{"id":914318,"date":"2026-04-01T22:59:15","date_gmt":"2026-04-01T22:59:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/914318\/"},"modified":"2026-04-01T22:59:15","modified_gmt":"2026-04-01T22:59:15","slug":"erstmals-seit-ueber-50-jahren-menschen-auf-dem-weg-zum-mond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/914318\/","title":{"rendered":"Erstmals seit \u00fcber 50 Jahren Menschen auf dem Weg zum Mond"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCCob tspCCoc\">Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Vier Astronauten hoben daf\u00fcr um 18:35 Uhr Ortszeit (00:35 Uhr MESZ) an Bord der \u201eOrion\u201c-Kapsel mit dem Raketensystem \u201eSpace Launch System\u201c vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.\u00a0Der Start der krisengeplagten Mission \u201eArtemis 2\u201c war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Es sei ein \u201ehistorischer Tag\u201c, sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst vor dem Start der Deutschen Presse-Agentur, sein Astronautenkollege Matthias Maurer sprach von einem \u201eganz neuen Kapitel f\u00fcr die Raumfahrt\u201c.<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">\u201eWir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und \u00fcberall dazwischen &#8211; wirtschaftlich, milit\u00e4risch und jetzt auch \u00fcber die Sterne hinaus\u201c, hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump schon vor dem Start auf seiner Online-Plattform Truth Social kommentiert.<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">\u201eArtemis 2\u201c baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission \u201eArtemis 1\u201c 2022 auf. An Bord der \u201eOrion\u201c-Kapsel soll die Crew &#8211; bestehend aus der US-Astronautin Christina Koch, ihren US-Kollegen Victor Glover und Reid Wiseman und dem kanadischen Raumfahrer Jeremy Hansen &#8211; etwa zehn Tage lang um den Mond herumfliegen, bevor die Kapsel wieder im Meer auf der Erde aufkommen soll.\u00a0<\/p>\n<p> Mehr als 2,3 Millionen Kilometer um Mond und Erde <\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Der Flugverlauf gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zur\u00fccklegen. Am weitesten Punkt sollen sie sich etwa 370.000 Kilometer von der Erde entfernt, etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes befinden. Von dort aus k\u00f6nnen sie dann Erde und Mond gleichzeitig sehen &#8211; und k\u00f6nnten sich weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor.<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">F\u00fcr Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, f\u00fcr Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der Nasa, Glover der erste nicht-wei\u00dfe Mensch und Hansen der erste Kanadier.\u00a0<\/p>\n<p> Bislang zw\u00f6lf Amerikaner auf dem Mond <\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verlie\u00df im Dezember 1972 der 2017 gestorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der \u201eApollo 17\u201c-Mission den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den \u201eApollo\u201c-Missionen zwischen 1969 und 1972 zw\u00f6lf Astronauten auf den Mond.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Die \u201eOrion\u201c-Kapsel fliegt gr\u00f6\u00dftenteils vollautomatisch. Zu Testzwecken sollen die Astronauten aber immer wieder auch manuell steuern. Zudem m\u00fcssen sie stets alle Systeme und auch ihre eigene Gesundheit mit Hilfe zahlreicher Tests, Sensoren und Messungen \u00fcberpr\u00fcfen, auch f\u00fcr wissenschaftliche Forschungen. Auch Fotos und Analysen von Erde und Mond geh\u00f6ren zu ihren Aufgaben.