{"id":915407,"date":"2026-04-02T09:21:19","date_gmt":"2026-04-02T09:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/915407\/"},"modified":"2026-04-02T09:21:19","modified_gmt":"2026-04-02T09:21:19","slug":"lebensarbeitszeit-rentenalter-steigt-schneller-als-lebenserwartung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/915407\/","title":{"rendered":"Lebensarbeitszeit: Rentenalter steigt schneller als Lebenserwartung"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Das Rentenalter ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich st\u00e4rker gestiegen als die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen, die in diesem Zeitraum aus dem Berufsleben ausgeschieden sind. Das geht aus einer Antwort der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bundesregierung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> auf eine Anfrage der Linken hervor.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Demnach hatten Menschen, die zwischen 2022 und 2024 das Alter von 65 erreichten, im Durchschnitt Aussicht auf 19,4 weitere Lebensjahre. Diese Zahl lag nach einigen Schwankungen im Mittel der Jahre 2022 bis 2024 auf demselben Niveau wie zehn Jahre zuvor. Das gesetzliche Alter f\u00fcr eine abschlagsfreie <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/rente\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rente<\/a> ist hingegen seit 2012 um mehr als ein Jahr angehoben worden \u2013 eine Folge der 2007 beschlossenen Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch der tats\u00e4chliche Rentenstart verschob sich den Regierungsangaben zufolge innerhalb von zehn Jahren um gut 1,3 Jahre nach hinten. Die Angaben widersprechen damit der von mehreren Politikerinnen und Politikern der Bundesregierung ge\u00e4u\u00dferten Mahnung, die durchschnittliche Lebensarbeitszeit der Menschen in Deutschland m\u00fcsse <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-09\/rente-bundesregierung-bundeswirtschaftsministerium\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">angesichts einer immer weiter steigenden Lebenserwartung ebenfalls verl\u00e4ngert werden<\/a>.\n<\/p>\n<p>        Rente mit 67 wird bis 2030 vollzogen \u2013 Lebenserwartung steigt um ein Jahr        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Linken-Abgeordnete Sarah Vollath, die die Anfrage gestellt hatte, bezog sich ebenfalls auf <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-03\/daniel-guenther-schleswig-holstein-rente-70-social-media\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">entsprechende Forderungen<\/a>, wie sie etwa Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (<a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/cdu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a>) erhoben hatte. Diese hatte im September mit Blick auf ein Papier aus dem Kreis ihrer Berater gesagt, &#8222;dass wir angesichts einer h\u00f6heren Lebenserwartung l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssen&#8220;.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vollath entgegnete mit Verweis auf die Zahlen: &#8222;Das stimmt einfach nicht. Die Lebenserwartung stagniert. Gleichzeitig steigt die Regelaltersgrenze schon jetzt immer wieder an.&#8220; Zwischen 2012 und 2030 w\u00fcrde die Regelaltersgrenze &#8222;ungef\u00e4hr doppelt so schnell wie die Lebenserwartung&#8220; steigen, sagte sie und bezog sich damit ebenfalls auf Angaben der Bundesregierung.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Endlich Montag<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Wie wollen wir arbeiten? Was tun, wenn demn\u00e4chst Millionen Fachkr\u00e4fte fehlen? Und sind j\u00fcngere Menschen wirklich so faul, wie manche \u00e4ltere behaupten? Wir beantworten in unserem Newsletter wichtige Fragen zur Arbeitswelt.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Demnach wird erwartet, dass die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/lebenserwartung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lebenserwartung<\/a> bis 2030 f\u00fcr M\u00e4nner um ein Jahr und f\u00fcr Frauen um acht Monate steigt. Das gesetzliche Rentenalter wird jedoch \u2013 als Folge der Reform von 2007 \u2013 zwischen 2012 und 2030 um zwei Jahre erh\u00f6ht. Den Regierungsangaben zufolge wird es noch etwa zwei Jahrzehnte dauern, bis die nach Renteneintritt durchschnittlich zu erwartende verbliebene Lebensdauer sich gegen\u00fcber dem Stand von 2012 ebenfalls um zwei Jahre erh\u00f6ht hat: Dies wird f\u00fcr M\u00e4nner zwischen 2035 und 2056 und f\u00fcr Frauen zwischen 2039 und 2069 erwartet. Erst danach wird der Effekt aus der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre hinter den Anstieg der Lebenserwartung zur\u00fcckfallen.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Schwarz-Rot sieht Lebensarbeitszeit als ma\u00dfgeblichen Faktor        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Bundesregierung hatte die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-12\/rentenabstimmung-bundestag-bundesregierung-reform-analyse\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Finanzierung des aktuellen Rentenniveaus im vergangenen Herbst bis 2031 verl\u00e4ngert<\/a>. Angesichts der demografischen Lage handelt es sich dabei jedoch nur um eine \u00dcbergangsl\u00f6sung, w\u00e4hrend die Rentenkassen auch weiterhin mit Zusch\u00fcssen von mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr aus dem Bundeshaushalt subventioniert werden m\u00fcssen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Um die Finanzierung zu sichern, will die Bundesregierung daher noch in dieser Legislaturperiode eine weitere Rentenreform beschlie\u00dfen. