: &#8222;Deutschland muss endlich barrierefrei werden&#8220;<\/p>\n<p>Seit dem 26. M\u00e4rz 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft und sichert Menschen mit Behinderungen ihre Rechte zu. Doch bei der Umsetzung bleibt viel zu tun, findet das Deutsche Institut f\u00fcr Menschenrechte und fordert deshalb von Politik und Wirtschaft mehr Einsatz f\u00fcr Barrierefreiheit und Inklusion.<\/p>\n<p>Besonders bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) sieht das Institut dringenden Verbesserungsbedarf. \u00a0&#8222;Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland sind die Rechte von Menschen mit Behinderungen zwar deutlicher ins \u00f6ffentliche Bewusstsein ger\u00fcckt, es hat aber keinen grundlegenden Wandel hin zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft gegeben&#8220;, wird Britta Schlegel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts f\u00fcr Menschenrechte, in einer Mitteilung zitiert.<\/p>\n<p>Schlegel: &#8222;Deutschland muss endlich barrierefreier werden, etwa im Gesundheitswesen, beim Wohnraum oder bei Kultur- und Freizeitangeboten. Das ist nicht nur menschenrechtlich, sondern auch wirtschaftlich erforderlich. Angesichts des demografischen Wandels k\u00f6nnen wir uns Barrieren nicht l\u00e4nger leisten.&#8220;<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/experten-sorgen-sich-um-soziale-infrastruktur-in-muenchen-art-1113129\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1659750_stkm-klinikumbogenhausen_mehrzumthema_1FB9ZY_62lVFL.jpg\" alt=\"Was sagen Experten zur Gesundheits- und Sozialpolitik in M\u00fcnchen?\" title=\"Was sagen Experten zur Gesundheits- und Sozialpolitik in M\u00fcnchen?\" width=\"696\" height=\"390\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/experten-sorgen-sich-um-soziale-infrastruktur-in-muenchen-art-1113129\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Experten sorgen sich um soziale Infrastruktur in M\u00fcnchen        <\/a><\/p>\n<p>              <img decoding=\"async\" alt=\"AZ-Plus\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/badge-azplus.svg\"\/>                <\/p>\n<p>                X<\/p>\n<p>Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugef\u00fcgt. <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/meine-az\/merkliste\/\" title=\"Zur Merkliste\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                zur Merkliste<br \/>\n                <\/a>  <\/p>\n<p>Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes, die bis Sommer 2026 abgeschlossen werden soll, bietet eine Chance f\u00fcr Fortschritte. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung vom Februar 2026 erkenne erstmals an, dass auch private Unternehmen Barrierefreiheit gew\u00e4hrleisten m\u00fcssen. Das sei grunds\u00e4tzlich positiv, so Schlegel: &#8222;Doch der Entwurf bleibt hinter den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention weit zur\u00fcck. Sollte er so beschlossen werden, bringt das neue Gesetz in der Praxis kaum Verbesserungen f\u00fcr Menschen mit Behinderungen.&#8220;<\/p>\n<p>Das ist die Untersuchungsgrundlage:\u00a0Um herauszufinden, wo es in Deutschland den h\u00f6chsten Anteil an barrierefreien Wohnungen auf dem Immobilienmarkt gibt, hat der <a href=\"https:\/\/www.elidiefee.de\/\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/www.elidiefee.de\/\" class=\"ext_links\" rel=\"noopener nofollow\">Seniorendienst Eli die Fee<\/a> das entsprechende Angebot in den 100 gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten ausgewertet. Grundlage waren 94.658 Online-Immobilieninserate f\u00fcr Wohnungen, die am 2. M\u00e4rz 2026 \u00f6ffentlich waren. Erfasst wurden sowohl Miet- als auch Kauf-Objekte. Als barrierefrei wurden Wohnungen mit einem stufenlosen Zugang gewertet. Eli die Fee unterst\u00fctzt \u00fcber 12.000 Kunden mit mehr als 1000 Mitarbeiter an 45 Standorten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Immer mehr Menschen sind in ihrer k\u00f6rperlichen Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt und auf barrierefreie Wohnungen angewiesen. 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