<\/p>\n<p> Programm benannt nach der mythologischen G\u00f6ttin des Mondes <\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Das milliardenschwere \u201eArtemis\u201c-Programm \u2013 benannt nach der G\u00f6ttin des Mondes und Zwillingsschwester des Gottes Apollo aus der griechischen Mythologie \u2013 wurde von der Nasa 2017 verk\u00fcndet. Urspr\u00fcnglich sah es eine bemannte Mondlandung (\u201eArtemis 3\u201c) bis 2024 vor. Seitdem kam es aber mehrfach zu Verschiebungen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Der neue Nasa-Chef Jared Isaacman hat die \u201eArtemis\u201c-Pl\u00e4ne k\u00fcrzlich noch einmal komplett umgeschmissen. Die Mission \u201eArtemis 3\u201c, mit der urspr\u00fcnglich fr\u00fchestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, soll nun bereits im kommenden Jahr starten, aber nicht auf dem Mond landen.<\/p>\n<p> Auch die europ\u00e4ische Raumfahrtbeh\u00f6rde Esa ist beteiligt <\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Stattdessen solle die \u201eOrion\u201c-Kapsel sich bei dieser Mission im Weltraum mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken. Zudem solle es dann 2028 m\u00f6glicherweise sogar gleich zwei Mondlandungsversuche geben &#8211; \u201eArtemis 4\u201c und \u201eArtemis 5\u201c. Au\u00dferdem werde eine dauerhafte menschliche Pr\u00e4senz auf dem Mond anvisiert. Auch viele private Raumfahrtunternehmen und internationale Partner sind bei dem Programm involviert, darunter auch die europ\u00e4ische Raumfahrtbeh\u00f6rde Esa.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Die Esa steuert unter anderem ein im Bremer Airbus-Werk gefertigtes Servicemodul f\u00fcr die \u201eOrion\u201c-Kapsel bei. Auch die Teilnahme eines deutschen Astronauten ist f\u00fcr die Zukunft angedacht. \u201eWir stehen an der Schwelle einer historischen R\u00fcckkehr\u201c, sagte Esa-Chef Josef Aschbacher bei einer Pressekonferenz in Cape Canaveral. \u201eDie Nasa wird wieder Geschichte schreiben. Das ist sehr aufregend f\u00fcr uns alle.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Der deutsche Astronaut Gerst sagte, er glaube daran, dass es eines Tages eine europ\u00e4ische Forschungsstation auf den Mond geben werde. \u201eDer Mond ist einfach unser n\u00e4chster Begleiter. Das ist unser achter Kontinent im Prinzip. Wir m\u00fcssen den erforschen, einfach nur, weil er da ist schon mal.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Zudem biete die Mondmission eine wichtige Perspektive, sagte Gerst weiter. \u201eDie Faszination, dass man auch den n\u00e4chsten Generationen zeigen kann: Wir k\u00f6nnen nicht nur Kriege f\u00fchren hier auf der Erde, sondern wir k\u00f6nnen auch wieder was richtig Gro\u00dfartiges zusammen machen. Diese Perspektive einzufangen und zur\u00fcckzubringen, das ist so unendlich wichtig f\u00fcr unser Selbstverst\u00e4ndnis. Was sind wir eigentlich? Was machen wir mit unserer Erde? Was machen wir mit uns? Wie behandeln wir uns gegenseitig auf diesem Planeten? Das wird alles nochmal kristallklarer, wenn man das von au\u00dfen sieht.\u201c<\/p>\n<p> Wettlauf der Raumfahrtnationen <\/p>\n<p class=\"tspCCob\">F\u00fcr die USA symbolisiert die R\u00fcckkehr zum Mond strategisch die technologische und geopolitische F\u00fchrung im Wettlauf um den Weltraum. Eine dauerhafte Pr\u00e4senz dort gilt als Weg, nationale Interessen in der Raumfahrt zu sichern und internationale Kooperationen pr\u00e4gen zu k\u00f6nnen. US-Pr\u00e4sident Trump, in dessen erster Amtszeit das Programm ins Leben gerufen worden war, verbucht es auch als pers\u00f6nlichen Erfolg.<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Gr\u00f6\u00dfter Konkurrent der USA ist China mit dem Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will mit Menschen auf den Mond, hat aber mit Verz\u00f6gerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260401-930-897358\/2<\/p>\n<p class=\"tspCCob\">Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. 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