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-12\/rentenkommission-union-spd-positionen-faq\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Im Sommer soll eine Kommission Vorschl\u00e4ge dazu pr\u00e4sentieren<\/a>. Innerhalb des Gremiums wird auch eine Anhebung des Rentenalters \u00fcber die bislang geltenden 67 Jahre hinaus diskutiert.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mehrere Regierungspolitiker, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-03\/friedrich-merz-rente-sozialpolitik-wahl-baden-wuerttemberg\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">darunter Kanzler Friedrich Merz (CDU)<\/a>, wollen sich jedoch nicht auf ein neues, h\u00f6heres Regelalter festlegen, sondern favorisieren eine Umstellung des Modells mit Fokus auf die Lebensarbeitszeit. Der abschlagsfreie Renteneintritt soll demnach davon abh\u00e4ngen, wie viele Jahre jemand gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat. Aus einem sp\u00e4teren Eintritt ins Erwerbsleben, wie es vor allem bei Akademikerinnen und Akademikern der Fall ist, w\u00fcrde sich dann ein sp\u00e4terer Renteneintritt ergeben.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Rentenbezugsdauer seit 1980 um sieben Jahre erh\u00f6ht        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Begr\u00fcndung einer faktischen Anhebung des Rentenalters mit der steigenden Lebenserwartung w\u00e4re dann zweitrangig. Im Langzeittrend ist die Antwort der Bundesregierung auf die Linken-Anfrage, wonach die Lebenserwartung derzeit langsamer steigt als das Rentenalter, ohnehin nur eine Momentaufnahme.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Denn w\u00e4hrend sich die Rentenbezugsdauer im Mittelwert der Jahre 2022 bis 2024 mit 19,4 Jahren zwar nicht von dem Wert zehn Jahre zuvor unterscheidet, ist sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/medien\/295488\/7.5_Durchschnittl._Rentenzugangsalter_und_Rentenbezugsdauer_1980-2017.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">um etwa sieben Jahre l\u00e4nger als mehrere Jahrzehnte zuvor<\/a>: Frauen, die 1980 in Rente gingen, konnten damals mit 13,8 verbliebenen Lebensjahren rechnen, M\u00e4nner mit elf Jahren.\u00a0\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Arbeit und Rente        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2026-03\/reform-riester-rente-altersvorsorge-nachfolge\" data-ct-label=\"Reform der Riester-Rente: Nun bekommen Besserverdiener auch noch ihre ETFs gesponsert\" data-uuid=\"c2afec47-4223-44b5-9b24-703863ef3e83\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Reform der Riester-Rente:<br \/>\n                        Nun bekommen Besserverdiener auch noch ihre ETFs gesponsert<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/geld\/2026-03\/ulrike-malmendier-private-altersvorsorge-riester-rente-reform\" data-ct-label=\"Ulrike Malmendier: &quot;Die Klingbeil-Rente ist ein echter Fortschritt&quot;\" data-uuid=\"cd8d4c1b-5c82-49b9-93ef-972cab2d5fe8\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Ulrike Malmendier:<br \/>\n                        &#8222;Die Klingbeil-Rente ist ein echter Fortschritt&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-12\/rentenkommission-union-spd-positionen-faq\" data-ct-label=\"Rentenkommission: Wie geht es weiter mit der Rente?\" data-uuid=\"8a5906aa-38c3-431a-98ea-bdfa846caf3b\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Rentenkommission:<br \/>\n                        Wie geht es weiter mit der Rente?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Rentenalter ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich st\u00e4rker gestiegen als die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen, die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":915408,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,1140,1173,31,3364,29,30,13,87132,17957,14,15,379,22123,12,6620],"class_list":["post-915407","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-arbeit","tag-bundesregierung","tag-cdu","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-lebensarbeitszeit","tag-lebenserwartung","tag-nachrichten","tag-news","tag-rente","tag-rentenreform","tag-schlagzeilen","tag-sozialpolitik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116334381428638783","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/915407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=915407"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/915407\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/915408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=915407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=915407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=915407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}